Dossierbild Geschichte und Erinnerung

Erinnerungskultur

Verdrängen, vergessen, verschweigen – die deutsche Erinnerung an Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg hat selbst eine Geschichte. Eine intensive Auseinandersetzung und Aufarbeitung setzte erst zögerlich ein, das Thema wurde zunächst weitgehend totgeschwiegen in der Bundesrepublik, während die DDR als "per se antifaschistischer Staat" jede Verantwortung für die NS-Verbrechen ablehnte. In den vergangenen Jahrzehnten wandelte sich die Erinnerungskultur, die Verantwortung, die sich aus der Vergangenheit ableitet, ist mittlerweile Teil der deutschen "Staatsräson". Mit dem Untergang des SED-Regimes rückten auch neue Themen in den Fokus, beeinflusst durch die Rolle der Massenmedien. Wie steht es um die Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit und welche Rolle spielt die Vergangenheit in der Gegenwart?

Eine Zuschauerin geht in die Ausstellung  "Drüben. Deutsche Blickwechsel" im Haus der Geschichte in Bonn. Die Ausstellung, die vom 8. Dezember 2006 bis zum 9.April 2007 für die Öffentlichkeit geöffnet ist, zeigt über tausend Exponate der zwei Lebenswelten Bundesrepublik und DDR.

Edgar Wolfrum

Geschichte der Erinnerungskultur in der DDR und BRD

Während in der Bundesrepublik die "Vergangenheitsbewältigung" ein ständiger Prozess war, erklärte die SED diese mit der "antifaschistisch-demokratischen Umwälzung" für beendet. Wie unterschied sich die Erinnerung in Ost und West und wo stehen wir heute? Edgar Wolfrum mit einem Überblick. Weiter...

Die Figurengruppe von Fritz Cremer steht vor der Gedenkstätte im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar. Eine offizielle Feier findet am FREITAG, 9 September, 2005 statt, um die Rückkehr der Skulptur nach ihrer Restauration zu feiern.

Birgit Müller

Erinnerungskultur in der DDR

Verharmlost, verklärt, vergessen? Die DDR verstand sich als das "neue bessere Deutschland" und lehnte eine Auseinandersetzung um die Schuldfrage ab. Aber wie erinnerte die DDR an den Nationalsozialismus? Weiter...

Eisenstangen erinnern an der Gedenkstätte Berliner Mauer in Berlin an den Verlauf der ehemaligen innerdeutschen Grenzmauer.

Annette Leo

Keine gemeinsame Erinnerung

Über die Geschichte der DDR herrscht kein kollektives Selbstverständnis in der neuen Bundesrepublik. Aber auch der Nationalsozialismus wird in Ost und West unterschiedlich erinnert. Gibt es noch eine Mauer in den Köpfen? Weiter...

Als erster deutscher Regierungschef überhaupt spricht Bundeskanzlerin Angela Merkel am 18. März 2008 vor der Knesset.

Gunter Hofmann

Regieren nach Auschwitz

Von Konrad Adenauer bis Angela Merkel: Jeder Kanzler musste sich dem deutschen Verbrechen stellen. Am 18. März 2008 sprach die Bundeskanzlerin vor der Knesset. Dort hob sie hervor, dass für sie als deutsche Kanzlerin Israels Sicherheit "niemals verhandelbar" sei. Weiter...

In zahlreichen Filmen setzte man sich nach der deutschen Wiedervereinigung mit der DDR und Ihrer Geschichte auseinander. Unter anderem in dem preisgekrönten Film "Good bye Lenin" aus dem Jahr 2003.

Dossier Geschichte und Erinnerung

Von Brussig bis Brecht

Tom Tykwers Eröffnungsfilm auf der Berlinale "The International", "Novemberkind" oder "Das Leben der Anderen": Die DDR hinterlässt im neuen deutschen Kino noch immer deutliche Spuren. Ob Actionfilm, Drama, Krimi, Agenten-, Liebes- und Heimatfilm - das Erbe der DDR taugt nahezu für alle Kinogenres. Das Bild der DDR fällt dabei sehr unterschiedlich aus. Weiter...

Das Vertriebenenzentrum der Stiftung “Flucht, Vertreibung, Versöhnung” wird in zwei Stockwerken des Deutschlandhauses in Berlin nahe dem Anhalter Bahnhof errichtet.

Wolfgang Benz

Zur Debatte: Flucht, Vertreibung, Versöhnung

Im März 2008 beschloss die Bundesregierung, unter dem Dach des Deutschen Historischen Museums eine unselbstständige Stiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung" zu errichten. Wolfgang Benz verfolgt die Pläne für das Zentrum für Vertreibungen bereits seit mehreren Jahren. In diesem Artikel zeichnet er die Debatte nach. Weiter...

Nicht genau datiertes Schwarz-Weiß-Foto: Ein 16-jähriger deutscher Soldat in Cherbourg, Frankreich hat seine Hände über den Kopf. Er gerät mit Tausenden von anderen Wehrmacht-Soldaten während der alliierten Invasion in der Normandie im Juni 1944 in Kriegsgefangenschaft. Die alliierte Invasion begann am 6. Juni 1944 mit der Landung in der Normandie.

Harald Welzer

"Unser Papa war in Stalingrad."

Viele Menschen glauben, dass eigene Familienangehörige keine Nazionalsozialisten gewesen sein können. Wie wird der Nationalsozialismus in den Familien erinnert? Weiter...

Adolf Hitler und Eva Braun auf dem Berghof (Obersalzberg).

Peter Reichel

"Onkel Hitler und Familie Speer" - die NS-Führung privat

Neuere Filme über den Nationalsozialismus zeigen die NS-Führung verstärkt als Privatpersonen und verkürzen den historischen Hintergrund zu Gunsten einer oberflächlichen Unterhaltung. Weiter...

Flüchtlinge im Jahr 1945.

Helga Hirsch

Kollektive Erinnerung im Wandel

Die Wiederkehr des Themas Flucht und Vertreibung zeigt, dass die teilweise traumatischen Spätfolgen unterschätzt worden sind. Zudem ist die Debatte über Deutsche als Opfer des Krieges lange verdrängt worden. Weiter...

Bei der Aufarbeitung der DDR - Vergangenheit sind die Archive der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) von grundlegender Bedeutung.

Christoph Kleßmann

Die Akten schließen?

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit ist nicht einfach. Christoph Kleßmann erklärt warum. Weiter...

Ein Teilstück der stehen gelassenen Berliner Mauer entlang der Niederkirchner Straße.

Thomas Großbölting

Die DDR im vereinten Deutschland

Was war die DDR? Die Frage ist auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung umstritten. Die Geschichtsbilder an die DDR sind vielfältig und vielschichtig, aber welche Rolle spielt Geschichtspolitik dabei und was heißt dies für die historisch-politische Bildung? Weiter...

 

Mediathek

Erinnern, aber wie?

Was kann an historischen Orten gelernt werden, was können Gedenkstätten leisten und wo liegen die Grenzen? Der Filmbeitrag lässt vielfältige Positionen zu Wort kommen, die Idee ist es, dass dieser Film in der Bildungsarbeit als Einstieg und/oder Vorbereitung auf einen Gedenkstättenbesuch eingesetzt werden kann Weiter... 

Dossier

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Mit dem deutschen Überfall auf Polen begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Als er 1945 endete, lag Europa in Trümmern. Über 60 Millionen Menschen waren tot. Wie konnte es soweit kommen? Und wie sollte es weitergehen mit einem Land, das den größten Zivilisationsbruch der Geschichte begangen hatte? Weiter... 

Boykottaktion gegen jüdische Geschäfte am 1. April 1933. Die Herrschaft der Nationalsozialisten bedeutet für die deutschen Juden von Anfang an eine antisemitische  Politik der Diskriminierung und Verdrängung.Blog

4. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung

Die 4. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung widmete sich vom 27. bis 29. Januar dem Fokus "Volksgemeinschaft – Ausgrenzungsgemeinschaft. Die Radikalisierung Deutschlands ab 1933". Hier finden Sie die Veranstaltungsdokumentation. Weiter... 

Online-Angebot

Kinofenster.de: Waltz with Bashir

Nachdem ihm ein Freund einen Albtraum erzählt, der aus den Ereignissen im Libanonkrieg 1982 herrührt, beschließt Regisseur Ari Folman, seinen eigenen Erinnerungen nachzuspüren. Kinofenster.de bietet passende filmpädagogische Begleitmaterialien für den Schulunterricht. Weiter... 

zum Fragebogen >

Ihre Meinung ist uns wichtig


Vielen Dank für Ihren Besuch von bpb.de!

Wir wollen unseren Internetauftritt verbessern - und zwar mit Ihrer Hilfe. Dazu laden wir Sie herzlich zu einer kurzen Befragung ein. Sie dauert etwa 10-12 Minuten. Die Befragung führt das unabhängige Marktforschungsinstitut SKOPOS für uns durch.

Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Teilnahme. Ihre Meinung ist uns sehr wichtig!

Ihre Bundeszentrale für politische Bildung

Information zum Datenschutz und zur Datensicherheit


Als unabhängiges Marktforschungsinstitut führt SKOPOS Institut für Markt- und Kommunikationsforschung GmbH & Co. KG im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung diese Befragung durch.

Zur Durchführung der Befragung erhebt SKOPOS Ihre IP-Adresse. Diese wird umgehend anonymisiert und getrennt von den Befragungsdaten verarbeitet, deshalb ist eine Identifizierung von Personen nicht möglich. Weitere personenbeziehbare oder personenbezogene Daten werden nicht erhoben.

Die Befragung entspricht den gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz und den Richtlinien des Berufsverbandes Deutscher Markt- und Sozialforscher e.V. sowie der Europäischen Gesellschaft für Meinungs- und Marketingforschung. Es erfolgt keine Weitergabe an Dritte.

Weitere Informationen und Kontaktdaten finden Sie hier.