Wordle für Open Data Dossier

26.10.2011 | Von:
Daniel Dietrich

Offene Daten in Deutschland

Auch in Deutschland ist die Diskussion um offene Daten in vollem Gange. Das Bundesministerium des Inneren will bis 2012 eine "Open Government Strategie" erarbeiten. In vielen Kommunen gibt es erste Anwendungen.

Logo des Wettbewerbs 'Apps für Deutschland'Mit dem "Apps für Deutschland" Wettbewerb will das Innenministerium die Entwicklung neuer Open Data Anwendungen fördern. (© apps4deutschland.de)

Auch in Deutschland sind die Themen Transparenz und offene Daten angekommen: Auf der politischen Agenda verschiedener Parteien und in parlamentarischen Debatten ebenso wie im Modernisierungsprogramm Vernetzte und transparente Verwaltung von 2010 der Regierungskoalition. So soll im Bundesministerium des Inneren (BMI) bis 2012 eine Open Government Strategie für Deutschland erarbeitet und bis 2013 mit ersten Pilotprojekten die Umsetzung begonnen werden.

In einzelnen Städten und Gemeinden entstehen Pilotprojekte, initiiert von Personen innerhalb wie außerhalb der Verwaltung. Mit dem Open Data Network, der Open Knowledge Foundation Deutschland und dem Government 2.0 Netzwerk Deutschland sind drei zivilgesellschaftliche Interessenvertretungen entstanden, die sich für diese Themen einsetzen. Es gibt Kongresse und Veranstaltungen und in zahlreichen deutschen Medien und Zeitungen ist eine Zunahme von Artikeln, Visualisierungen und Interviews zum Thema zu verzeichnen. Es ist insgesamt positiv zu bewerten, dass Bewegung in die Debatte gekommen ist - auch wenn diese noch am Anfang steht. Vor allem in der Umsetzung, Daten des öffentlichen Sektors zugänglich zu machen, gibt es bisher wenig vorzeigbare Projekte in Deutschland.


Die komplexe und föderale Struktur des öffentlichen Sektors in Deutschland und die daraus resultierende Heterogenität hat direkte Auswirkungen auch auf die zugrundeliegende IT-Landschaft von Verwaltung und Politik. Zum einen gliedert die föderale Staatsorganisation in Deutschland die Verwaltungslandschaft in die drei Ebenen: Bund, Länder und Kommune. Zum anderen gilt innerhalb dieser Ebenen zusätzlich die Ressorthoheit. Ministerien, Behörden und ihre nachgeordneten Einrichtungen betreiben weitestgehend nach Ressortgrenzen getrennt jeweils unabhängig voneinander wenig integrierte IT-Infrastrukturen. Obwohl umfassende Bestände von Informationen und Daten in elektronischer Form in diversen Datenbanken und IT-Systemen vorliegen, ist der automatische Zugriff, die Veröffentlichung und Weiter- und Wiederverwendung der Daten zurzeit schwierig oder gar unmöglich.

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Autor: Daniel Dietrich für bpb.de
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