Dossierbild Die Wohnung

Die Wohnung

Eine Wohnung in Tel Aviv voll mit Briefen, Fotos, Dokumenten und Erinnerungsstücken an ein langes Leben. Nach dem Tod seiner aus Deutschland stammenden Großeltern entdeckt der Filmemacher Arnon Goldfinger Spuren einer unbekannten Vergangenheit. Die jüdischen Großeltern waren befreundet mit einem SS-Offizier. Sein Dokumentarfilm "Die Wohnung" schildert Goldfingers Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte. In Israel lief der Film mit großem Erfolg im Kino und wurde 2011 mit dem Israelischen Filmpreis ausgezeichnet. Goldfinger traf damit einen Nerv der israelischen Gesellschaft, mehr über ihre Wurzeln erfahren zu wollen. Der Film hält dazu an, das Schweigen in den Familien zu brechen und sich an die häufig traumatischen Erlebnisse zu erinnern, die zur Emigration der Großeltern-Generation führten. Die bpb veröffentlicht "Die Wohnung" ergänzt um Informationen, Hintergrundtexte und Unterrichtsvorschläge.

(© 2012 Edition Salzgeber)

»FSK«: ohne Altersbeschränkung. Die bpb empfiehlt den Film ab 15 Jahren bzw. ab der 10. Klasse.

Gerda und Kurt Tuchler in Baden-Baden.

Ihr Freund, der Feind

"Alles fing an, als Großmutter Gerda starb." Arnon Goldfinger erinnert sich, wie die aufwühlenden Recherchen zu seiner Familienvergangenheit begannen. Weiter...

Arnon Goldfinger

"Die Vergangenheit ändert und ändert sich"

Im Interview mit dem bpb-Jugendmagazin »fluter.de« erzählt der Regisseur Arnon Goldfinger, wie ihn die Entdeckung seiner Familienvergangenheit auf eine unerwartete Reise führte und dabei ein Film entstand. Weiter...

Michael Wildt

"Die Akteure im Rahmen ihres damaligen Horizontes wahrnehmen"

Der Historiker Michael Wildt beleuchtet im Film "Die Wohnung" die seltsam anmutende Freundschaft zwischen Arnon Goldfingers jüdischen Großeltern und einem SS-Funktionär. Im Interview erläutert er die historische Figur Leopold von Mildenstein. Weiter...

Emigranten aus Deutschland bei der Passkontrolle im Hafen von Jaffa

Das Haavara-Transfer-Abkommen

Die Zionistische Weltorganisation und das Reichswirtschaftsministerium einigten sich 1933 auf ein Abkommen, mit dem sie das Ziel verfolgten, durch die Erleichterung der Mitnahme von Eigentum die Auswanderung von Juden nach Palästina zu fördern. Weiter...

Das Ehepaar Tuchler und das Ehepaar von Mildenstein auf dem Schiff nach Palästina.

Die Artikelserie "Ein Nazi fährt nach Palästina"

Im April 1933 reisten der Journalist und spätere SS-Untersturmführer Leopold von Mildenstein und der Berliner Zionist Kurt Tuchler gemeinsam mit ihren Gattinnen nach Palästina. Tuchler wollte ihn davon überzeugen, dass die "Lösung der Judenfrage" in der Auswanderung der deutschen Juden nach Palästina liegt. Seine Eindrücke von der Reise schilderte von Mildenstein später in der Artikelserie "Ein Nazi fährt nach Palästina". Weiter...

Arnon Goldfinger in Wuppertal bei Edda von Mildenstein

Familiengedächtnis und NS-Vergangenheit in Deutschland

Seine familiäre Spurensuche führt Arnon Goldfinger auch nach Deutschland, zu der Tochter eines NS-Funktionärs. Dieses Treffen vermittelt einen Eindruck davon, wie sich die verschiedenen Generationen in Deutschland an den Holocaust erinnern. Weiter...

Yad Vashem, die Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem, wurde 1953 durch einen
Beschluss des israelischen Parlaments (Knesset) gegründet. Hier in der Halle
der Namen wird an die Schicksale der sechs Millionen Opfer erinnert.
Foto: BUNDESREGIERUNGonline/Bienert

Erinnerungskulturen in Israel - Eine Generationenfrage

Der Film "Die Wohnung" zeigt, wie unterschiedlich der Regisseur Arnon Goldfinger und seine Mutter Hannah mit der eigenen Familiengeschichte umgehen. Während der Sohn sich leidenschaftlich für das Leben seiner Vorfahren interessiert, lässt die Mutter, die 1936 Deutschland im Zuge der nationalsozialistischen Judenverfolgung verließ, dessen Spurensuche fast gleichgültig. Weiter...

Susanne Lehmanns letzter Brief.

Susanne Lehmanns letzter Brief

Beim Durchstöbern der Hinterlassenschaften seiner Großeltern stößt Arnon Goldfinger auch auf Briefe und Fotografien seiner Urgroßmutter Susanne Lehmann. Ihr Schicksal war ihm, seinen Geschwistern und seiner Mutter Hannah bis dahin unbekannt. Weiter...

Arbeitsblatt und Unterrichtsvorschläge

Das Arbeitsblatt zum Film "Die Wohnung" richtet sich an Schüler/innen ab der 10. Jahrgangsstufe und zielt sowohl auf eine inhaltliche Auseinandersetzung, wie auf eine Analyse der filmsprachlichen Besonderheiten. Weiter...

 
"Stolpersteine" des Künstlers Gunter Demnig in dessen Atelier in Köln. Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing in den Boden einläßt. Inzwischen liegen "Stolpersteine" in über 300 Orten Deutschlands, ebenso in Österreich, Ungarn und in den Niederlanden.Dossier

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Mit dem deutschen Überfall auf Polen begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Als er 1945 endete, lag Europa in Trümmern. Über 60 Millionen Menschen waren tot. Wie konnte es soweit kommen? Und wie sollte es weitergehen mit einem Land, das den größten Zivilisationsbruch der Geschichte begangen hatte? Weiter... 

Angebote der Bundesregierung

Erinnern und Gedenken

"Erinnern und Gedenken" ist das zentrale Online-Portal der Bundesregierung zur Erinnerung an Weltkriege und Gewaltherrschaft. Sie finden hier Informationen zu aktuellen Veranstaltungen, Gedenkstätten und historische Reden. Weiter... 

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