Concerning Violence – Nine Scenes from the Anti-Imperalistic Self-Defence

Preisträger 2014: "Concerning Violence – Nine Scenes from the Anti-Imperialistic Self-Defence"

Im Jahr 2014 wurde im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin der dokumentarische Kompilationsfilm "Concerning Violence – Nine Scenes from the Anti-Imperialistic Self-Defence" mit den "Cinema fairbindet"-Preis ausgezeichnet. Der vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gestiftete Sonderpreis würdigt Filme, die auf künstlerisch und inhaltlich wertvolle Weise zum Dialog über das Nord-Süd-Verhältnis anregen.

Der schwedische Filmemacher Göran Hugo Olsson verbindet in "Concerning Violence" Fernseharchivmaterial über die afrikanischen Befreiungsbewegungen der 1960er- und 1970er-Jahre mit Fragementen aus dem historischen Text Die Verdammten dieser Erde von Frantz Fanon, einem Vordenker der Entkolonialisierung. "Concerning Violence" beleuchtet dabei Fanons Analysen über die Folgen der Kolonialisierung Afrikas und zeigt, so die Preis-Jury, "dass Gewalt weiterhin eine zentrale und gesellschaftliche Herausforderung ist".

"Concerning Violence" startete am 18. September 2014 im Verleih Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V. in den Kinos. Zeitgleich begann die "Cinema fairbindet"-Roadshow, die den Film zur Zeit in mehr als zwanzig deutschen Städten mit einem Rahmenprogramm präsentiert. Die Bundeszentrale für politische Bildung stellt als Kooperationspartnerin dieser Preisinitiative den Film "Concerning Violence" auf dieser Themenseite ausführlich vor. Eine Filmbesprechung, zwei Hintergrundartikel, ein Interview mit dem Regisseur sowie ein Arbeitsblatt für den Einsatz im Unterricht bilden den Kontext einer filmästhetischen wie inhaltlichen Auseinandersetzung.

Autorin: Kirsten Taylor ist Autorin und Redakteurin und als Filmvermittlerin im Bereich der Filmpädagogik tätig.

Filmplakat zu "Concerning Violence"

"Concerning Violence – Nine Scenes from the Anti-Imperialistic Self-Defence"

Der schwedische Dokumentarfilmer Göran Hugo Olsson verbindet Archivbilder des schwedischen Fernsehens mit Textfragmenten aus Frantz Fanons berühmten anti-kolonialen Manifest Die Verdammten dieser Erde und erzählt damit von den afrikanischen Befreiungsbewegungen.

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Standbild aus "Concerning Violence"

Frantz Fanon und sein Buch Die Verdammten dieser Erde

Aufruf zur Gewalt oder pointierte Analyse des Kolonialismus? Frantz Fanons Hauptwerk Die Verdammten dieser Erde avancierte nach seinem Erscheinen 1961 zur Kampfschrift der antikolonialen Linken und wurde ab den 1990er-Jahren im Zusammenhang mit postkolonialen Theorien wiederentdeckt.

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Mitglieder der nationalen angolanischen Befreiungsbewegung beraten 1969 über eine militärische Operation. Welche Machtstrukturen auch nach der Unabhängigkeit ehemaliger Kolonialstaaten wie Angola fortbestehen, nehmen dekoloniale Ansätze in den Fokus.

Blicke auf den Film "Concerning Violence" aus dekolonialer Perspektive

Mit seinem Film "Concerning Violence" fordert Regisseur Göran Hugo Olsson das Filmpublikum auf, darüber nachzudenken, auf welche Weisen das koloniale Erbe auch noch im 21. Jahrhundert wirkmächtig ist.

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Trailer

"Concerning Violence – Nine Scenes from the Anti-Imperialistic Self-Defence"

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Der Trailer von "Concerning Violence" zeigt die Struktur des Films: Eindrückliche Archivaufnahmen, die von der Übermacht der Kolonialstaaten erzählen, werden mit dem von Lauryn Hill gelesenen Text von Frantz Fanon "Die Verdammten dieser Erde" unterlegt.

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Göran Hugo Olsson

Interview mit Göran Hugo Olsson

"Der Film erzählt von der Dynamik der Gewalt"

Im Interview erzählt Göran Hugo Olsson von den dramaturgischen Herausforderungen bei der filmischen Adaption von Fanons Text. Dabei spricht er auch darüber, warum "Concerning Violence" trotz des historischen Themas zeitlos aktuell ist und somit gerade jungen Menschen spannende Diskussionsmöglichkeiten offeriert.

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Standbild aus "Concerning Violence"

Arbeitsblatt

Arbeitsblatt zu "Concerning Violence"

Der schwedische Filmemacher Göran Hugo Olsson beleuchtet in seinem Essayfilm "Concerning Violence" afrikanische Befreiungsbewegungen der 1960er- und 1970er-Jahre. Ausgehend von Archivmaterial erzählt der Film von der Befreiungsbewegungen in Angola und Mozambique und dem Unabhängigkeitskampf in Guinea-Bissau.

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Roadshow des "Cinema-fairbindet"-Preisträgerfilms "Concerning Violence – Nine Scenes from the Anti-Imperialistic Self-Defence"

Im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Berlin 2014 wurde zum vierten Mal der entwicklungspolitische Sonderpreis "Cinema fairbindet" verliehen. Der Gewinnerfilm "Concerning Violence – Nine Scenes from the Anti-Imperialistic Self-Defence" wird ab September durch Deutschland touren.

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