Mikrofonpult

9.12.2016 | Von:
Petra Grimm

Smarte schöne neue Welt? – Das Internet der Dinge

Potenziale des Internet der Dinge

Titel: Toy Show Tech Toys
Bildrechte: Verfügbar für Kunden mit Rechnungsadresse in Deutschland und
Österreich. / !
Besondere Hinweise: MONDAY, FEB. 15, 2016, PHOTO
Rechtevermerk: picture alliance / AP Photo
Fotograf: Mark Lennihan
Notiz zur Verwendung: Handelsrechte: DA, Handelsrechte: Blankosperre
Caption: In this Monday, Feb. 15, 2016, photo, Barbie's Hello Dreamhouse is
displayed at Toy Fair in New York. The smart home connects to the internet
and a companion app. (AP Photo/Mark Lennihan)Barbie's smartes, internetverbundenes Traumhaus auf einer Messe in New York (© picture-alliance/AP)


Die Anwendungsbeispiele zeigen, dass das Internet der Dinge vielfältige Möglichkeiten für den Nutzer bietet, seinen Alltag zu erleichtern, individuell zu gestalten und die Wohnqualität zu verbessern. Im Einzelnen lassen sich folgende positiven Potenziale erkennen:
  1. Erkennen von Gesundheitsrisiken und Hilfe bei Krankheiten
    So können z. B. Wearables (tragbare Datenverarbeiter), die Daten über Blutdruck, Herzfrequenz, Puls etc. liefern, ggf. darauf hinweisen, dass Gesundheitsrisiken vorliegen. Ebenso können sich Patienten, die z. B. regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, durch entsprechende Geräte unterstützen lassen, die sie an die Einnahme erinnern. Auch die individuelle Kontrolle und Medikation, die z. B. bei Diabetes notwendig ist, kann durch digitalisierte Messungen von Blutzuckerwerten, Kohlenhydratzufuhr, Sportbetätigung etc. erleichtert werden. Darüber hinaus können kollaborative Selbstvermessungen, bei denen z. B. chronisch Kranke ihre Erfahrungen mit Medikamenten auf einer Plattform teilen, zur Selbstermächtigung der Patienten führen, indem sie die Wirkungsversprechen der Pharmaunternehmen infrage stellen oder problematische Nebenwirkungen ersichtlich machen.

  2. Zu Hause Leben im Alter
    Durch die Digitalisierung und die damit verbundene Automatisierung des Lebensbereichs Wohnen kann das Smart Home Erleichterungen bei der Haushaltsführung und der Bewältigung von Alltagsaufgaben bieten (z. B. Kochen in einer Smart Kitchen etc.). Damit wird ein längeres selbstbestimmtes Leben in den "eigenen vier Wänden" ermöglicht.

  3. Kosten- und Zeitersparnis; Ressourcen nachhaltig nutzen
    Durch das Messen und die "intelligente" Steuerung von Strom- und Heizungsnutzung kann der Verbraucher Kosten sparen. Das Internet der Dinge kann also zu einer Effizienzsteigerung im Verbrauchssektor führen und dazu verhelfen, dass Energieressourcen nachhaltig genutzt werden. Wenn digitalisierte Geräte Alltagstätigkeiten zunehmend übernehmen (z. B. digitale Staubsauger, Rasenmäher), kann der Verbraucher Zeit gewinnen, die er für andere soziale, kreative oder sonstige Tätigkeiten nutzen kann.

  4. Sicherheit der Wohnung
    Durch Sensoren, Kameras, Rauchmelder und deren Vernetzung ist die Kontrolle bzw. Überwachung des Wohnbereichs leichter möglich. Schäden durch Einbruch, Feuer etc. können dadurch leichter verhindert bzw. Gegenmaßnahmen schneller ergriffen werden.
Wie die oben genannten Beispiele der verschiedenen Kategorien gezeigt haben, bietet das Internet der Dinge aus Sicht der Wirtschaft ebenfalls eine Vielzahl an Potenzialen. Dazu gehören neue Geschäftsfelder, Effizienzsteigerung, individuellere Kundenbetreuung und auch weitreichende Kenntnisse über das alltägliche Leben des Kunden.

Herausforderungen durch das Internet der Dinge und Small Data

Dossierbild Transparenz und Privatsphäre: Eine geschlossene Tür in einer Wand, auf der großflächig ein Binärcode abgebildet ist (Einsen und Nullen).Transparenz und Privatsphäre. (© picture-alliance/dpa)


Sicherung der Privatsphäre

Die größte Herausforderung bei der fortschreitenden Implementierung digitaler Technologien ist die Sicherung der Privatsphäre.

Die Privatsphäre ist ein Bedeutungsraum, in dem verschiedene Handlungen, Situationen, Zustände mentaler oder körperlicher Art von Personen stattfinden, die in historisch und sozial variablem Ausmaß der Kontrolle des Außenraums entzogen werden. Privatheit ist zunächst und genuin (ursprünglich) ein räumliches Phänomen und mit bestimmten topographischen Räumen korreliert (Privathaus, Privatwohnung), wenngleich sie nicht auf diese lokale Dimension beschränkt ist.[21] Der Raum des Privaten ist aber nur im engeren Sinn als konkreter Raum zu verstehen; im weiteren Sinn ist er als abstrakter Bedeutungsraum zu verstehen, der Informationen über Privates (Lebensgewohnheiten, Gefühle etc.) umfasst. Dementsprechend ist für Beate Rössler [22] das Konzept des Privaten durch die "Zugangskontrolle" definiert:

Quellentext

Was ist privat?

Privat ist etwas dann, wenn ich dazu in der Lage und berechtigt bin, den Zugang – zu Daten, Wohnungen, zu Entscheidungen oder Handlungsweisen – zu kontrollieren.

Quelle: Rössler 2003: 31

Mit dem Einzug des Internets in die Privatwohnung besteht das Risiko, dass der Kunde bzw. Nutzer die Kontrolle darüber verliert, wer was in welchem Zusammenhang über ihn und seinen privaten Rückzugsraum weiß. Aus ethischer Sicht birgt die Datafizierung der Privatsphäre somit die Gefahr, dass das Recht auf Autonomie und Selbstbestimmung des Individuums eingeschränkt wird. Der seit der Aufklärung entstandene moderne und individualistische Freiheitsbegriff basiert auf der Idee, dass "jede Person selbst entscheiden kann und können sollte, wie sie leben will"[23]. Wenn der Einzelne aber nicht mehr den Zugang zu seinen Daten und seiner Wohnung kontrollieren kann, beeinträchtigt dies nicht nur die individuelle Handlungsfreiheit, sondern auch das Gemeinwohl, da ein freiheitlich demokratisches Gemeinwesen auf die selbstbestimmte Mitwirkung seiner Bürger angewiesen ist.

Informationsasymmetrie

Des Weiteren besteht das Problem der Informationsasymmetrie zwischen Kunde und Datensammler – zumindest dann, wenn der Kunde weder weiß, welche Daten über ihn gesammelt werden, noch was mit diesen Daten passiert bzw. aus ihnen herausgelesen werden kann. Für Andrej Zwitter [24] entsteht damit ein ethisches Ungleichgewicht in Bezug auf Wissen, freier Wille und Macht. "The 'internet of things' further contributes to the distance between one actor’s knowledge and will and the other actor’s source of information and power" ("Das 'Internet der Dinge' trägt zum Weiterbestehen des Abstands zwischen dem Wissen und Willen der Akteure auf der einen Seite und den Informationsquellen und der Macht der Akteure auf der anderen Seite bei")[25].

Privatsphäre: Angriffsflächen

Im Konkreten bietet das Smart Home folgende Angriffsflächen in Bezug auf die Privatheit:
  • Sofern die Daten nicht lokal verarbeitet werden, kann ein umfangreiches Erfassen von Daten und Informationen durch ein weitreichendes Monitoring (systematische Erfassung) von Verhalten, Gewohnheiten und Lebensweisen erfolgen.
  • Sensoren und Kameras (wie z. B. die Nest-Cam) in der Wohnung können zeitlich noch umfassender als das Smartphone Daten generieren.
  • Auch Daten über Dritte (Besucher) können erfasst werden.
Bei Self-Tracking-Devices (Selbstvermessungs-Geräte) werden existenzielle Daten über Gesundheit bzw. Krankheit getrackt (nachverfolgt) und ggf. via App mit anderen Daten korreliert (wechselseitig in Beziehung gestellt). Auch wenn es sich hierbei um individuelle, spezifische Datensätze (= Small Data) handelt, die dem Nutzer einen konkreten Nutzen bringen, ist zu berücksichtigen, dass aus Small Data auch Big Data werden kann. So weist Henning Lahmann (i.rights.lab) in seinem Themenpapier "Konfliktlinien Big Data" auf diese Gefahr hin:

Quellentext

Von Small zu Big Data

Auch wenn die meisten Hersteller versichern, die von den Nutzern erzeugten Daten nicht zu verwerten, verschwimmen bei Wearables schon heute die Grenzen zwischen Small und Big Data zunehmend. Die Daten, die beim Anwender zur Überprüfung der eigenen Fitness oder des Gesundheitszustandes entstehen, werden vermehrt von den Anbietern von Wearables als potenzielle Vermögenswerte betrachtet, die sich zu Geld machen lassen, wenn sie mit den Daten anderer Nutzer zusammengeführt werden, um Big-Data-Anwendungen zu ermöglichen.

Quelle: Lahmann o. J.:15

Überblick: Risiken von Self-Tracking-Devices



Ein Mensch mit einem Desktop-Computer als Kopf steht auf einer Weltkugel.Durch einen Algorithmus kann jedem Menschen ein Scorewert zugewiesen werden, der sein zukünftiges Verhalten prognostiziert. (© picture-alliance)


Im Überblick lassen sich für Self-Tracking-Devices folgende Risiken erkennen:
  1. Fremdbestimmung und Diskriminierung
    Small Data (= kleine, persönliche Datensätze) im Gesundheitsbereich kann die Selbstbestimmung und Autonomie des Einzelnen massiv einschränken, wenn Versicherungen zu diesen Daten Zugang haben. Denn das Privacy Tracking (Nachverfolgung der Privatsphäre) kann dazu führen, dass Versicherte zukünftig für ihre Lebensweise sanktioniert werden, indem sie höhere Prämien zahlen müssen, weil sie sich ggf. nicht an einen als Fit-Norm definierten Lebensstil halten (z. B. auf Extremsportarten verzichten, fettes Essen meiden etc.).

    Erste Angebote, sich an einem Self-Tracking freiwillig zu beteiligen, bietet z. B. die in Deutschland zweitgrößte Privatversicherung Generali. Letztere offeriert dem Kunden ein "Vitality"-Programm (Vitalität, Lebenskraft), das Boni (Rabatte und Gutscheine) für "das Erreichen von Meilensteinen"[26] vergibt. Diese können erreicht werden durch "z. B. Wahrnehmung ärztlicher Vorsorgetermine (vergleichbar mit dem Zahnarzt-Bonusheft), Fitness und Bewegung sowie über den Einkauf gesunder Lebensmittel" [27].

    Die Daten zur Auswertung sollen Supermärkte, Sport-Studios und Fitness-Apps liefern [28], die allerdings nicht von den Sachbearbeitern der Versicherung ("Die sehen nur den Score, also den Punktestand", Giovanni Liverani, Deutschlandchef von Generali), sondern von einer Datenfirma ausgewertet werden.[29] Zunächst soll dieses Vitality-System für Kunden offeriert werden, die eine Risiko-Lebensversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Für die Krankenversicherung soll dies ebenso demnächst möglich sein.

    Auch wenn Generali Deutschland zusichert, dass das "Vitality"-Programm keine Überwachung bedeutet, da "das ‚Vitality‘-Programm und das eigentliche Versicherungsprodukt (…) rechtlich und organisatorisch voneinander getrennt"[30] werden, ist ein solches Angebot kritisch einzustufen. Selbst wenn die Versicherer die Daten nicht selbst auswerten, sondern nur den ermittelten Scorewert kennen, also den ermittelten Punktestand, stellt sich die Frage und bleibt unklar, was die App-Entwickler oder Datenanalyse-Firmen mit den erhobenen Daten machen. Sich nicht selbst freiwillig im Rahmen eines solchen Programms zu vermessen, ist der beste Schutz vor potenzieller Diskriminierung.

  2. Quantifizierung des Menschen
  3. Durch Scoring kann zukünftiges Verhalten vorhergesagt werden. Scoring basiert
    1. auf der Bewertung einer Eigenschaft einer Person durch mathematisch-statistische Analyse von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und
    2. auf der Annahme, dass bei Vorliegen bestimmter vergleichbarer Merkmale anderer Personen ein ähnliches Verhalten vorausgesagt werden kann.
    Durch einen Algorithmus (schematischen Rechenvorgang) kann jedem Menschen ein Scorewert zugewiesen werden, der sein zukünftiges Verhalten prognostiziert. So kann es auf der Basis schon weniger Daten von einer Person zu Risikoeinschätzungen kommen. Im Fall von Wearables kann dies zur Prognose des Gesundheitszustands führen oder zur Einschätzung der zukünftigen Arbeitsleistung. So werden in den USA zunehmend auch Arbeitnehmer motiviert, ihre Vitalitätsdaten durch Fitnessarmbänder zu erfassen, um damit ihr Gesundheitsbewusstsein zu fördern und Krankentage zu reduzieren.[31] Auch wenn eine Person individuell (trotz eines vermeintlichen Risikofaktors) nicht krank wird, kann sie ggf. aufgrund ihres schlechten Scorewerts mit negativen Konsequenzen rechnen.

    Dieses auf Quantifizierbarkeit empirischer Realität (Messbarkeit der erfahrbaren Realität) begründete Denkmodell widerspricht aber der Wirklichkeit. "Risiken, die auf der Basis empirischer Studien errechnet wurden, müssen nicht zwangsläufig mit den individuellen Risiken einzelner Personen zusammenfallen. Die Realitäten des Lebens lassen sich durch Selbstvermessung nur bedingt einfangen"[32]. Letztlich ist dieses Denkmodell der Berechenbarkeit des Lebens Ausdruck einer zunehmenden Ökonomisierung unsere Wertesysteme.[33] Dieser Trend zur Ökonomisierung bedeutet, dass in allen Gesellschaftsbereichen (z. B. Bildungssysteme, Gesundheitssystem) ökonomische Prinzipien – wie Effizienz, Quantifizierung und Leistungssteigerung – zunehmend zur Geltung kommen.

  4. Entsolidarisierung
    Auf der gesellschaftlichen Ebene besteht die Gefahr, dass das Solidarprinzip ausgehebelt wird, wenn Krankheiten aufgrund eines vermeintlichen Fehlverhaltens, das durch Self-Tracking erfasst wurde, jedem selbstverantwortlich zugeschrieben werden können. Das Argument, Menschen mit leichtfertigem Verhalten müssten zur Verantwortung gezogen werden (z. B. wenn man Risikosport betreibt), lässt außer Acht, dass Krankheiten eben nicht individuell prognostizier- und verantwortbar sind. So wird nicht jeder, der eine Extrem-Sportart betreibt, zwangsläufig später Folgeerkrankungen haben.

    Zu den Grundwerten eines demokratischen Gemeinwesens gehört das Solidarprinzip, dessen Aufkündigung zu einer Benachteiligung vor allem sozial schwacher Gruppen führen würde, da diese es sich finanziell nicht leisten können, höhere Prämien zu zahlen (wenn sie sich nicht an solchen Fitness-Programmen beteiligen) oder zusätzliche Arzt-, Pflege- und Hilfsmittelkosten zu finanzieren. Wenn nun auch gesetzliche Krankenkassen, wie z. B. die AOK Nordost, anfangen, ihre Kunden zur Selbstvermessung von Vitaldaten zu motivieren (z. B. mit 50 Euro Unterstützung beim Kauf einer Apple Watch [34]), dann stellt sich die Frage, ob zukünftig solche Selbstvermessungs-Systeme auch bei gesetzlichen Krankenversicherungen zur Regel werden. Wer seine Privatsphäre schützen möchte und an solchen Programmen nicht teilnimmt, müsste dann wohl höhere Prämien zahlen, weil eine statistische Prognose seiner Krankheitsrisiken nicht möglich ist.

  5. Neoliberale Disziplinargesellschaft
    Hinzu kommt, dass mit der Einführung eines solchen disziplinarorientierten Systems Versicherungen zunehmend als Norminstanzen (Werte vorgebende Einrichtungen) auftreten, die ihre Kunden zu richtigem "verantwortungsbewussten" Verhalten motivieren wollen. Strukturell wird damit die Ideologie einer neoliberalen Disziplinargesellschaft forciert, in der der Einzelne dazu angehalten wird, freiwillig "Selbsttechniken" der Optimierung anzuwenden.

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Infokasten

Neoliberale Disziplinargesellschaft

In einer neoliberalen Disziplinargesellschaft versucht sich das Individuum freiwillig selbst zu kontrollieren und zu disziplinieren, um sich zu perfektionieren und ein positives (Selbst)Bild zu kreieren. Diese 'Arbeit am Ich' wird nicht zuletzt von zahlreichen Glücksratgebern als Techniken der Selbsterkenntnis gepriesen.

Michel Foucault hat diese neoliberalen Disziplinargesellschaft wie folgt beschrieben: "Darunter sind gewußte und gewollte Praktiken zu verstehen, mit denen sich die Menschen nicht nur die Regeln ihres Verhaltens festlegen, sondern sich selbst transformieren, sich in ihrem besonderen Sein zu modifizieren und aus ihrem Leben ein besonders Werk zu machen suchen (…)."[35] Das heißt, indem man an sich selbst arbeitet, verwirklicht man sich selbst und kann sich im Wettbewerb mit anderen auszeichnen. Die Ideologie einer solchen Selbstdisziplinierung besagt, dass das Individuum die Normwerte durch Messungen selbst definieren soll, um sich damit selbst optimieren zu können (z. B. gesünder, aktiver, effizienter werden). Sich an Normwerten, also empirische Mittelwerten, zu orientieren, heißt aber im Grunde nichts anderes, als sich einer Normierung und Nivellierung (Vereinheitlichung) von Lebensstilen zu unterwerfen, die Individualität nicht mehr vorsieht.

Angriffe von Dritten

In der öffentlichen Diskussion präsenter als die oben aufgeführten Risiken ist das Sicherheitsproblem, das beim Internet der Dinge durch Angriffe von Dritten (Hacking, ungesicherte Schnittstellen etc.) entstehen kann. Um das Vertrauen der Nutzer zu gewinnen, dürfte die Entwicklung sicherer technologischer Systeme eine wichtige Handlungsoption sein. Was hingegen die für Wertschöpfungsmodelle interessante Ökonomisierung der Privatsphäre betrifft, braucht es eine Verständigung über ethische Standards, um die Rahmenbedingungen für den Schutz der Verbraucher festzulegen.

Fußnoten

21.
Die Relevanz des Raumes für das traditionelle Konzept Privatheit ergibt sich, da sich Privatheit insofern räumlich definiert, als sie sich durch Grenzen und Grenzziehungen auszeichnet und durch Zugangskontrollen manifestiert. Vgl. Grimm/Krah (i. Ersch.).
22.
Vgl. Rössler 2001.
23.
Rössler 2003: 32.
24.
Zwitter 2014.
25.
Vgl. Zwitter 2014: 3.
26.
Vgl. Generali Deutschland, 2015.
27.
Ebd.
28.
Fromme 2016: 25.
29.
Fromme 2016.
30.
Ebd.
31.
Lahmann o. J.: 17.
32.
Selke 2014: 187.
33.
Grimm/Zöllner 2015.
34.
Siehe https://nordost.aok.de/inhalt/aok-gesundheitskonto/ (25.04.2016).
35.
Foucault 1997: 18.
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Autor: Petra Grimm für bpb.de
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