A file picture dated 16 april 2016 shows an 'All Gender' bathroom sign at the San Diego International Airport in San Diego, California, USA. According to reports from 13 May 2016, the US administration plans to direct public schools to allow transgender students use whichever bathroom they prefer to match their gender identity.

8.8.2018 | Von:
Katinka Kraft

Arbeitsblatt Normen: Handreichung für Pädagog*innen

Die Handreichung zum Arbeitsblatt Normen gibt Anregungen zur Nutzung der Videos und des Arbeitsblatts im Unterricht und in der außerschulischen Bildungsarbeit. Es werden Geschlechterstereotype offen gelegt, dekonstruiert und die binäre Geschlechterordnung in "Mann" und "Frau" durch Diskussionen kritisch hinterfragt.

Hier finden Sie die Handreichung zur Ansicht und zum Download sowie Ausdruck als PDF und als odt-Datei, so dass Sie es für Ihre Lerngruppe anpassen können.

PDF-Icon Download "Handreichung Normen" als pdf-Datei
Download "Handreichung Normen" als odt-Datei

Video: "Ein Berg von Norman" (2:26)
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Fächer: Sozialkunde, Deutsch, Lebenskunde, Ethik und Religion
Schwerpunkte: Normen, Geschlechterrollen
Ziele: Einsicht, dass eindeutige Geschlechterzuschreibungen kaum möglich sind. Sich klar werden über stereotype Zuschreibungen. Hinterfragen der Angemessenheit dieser Zuschreibungen. Das binäre System von Mann und Frau hinterfragen.
Gesamtdauer: ca. 45 Minuten

Einzelstunden können je nach Voraussetzung und Engagement der Schüler*innen mehr Zeit als geplant in Anspruch nehmen. Entsprechend könnten auch einzelne Übungen, wo es passend ist, übersprungen werden. Stellen Sie heraus, dass das Video von Jugendlichen selber produziert wurde.

In einem ersten Schritt geht es darum, ein Bewusstsein für gesellschaftliche Normen zu entwickeln, speziell in Bezug auf Geschlechterrollen (Normen sind Erwartungen von unserer Gesellschaft, die unser individuelles Verhalten stark prägen). In einer Schulklasse gibt es Schüler*innen mit einer Vielfalt von kulturellen Perspektiven. Diese sollen mit in die Diskussion einbezogen werden.

Die Erwartungen und Regeln, die es für Mädchen/Frauen und Jungen/Männern in unser Gesellschaft gibt, werden entschlüsselt. Es wird entdeckt, dass die meisten Menschen alltäglich geschlechtsbezogene Normen durchbrechen und neu erfinden. Das Aufbrechen von Geschlechternormen und Geschlechterrollen ermöglicht es, dass alle Menschen mehr Freiheit haben, sich geschlechtlich auszudrücken und ihre authentische Geschlechtsidentität zu leben.

Zu Übung 1 a):

Dauer: ca. 15 Minuten
Der Trickfilm 'Berg von Normen' anschauen und kurz mit Schüler*innen besprechen, was Normen sind. Ergebnisse an der Tafel sammeln.
Am Ende der Diskussion können Sie diese Definition an die Tafel schreiben:

Normen sind Erwartungen unserer Gesellschaft, die unser individuelles Verhalten prägen.

Zu Übung 1 b):

Dauer: ca. 10 Minuten
Für die Bearbeitung dieser Aufgabe gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Einzelarbeit, anschließend das Teilen der Ergebnisse mit der Klasse

Erarbeitung im Klassenverband mit visueller Darstellung der beiden Boxen (Tafel, Smartboard etc.)

Kleingruppenarbeit: Schüler*innen schneiden Bilder aus Magazinen aus, die männliche und weibliche Stereotype reproduzieren und kleben diese auf. Für die letzte Option müssten 10 weitere Minuten eingeplant werden.

Beispiele von Normen für Frauen: Emotional
Einfühlsam
Auf äußerliche Attribute achtend
Zurückhaltend
Ängstlich

Beispiele von Normen für Männer: Sportlich
Selbstbewusst
Tragen keine Röcke
Technisch interessiert
Stark

Zu Übung 1 c):

Dauer: ca. 10 min. Nachdem die Schüler*innen ihre Ideen ausgetauscht haben, wäre es wichtig mindestens zehn Minuten Zeit für eine Gruppendiskussion zu den Fragen im Arbeitsblatt einzuplanen.

Zu Übung 2 a):

Dauer: Nur schriftliche Aufgabe: ca. 10 Minuten
Visualisierende Aufgabe: ca. 20 Minuten

Es gibt zwei Möglichkeiten, diese Übung durchzuführen:
  • Schriftlich in Einzelarbeit
  • Positionsbarometer: Eine imaginäre Skala wird durch den Raum gezogen (kann auch mit einer Schnur veranschaulicht werden). Die Skala hat zwei Pole zum Beispiel emotional und rational. 5-10 Schüler*innen positionieren sich vor der Klasse auf der Skala. Nachdem sich alle auf der Skala verortet haben, werden die Schüler*innen gefragt: Wer von euren Personen lebt als Mädchen/Frau? Wer lebt als Junge/Mann? Gibt es auch welche, die weder als Mädchen/Frau oder Junge/Mann leben?
  • Sie können nun offenlegen, dass die Attribute auf der rechten Seite in der Gesellschaft meist Männern zugeschrieben werden, während die Attribute auf der linken Seite eher als weibliche Eigenschaften gelten.


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