A file picture dated 16 april 2016 shows an 'All Gender' bathroom sign at the San Diego International Airport in San Diego, California, USA. According to reports from 13 May 2016, the US administration plans to direct public schools to allow transgender students use whichever bathroom they prefer to match their gender identity.

Mehr als zwei Geschlechter

Warum ist die binäre Zuschreibung in "männlich" und "weiblich" zentrale Norm der meisten Gesellschaften? Welche Alternativen gibt es zur Zweigeschlechterordnung? Was sind zentrale Themen von Trans*aktivist*innen in Deutschland? Wie wird Geschlecht in unserer Sprache verhandelt? Wie durch die Medien thematisiert?

Der kanadische Drag King Rhett Slutler spiegelt sich im Backstagebereich des Clubs Menz & Mollyz in Halifax, eine Stadt im Osten Kanadas. Über ihm steht der Slogan (auf Deutsch übersetzt) "Queer &Trans* Befreiung" (6. Mai 2017).

Sabine Hark und Hanna Meißner

Geschlechterverhältnisse und die (Un-)Möglichkeit geschlechtlicher Vielfalt

Geschlecht ist eine zentrale Ressource, um die Komplexität innerhalb der Gesellschaft zu reduzieren. Die Zweigeschlechtlichkeit dient dabei als Ordnung und Praxis. Menschen, die dieser Zweigeschlechtlichkeit jedoch nicht entsprechen können oder wollen, sind in der bestehenden Geschlechterordnung marginalisiert.

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Teilnehmer*innen der 10. Queer Pride-Demonstration in New Dehli in Indien am 12. November 2017.

Carla LaGata/Carsten Balzer

Kulturelle Alternativen zur Zweigeschlechterordnung – Vielfalt statt Universalismus

Weltweit existieren Alternativen zu der Zweigeschlechterordnung von Mann und Frau – beispielsweise im indigenen Nordamerika, in Thailand und Indien. Hier zeigt sich, dass Geschlechterkonstruktionen durchaus flexibel sein können und von gesellschaftlichen Einflüssen abhängig sind.

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T-Shirt einer* Teilnehmer*in bei einer Demonstration für die Anerkennung von Intersexualität vor der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft in Berlin im Juni 2012.

Adrian de Silva

Entwicklungen der Trans*bewegung in Deutschland

Die Trans*bewegung setzt sich in Deutschland aus einer Vielzahl von Organisationen, Netzwerken und Einzelpersonen zusammen. Konstanten des trans*politischen Aktivismus bilden die Kritik am Transsexuellengesetz, an psycho-medizinischen Prämissen und Praktiken.

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A* mit Sternchen

Debatte

Sprache und Geschlecht

Sind Menschen, die sich als trans* oder non-binär identifizieren, in der deutschen Sprache sichtbar? Was passiert, wenn sich Menschen sprachlich nicht ausreichend repräsentiert fühlen? In der Debatte "Sprache und Geschlecht" werden vier unterschiedliche Standpunkte zum Thema vorgestellt.

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Steffen Herrmann, Dozent für Sozialphilosophie und politische Philosophie am Institut für Philosophie der FernUniversität in Hagen.

Standpunkt

Steffen Herrmann: Den Unterstrich zu verwenden bedeutet, sich politisch zu positionieren

Der Unterstrich schiebt graphisch die männliche und die weibliche Form auseinander, um dazwischen Platz für etwas Neues zu machen. Nämlich genau für jene, die sich nicht mit der zweigeschlechtlichen Ordnung identifizieren können oder wollen. Der Unterstrich dient also in erster Linie der Sichtbarmachung.

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Lann Hornscheidt forscht, workshoppt und schreibt zu Sprache und Gewalt, Gendernormen und ihre Überwindung, zu Lieben als politisches Handeln und zu Intersektionalität. Lann arbeitet bei xart splitta e.V.

Standpunkt

Lann Hornscheidt: Gender sprachlich loslassen

Statt LeserIn, Leser oder Les*erin könnte ich sagen: eine Person, die liest. Dadurch würde stärker ein Handeln von Personen als Handlung wahrgenommen und nicht als Essenz der Identität. In den Substantiven wie 'Leser*in' wird stärker eine Tätigkeit gegendert als die Identität einer Person ausgedrückt.

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Prof. Dr. Gabriele Diewald ist Professorin für deutsche Sprachwissenschaft an der Leibniz Universität Hannover.

Standpunkt

Gabriele Diewald: Die Formen und Regeln des Deutschen sind veränderbar

Ich halte nichts vom autoritären Pochen auf Traditionen, aber auch nichts von neuen Präskriptionsversuchen. Entscheidend ist immer die Abstimmung der kommunikativen Absicht mit dem sprachlichen und situativen Kontext. Denn letzterer spielt eine große Rolle dafür, ob ich meine kommunikative Intention erfolgreich umsetzen kann.

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Peter Eisenberg, Prof. em. für deutsche Sprache der Gegenwart an der Uni Potsdam. Zahlreiche Auslandsprofessuren innerhalb und außerhalb Europas.

Standpunkt

Peter Eisenberg: Das Deutsche ist eine geschlechtergerechte Sprache –ohne Zwang und ohne Manipulation

Wenn in der Zeitung steht: "Die deutschen Steuerzahler und besonders die Autofahrer werden wieder einmal zur Kasse gebeten", dann versteht jeder, dass Personen bestimmter Art bezeichnet sind, unabhängig vom natürlichen Geschlecht. Unsere Sprache wird den Anforderungen an Geschlechtergerechtigkeit problemlos ohne Veränderung gerecht.

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Geschlecht in den Medien

Interview: Dr. Josch Hoenes

Wie wird Geschlecht in den Medien dargestellt? Durch welche Bildsprache werden Geschlechterklischees reproduziert? Inwiefern werden Trans*menschen oder nicht-binäre Personen in den Medien porträtiert? Dr. Josch Hoenes von der Universität Oldenburg erklärt.

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Themen und Materialien

Sexualitäten, Geschlechter und Identitäten

Sexualitäten, Geschlechter und Identitäten und ihre Thematisierung im Unterricht sind immer wieder Gegenstand gesellschaftlicher Kontroversen. Der Band stellt 8 Bausteine zur Verfügung, die als Unterrichtsmaterial eine sachliche Auseinandersetzung mit der persönlichen Bedeutung und politischen Relevanz des Themenfelds ermöglichen.

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Aus Politik und Zeitgeschichte

Geschlechtsidentität

"Weiblich", "männlich", "anderes": Nach den Empfehlungen des Deutschen Ethikrates soll für Menschen mit uneindeutigem Geschlecht die Kategorie "anderes" vorgesehen werden. Anfang 2011 hat das Bundesverfassungsgericht erneut Regelungen des Transsexuellengesetzes für verfassungswidrig erklärt. Die Geschlechtsidentität, also ob sich jemand als Frau, Mann, ein drittes Geschlecht oder zwischen den Geschlechtern fühlt, ist politisch wie rechtlich relevant.

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kinofenster.de

Film des Monats: Alle Farben des Lebens

Das Familiendrama Alle Farben des Lebens der Regisseurin Gaby Dellal dreht sich auf humorvolle Weise um das Thema Transgender, vermeidet jedoch die Konventionen des Problemfilms. Auf kinofenster.de gibt es diesen Monat ein Dossier zum Film mit einer Besprechung, einem Interview, Hintergrundartikeln und themenbezogenen Aufgaben.

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Dossier

Homosexualität

Schwule und Lesben können heute in Deutschland und vielen anderen Ländern offen leben. Doch der Weg zu mehr Respekt war lang. Und er ist noch nicht vorbei. Weltweit werden Homosexuelle noch immer diskriminiert. In einigen Staaten wird Schwul-Sein sogar mit dem Tod bestraft.

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Innerlich eine Frau, äußerlich ein Mann? Geboren in der NS-Zeit, als Anderssein lebensbedrohlich w...

Coming-out - und dann...?!

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Wie verläuft ein Coming-out? Was geschieht danach und wie reagiert das soziale Umfeld auf diesen Sc...

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