Szenenfoto aus "For Eyes Only – Streng geheim".

Interviews

9.9.2011
Anlässlich der Podiumsdiskussion zur Reihe "The Celluloid Curtain" äußerten sich vier namhafte Experten zu grundlegenden Fragen rund um das Thema "Spionage in Fiktion und Realität". Im Video-Interview: Oliver Baumgarten, Dr. Christoph Classen, Prof. Dr. Konrad Jarausch und Dr. Andreas von Bülow.

Alle Video-Interviews wurden am 7. Juni 2011 im Berliner Zeughauskino geführt.
Die Fragen stellte Christian Heger.

1. The Celluloid Curtain – Experten-Interview Oliver Baumgarten


Im Interview äußert sich der Filmwissenschaftler Oliver Baumgarten u. a. zur propagandistischen Wirksamkeit des Spionagefilms. Passt das Genre überhaupt noch in unsere heutige Zeit? Und worin liegt die filmhistorische Bedeutung von Ian Flemings Kult-Spion James Bond? (© 2011 Bundeszentrale für politische Bildung)

Im Interview erinnert sich Oliver Baumgarten, Filmwissenschaftler und Co-Kurator der Filmreihe "The Celluloid Curtain", an die Ursprünge des Projekts, umreißt die Kriterien der Film-Auswahl und benennt die konstituierenden Elemente des europäischen Spionagefilms in der Ära des Kalten Krieges: Wie groß war damals die propagandistische Wirksamkeit des Genres? Passt es überhaupt noch in unsere heutige Zeit? Und worin liegt die filmhistorische Bedeutung von Ian Flemings Kult-Spion James Bond?

2. The Celluloid Curtain – Experten-Interview Dr. Christoph Classen


Im Interview erläutert Dr. Christoph Classen vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam die Gründe für die Blüte des Spionagefilms in den 1950er-/1960er-Jahren und den Wert dieses historischen Filmkorpus als Spiegel gesellschaftlicher Befindlichkeiten. (© 2011 Bundeszentrale für politische Bildung)

Warum beschäftigt sich ein Zeithistoriker mit dem Spionagefilm? Wie wichtig ist historische Authentizität im Kino? Und welche Spioangefilme eigenen sich besonders gut für die große Leinwand? Im Interview erläutert Dr. Christoph Classen vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam die Gründe für die Blüte des Spionagefilms in den 1950er-/1960er-Jahren und den Wert dieses historischen Filmkorpus´ als Spiegel gesellschaftlicher Befindlichkeiten.

3. The Celluloid Curtain – Experten-Interview Prof. Dr. Konrad Jarausch


Im Interview umreißt Konrad Jarausch, Professor am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin, welche Bedeutung die Spionage für das Kräftegleichgewicht des Kalten Krieges hatte. (© 2011 Bundeszentrale für politische Bildung)

Im Interview umreißt Konrad Jarausch, Professor am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin, welche Bedeutung die Spionage für das Kräftegleichgewicht des Kalten Krieges hatte und inwiefern die Darstellungen im Kino den historischen Tatsachen entsprechen: Wie ist rückblickend die Effizienz des west- und des ostdeutschen Spionage-Apparats zu beurteilen? Welche Rolle spielten ehemalige NS-Funktionäre dabei? Und war die Enttarnung des DDR-Spions Günter Guillaume wirklich der Grund für den Rücktritt Willy Brandts?

4. The Celluloid Curtain – Experten-Interview Dr. Andreas von Bülow


Im Interview sinniert der Publizist und ehemalige Bundesminister Dr. Andreas von Bülow über die Funktionsprinzipien von Geheimdiensten und ihren oft unterschätzten Einfluss auf die Politik. (© 2011 Bundeszentrale für politische Bildung)

Widerspricht Spionage nicht dem Ideal einer freiheitlichen Gesellschaft? Worin liegt der Reiz sogenannter Verschwörungstheorien? Und welche aufklärerischen Perspektiven eröffnet das Internet-Phänomen WikiLeaks? Im Interview sinniert der Publizist und ehemalige Bundesminister Dr. Andreas von Bülow über die Funktionsprinzipien von Geheimdiensten und ihren oft unterschätzten Einfluss auf die Politik.



 

Dossier

Der Filmkanon

Auf Initiative der Bundeszentrale für politische Bildung wurden 35 bedeutende Werke der Filmgeschichte zusammengestellt. Ziel war es, für das Medium Film zu sensibilisieren und der filmschulischen Bildung in Deutschland Auftrieb zu geben. Weiter... 

Film als Teil schulischer Bildung

Programm

Die Tagung gliederte sich in drei Sektionen, die in thematisch verbundenen Vorträgen und Workshops jeweils einen Aspekt der Filmbildung in der Schule im Detail behandelten. Im Mittelpunkt der ersten Sektion stand die Auseinandersetzung mit dem Filmkanon der Bundeszentrale für politische Bildung sowie Möglichkeiten, mittels der Kanonfilme Filmgeschichte im Unterricht zu vermitteln. Die zweite Sektion fragte nach Methoden, filmische Techniken zu behandeln. Die dritte Sektion schließlich konzentrierte sich auf Filmästhetik und wie diese in verschiedene Fächer eingebunden werden kann. Weiter... 

Bei der Aufarbeitung der DDR - Vergangenheit sind die Archive der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) von grundlegender Bedeutung.Dossier

Geschichte und Erinnerung

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum. Weiter...