Beleuchteter Reichstag

Sammelrezension: Moskaus Werk und Ulbrichts Beitrag?

Ursachen und Folgen des Mauerbaus als Kontroverse in der zeithistorischen Forschung


24.1.2014
Die Ursachen und Folgen des Mauerbaus werden unter Historikern nach wie vor kontrovers diskutiert. Die hier rezensierten Publikationen befassen sich mit den Entwicklungen, die zum Bau der Berliner Mauer geführt haben. Dabei werden insbesondere die Absichten der SED-Führung um Walter Ulbricht, aber auch die Deutschlandpolitik der UdSSR und der Westmächte kontrovers diskutiert.

Besprochene Werke

Hope M. Harrison, Ulbrichts Mauer. Wie die SED Moskaus Widerstand gegen den Mauerbau brach, Bonn 2011, 505 Seiten.

Michael Kubina, Ulbrichts Scheitern. Warum der SED-Chef nicht die Absicht hatte eine „Mauer“ zu errichten, sie aber dennoch bauen ließ, Berlin 2013, 518 Seiten.

Eckhard Jesse (Hg.), Eine Mauer für den SED-Staat. Berlin 1961 und die Folgen, Berlin 2012, 272 Seiten.

Frederick Kempe, Berlin 1961. Kennedy, Chruschtschow und der gefährlichsten Ort der Welt, Bonn 2011, 668 Seiten.

"Zeitgeschichte ist Streitgeschichte" – so lautet ein geflügeltes Wort in Historikerkreisen. Die jüngsten Forschungskontroversen um die Ursachen und Folgen des Mauerbaus belegen dies. Die hier besprochenen Bücher befassen sich mit den Entwicklungen, die zum Bau der Berliner Mauer im August 1961 geführt haben sowie mit dessen Folgen. Dabei werden insbesondere die Absichten der SED-Führung um Walter Ulbricht, aber auch die Deutschlandpolitik der UdSSR und der Westmächte kontrovers diskutiert.

Der Schwanz wedelt mit dem Hund – "Verlassensangst" der UdSSR und die DDR als "Superverbündeter"



Ulbrichts MauerHope M. Harrison, Ulbrichts Mauer. Lizenzsausgabe der bpb
In dem Buch "Ulbrichts Mauer" der US-amerikanischen Historikerin Hope M. Harrison wird der Bau der Berliner Mauer vor allem als das Resultat von Walter Ulbrichts Politik und als Folge der spezifischen ostdeutsch-sowjetischen Beziehungen erklärt: Nach einem Vorwort führt die Autorin den Leser in die Forschungsproblematik ein, indem sie die Grundzüge der sowjetisch-ostdeutschen Beziehungen skizziert.[1] Dabei verweist sie auf ihre These, wonach die sowjetisch-ostdeutschen Beziehungen ein Geflecht gegenseitiger Abhängigkeiten waren und keine rein asymmetrische "Herr-Sklave-Beziehungen". Die Autorin bezieht sich maßgeblich auf Glenn Snyders Konzept des "Bündnissicherheitsdilemmas", das die wechselseitigen Abhängigkeiten von ungleich starken Verbündeten beschreibt. Danach bestehe stets die Gefahr, dass Großmächte von ihren Bündnispartnern zu einer bestimmten Politik verleitet werden können, da die Bündnispartner andernfalls abtrünnig werden könnten.[2] Vor diesem Hintergrund habe sich die DDR in den 1950er Jahren zum "Superverbündeten" der UdSSR entwickelt und - im ständigen Wissen um diesen Status - auch eigene politische Interessen gegenüber der UdSSR formulieren und durchsetzen können und schließlich den Bau der Mauer gegen den sowjetischen Widerstand eingeleitet.

Mit Hilfe dieser Methodik analysiert die Autorin in den folgenden vier Abschnitten das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen der Sowjetunion und der SED-Führung in den Jahren 1953 bis zum Mauerbau 1961. Fixpunkte dabei sind neben den Machtkämpfen nach dem Tode Stalins und dem "Neuen Kurs"[3] die Großereignisse des XX. Parteitages der KPdSU[4] und die zweite Berlinkrise,[5] anhand derer vor allem die konfliktreichen Beziehungen zwischen Walter Ulbricht und den sowjetischen Machthabern geschildert werden. Das zentrale Konfrontationsschema, das diesen Beziehungen laut Harrison zugrunde liegt, besteht einerseits aus den Vorstößen Ulbrichts und andererseits einer zögerlichen Sowjetführung, die vor dem Hintergrund breiter geopolitischer Herausforderungen zum Reagieren gezwungen wurde.

Vor dem Hintergrund dieser Dynamik habe Walter Ulbricht die wirtschaftliche Schwächung der DDR billigend in Kauf genommen, da er diese als politisches Druckmittel gegenüber Moskau zur Durchsetzung seines Grenzkontrollwunsches instrumentalisierte. Die Ausnutzung dieser spezifischen Bündnisdynamik habe es Ulbricht ermöglicht, der Moskauer Führung Wirtschaftshilfen zur Stabilisierung der DDR abzuringen und das Ende der ostdeutschen Reparationszahlungen an die UdSSR einzuleiten.[6] Zudem hätten die Aufstände in Polen und Ungarn ab 1956 Ulbrichts Handlungsspielräume in dieser eigentümlichen Beziehungsdynamik erweitert, weshalb er sich schließlich mit seiner Grenzsicherungspolitik gegenüber Moskau durchsetzen konnte.[7]

Auch durch die geopolitischen Entwicklungen – wie etwa der sowjetisch-chinesische Konflikt – sieht Harrison die Verhandlungsposition Ulbrichts gegenüber der UdSSR gestärkt, da diese eine Annäherung der DDR an die Volksrepublik China befürchtet habe. Auf diese Weise habe Walter Ulbricht die Handlungsspielräume der DDR gegenüber Moskau stetig erweitert und schließlich seinen seit 1952 gehegten Plan, die Westgrenzen der DDR zu kontrollieren und abzuriegeln, verwirklichen können.

Hope M. Harrison hat sich mit ihrer Analyse der sowjetisch-ostdeutschen Beziehungen einem Aspekt des Kalten Krieges zugewandt, der nur selten behandelt wird: die komplexen außenpolitischen Beziehungen der UdSSR zu ihren Satellitenstaaten. Zu Recht verweist sie dabei auf die keineswegs nur asymmetrische Beziehungsstruktur zwischen der sowjetischen Supermacht und ihren Satellitenstaaten. Auch ihr Ansatz, im Führungspersonal der DDR mehr als willenlose Schachfiguren Moskaus zu sehen und die außenpolitische Handlungsspielräume Ulbrichts auszuloten, ist überzeugend. Doch Harrison überdehnt diese Perspektive bisweilen so stark, dass der Leser den Eindruck gewinnt, die DDR wäre die Supermacht und die UdSSR der Vasall Ulbrichts. Deutlich wird dies etwa, wenn Harrison schreibt, die DDR habe eine Annäherung an China als Druckmittel gegenüber Moskau einsetzen können und so die "Verlassensangst" der UdSSR daraufhin außenpolitisch für sich instrumentalisieren können. Hier liegt die entscheidende Schwachstelle von Harrisons Argumentation. Das Druckmittel, den Bündnispartner zu verlassen (darauf basiert die Theorie des "Bündnissicherheitsdilemmas" auf die sich die Autorin maßgeblich stützt), ist nur gegeben, wenn ein Land über die Bündniszugehörigkeit frei entscheiden konnte. Die DDR war bis zu den Zwei-plus-Vier-Verträgen 1990 nicht frei, ihre Bündniszugehörigkeit zu wählen, und die Rote Armee stand in Ostdeutschland in Divisionsstärke. Dieses militärische Potenzial war ein gewaltiges Druckmittel Moskaus, welches im Juni 1953 in der DDR eingesetzt wurde und der SED-Führung ihre Abhängigkeit und die des gesamten DDR-Staates von der UdSSR vor Augen hielt. Doch die Einflussmöglichkeiten Moskaus durch die Präsenz der Roten Armee in Deutschland werden von der Autorin ignoriert. Etwa wenn die Autorin Ulbrichts Handlungsspielräume gegenüber der UdSSR mit der geografischen Entfernung der DDR von Moskau zu erklären versucht.[8] Eine Argumentation, die angesichts der massiven militärischen Präsenz der Roten Armee in Ostdeutschland letztlich nicht überzeugt.

Fragwürdig ist auch die Zäsurensetzung der Autorin, wenn sie mit ihrer Analyse nach Stalins Tod ansetzt. Durch die Nichtberücksichtigung der Jahre 1945 bis 1951 werden wegweisende Ereignisse, wie zum Beispiel die Berlin-Blockade oder die westdeutsche Staatsgründung, außen vor gelassen und nicht für die Analyse der sowjetischen Deutschlandpolitik ausgewertet. Stellenweise ist auch der Umgang mit den Begriffen ungenau: So spricht die Autorin etwa von den "Ostdeutschen", wenn sie genaugenommen das Politbüro der SED meint – was sich gerade vor dem Hintergrund der mangelnden Legitimität des DDR-Regimes in der ostdeutschen Bevölkerung verbieten müsste. Auch die Flügelkämpfe innerhalb der SED werden, laut der Autorin, von "Liberalen" und "Konservativen" geführt.[9] Diese Zuordnungen, mit denen gemeinhin Positionierungen entlang "sozial-moralischer" Konfliktlinien in der politischen Kultur der USA umschrieben werden, eignen sich wenig für die Darstellung von Richtungsstreitigkeiten in einer Partei marxistisch-leninistischen Typs.

Trotz dieser Einwände ist Harrisons Buch gerade jenen zur Lektüre empfohlen, die sich einen Überblick über Grundzüge der frühen sowjetisch-ostdeutschen Beziehungen und über die politischen Großereignisse wie den "Neuen Kurs" oder den XX. Parteitag der KPdSU und seine Folgen verschaffen wollen. Überhaupt überzeugt Harrisons Buch durch seine Anschaulichkeit und Übersichtlichkeit in der Beschreibung der großen historischen Linien. Nur wenige Werke verstehen es, die komplexen außenpolitischen Zusammenhänge des Kalten Krieges und der Deutschlandpolitik interessierten Laien und Fachleuten gleichermaßen so anschaulich und verständlich zu vermitteln.

Desillusionierung auf Raten - Ulbrichts Weg zur Mauer



Buchcover: Michael Kubina, Ulbrichts Scheitern.Michael Kubina, Ulbrichts Scheitern. (© Ch. Links Verlag)
Den Gegenpart zu Harrisons Einschätzung bildet Michael Kubinas Studie "Ulbrichts Scheitern. Warum der SED-Chef nicht die Absicht hatte eine Mauer zu errichten, sie aber dennoch bauen ließ". Der Autor vertritt die These, dass weder Walter Ulbricht noch die Moskauer Führung den Bau der Mauer bereits zu Beginn der 1950er Jahre geplant haben. Stattdessen habe ein langsamer "Desillusionierungsprozess" der SED-Führung um Walter Ulbricht und die spezifische deutschlandpolitische Lage während der Berlinkrise in den Jahren 1958 bis 1961 zum Bau der Mauer hingeführt. Damit widerspricht er der These Harrisons, wonach Walter Ulbricht die totale Abriegelung der DDR-Westgrenze schon 1952 geplant, sich aber erst 1961 damit in Moskau habe durchsetzen können. Anhand einer beeindruckenden Quellenmenge aus russischen und deutschen Archiven, darunter auch Neuinterpretationen bekannter Dokumente, versucht der Autor zu belegen, wie wenig restriktiv die Republikflucht in der noch jungen DDR gehandhabt wurde, und wie wenig sich gerade Walter Ulbricht für den steten demografischen Aderlass seines Staates interessierte. Ursächlich für diese Ignoranz sei Ulbrichts Lagebeurteilung gewesen. Demnach sei die Massenflucht aus der DDR eine hinnehmbare oder gar wünschenswerte Folge des verschärften Klassenkampfs im Rahmen des "Aufbau des Sozialismus" gewesen, da sich auf diese Weise die DDR den klassenfeindlich gesinnten Bevölkerungsschichten entledigen konnte. Darüber hinaus hätte die anhaltende Massenauswanderung eine stabilisierende Funktion für die DDR gehabt, da auf diese Weise Druck aus der Wohnraumfrage und der Versorgungswirtschaft genommen wurde sowie Aufstiegsmöglichkeiten für anderweitige DDR-Bürger geschaffen wurden, die dazu beitrugen, eine loyale berufliche Trägerschicht in Wirtschaft und Verwaltung heranzubilden. Auch erhoffte sich das SED-Regime von den Flüchtlingsmassen eine destabilisierende Wirkung auf den Arbeits- und Wohnungsmarkt des Aufnahmelandes Bundesrepublik, dessen Wirtschaftswunder Anfang der 1950er Jahre noch keineswegs Vollbeschäftigung und "Wohlstand für Alle" garantieren konnte. Diese Lesart führt der Autor auf die strenge marxistisch-leninistische Orthodoxie Ulbrichts zurück, der stets an das wirtschaftliche Überholen des Westens glaubte und daher auf ein rasches und krisenhaftes Ende des westdeutschen Wirtschaftswunders setzte. Anschaulich berichtet der Autor auch von den sowjetischen Ambitionen, die DDR zum "Schaufenster" der sozialistischen Welt aufzubauen und diese die Systemkonkurrenz bei offenen Grenzen zum Westen ausfechten zu lassen. Dieser sowjetische Anspruch, gepaart mit Ulbrichts unerschütterlichem Glauben an die Überlegenheit des Sozialismus, seien demnach ursächlich für die lange Ignoranz der Machthabenden gegenüber der Massenflucht gen Westen und für die lange Existenz der relativ offenen Grenzen gewesen.

Über vier Kapitel schildert der Autor den großen "Desillusionierungsprozess" der SED-Führung bezüglich der politischen Attraktivität und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der DDR. Im Mittelpunkt des ersten Kapitels stehen die Auseinandersetzung des Autors mit dem Forschungsstand zur Grenzsicherungspolitik der DDR sowie eine Analyse der politischen Persönlichkeit Walter Ulbrichts.[10] Letztere führt den Leser auch in die marxistisch-leninistische Gedankenwelt ein und schildert empathisch die Radikalität und weltanschauliche Enge des politischen Herkunftsmilieus Ulbrichts.

Im zweiten Kapitel werden der Aufbau der DDR als Schaufenster in den Westen sowie deren Souveränitätsbestrebungen geschildert.[11] Im Fokus steht jedoch, wie die SED-Führung begann, die Republikflucht als Bedrohung für die sozialistische Ordnung wahrzunehmen. Dies schildert der Autor als einen langsamen Prozess, bei dessen parteiinterner Ursachenforschung zuvorderst die mangelnde Qualität der politischen Parteiarbeit sowie die defizitäre Versorgungslage in der DDR thematisiert wurden. Erst als die Robustheit des westdeutschen Wirtschaftswunders nicht mehr zu überspielen war und den Prognosen der SED-Führung widersprach, interpretierte die Parteiführung die Massenflucht als Folge westdeutscher Abwerbe- und Propagandaaktionen, und leitete daraufhin die Kriminalisierung der "Republikflucht" ein. Auch den komplizierten Wechselbeziehungen zwischen dem Problem der Republikflucht und den deutschlandpolitischen Rahmenbedingungen schenkt der Autor viel Beachtung: So sieht er in der Grenzpolitik und Grenzkontrollpolitik der SED-Führung Mitte der 1950er Jahre vorrangig eine Souveränitätsdemonstration gegenüber der Bundesrepublik und weniger den Vorläufer einer physischen Barriere gegenüber der Massenflucht aus der DDR.

Im dritten und vierten Kapitel werden die veränderten wirtschaftspolitischen und geopolitischen Rahmenbedingungen für die DDR in den Jahren 1958 bis 1961 sowie die Bekräftigung der ostdeutschen Souveränitätsbestrebungen im Rahmen der Berlinkrise geschildert.[12] Das entgegen Ulbrichts Prognosen immer steiler werdende Wohlstandsgefälle zur Bundesrepublik sowie deren von Moskau akzeptierten Souveränitätsbestrebungen werden vom Autor als Faktoren interpretiert, die Ulbrichts Handlungsspielräume in Bezug auf die Systemkonkurrenz bei offenen Grenzen deutlich einschränkten. Diese Umstände, so der Autor, ließen Ulbrichts Hoffnungen auf eine Vergrößerung seines Einflusses auf Westberlin schwinden und führten zur Entscheidung, die Grenzen der DDR undurchlässig zu machen.

ORIGINAL-BU: Fragen der Weltpresse zum Deutschen Friedensvertrag und zum Westberlinproblem beantwortete der Vorsitzende des Staatsrates der DDR und Erste Sekretär des ZK der SED, Walter Ulbricht, am 15.6.1961 auf einer Internationalen Pressekonferenz in der Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik. Im grossen Festsaal des Hauses der Ministerien hatten sich etwa dreihundert Vertreter von Presse, Funk und Fernsehen der DDR, Westdeutschlands, Westberlins, aus sozialistischen und imperialistischen Ländern sowie aus jungen Nationalstaaten versammelt.
UBz: Walter Ulbricht bei seinen Ausführungen.
V.l.n.r.: Hermann Axen, Chefredakteur des "Neuen Deutschland"; Gesandter Kegel; Walter Ulbricht; Kurt Blecha"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!" verkündete Walter Ulbricht auf einer internationalen Pressekonferenz am 15. Juni 1961 – zwei Monate später wurde die Sektorengrenze zu West-Berlin abgeriegelt. (© Bundesarchiv, Bild 183-83911-0002, Fotograf: o.Ang.)
Michael Kubina ist ein beeindruckendes Buch gelungen. Akribisch und detailliert schildert er den langsamen "Desillusionierungsprozess" der SED-Führung bezüglich der wirtschaftlichen und politischen Leistungsfähigkeit der DDR. Dass der Leser angesichts dieser Dichte und Detailliertheit weder den Überblick noch die Leselust verliert ist vor allem der stilistischen Eleganz des Autors anzurechnen, die dennoch dem Anspruch nach wissenschaftlicher Tiefe gerecht wird. Dies erlaubt es dem Autor auch quellenkritische Exkurse einzubauen, die nicht nur zur Transparenz seines wissenschaftlichen Vorgehens, sondern auch zur Anschaulichkeit der Forschungsproblematik beitragen, etwa wenn über die Archivpolitik russischer Behörden berichtet wird. Methodisch beeindruckt das Buch durch das große Verständnis der marxistisch-leninistischen Ideologie und ihre beständige Einbeziehung in die Analyse der politisch Handelnden. Hinzu kommt, dass der Autor den Leser direkt am Forschungsstreit mit seinen Kollegen teilhaben lässt, was nicht nur lehrreich ist, sondern der Lektüre eine besondere Würze verleiht. Der größte wissenschaftliche Verdienst ist jedoch, dass der Autor den Weg zum Mauerbau in den Kontext der Dynamiken der Systemkonkurrenz setzt, indem er die strategischen Interaktionen zwischen der Bundesrepublik und der SED-Führung stets in seine Analyse einbezieht. Damit leistet er auch einen Beitrag zu einer integrativen deutschen Nachkriegsgeschichte. Das Buch ist wissenschaftlichen Lesern und interessierten Laien gleichermaßen und uneingeschränkt als Lektüre zu empfehlen.

Finis terrae? – Vom Mauerbau zum Mauerfall

[13]

Buchcover: Eckhard Jesse (Hg.), Eine Mauer für den SED-Staat.Eckhard Jesse (Hg.), Eine Mauer für den SED-Staat. (© Duncker & Humblot)
Der jüngste Sammelband der Gesellschaft für Deutschlandforschung, der auf deren 33. Jahrestagung zurückgeht, befasst sich nicht nur mit den Ursachen, sondern auch mit den Folgen des Mauerbaus – sowohl für die DDR als auch für die Bundesrepublik. Überhaupt deckt der vorliegende Sammelband viele Themenbereiche und Fragestellungen ab. Diese reichen von geo- und deutschlandpolitischen Aspekten,[14] der Kaderpolitik der SED,[15] dem Vergleich der Widerstandsaktivitäten in Ost und West[16] bis hin zur regionalgeschichtlichen Beleuchtung der SED-Repressionspolitik im Rahmen des Mauerbaus.[17] Auch die mediale und erinnerungskulturelle Verarbeitung des "Mauerfalls" 1989 wird von den Autoren des Bandes behandelt.[18]

Für die Ursachen und Gründe des Mauerbaus 1961 sind vor allem die ersten Beiträge des Bandes von Bedeutung: Diese beleuchten die alliierte wie auch die bundesdeutsche Deutschlandpolitik der Jahre vor dem Mauerbau. Besonders die Jahre der Berlinkrise, 1958 bis 1961, stehen im Fokus der Analysen. Die Rolle von Walter Ulbricht und Nikita Chruschtschow in der Phase unmittelbar vor dem Mauerbau werden dabei durchaus ungewöhnlich interpretiert: Der Beitrag von Alexej Filitov etwa kommt nach Einsicht sowjetischen Aktenmaterials zu dem Schluss, dass der sowjetische Staats- und Parteichef Nikita Chruschtschow die treibende Kraft in dieser Frage gewesen sei und bereits 1958 über eine Schließung der deutsch-deutschen Grenzen nachgedacht habe.[19] Damit bestreitet auch Filitov die These von Hope M. Harrison, wonach ein drängender Ulbricht dem zögerlich-passiven Chruschtschow zum Bau der Mauer überredete. In der Berlinkrise macht der Autor einen Zielkonflikt zwischen Walter Ulbricht und Nikita Chruschtschow aus: Der DDR-Staatschef verspricht sich von dem sowjetischen Plan eines Friedensvertrages einen Souveränitätsgewinn für die DDR, wogegen Chruschtschow, so der Autor, diese Ankündigung nur zur Verschleierung seiner Grenzabriegelungspläne propagandistisch instrumentalisiert habe.[20]

Die Gründe für die Passivität der Westalliierten während und kurz nach dem Mauerbau werden durch Rolf Steiningers Beitrag anschaulich dargestellt. Steiningers Recherchen in britischen und amerikanischen Archiven haben die deutschlandpolitischen Differenzen zwischen Amerikanern und Briten zu Tage gebracht. Insbesondere die britische Außenpolitik schien 1958 demnach eine de-facto-Anerkennung der DDR zu favorisieren und die Frage der Westberlin-Versorgung auf die bundesdeutschen Verbündeten abzuwälzen.[21] Dem stand die US-amerikanische außenpolitische Linie entgegen, die sich gegenüber Chruschtschows Berlin-Plänen hart zeigte und die britischen Verbündeten, vor allem nach Bekanntwerden der britischen Überlegungen in Bonn, in ihre Schranken verwies.[22] Erst mit Beginn der Präsidentschaft Kennedys, so der Autor, weichte sich die harte deutschlandpolitische Haltung der Amerikaner auf. Nun beschränkte sich die Deutschland- und Berlinpolitik auf die "essentials", nicht mehr auf ganz Berlin oder auf ein wiedervereinigtes Deutschland als Ziel, sondern nur noch auf die territoriale Unversehrtheit der Berliner Westsektoren und auf das Zugangsrecht der Westalliierten dorthin. Doch wie Steininger darlegt, waren selbst diese reduzierten Ansprüche nur schwer mit den britischen Verbündeten praktisch aufrechtzuerhalten, da diese auch nach dem Mauerbau eine Verstärkung der britischen Militärpräsenz in Berlin ablehnten. Die radikal-pazifistische britische Deutschlandpolitik, die erhöhte Verhandlungsbereitschaft Kennedys sowie die letztlich von allen Beteiligten befürchteten kriegerischen Auseinandersetzungen seien demnach Erklärungsfaktoren für die passive Haltung der Westalliierten gegenüber dem Mauerbau.

Die weitgehend chronologische Strukturierung des Sammelbandes dient zwar der Übersichtlichkeit, lässt aber sowohl den Mauerbau, als auch den Mauerfall als zwangläufig im Sinne eines teleologischen Geschichtsverständnisses erscheinen. Auch der einführende Beitrag von Eckhard Jesse befasst sich stark mit den emotional aufgeladenen geschichtspolitischen Konfliktlinien der Gegenwart.[23] Wohingegen die geschichtswissenschaftliche Begründung dieses Sammelbandes, die der Leser hier erwarten würde, dadurch bedauerlicherweise zu sehr in den Hintergrund tritt.

Dennoch ist der Band 102 in der Schriftenreihe der Gesellschaft für Deutschlandforschung uneingeschränkt zu empfehlen. Dem eigenen Anspruch der Herausgeber, die außen- und innenpolitischen Aspekte des Mauerbaus gleichermaßen zu thematisieren, ist der Sammelband in jeder Hinsicht gerecht geworden: Die bereits erwähnte thematische Breite des Bandes verdeutlicht vor allem, wie vielfältig sich der Bau der Mauer auf die gemeinsame deutsche Nachkriegsgeschichte ausgewirkt hat. Neben der thematischen Breite besticht der Band vor allem durch die hohe Dichte und Prägnanz seiner Beiträge. Deshalb ist der Band vor allem Studenten der Zeitgeschichte zu empfehlen, die durch die Lektüre bestens in die komplexen deutschlandpolitischen Themen eingeführt und darüber hinaus mit dem neuesten Forschungsstand zum Thema vertraut gemacht werden. Wie in den Veröffentlichungen dieser Schriftenreihe üblich, weist ein Literaturverzeichnis den interessierten Leser auf weitere Lektüre zum Thema hin. Auch als Lektüre für den Handapparat von zeitgeschichtlichen Seminaren sind die Beiträge dieses Bandes hervorragend geeignet, da sie nicht nur kurz und bündig verfasst sind, sondern stellenweise auch den Einblick in den Umgang mit Quellentexten gewähren.[24] Zudem enthält der Sammelband Beiträge, die sich mit den Repressalien und widerständischen Verhalten im Zusammenhang mit dem Bau der Mauer befassen. Anstelle eines Resümees steht der Beitrag des Politologen Sebastian Liebold über die Bedeutung deutscher Grenzsicherungspolitik in der deutschen Geschichte. Da diese - zweifellos lesenswerten - Beiträge jedoch nicht unmittelbar den Forschungsstreit um die Ursachen und Folgen des Mauerbaus berühren, seien sie nur kurz erwähnt.

Der gefährlichste Ort der Welt



Berlin 1961Frederick Kempe, Berlin 1961. Lizenzausgabe der bpb
Dem unmittelbaren Jahr des Geschehens widmet sich der Historiker Frederick Kempe, Vorsitzender des außenpolitischen Think-Tanks "Atlantic Council", der sich im Jahr des Mauerbaus 1961 in Washington gegründet hatte und sich seit dem für die Förderung der "konstruktiven US-Führerschaft" und für die zentrale Rolle des atlantischen Bündnisses in der US-Außenpolitik einsetzt.[25] Der Autor beschreibt im anschaulich gehaltenen "Plauderton", wie die außenpolitischen Konflikte der Großmächte Berlin im Jahr 1961 zum "gefährlichsten Ort der Welt" werden ließen und die Welt an den Rand des Abgrunds brachten.[26] Anders als die vorherigen Autoren befasst sich Kempe nur wenig mit der langen Vorgeschichte des Mauerbaus und fokussiert sich auf die Zeit seit Beginn der Berlinkrise 1958 und schließlich auf das Jahr 1961.

Dem Thema nähert sich der Autor über die Analyse der handelnden Akteure Chruschtschow, Kennedy, Ulbricht und Adenauer, deren politische Persönlichkeitsprofile und Biografien eingehend beschrieben werden.[27] Im Folgenden schildert der Autor den Entwicklungsverlauf der Ereignisse hin zum Bau der Mauer am 13. August 1961. Dabei nimmt der Autor stets wechselnd die Perspektive der jeweils handelnden Personen ein. Die treibenden Kräfte hinter dem Mauerbau sieht Kempe weniger allein in Ostberlin. Insbesondere Kennedys passiver Politikstil sowie seine Fehleinschätzung der Absichten Chruschtschows habe der SED-Führung die totale Grenzabriegelung im August 1961 ermöglicht.[28] In diesem Zusammenhang kritisiert der Autor Kennedys wohlwollende Behandlung in der Geschichtswissenschaft als Folge einer "ex-post"-Betrachtung angesichts der glückvollen Wiedervereinigung.[29]

Die Perspektive der Machtzentren und der "großen Männer" wird durchbrochen von exkursartigen Einschüben, in denen die Auswirkungen des Kalten Krieges auf die "kleinen Leute" durch die Darstellung von exemplarisch herausgegriffenen Einzelschicksalen verdeutlicht werden. So wird etwa über das Schicksal eines ostdeutschen Bauern berichtet, der sich der Zwangskollektivierung der Landwirtschaft widersetzte und mit Repressalien überzogen wurde.[30] Auch die traumatischen Auswirkungen der massenhaften Vergewaltigung deutscher Frauen durch Angehörige der Roten Armee im Jahr 1945 werden anhand eines Fallbeispiels dem Leser nahe gebracht.[31] Dass der Autor abschließend auch die kurze Phase nach dem 13. August 1961 in einem Ausblick beleuchtet und dabei die Kuba-Krise einbezieht, macht die globale Dimension des Kalten Krieges konkret deutlich.[32] Insbesondere die atomare Gefahr, die das Jahr 1961 mit sich brachte, wird vom Autor eingehend berücksichtigt.[33]

Kempe hat eine informative und spannende Geschichte eines Höhepunktes des Kalten Krieges geschrieben. Die geopolitischen Grundkonflikte, die den Bau der Berliner Mauer begleitet und beeinflusst haben, werden dabei sehr deutlich herausgearbeitet. Gerade der Bezug des Autors auf die geopolitische Komponente über Europa hinaus, etwa auf die strategische Bedeutung der kubanischen Ereignisse und die Gefahr eines Atomkrieges, ist zu würdigen. Auch bekommt der Leser einen Eindruck von der atmosphärisch bedeutsamen "Kultur des Kalten Krieges", was vor allem der akteursorientierten Methodik des Autors und den eingeschobenen Exkursen zu verdanken ist. Es bleiben jedoch Schwachstellen: Die Auseinandersetzung mit den politischen Biografien der handelnden Staatsmänner hätte umfassender und vor allem differenzierter ausfallen dürfen. So erfährt der Leser im biografischen Abschnitt über Walter Ulbricht nichts über dessen Sozialisation in der radikalen deutschen Arbeiterbewegung in seiner Heimat Leipzig. Ebenso scheinen Ulbrichts Exilerfahrungen in Moskau keine wesentliche Rolle für seine politische Entwicklung und Zielvorstellungen zu spielen. Doch eine Darstellung, die die handelnden Akteure so stark in den Mittelpunkt stellt, wie die von Frederick Kempe, sollte solche wesentlichen Aspekte in den politischen Biografien beachten und einbeziehen. Stattdessen wird der Leser überflüssig detailliert über die Körpergröße und persönlichen Eigenschaften des DDR-Staatschefs informiert. Auch die Gegenüberstellung des sympathisch-rheinländischen Konrad Adenauer und dem unsympathisch-rigiden Walter Ulbricht vermittelt zu sehr den Eindruck eines vereinfachten Konfrontationsschemas "Gut gegen Böse".[34] Zudem hätten mehr Quellenbelege dem Buch gut getan. Insbesondere bei Argumentationen auf sensiblem Terrain, wie etwa bei den statistischen Angaben zu den Opfern der Massenvergewaltigungen durch die Rote Armee, wären detaillierte Quellenangaben geboten gewesen.[35] Zu Recht befasst sich der Autor mit diesen Kriegsverbrechen, doch woher die statistischen Angaben stammen, verrät er dem Leser nicht. Wenig Sprachsorgfalt offenbart der Autor im selben Kapitel: Die Verfilmung des Buches "Anonyma – Eine Frau in Berlin", bei dem die Berichte einer Berlinerin über die Vergewaltigungsexzesse von Sowjetsoldaten eine zentrale Rolle spielen, habe "Feministinnen in der ganzen Welt gerührt".[36] Die Eingrenzung auf die Feministinnen ist erstens nicht ganz verständlich und suggeriert zweitens die innere Teilnahmslosigkeit der übrigen Zuschauer, was möglicherweise nicht beabsichtigt ist, aber leider so aufgefasst werden kann. Solche sprachlichen Ungenauigkeiten mögen der Preis für den durchgehend lesenswerten, unterhaltsamen Stil des Buches sein. Die Nachlässigkeit bei Quellenbelegen und die übertrieben parteiische Wahrnehmung des Autors sind bisweilen ärgerlich und möglicherweise jener "Empörung" geschuldet, die der Autor nach eigenen Angaben seinen ostdeutsch-amerikanischen Eltern "verdankt".[37] Diese Empörung ist gewiss verständlich, beeinträchtigt jedoch sichtbar das Ergebnis von Frederick Kempes Arbeit.

Die Stärken dieses Buches liegen in den Fähigkeiten des Autors begründet, die komplexen geostrategischen Strukturen in dieser Hochphase des Kalten Krieges anschaulich darzustellen und spannend nachzuerzählen. Dass dies gelungen ist, ist nicht zuletzt der Verdienst dieser personalisierten Form, die die handelnden Staatsmänner in den Vordergrund rückt.

Zitierweise: Tilman Wickert, Sammelrezension: Sammelrezension: Moskaus Werk und Ulbrichts Beitrag? Ursachen und Folgen des Mauerbaus als Kontroverse in der zeithistorischen Forschung, in: Deutschland Archiv Online, 24.01.2014, Link: http://www.bpb.de/177553


Fußnoten

1.
Vgl. Einleitung: Die Dynamik der sowjetisch-ostdeutschen Beziehungen in der Anfangsphase des Kalten Krieges, S. 20-34.
2.
Vgl. S. 28.
3.
Vgl. Abschnitt 1953: Die sowjetisch-ostdeutschen Beziehungen und die Machtkämpfe in Moskau und Berlin, S. 35-89.
4.
Vgl. Abschnitt 1956-1958: Sowjetische und ostdeutsche Debatten nach dem XX. Parteitag der KPdSU, S. 90-161.
5.
Vgl. Abschnitt 1958-1960: Die Berlinkrise. Chruschtschow und die Mauer, S. 162-227.
6.
Vgl. S. 27 und S. 86-89.
7.
Vgl. S. 160.
8.
Vgl. S. 233.
9.
Vgl. S. 157.
10.
Kapitel I. Sozialismus statt Barbarei – lichte Zukunft (1945 – 1953), S. 25-122.
11.
Kapitel II. Sozialismus als Erziehungsdiktatur - Zeit der Wirren (1954 – 1957), S. 123-222.
12.
Kapitel III. Sputnik oder Splitnik - Prinzip Hoffnung (1958 – 1959), S. 223-316 und Kapitel IV. „Verschiedene Überraschungen“ - Götterdämmerung (1960 – 1961).
13.
Sebastian Liebold, Finis terrae? – Die Mauer in der deutschen Geschichte, S. 247 - 262.
14.
Rolf Steininger, Die Westmächte und der Mauerbau , S. 61-73; Gerhard Wettig, Chruschtschow, die Berlin-Krise und die Mauer, S. 73-89.
15.
Mario Niemann, SED-Kaderpolitik nach dem Mauerbau, S. 163-181.
16.
Anita Krätzner, Die studentischen Proteste nach dem Mauerbau an den ost- und westdeutschen Universitäten, S. 113-129.
17.
Kerstin Dietzel und Sascha Möbius, Individuelle Schicksale und erlittene Repressionen im Schatten der Grenze. Das Beispiel des Bezirks Magdeburg, S. 129-143.
18.
Hans-Hermann Hertle, Der Fall der Mauer als mediales Ereignis, S. 199-225; Manfred Wilke, Die Gedenkstätte Berliner Mauer – die doppelte Erinnerung an Teilung und Einheit, S. 143-163.
19.
Alexej Filitov, „Berlin durch einen eisernen Ring zu umkreisen…“, S. 56.
20.
Ebd. S. 57.
21.
Rolf Steininger, Die Westmächte und der Mauerbau, S. 64-65.
22.
Ebd. S. 65.
23.
Eckhard Jesse, Vor dem Bau der Mauer und nach dem Fall der Mauer, S. 9 - 18
24.
Dies gilt etwa für den Beitrag von Alexei Filitov, S. 53-61.
25.
Atlantic Council, Selbstdarstellung, in: http://www.atlanticcouncil.org/about (17.1.2014).
26.
Zitiert nach Nikita Chruschtschow, S. 9.
27.
Vgl. Erster Teil. Die Akteure, S. 21-166.
28.
S. 573.
29.
Vgl. S. 573.
30.
Vgl. Die gescheiterte Flucht des Friedrich Brandt, S. 145 - 148.
31.
Vgl. Marta Hillers´ Vergewaltigungsgeschichte, S. 35-40.
32.
Vgl. Epilog. Nachbeben, S. 569-593.
33.
Vgl. Kapitel 17. Atompoker, S. 497-528.
34.
Vgl. Kapitel 5 Ulbricht und Adenauer: Konfliktreiche Bündnisse, S. 121-144.
35.
S. 38-39.
36.
S. 36.
37.
S. 594.
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Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: by-nc-nd/3.0/
Autor: Tilman Wickert für bpb.de
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Walter Ulbricht lauscht der Ansprache Nikita Chruschtschows auf dem V. Parteitag der SED, 11. Juli 1958.Hope M. Harrison

Walter Ulbricht, der Bau der Mauer und der Umgang damit seit 1989

Wer brachte die Frage der Grenzschließung in Berlin auf, wer verlieh diesem Thema eine solche Dringlichkeit und tat alles dafür, um die nötigen Voraussetzungen für die endgültige Schließung der Grenze zu schaffen? Ulbricht oder Chruschtschow? Weiter...