Dossierbild Geschichte im Fluss
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Das Thomas-Mann-Haus in Nida


11.5.2012
1929 kam Thomas Mann nach Nida/Nidden auf die Kurische Nehrung. In dieser "Sahara des Nordens" ließ er sich ein Sommerhaus mit Blick auf das Haff und das Memeldelta bauen. Der Nobelpreisträger wurde zum Symbol des schwierigen Verhältnisses zwischen Deutschen und Litauern im Memelland.

Sahara des Nordens. Die Kurische Nehrung hat auch Thomas Mann angezogen.Sahara des Nordens. Die Kurische Nehrung hat auch Thomas Mann angezogen. (© Inka Schwand)



Thomas Mann, der deutsche Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger kam 1929, wie er selbst behauptete, als einer der typischen Westdeutschen, die Ostpreußen nur selten besuchten, nach Königsberg. Er war von der Goethe-Gesellschaft der Stadt eingeladen worden. Nach den Lesungen in Königsberg reiste er mit seiner Familie weiter nach Rauschen (heute Svetlogorsk), um sich dort zu erholen. Im beliebten Kurort erhielt er ein Angebot von Freunden, mit einem Dampfboot die Kurische Nehrung zu besuchen. Er verbrachte einige Tage in Nida, auf deutsch Nidden. Dieser Ort beeindruckte ihn so sehr, dass er beschloss, sich hier ein Sommerhaus bauen zu lassen.

Den Traum vom eigenen Sommerhaus hatte Thomas Mann bereits auf seinen Reisen nach Italien und in die Schweiz gehabt. Nun aber entschied er sich für einen Ort, der von München nur schwer zu erreichen war. Die Reise dauerte zwei Tage mit dem Zug nach Cranz (heute Zelenogradsk) und dann noch einmal zwei Stunden mit dem Dampfboot. Nida gehörte damals wie das gesamte Memelland zur Litauischen Republik, deswegen brauchte Thomas Mann wie alle anderen Besucher aus Deutschland ein Visum. Ein solches Visum konnte allerdings auf dem Schiff erworben werden. Ein Jahr später war es soweit. Thomas Mann bezog sein Sommerhaus, der Traum war in Erfüllung gegangen.

Drei Sommer – von 1930 bis 1932 – verbrachte der Schriftsteller mit seiner Familie in Nida. Hier hielt er sich an seine gewöhnliche Tagesordnung, setzte die Arbeit an der Tetralogie Joseph und seine Brüder fort, verfasste den Essay Mein Sommerhaus und schrieb verschiedene Artikel, Briefe an Redaktionen und Verlage, Übersetzer und Freunde. Im Jahre 1933 waren Thomas Mann und seine Familie gezwungen, Deutschland zu verlassen, sie kehrten nie wieder nach Nida zurück.

„Niemen, mein Heimatstrom! Wo sind die Wogen? Mit ihnen so viel Glück und sel’ges Wähnen Wohin ist meiner Kindheit Lust verflogen?“

Adam Mickiewicz, 1826

„Die Dzimken, die Flößer, die mit den Hölzern stromab aus Russland kommen, sitzen in ihren langen, grauen Hemden auf der Floßkante und baden sich die Füße. Hinter ihnen rauchen die Kessel zum Frühstücksbrot.“

Hermann Sudermann, 1917

„Die weiße Küste ist schön geschwungen, man könnte glauben in Nordafrika zu sein.“

Thomas Mann, 1929

„Aus der Finsternis kommst du, mein Strom, aus den Wolken. Wege fallen dir zu und die Flüsse, Jura und Mitwa, jung, aus Wäldern, und lehmschwer, Szeszupe.“

Johannes Bobrowski, 1961

„Zu schreiben habe ich begonnen am Ilmsee 1941, über russische Landschaft, aber als Fremder, als Deutscher. Daraus ist ein Thema geworden, ungefähr: die Deutschen und der europäische Osten. Weil ich um die Memel herum aufgewachsen bin, wo Polen, Litauer, Russen, Deutsche miteinander lebten, unter ihnen allen die Judenheit.“

Johannes Bobrowski, 1961

„Diese Grenzen sind temporäre Grenzen. Früher oder später bringt uns der Fluss wieder zusammen.“

Krzysztof Czyzewski, 2009

Schriftsteller und Demokrat



An dieser Stelle muss betont werden, dass Thomas Mann als ein humanistischer Schriftsteller nach Nida gekommen war. Als Nobelpreisträger war er eine herausragende literarische und kulturelle Persönlichkeit – er hat seine Landsleute sowie Menschen anderer Länder vor dem Faschismus in Europa gewarnt. In einem Interview in der Königsberger Allgemeinen Zeitung betonte er 1929: "Alle guten wahrhaften Geister sollen sich aussprechen, in allen Ländern, in allen Zonen. Aber: Der Charakter macht es. Ich fahre nicht nach Mussolinien, obwohl ich Italien liebe".

Thomas Mann konzentrierte sich in seiner Sommeridylle auf die Arbeit und mied die Öffentlichkeit. Freilich weckte alleine die Tatsache seines Aufenthaltes im Fischerdorf das Interesse beim Nidaer Publikum, wohlhabenden Kurgästen aus Königsberg, Klaipėda oder Tilsit. Im Gasthof Blode, dem größten Gasthof Nidas, fanden rege Diskussionen über das literarische Leben Deutschlands statt, die selbstverständlich mit dem Aufenthalt des berühmten Schriftstellers verbunden waren. Das bestätigte der Wiener Korrespondent René Kraus, der Thomas Mann am 15. August 1930 interviewte: "Dieses kleine Nidden, gestern noch nicht viel mehr als kostbares, kleines Ausflugsziel zwischen Königsberg und Memel, ist heute ein literarischer Begriff."

Ein anderer Korrespondent berichtete, dass Nidas Gasthöfe, etwas übertrieben Hotels genannt, lauter Bewunderer Manns beherbergt haben. Damals hieß es, der Erfolg des neuen Romans von Remarque (Im Westen nichts Neues erschien 1930) sei intensiver diskutiert worden als der Wetterbericht für den nächsten Tag. Im kleinen Ortsladen stapelten sich neben Heringsfässern preiswerte Ausgaben der Buddenbrooks, und Dorfkinder verkauften nicht nur selbst gesammelte Waldbeeren, sondern auch Fotos von Thomas Mann. In den drei Jahren seines Aufenthalts gab Thomas Mann zahlreiche Interviews, neben der Königsberger Allgemeinen Zeitung auch dem Hamburger Fremdenblatt, dem Königsberger Tageblatt, der Wiener Neuen Freien Presse und dem Neuen Wiener Journal. Nicht nur als Schriftsteller zog Thomas Mann das Interesse auf sich, sondern auch wegen seiner Haltung als Demokrat vor der Machtergreifung Hitlers.

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Meter hoch ist die Hohe Düne bei Nida/Nidden auf der Kurischen Nehrung. Thomas Mann, der hier von 1930 bis 1932 ein Sommerhaus hatte, sprach von den Dünen als „Sahara des Nordens“.



Memelland zwischen Litauen und Deutschland



Auch an der deutschen Presse im Memelland ging der Aufenthalt von Thomas Mann in Nida nicht spurlos vorbei. Die Zeitschrift Memeler Dampfboot publizierte bereits 1929 einen kleinen Artikel, in dem vom Plan des Sommerhauses berichtet wurde. Ein anderes Mal war von den Eindrücken Thomas Manns von der einmaligen Landschaft der Kurischen Nehrung und der Atmosphäre zwischen Ostsee und Kurischen Haff, der besonderen Stille in den Dünen und der Stille im Wald die Rede.

Welche Bedeutung hatte der Aufenthalt Thomas Manns aber für Litauen und die Litauer? 1929, sechs Jahre nachdem das Memelland zu Litauen gekommen war, waren die Beziehungen zwischen Litauen und Deutschland gespannt. Das zeigte sich unter anderem darin, dass die litauischen Intellektuellen, die in der Hauptstadt Kaunas lebten, nicht Nida als Ferienort wählten, sondern Palanga, das Ostseebad, das schon vor dem Ersten Weltkrieg zu Litauen gehört hatte. Entsprechend verhalten war die Reaktion der litauischen Presse auf den Aufenthalt von Thomas Mann. Die regierungsnahe Zeitung Lietuvos aidas schrieb am 31. August 1930, dass Nidas Einwohner von der ungewöhnlich großen Zahl der Kurgäste überrascht wurden und dies alleine dadurch erklärt werden könne, dass Thomas Mann ein Sommerhaus in Nida erworben hätte. Es gäbe keine Zweifel, hieß es weiter, dass hunderte von Menschen nur nach Nida gekommen sind, weil sich dort der berühmte Schriftsteller aufhalte. Mit der Zeit aber wuchs das Interesse. Am 5. Juni 1932 erschien in der Kaunasser Tageszeitung Diena ein Beitrag über den Plan von Thomas Mann, Kaunas zu besuchen. Allerdings blieb es beim Plan. Noch im Sommer desselben Jahres erklärte Mann in einem Interview für eine österreichische Zeitung, dass er von der Reise wegen Zeitmangels Abstand nehmen müsse.

Unter den Sommerhausbesuchern, die gewöhnlicherweise am Nachmittag kamen, waren auch Schüler der kleinen litauischen Stadt Švėkšna. Der Schriftsteller unterhielt sich gern mit den Schülern, fragte nach ihrer Schule, erzählte von den Fischern des Ortes und ihrer originellen und einzigartigen Lebensart. Thomas Mann und seine Familie waren sogar einverstanden, sich mit den Gästen fotografieren zu lassen. Dazu sagte seine Frau Katja Mann: "Fast alle litauischen Besucher, sogar die jüngsten, ermahnten uns durch Litauen zu reisen."

Thomas Manns Korrespondenz, die im Sommer 1932 aus Nida an Freunde und Bekannte gerichtet war, zeugt von der zunehmenden inneren Spannung wegen der politischen Atmosphäre in Deutschland, die auch Ostpreußen erreicht hatte – in Königsberg waren im Zusammenhang mit den Wahlen vom 31. Juli 1932 Attentate gegen Linke verübt worden. Im Berliner Tageblatt hatte Thomas Mann die Anschläge verurteilt und vor der wachsenden Gefahr des Nationalsozialismus gewarnt, die er eine "Volkskrankheit" nannte. Doch diese "Volkskrankheit" hatte auch Nida erreicht. Im Sommer 1932 bekamen die Manns ein Paket, darin war ein angekokeltes Exemplar der Buddenbrooks.

Vor der Zerstörung bewahrt



Sommerhaus von Thomas Mann mit Blick auf das Kurische Haff.Sommerhaus von Thomas Mann mit Blick auf das Kurische Haff. (© Inka Schwand)
In der Nachkriegszeit wurde der Aufenthalt von Thomas Mann erneut zum Thema in Litauen. Der Grund war ein Treffen des litauischen Schriftstellers Antanas Venclova mit Thomas Mann in Weimar. Diese Begegnung spielte eine entscheidende Rolle für das Sommerhaus – es hat seine Zerstörung verhindert.

Im Jahre 1965 wurde das Haus an die öffentliche Bibliothek übergeben und saniert. Auch eine Ausstellung über Thomas Manns Aufenthalt und Tätigkeit in Nida wurde eröffnet. Als Thomas-Mann-Haus öffnete das ehemalige Sommerhaus am 14. Juli 1967 den Besuchern die Türen. Zwanzig Jahre später war das Interesse an Thomas Mann so groß geworden, dass im Haus eine Reihe von Seminaren veranstaltet wurde, unter anderem unter dem Titel "Thomas Mann und Litauen".

1988 haben Wissenschaftler der Bundesrepublik Deutschland, darunter Dietmar Albrecht, das Interesse geäußert, mit dem Thomas-Mann-Haus zusammen zu arbeiten. Noch vor dem Fall der Mauer in Berlin und des Eisernen Vorhangs in Europa öffnete das Haus im Sommer 1989 seine Pforten erstmals deutschen Touristen. Während der "Perestrojka" gab es ein großes Interesse an westlicher Kultur, deren bedeutendes Symbol Thomas Mann, "der große Europäer", war. Hinzu kam ein wachsendes Interesse an der deutschen Sprache aufgrund der wachsenden kulturellen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Litauen und der Bundesrepublik Deutschland.

In diesem Zusammenhang entstand die Idee eines Thomas-Mann-Kulturinstituts als eines Bestandteils des Lehrstuhls für Germanistik der Universität Klaipėda, die sich zu der Zeit in der Gründungsphase befand. Ein weiteres Projekt war die Einrichtung eines Thomas-Mann-Museums. Beides wurde realisiert: das Kulturzentrum in Trägerschaft der litauischen Regierung am 22. September 1995, das Museum ein Jahr später.

Europäische Identität



Vor allem das Thema Identität wurde immer wieder leidenschaftlich diskutiert. Zahlreiche wissenschaftliche Konferenzen, die von der Universität Klaipėda, der "Ostsee Akademie" in der Nähe von Lübeck und dem Thomas-Mann-Kulturzentrum veranstaltet wurden, beschäftigten sich damit. Die Themen der Tagungen lautete "Erhaltung und neue Erscheinungsformen des Kulturerbes im Gebiet Klaipėda" (September 1995), "Menschen der Grenzkultur in Kleinlitauen" (Juni 1997) oder "Ostpreußen nach 1945" (Mai 1998). Im Kulturzentrum fanden zu der Zeit auch Debatten zum Thema kulturelles Gedächtnis statt.

Die Vergangenheit und die Gegenwart, aber vor allem die Zukunft waren die Leitthemen der Seminare, Besprechungen und Diskussionen. Auf der vom Thomas-Mann-Kulturzentrum veranstalteten Konferenz "Das kulturelle Gedächtnis und die Zusammenarbeit der Nachbarländer" im Mai 1998 versammelten sich Museumskundler und Vertreter von Kulturzentren aus dem ganzen Baltikum. Auf diese Weise wurden dem Kulturzentrum neue Möglichkeiten eröffnet, dem Netzwerk von Kulturzentren des Baltikums beizutreten, das um studentische Treffen und den wissenschaftlichen Austausch erweitert wurde. Das Thomas-Mann-Kulturzentrum und die Lübecker Ostsee-Akademie hatte ein nobles Ziel: die passende Atmosphäre für gemeinsame europäische Treffen und Kommunikation zu schaffen, einen Ort, in dem man die Arbeit in den Seminaren und die Freizeit miteinander verknüpfen kann.

Ort der Künstler



Das Thema der Identität stand auch im Mittelpunkt der Thomas-Mann-Festivals für Künstler, die seit 1997 vom Thomas-Mann-Kulturzentrum organisiert werden. Mit den Festivals wurde unterstrichen, dass das Thomas-Mann-Haus zu einem wichtigen Ort litauisch-deutscher Begegnungen geworden ist. Das Thema der ersten sieben Festivals betraf Thomas Mann und sein Schaffen, im Zentrum der Aufmerksamkeit der Festivals Nr. 8 und 9 standen die EU-Erweiterung und die Verantwortung der Künstler, in den Festivals 10-12 wurden problematische Aspekte der Kulturlandschaft an der Ostsee mit dem Fokus auf die wichtigen Kulturzentren thematisiert. Das betraf neben Vilnius, Riga und Tallinn auch Städte mit schwierigen historischen Schicksalen wie Klaipėda, Kaliningrad und Gdańsk.

Es gab aber auch andere Themen. Das 13. Festival "Brunnen der Vergangenheit" setzte seinen Akzent auf den Einfluss der Reformation in der Region und wurde gleichzeitig dem tausendjährigen Jubiläum Litauens gewidmet. Das 14. Festival "Intellektuelle des Geistes" akzentuierte die Bedeutung und die Verantwortung der Intellektuellen in der heutigen Gesellschaft. Mit den Festivals Nummer 15-17 wurden Ideen und Probleme des Werks von Czesław Miłosz und die Leidensproblematik in Osteuropa in der Nachkriegszeit und der Abschaffung der Demokratie behandelt. Traditionsgemäß ziehen die Veranstaltungen des Festivals weite Kreise – sowohl bei einem litauischen als auch einem deutschen Publikum.

Anziehungspunkt für Touristen



Auch das Thomas-Mann-Museum kann sich inzwischen eines großen Zuspruchs erfreuen. Über 50.000 Besucher im Jahr finden den Weg nach Nida, der größte Teil aus Deutschland. Der Erfolg des Museums beruht natürlich auf der Popularität von Thomas Mann. Im Museum befindet sich eine kleine, aber informative Ausstellung über Leben und Werk des Nobelpreisträgers.

Die große Aufmerksamkeit des Publikums für die Veranstaltungen im Thomas-Mann-Sommerhaus ist ein wichtiger Beweis für die Rolle der Geschichte und Kultur, in der sich die hundertjährigen kulturellen deutsch-litauischen Beziehungen bündeln – das Symbol dieser Beziehungen ist zweifellos der Schriftsteller und Humanist Thomas Mann. Sein ehemaliges Sommerhaus ist heute ein besonderes Zentrum für die deutsch-litauische kulturelle Zusammenarbeit, ein Ort für neue Treffen und die wohlwollende Nachbarschaft, die nicht für Einseitigkeit steht, sondern für Offenheit.

Übersetzung aus dem Litauischen: Egle Bukantyte


Chronologie



1918: Nach dem Ersten Weltkrieg wird Litauen unabhängig

1923 Litauen besetzt das Memelland nördlich der Memel. Auch Nida wird nun litauisch

1929: Thomas Mann beschließt, sich in der Künstlerkolonie Nida ein Sommerhaus zu bauen. Drei Sommer wird er darin verbringen. Als Deutscher braucht er ein Visum

1933: Thomas Mann verlässt Deutschland

1939: Angliederung des Memellandes an Hitlerdeutschland. Das Sommerhaus fällt Hermann Göring in die Hände

1967: Der litauische Schriftsteller und Kulturminister Antanas Venclova lässt im Thomas-Mann-Haus eine Gedenkstätte einrichten

1989: Noch vor dem Fall der Mauer öffnet das Haus seine Türen auch für deutsche Besucher

1995: Gründung des Thomas-Mann-Kulturzentrums

1996: Eröffnung des Museums im Sommerhaus

Seit 1997: Jährlich findet im Sommerhaus und in Nida das Thomas-Mann-Festival statt


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Zum Weiterlesen

Die Memel

  • Uwe Rada: Die Memel. Kulturgeschichte eines europäischen Stromes. Siedler Verlag (2010). Ein Buch, das einen vergessenen Strom im östlichen Mitteleuropa wieder zum Leben erweckt. "Uwe Rada rehabilitiert die Memel als Zukunftsort eines Europas der Völker – nicht der Nationen." (Der Tagesspiegel)

  • Ulla Lachauer: Paradiesstraße. Rowohlt Verlag (2007). Ein wunderbares Porträt der ostpreußischen Bäuerin Lena Grigoleit und mit ihr des Memellandes. "Wer diese Seiten liest, hat eine andere Welt kennengelernt." (Die Zeit)

  • Ulla Lachauer: Die Brücke von Tilsit. Begegnungen mit Preußens Osten und Russlands Westen. Rowohlt (1995). Mit diesem Reiseessay wurde Lachauer zur Pionierin der Wiederentdeckung des ehemaligen Ostpreußen.

  • Martin Rosswog/Ulla Lachauer: Menschen an der Memel. Edition Braus (2009). Einfühlsame Porträts von Menschen im Memelland durch die Autorin Ulla Lachauer und den Fotografen Martin Rosswog.

  • Andreas Kossert: Ostpreußen. Geschichte und Mythos. Pantheon Verlag (2007). Kossert beschreibt Ostpreußen als multikulturelles Grenzland zwischen Polen, Deutschen und Litauern. "Kossert wirft einen ganz neuen und für viele überraschenden Blick auf das Land der dunklen Wälder und kristallnen Seen." (Die Zeit)

  • Ruth Leiserowitz: Sabbatleuchter und Kriegerverein. Juden in der ostpreußisch-litauischen Grenzregion 1812-1942. Fibre Verlag (2010). Die Autorin, bekannt über ihre Studien zu Ostpreußen und den Wolfskindern, berichtet über den Beginn und das Ende jüdischen Lebens im Memelland.