Beleuchteter Reichstag

5.2.2013 | Von:
Thomas Wiedemann

Rütteln an den Grundfesten der Adenauer-Republik

Der folgenschwere Dialog des Publizistikwissenschaftlers Walter Hagemann mit der SED

4. Feldzug gegen Konrad Adenauer

Nach seiner Ankunft in Münster hatte sich Walter Hagemann ganz aus der Politik zurückgezogen. 1950 war er zwar der CDU beigetreten, allerdings hatte er die "Hoffnung, daß eine neue Generation auf Grund der harten Lehren zweier Weltkriege einen grundsätzlich neuen Kurs steuern" werde.[16] Sein Interesse am außenpolitischen Geschehen war jedoch nicht erloschen. Kummer bereitete ihm die enge Bindung der Bundesrepublik an den Westen, die 1955 in den Nato-Beitritt mündete, sowie die kompromisslose Haltung gegenüber der DDR, zum Ausdruck gebracht vor allem durch den in der Hallstein-Doktrin formulierten Alleinvertretungsanspruch. Mit der Ansicht, Adenauers Kurs sei einer Wiedervereinigung alles andere als förderlich, war der Publizistikwissenschaftler auch in der Union nicht allein. So trat etwa Bundesinnenminister Gustav Heinemann 1950 aus Protest gegen die Wiederbewaffnung von seinem Amt zurücktrat, verließ die CDU zwei Jahre später, gründete 1953 mit der ehemaligen Zentrums-Politikerin Helene Wessel die Gesamtdeutsche Volkspartei und schloss sich nach deren Scheitern der SPD an. Ein prominenter Kritiker der einseitigen Vertragspolitik war ferner der CDU-Mitbegründer Wilhelm Elfes, der 1951 nach einem öffentlichen Konflikt mit dem Bundeskanzler aus der Partei ausgeschlossen wurde und dann mit Joseph Wirth den Bund der Deutschen ins Leben rief.[17] Aber auch die Bundestagspräsidenten Eugen Gerstenmaier und Hermann Ehlers sowie der Bundesminister für Gesamtdeutsche Fragen, Jakob Kaiser, plädierten als führende Köpfe des Kuratoriums Unteilbares Deutschland für eine Verständigung mit der DDR.[18] Walter Hagemann blieb dagegen ganz in der Rolle des stummen Beobachters. Obgleich er besorgt zur Kenntnis nahm, dass sich von ihm geschätzte Persönlichkeiten wie der FDP-Angehörige Karl Georg Pfleiderer oder der Schriftsteller Reinhold Schneider resigniert aus der Politik zurückzogen, und auch einige seiner engsten Freunde in der CDU (wie Ernst Lemmer und Johann Baptist Gradl) ihren Unmut über die vermeintliche Passivität des Bundeskanzlers in der deutschen Frage äußerten, kam für ihn ein Engagement gegen die eigene Parteispitze nicht infrage. Ändern sollte sich das erst 1957. Als Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß (CSU) die Bereitschaft signalisierte, die Bundeswehr gemäß den Plänen der Nato mittelfristig mit taktischen Atomwaffen auszustatten, brach der Publizistikwissenschaftler sein Schweigen.[19] Wie Hagemann erklärte, machte es ihm die "Sorge um die atomare Katastrophe und um die Verewigung der deutschen Spaltung" zur "Gewissensverpflichtung", seine "Überzeugung offen zu bekennen".[20] Er bezeichnete seinen Gang in die Öffentlichkeit als "nationales Opfer".[21] Doch spricht vieles dafür, dass er auch wieder die Geltung erlangen wollte, die er in der Weimarer Republik bereits besessen hatte und die ihm die Lehrkanzel in Münster trotz des wissenschaftlichen Erfolges nicht bieten konnte.

Mit aller Macht strebte Hagemann auf die politische Bühne zurück. Da er keinen hochrangigen Unionspolitiker für eine öffentliche Debatte gewinnen konnte (abgesagt hatten der Bundestagsvizepräsident Richard Jaeger sowie der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Kurt Georg Kiesinger), betrachtete er die außerparlamentarische Opposition als einzige Möglichkeit, um den "Irrweg der CDU" zu stoppen.[22] Mittlerweile hatte das Göttinger Manifest, in dem 18 namhafte Physiker (darunter Carl Friedrich von Weizsäcker, Otto Hahn, Werner Heisenberg und Max Born) eindringlich vor der Verharmlosung atomarer Waffen warnten, eine Welle des öffentlichen Protests gegen eine Atombewaffnung der Bundeswehr ausgelöst – und Hagemann engagierte sich in fast allen Initiativen, die von Vertretern der Opposition, der Gewerkschaften und der Kirchen sowie von Intellektuellen und Künstlern ins Leben gerufen worden waren. Er zählte im März 1958 zu den Erstunterzeichnern der Kampagne Kampf dem Atomtod (neben Herbert Wehner, Gustav Heinemann, Thomas Dehler, Martin Niemöller, Eugen Kogon, Erst Wolf und Heinrich Böll) und war an der Seite von Ulrike Meinhof führende Figur des Netzwerks in Münster. Ebenso ließ er sich ins Präsidium der Aktionsgemeinschaft gegen atomare Aufrüstung wählen (zusammen mit Gerhard Gollwitzer, Ernst Rowohlt und Klara-Marie Faßbinder) und wurde Mitglied im erweiterten Vorstand des Deutschen Klubs 1954, einer bürgerlichen Vereinigung gegen Wiederaufrüstung und Westintegration, die im Zuge der Pariser Verträge von Karl Graf von Westphalen ins Leben gerufen worden war. Er setzte seine Unterschrift unter ein von Renate Riemeck initiiertes Schreiben von 44 Professoren an den DGB, unterzeichnete einen Aufruf von 100 westdeutschen Professoren an die Kirchen, hinter dem Gerhard Gollwitzer stand, war Mitverfasser eines offenen Briefes an den polnischen Außenminister Adam Rapacki, in dem dessen Konzept einer neutralen Zone in Mitteleuropa befürwortet wurde, und sprach auf Kundgebungen und Diskussionsveranstaltungen im gesamten Bundesgebiet.[23] Daneben schrieb Hagemann schon ab 1957 wieder außenpolitische Meinungsartikel, vor allem in den Blättern für deutsche und internationale Politik im Pahl-Rugenstein-Verlag, der aus der DDR mitfinanziert wurde, aber auch im Westdeutschen Tageblatt und in der Welt.

Ergriffen von dem Ziel, die eigene Partei wieder zu ihren Grundsätzen zurückzuführen, nahm der Publizistikwissenschaftler kein Blatt vor den Mund.[24] Vernichtend fiel sein Urteil über die Vereinigten Staaten aus, die Westeuropa für ihren "aggressiven postkolonialen Imperialismus" instrumentalisierten.[25] Dass Adenauer einen Pakt mit dem Tod geschlossen habe, zeigten die Pläne zur Aufrüstung der Bundeswehr, die direkt ins "atomaren Massengrab" führten.[26] Man müsse "weit in der deutschen Geschichte zurückgehen, um eine Epoche zu finden, in der die deutsche Außenpolitik auf so knappe geistige Rationen gesetzt war".[27] Anstatt das Ziel der nationalen Einheit zu verfolgen, mache man in Bonn der Bevölkerung mit der Parole ‚Der Bolschewik greift an!‘ den Kalten Krieg schmackhaft. Diesen "Hexenwahn" warf Hagemann nicht nur CDU vor, sondern auch der Katholischen Kirche, die das christliche Abendland mit Massenvernichtungswaffen absichern wolle.[28] Dagegen sei es höchste Zeit, den Entspannungsbemühungen der DDR-Führung konstruktiv zu begegnen. "Wenn wir Deutschen in dieser Stunde versagen", schlussfolgerte er, "dann haben wir es wirklich verdient, dass wir aus dem Buch der Geschichte ausgelöscht werden".[29]

Deutlich wurde bereits, dass sich Hagemann mit seiner Kritik am außenpolitischen Kurs der Bundesregierung in prominenter Gesellschaft befand. Und auch wenn seine Stellungnahmen radikal waren, unterschieden sie sich kaum von den Äußerungen seiner Mitstreiter und erzielten nur deshalb so viel Beachtung, weil sie von einem bekennenden CDU-Mitglied stammten. Dass der Publizistikwissenschaftler dennoch aus der "unsichtbaren Akademie freier Geister" herausragte, hatte einen anderen Grund.[30] Berührungsängste mit dem Osten konnte man zwar Martin Niemöller, dem Kirchenpräsidenten von Hessen-Nassau, ebenso wenig nachsagen wie den Universitätsprofessorinnen Renate Riemeck und Klara-Marie Faßbinder, die alle im Rahmen ihrer Aktivität für die Friedensbewegung in die Sowjetunion, nach Prag oder in die DDR gereist waren. Und auch Gustav Heinemann hatte als Präses der Evangelischen Kirche an deren gesamtdeutscher Funktion festgehalten. Doch war in der Oppositionsbewegung nur Walter Hagemann bereit, offen das Gespräch mit maßgeblichen DDR-Offiziellen zu suchen.

Der SED-Führung war es bis dato nicht gelungen, die Mehrheit der ostdeutschen Bevölkerung für sich zu gewinnen und die Massenflucht in den Westen zu stoppen. Um dem weitverbreiteten Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Politik im eigenen Land zu begegnen, ordnete die Staatsführung eine ausführliche Medienberichterstattung über die Kriegsorientierung des gegnerischen Lagers an und demonstrierte ihrerseits das Festhalten an der Unteilbarkeit Deutschlands.[31] In der Hoffnung auf einen Imagegewinn wurden außerdem Kontakte mit bürgerlichen Persönlichkeiten in der Bundesrepublik angebahnt. Hagemanns Verlautbarungen waren auch im Osten vernommen worden und als CDU-Angehöriger, der nicht im Verdacht stand, ein Kommunist zu sein, erschien er der SED-Führung für ihre ‚nationale’ Zielsetzung besonders attraktiv.[32] Noch dazu hatte er bereits im April 1958 eine Interviewanfrage des Pressedienstes der Ost-CDU angenommen und den DDR-Journalisten dann unumwunden erklärt, die Union im Westen werde von Reaktionären beherrscht.[33] Ein halbes Jahr später lud deshalb der Volkskammerabgeordnete Hermann Kalb (Ost-CDU) Hagemann ein, auf der kommenden Tagung des Nationalrats der Nationalen Front in Berlin zu sprechen. Überzeugt davon, dass "einmal jemand im Interesse der gesamtdeutschen Sache den Mut aufbringen" müsse, "das Tabu zu durchbrechen", ging der Hochschullehrer auf das Angebot ein.[34]

Dass Hagemanns öffentlicher Auftritt in der Hauptstadt der DDR am 18. Oktober 1958 den Höhepunkt seines politischen Engagements markierte, lag weniger an dem Inhalt seiner Rede, als vielmehr an der Unerhörtheit seines Handelns an sich. Kontakte in den Osten waren nur auf privater Ebene erlaubt.[35] Zudem vertrat Hagemann auf der Tagung lediglich seine schon bekannte Auffassung. Er mahnte direkte Verhandlungen zwischen der Bundesregierung und der DDR-Führung an und lobte Walter Ulbrichts Vorschlag zur Bildung einer neutralen deutschen Konföderation. Schließlich stellte er dem anwesenden Ersten Sekretär des Zentralkomitees der SED fünf Fragen, die es diesem erlaubten, seine deutschlandpolitische Konzeption öffentlichkeitswirksam zu präsentieren.[36] Für die Nationale Front war die Tagung ein großer Erfolg. Mitarbeiter berichteten der Leitung, Hagemann sei von dem Austausch mit Ulbricht beeindruckt. Der Empfang habe bestätigt, dass man mit der DDR verhandeln könne.[37] Seinem Wunsch nach medialer Resonanz wurde entsprochen. Das Neue Deutschland widmete dem Besuch aus Münster die ganze Titelseite.[38] Zudem bemühten sich mit Unterstützung der SED der Deutsche Klub 1954 und der Pahl-Rugenstein-Verlag auch, die westdeutsche Öffentlichkeit über Hagemanns Thesen zu informieren (mit dem Versand von 3000 Redeexemplaren, einer Sonderbeilage in der Deutschen Volkszeitung und einer Pressekonferenz des Publizistikwissenschaftlers in Bonn).

Hagemann war sich der Tragweite seines Schrittes durchaus bewusst. Um dem Instrumentalisierungsverdacht zumindest in Kreisen der Politik zu begegnen, unterrichtete er noch in Berlin Gustav Heinemann sowie Johann Baptist Gradl über sein Vorgehen.[39] Zurück in Münster war er um Beschwichtigung bemüht. Gegenüber der Universität betonte er, seine Initiative sei der "einmalige Versuch eines politischen Außenseiters" gewesen, einer "Minderheit in der CDU" Gehör zu verschaffen.[40] Ferner verwies er darauf, dass in den Monaten zuvor "nicht nur höhere Beamte und westdeutsche Kaufleute", sondern auch Abgeordnete des Bundestags den Dialog mit dem Osten gesucht hätten.[41] Das Echo auf sein Unterfangen war dennoch verheerend.

Fußnoten

16.
Hagemann, Persönliche Bemerkungen (Anm. 7).
17.
Jörg Treffke, Gustav Heinemann, Paderborn 2009, S. 101-167; Reinhold Lütgenmaier-Davin, Wilhelm Elfes – ein CDU-Politiker gegen die Wiederaufrüstung, in: Detlef Bald/Wolfram Wette (Hg.), Alternativen zur Wiederbewaffnung, Essen 2008, S. 87-105.
18.
Udo Wengst, Neutralistische Positionen in der CDU und in der FDP in den 1950er Jahren, in: Dominik Geppert/Udo Wengst (Hg.), Neutralität – Chance oder Chimäre?, München 2005, S. 33-43.
19.
Hans-Peter Schwarz, Adenauer und die Kernwaffen, in: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte 37 (1989), S. 565-593.
20.
Hagemann, Persönliche Bemerkungen (Anm. 7).
21.
Vernehmung Hagemann (Anm. 12).
22.
Walter Hagemann, Der Irrweg der CDU, in: Blätter für deutsche und internationale Politik 3 (1958), S. 217-224.
23.
Vgl. Anschuldigungsschrift Hagemann, 10.7.1959, Landesarchiv NRW Düsseldorf, Innenministerium, NW 248, Nr. 60.
24.
Protokoll Sitzung Ehrengericht CDU-Landesverband Westfalen, 4.11.1958, Archiv für Christlich-Demokratische Politik (ACDP), Parteiausschluss Hagemann, III-002-671/1.
25.
Walter Hagemann, Für ein Linsengericht, in: Blätter für deutsche und internationale Politik 3 (1958), S. 567-572.
26.
Zitiert nach Landgericht Dortmund an Fritz Schäffer, 19.11.1960, Bundesarchiv (BArch) Koblenz, Bundeskanzleramt, B136, Bd. 3939.
27.
Walter Hagemann, Mit gebundenen Händen, in: Westdeutsches Tageblatt, 15.11.1957.
28.
Walter Hagemann, Der Hexenwahn des 20. Jahrhunderts, in: Blätter für deutsche und internationale Politik 3 (1958), S. 161-166.
29.
Zitiert nach Beschluss des Landesverwaltungsgerichts Münster, 1.12.1959, UA Münster, Kurator, 10, Nr. 12567, Bd. 3.
30.
Renate Riemeck, Ich bin ein Mensch für mich, Stuttgart 1994, S. 175.
31.
Vgl. Michael Meyen, Denver Clan und Neues Deutschland, Berlin 2003, S. 43-52; Fiedler, Wenn aus Feinden plötzlich Freunde werden (Anm. 1), S. 136-138, 154-157.
32.
Vgl. Bernd Stöver, Zuflucht DDR, München 2009, S. 131-134.
33.
Scharfe Kritik an der CDU, in: Telegraf, 20.4.1958.
34.
Walter Hagemann an Wilhelm Rudolph, 3.11.1958, UA Münster (Anm. 7).
35.
Vgl. Heike Amos, Die Westpolitik der SED 1949/49-1961, Berlin 1999, S. 246.
36.
Walter Hagemann, Fragen an die Regierung der DDR, in: Die Information, Sonderdruck (1958), S. 3-9.
37.
Walter Vesper an Walter Ulbricht, 24.10.1958, BArch Berlin, Zentralkomitee (ZK) der SED, Internes Parteiarchiv, DY/30/J, IV, 2/2J/532.
38.
Um die nationale Wiedergeburt Deutschlands, in: Neues Deutschland, 21.10.1958, S. 1.
39.
Vgl. Walter Hagemann an Johann Baptist Gradl, 16.9.1959, ACDP, Nachlass Gradl, I-294-073/1.
40.
Walter Hagemann an Max Wegner, 24.10.1958, UA Münster (wie Anm. 10).
41.
Wie Anm. 34.
Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht. by-nc-nd/3.0/ Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: by-nc-nd/3.0/
Autor: Thomas Wiedemann für bpb.de
Urheberrechtliche Angaben zu Bildern / Grafiken / Videos finden sich direkt bei den Abbildungen.


Publikationen zum Thema

Deutschland Archiv 2018

Deutschland Archiv 2018

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2018 erschienen sind.

Deutschland Archiv 2017

Deutschland Archiv 2017

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2017 erschienen sind.

Deutschland Archiv 2016

Deutschland Archiv 2016

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2016 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1664 "Deutschland Archiv 2015": Cover

Deutschland Archiv 2015

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2015 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1544 "Deutschland Archiv 2014": Cover

Deutschland Archiv 2014

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2014 erschienen sind.

Coverbild Deutschland Archiv 2013

Deutschland Archiv 2013

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2013 erschienen sind.

Zum Shop

Deutschlandarchiv bei Twitter

Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

Mehr lesen auf chronik-der-mauer.de

Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit".

Mehr lesen

Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

Mehr lesen auf jugendopposition.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

Mehr lesen

13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

Mehr lesen

Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

Mehr lesen

Der Tag in der Geschichte

  • 22. August 1962
    Die Sowjetunion hebt ihre Kommandantur in Berlin auf und erklärt damit den Viermächtestatus der Stadt für beendigt. Ein NVA-Offizier wird am 23. 8. 1962 »Stadtkommandant für die Hauptstadt der DDR« mit Sitz in Berlin-Karlshorst. Weiter
  • 22. August 1975
    Die Bundesregierung beschließt Grundsätze über die Prüfung der Umweltverträglichkeit öffentlicher Maßnahmen. Danach ist die gesamte Bundesverwaltung gehalten, Umweltbeeinträchtigungen zu vermeiden oder zu neutralisieren. Weiter
  • 22. August 1989
    Auch die bundesdeutsche Botschaft in Prag muss wegen Überfüllung schließen. Trotzdem strömen zufluchtsuchende DDR-Bürger weiter in die Botschaft, indem sie über den Zaun in den Garten des Palais Lobkowicz klettern. Am Vortag hatten trotz Verbots ca. 3 000... Weiter
  • 22. August 1990
    Die Volkskammer verabschiedet in namentlicher Abstimmung den Wahlvertrag, der im ersten Anlauf gescheitert war. (8./9. 8. 1990) Die Gegenstimmen stammen von PDS und Bündnis 90/Grüne, die vor allem die fünfprozentige Sperrklausel für das gesamtdeutsche... Weiter
  • 22. August 1990
    Drei bundesdeutsche Großkonzerne, das Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk (RWE), Preußen Elektra und Bayernwerk, übernehmen die Stromversorgung der DDR mit Zustimmung des Energieministeriums und der Treuhandanstalt. Nach kurzer Amtszeit war am 20. 8.... Weiter
  • 22. - 25. August 1992
    Fremdenfeindliche Ausschreitungen: In Rostock kommt es nachts zu den bisher schwersten Gewalttaten gegen Ausländer in Deutschland. Am 24. 8. zünden rechtsextreme Jugendliche, die in Rostock zusammenströmen und randalieren, unter dem Beifall erwachsener... Weiter