kulturelle Bildung

Filmbildung in der kulturellen Bildung

Bewegte Bilder spielen in unserem Alltag eine große Rolle. Film, Video und Fernsehen sind allgegenwärtig und mit verschiedensten Geräten produzier- und abspielbar.

Wer die Sprache und Grammatik eines Films beherrscht, kann kompetent und kreativ mit unterschiedlichen audiovisuellen Angeboten umgehen – dies ist jedoch nicht selbstverständlich. Hier kommt die Filmbildung ins Spiel. Durch das Erlernen und Verstehen des Films, seiner Geschichte, Sprache und Wirkung wird die ästhetische Sensibilität gefördert, die Erlebnis- und Ausdrucksfähigkeit entwickelt, die Geschmacks- und Urteilsbildung unterstützt. Filmische Zeichen und Symbole verstehen und auch selbst gestalterisch nutzen zu können, ist eine Grundlage, um sich in der Kommunikationskultur bewegter Bilder zu orientieren. Persönlichkeitsfördernde Filmbildung verleiht der Idee der Bildung des Menschen durch Kreativität, Künste und Sinne eine aktuelle Gestalt in der Mediengesellschaft. Für die Auseinandersetzung mit verschiedensten Inhalten, auch der politischen Bildung, können bewegte Bilder zudem willkommene und anregende Quellen und Diskussionsanlässe sein.

Filmbildung findet auf höchst vielfältige Weise und an sehr verschiedenen Orten statt – in der Schule, im Kino, im Museum, bei Festivals und freien Trägern – Wir stellen einige Beispiele vor.

Filmbildung spricht Kopf und alle Sinne an. Foto: © Kay Herschelmann/VISION KINO

Reinhard Middel

Filmbildung in Deutschland

Filmbildung vermittelt ein aktuelles Verständnis visueller Kultur und befähigt Menschen, aktiv am Leben in der Mediengesellschaft teilzunehmen. Film ist schon lange ein wichtiger Bestandteil außerschulischer kultureller Bildung, auch an Schulen gewinnt er zunehmend an Bedeutung. Der Artikel gibt einen einführenden Überblick über Geschichte, Konzepte, Orte, Akteure und Perspektiven kultureller Filmbildung in Deutschland. Weiter...

Gespräch mit dem Regisseur Benjamin Reding während der SchulKinoWochen 2010

Burkhard Jellonnek

Filmbildung und politische Bildung

Filmbildung ist ein wichtiger Ansatz für die politische Bildungsarbeit. Kritischer Umgang mit Film ist ein wichtiger Teil von Medienkompetenz, der in Deutschland noch mehr gefördert werden müsste - die SchulKinoWochen sind ein positiver Anfang. Filme sind auch fruchtbare Quellen und Diskussionsanlässe für politisch-historische Bildungsarbeit. Weiter...

Licht aus, Beamer an: Immer mehr Lehrerinnen und Lehrer binden Filme in ihren Unterricht ein.
© catk/photocase.com

Interview mit Manfred Rüsel

"Filmanalyse ist Arbeit"

Seit mehreren Jahren ist Filmbildung zum akzeptierten Bestandteil des Schulunterrichts geworden. Einen Einblick in den praktischen Lehralltag sowie Möglichkeiten und Chancen, Filme in den Unterricht einzubinden, gibt der Lehrer und Filmpädagoge Manfred Rüsel in diesem Interview. Weiter...

Soziale Lernerfahrungen im Kino - Schülerinnen und Schüler besuchen die SchulKinoWochen in Hessen. Foto © Uwe Dettmar, VISION KINO

Filmbildung in der kulturellen Bildung

Methoden

Mit Schulklassen ins Kino oder ins Filmmuseum gehen, mit Jugendlichen Filme über ihre Lebenswelt produzieren, Kinder in die Juryarbeit von Filmfestivals einbinden - Aus der Vielzahl von Methoden für die praktische kulturelle und politische Bildungsarbeit im Bereich Filmbildung werden hier einige Beispiele vorgestellt. Weiter...

Schülerinnen und Schüler bei den SchulKinoWochen Berlin 2010, Foto: © Kay Herschelmann

Filmbildung in der kulturellen Bildung

Praxisbeispiele

Wie kann die gelungene Verknüpfung politischer und kultureller Bildungsarbeit aussehen, die im Bereich Filmbildung stattfindet? Hier werden vier aktuelle Beispiele vorgestellt. Weiter...

Linkliste

Filmbildung in der kulturellen Bildung

Kommentierte Linkliste

Hier finden Sie eine kommentierte Linkliste zum Schwerpunkt "Filmbildung in der kulturellen Bildung" des bpb-Dossiers "Kulturelle Bildung". Weiter...

Filmbildung in der kulturellen Bildung

Literaturliste Filmbildung

Hier finden Sie Literatur zu Filmbildung. Weiter...

 

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Kamerafrau Anna Maria Hora bei den Dreharbeiten zu "Nachtwandler" von Markus Adrian, Copyright: Jaroslaw GodlewskiKultur

Film und Politik

Ungeachtet der Bedeutung neuer digitaler Entwicklungen spielt auch der Film als historisch gewachsene und nach wie vor sehr massenwirksame Kunstform eine zentrale Rolle für die Medienbildung. Die Frage nach dem Wie und Warum filmischer Darstellungformen ist dabei wesentlich für eine mündige Rezeption und sachkundige Einordnung der dargebotenen fiktionalen wie auch dokumentarischen Stoffe. Jeder Film spiegelt stets seine sozialen und kulturellen Kontexte wider. Daher ist es wichtig, das Medium nicht nur als mehr oder minder künstlerisch ambitioniertes Unterhaltsprodukt zu betrachten, sondern sich immer auch kritisch mit seinen offenen und verborgenen politisch-ideologischen Botschaften auseinanderzusetzen - und der Art und Weise, wie sie vermittelt werden. Weiter... 

„La Sarraz“ – Mediencollage von Lutz Dammbeck, Kulturhaus „Nationale Front“, Leipzig, 24. Juni 1984 (Szene, Ablaufplan, Regie: L. Dammbeck; Tanz: Fine; Filme: Teile von „Hommage à La Sarraz“, eine Collage alter deutscher Heimfilme, 16mm Fassung der Videoaufzeichnung der Herakles-Proben; Kamera: Thomas Plenert; Regie/Schnitt: L. Dammbeck; Diamaterial: L. Dammbeck; Musik: Life Jazz Lothar Fiedler, Hansi Noack, Gottfried Rößler, Thomas Hertel; Aufbau/Kaschur/Malaktion: Olaf Wegewitz, Hans Hendrik Grimmling, L. Dammbeck; Projektion: Dietrich Oltmanns, Norbert Wagenbrett), Foto: Karin Plessing
1982 hatte Lutz Dammbeck mit der Arbeit am Herkakles-Konzept als Szenarium für einen Experimentalfilm begonnen; nach der Ablehnung durch die DEFA entwarf er es als Rauminszenierung und Mediencollage neu. Mit seinen auf der Grundlage dieses Konzeptes entwickelten multimedialen Inszenierungen „La Sarraz“, „Herakles“ und „Realfilm“ näherte sich Dammbeck der deutschen Vergangenheit und der politischen und sozialen Realität in der DDR. Er wandte sich „dem Thema Faschismus“ zu, weil er für seine Generation die Möglichkeit sah, „unbelastet und scheinbar naiv nach beunruhigenden Phänomenen zu fragen. Fragen zum Beispiel nach Ursachen für die Fazination des Nazismus, nach der Wirkung der von ihm geweckten Bilder und Emotionen, bis in die Gegenwart hinein“. (L. D.)Dossier

Autonome Kunst in der DDR

Kaum eine Kunstentwicklung - die offizielle wie die unabhängige Ausstellungskultur - ist so ausführlich und gründlich dokumentiert worden wie die der DDR. Das Dossier widmet sich einigen wichtigen Ausstellungsräumen, Projekten und Initiativen sowie den Vermittlern und Protagonisten. Weiter...