Zehn Jahre nach seiner preisgekrönten Dokumentation "Black Box BRD" rollt Regisseur Andres Veiel die Geschichte der RAF noch einmal neu auf. Sein Spielfilmdebüt "Wer wenn nicht wir" beleuchtet die Anfänge der Terrorgruppe im Kontext tragischer Liebes- und Familienbeziehungen und gewinnt dem Thema dadurch bislang unbekannte Aspekte ab.
Gerd Koenen
Vesper, Ensslin, Baader – Urszenen des deutschen Terrorismus
Jahrelang recherchierte der Frankfurter Historiker Gerd Koenen die Ursprünge der RAF. "Wer wenn nicht wir" beruht auf seinem 2003 erschienenen Buch über Bernward Vesper, Gudrun Ensslin und Andreas Baader... Weiter...
Spezial: "Wer wenn nicht wir"
Der Schlüssel zum Verständnis der RAF liegt auch im Privaten
In seinem neuen Film "Wer wenn nicht wir" spürt Andres Veiel den Anfängen der RAF-Bewegung jenseits der bekannten Bilderschleifen nach. Sein erzählerischer Ansatz setzt auf Beziehungs- und Familienpsychologie. Ein Interview. Weiter...
Zeitleiste
Chronologie der RAF
Fast 30 Jahre lang hielt die RAF die Bundesrepublik in Atem. Eine Chronologie der Ereignisse: von den Kaufhausbränden 1968 bis zur Selbstauflösung im Jahr 1998. Weiter...
Dossier RAF - Interview mit Gerd Langguth
Die 68er-Bewegung
Im Interview mit der bpb spricht der Politologe Gerd Langguth über Ursachen und Ziele der Studentenbewegung sowie deren Bedeutung als "Vorgeschichte" der RAF. Weiter...
Filmclips
Vesper, Ensslin, Baader - Bewegte Zeiten in bewegten Bildern
Bernward Vesper spricht mit seinem Vater, Gudrun Ensslin mit ihrer Mutter und Andreas Baader will künftig nur noch Waffen sprechen lassen. Drei Filmclips und ein Trailer zu "Wer wenn nicht wir". Weiter...
Audio Podcast
Auf der Suche nach den Grenzen filmischer Wahrheit
Am Rande des Max-Ophüls-Filmfestivals 2011 diskutierten die Filmemacher Andres Veiel und Klaus Stern gemeinsam mit den Journalisten Willi Winkler und Jürgen Albers, inwieweit ein Drehbuch historische Realität abbilden kann. Weiter...
Dossier RAF - Christopher Daase
Die erste Generation
1970 wird Andreas Baader aus der Haft befreit. Die RAF war geboren. Bis 1975 tötete die erste RAF-Generation vier Menschen. 41 wurden verletzt. Weiter...
Dossier RAF - Gisela Diewald-Kerkmann
Frauen in der RAF
Die RAF war eine auffallend weibliche Terrorgruppe. Der Anteil der Frauen unter den gesuchten RAF-Terroristen lag zeitweise bei 60 Prozent. Im bpb-Interview erklärt die Historikerin Gisela Diewald-Kerkmann das Phänomen "Frauen und Terrorismus". Weiter...
APuZ - Eckhard Jesse
Die Ursachen des RAF-Terrorismus
Die Hintergründe für den terroristischen "Aufstand im Schlaraffenland" sind so vielfältig wie die Ursachen des Scheiterns. Weiter...
APuZ - Christian Semler
Die radikale Linke und die RAF
Wenn ehemalige RAF-Mitglieder zu einer selbstkritischen Haltung aufgefordert werden, trifft dies auch auf ihre ehemaligen linksradikalen Antagonisten zu. Weiter...
Holger Twele, Christian Heger
Die RAF im Film – Eine kommentierte Übersicht
Ein knapper Überblick über die 20 wichtigsten Filme zum Thema RAF seit 1975 mit Stabangaben und Kurzdarstellungen. Von Volker Schlöndorffs "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" (1975) bis Andres Veiels "Wer wenn nicht wir" (2011). Weiter...
Dossier RAF - Susanne Kailitz
Die RAF erobert das Kino
Mit der Auflösung der RAF kehrte das Thema in die Kultur zurück - vor allem in die Kinos. Aber statt auf die Realität setzen die meisten Filme auf den Mythos RAF. Eine Bestandsaufnahme aus dem Jahr 2005. Weiter...
Kinofenster - Filmbesprechung
Wer wenn nicht wir
Der Dokumentarfilmer Andres Veiel legt mit "Wer wenn nicht wir" seinen ersten Spielfilm und nach "Black Box BRD" (Deutschland 2001) seinen zweiten Beitrag zur Aufarbeitung der RAF-Geschichte vor. Dieses Mal geht es ihm um die "Fundamente" des deutschen Terrorismus: die schmerzliche Auseinandersetzung mit den in die NS-Verbrechen verstrickten Eltern, die Empörung über den Vietnamkrieg, die Aufkündigung traditioneller Geschlechterrollen und Familienverhältnisse. Weiter...
Kinofenster - Ausgabe November 2009
Die Anwälte - Eine deutsche Geschichte
Birgit Schulz verfolgt in ihrer Dokumentation die Karrieren der drei ehemaligen Anwälte Otto Schily, Hans Christian Ströbele und Horst Mahler und zeichnet damit die jüngere Geschichte der Bundesrepublik nach. Weiter...
Kinofenster - Ausgabe September 2000
Die Stille nach dem Schuss
"Ich freue mich, dass es dir gut geht", sagt Rita zu ihrer alten Freundin Friederike, die sie nach Jahren zufällig getroffen hat, mit nettem Mann und niedlichem Kind. "Wie kommst du darauf?" entgegnet Friederike und wirft Rita einen Blick zu, der verzweifelter nicht sein könnte. Weiter...
Kinofenster - Ausgabe September 2000
Themenausgabe Suche nach dem eigenen Weg
Es ist nicht einfach, jung zu sein – selbst als Erwachsene erinnern sich viele noch an die Krisen in dieser Zeit. Weiter...
Kinofenster - Filmbesprechung
Black Box BRD
Regisseur Andres Veiel wagt einen mutigen Blick auf jüngere deutsche Geschichte, indem er die Biografien des Terroristen Wolfgang Grams und des Topmanagers Alfred Herrhausen gegenüberstellt. Diese erschließen sich aus den Erinnerungen von Zeitzeugen, der Familie von Grams und seinen politischen Weggefährten genauso wie von der Witwe des Topmanagers und seinen Ex-Kollegen beim Vorstand der Deutschen Bank. Weiter...
Kinofenster - Filmbesprechung
Der Baader Meinhof Komplex
Der Baader Meinhof Komplex ist die Adaption des gleichnamigen Sachbuchs des ehemaligen Spiegel-Chefredakteurs Stefan Aust, verfilmt als temporeicher Politthriller. Faktennah rekonstruiert Regisseur Uli Edel die Chronologie eines zentralen Kapitels bundesdeutscher Geschichte von 1967 bis 1977. Weiter...
Kinofenster - Filmbesprechung
Starbuck Holger Meins
Starbuck heißt der Steuermann des Schiffes aus Melvilles Roman "Moby Dick". Starbuck war auch der Deckname des einstigen Studenten an der Berliner Filmhochschule und späteren RAF-Mitgliedes Holger Meins, der 1974 in Untersuchungshaft im Hungerstreik mit 33 Jahren starb. Weiter...
Publikationen zum Thema

Rebellion und Reform
Die Sechzigerjahre sind nicht als Dekade des Aufbruchs aus statischen Verhältnissen zu verstehen. V...

Für die RAF war er das System, für mich der Vater
Wer waren die Menschen, die zu Opfern der RAF-Terroristen wurden? 30 Jahre nach dem "Deutschen Herbs...

Zeiten des Wandels
Von der "Ära Adenauer" zum Rücktritt Willy Brandts, vom Mauerbau zu Honeckers Sozialpolitik: Die i...

1968
Für die einen bedeutet Achtundsechzig die Demokratisierung aller Lebensbereiche. Für andere sind d...

Black Box BRD
Dieses Heft setzt sich im Detail mit dem Inhalt des Films "Black Box BRD" auseinander, der die Gesch...

Dossier
Die Geschichte der RAF
Vor 30 Jahren entführte die RAF Hanns-Martin Schleyer. Die dramatischen Ereignisse während der 44-tägigen Geiselnahme gingen als "Deutscher Herbst" in die Geschichte ein. Lesen Sie Hintergründe, Chroniken und Analysen zur Geschichte der terroristischen "Roten Armee Fraktion". Weiter...
Dossier
Die 68er-Bewegung
Sie protestierten gegen starre Strukturen, den Vietnamkrieg, die rigide Sexualmoral und die Nichtaufarbeitung des Nationalsozialismus: Tausende von Studenten gingen in den 1960er Jahren auf die Straße – und als 68er in die Geschichtsbücher ein. War diese Zeit notwendig für den Übergang in die moderne Gesellschaft? Weiter...
Dossier
Linksextremismus
DKP, MLPD, Autonome und Antifaschisten, Antideutsche und Antiimperialisten: Zum linksextremen Spektrum zählen eine ganze Reihe Gruppen, Parteien und Strömungen, die kaum auf einen Nenner zu bringen sind. Das Dossier beleuchtet Ideologie, Struktur und Geschichte des Linksextremismus in Deutschland. Weiter...
Jugendkulturen in Deutschland
Der Aufstand der Bildungseliten
"Die Jugend" der Sechzigerjahre hat sich in vielem weit von ihrer Elterngeneration entfernt. Es ist zunächst nur eine qualifizierte Minderheit, Kinder der Bildungseliten, die sich politisch empört. Weiter...








