Schwarz-Weiß-Foto: Der west-deutsche Bundeskanzler Willy Brandt bei seinem berühmten Kniefall vor dem Denkmal für die Helden des Aufstandes im Warschauer Ghetto am 7. Dezember 1970. Der Geste, die in Westdeutschland für Kontroversen sorgte, wird von der Forschung mittlerweile eine wichtige Rolle bei der Entspannung zwischen den Blöcken zuerkannt.
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Das Ende des Zweiten Weltkriegs


28.12.2005
Der Zweite Weltkrieg ist der erste fotografisch umfassend dokumentierte Krieg der Geschichte. Ob professioneller Kriegsberichterstatter oder einfacher Soldat: Ihre Bilder halten nicht nur bestimmte Momente fest; sie bezeugen auch, wie diese aus Sicht der Beteiligten gesehen werden sollten. Horst Pötzsch zeichnet ein Panorama der Posen und des Elends.

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg auf dem europäischen Kriegsschauplatz. Hitler und sein Regime hatten mit dem von ihnen angezettelten Krieg Deutschland in die schlimmste Niederlage seiner Geschichte geführt. Der Krieg hatte unermessliches Leid, Tod und Zerstörung über weite Teile Europas gebracht. 55 Millionen Tote waren zu beklagen, davon 5,5 Millionen Deutsche und 50 Millionen Angehörige zahlreicher anderer Völker. Ein Viertel der Toten waren Zivilisten, unter ihnen sechs Millionen Juden, die dem rassenideologischen Wahn zum Opfer gefallen waren. Deutschland war dreifach geschlagen: militärisch, politisch und moralisch.

Der Zweite Weltkrieg ist der erste fotografisch umfassend dokumentierte Krieg der Geschichte. Das Medium der Fotografie war zwischen den Kriegen immer weiter perfektioniert worden und die Kamera dank der Massenproduktion zum Gebrauchsgegenstand von vielen Millionen Menschen, natürlich auch der Soldaten, die ihre Eindrücke vom Krieg im Bild festhielten. Man schätzt, dass im Zweiten Weltkrieg zwischen 30 und 40 Millionen Fotos entstanden sind.

Die Fotografie hatte sich zum wohl wirksamsten Mittel der Propaganda entwickelt. Die Wehrmacht hatte schon vor dem Krieg begonnen, Journalisten, Berufsfotografen, Kameramänner zu rekrutieren. Zu Beginn des Krieges wurden sie in eine Uniform gesteckt und bildeten eine eigene Waffengattung, die Propagandakompanien (PK). Ihre Waffe war die Kamera. Zwei Millionen Negative der PK-Männer sind erhalten geblieben. Auf der Seite der Alliierten waren natürlich ebenfalls zehntausende Kriegsberichter tätig. In Großbritannien werden drei Millionen Fotos aus dem Zweiten Weltkrieg aufbewahrt.

Im Krieg der Bilder gelten strenge Regeln. Das Bild muss der eigenen Sache nützen, es muss den Kampfgeist der eigenen Truppe stärken und muss die Moral in der Heimat heben. Bilder dokumentieren die Niederlagen des Feindes und die Siege der eigenen Soldaten. Der Feind muss negativ dargestellt werden, als Geschlagener, gar als Unmensch. Der eigene Soldat erscheint als sieggewohnter Held. Damit die Regeln eingehalten wurden, wurde eine strenge Zensur ausgeübt. Sie manifestierte sich schon als Selbstzensur in den Köpfen. Die Fotografen wussten, welche Bilder gedruckt wurden und welche unerwünscht waren. Zensurbehörden wachten darüber, dass es keine Ausrutscher gab.

Eines konnten die Bildberichter nicht beeinflussen, die Kriegslage, von der sie doch so abhängig waren. Es ist einfach, Fotos von einer siegreichen Armee und von dem geschlagenen Feind zu machen, aber zurückflutende eigene Truppen oder ein Himmel voller feindlicher Flugzeuge sind wenig erfreuliche Motive. Überdies bestimmen die Sieger das Gesetz des Handelns, die wichtigen Ereignisse finden auf ihrer Seite statt. Es kommt daher nicht von ungefähr, dass von den zehn Motiven zum Komplex Kriegsende acht von Fotografen der Alliierten stammen.

Bilder werden selbstverständlich auch gefälscht, unerwünschte Details wegretuschiert, erwünschte hineinkopiert. Bilder können umdatiert und die von den eigenen Gräueltaten als Bilder feindlicher Gräueltaten ausgegeben werden. Interessanter noch ist die Inszenierung von Bildern. Gerade Bilder von markanten Ereignissen, die als Symbol gedacht sind oder später einen hohen Symbolwert erhalten haben, sind häufig inszeniert. Der Fotograf überlässt nichts dem Zufall, sondern arrangiert die Szene sorgfältig, um die symbolmächtige Aufnahme zu erhalten oder auch eine ganze Serie zum Auswählen. Die Begegnung von Torgau oder auch die Rote Fahne auf dem Reichstag in dieser Reihe sind Beispiele für inszenierte Bilder.

Die mit diesem Artikel vorgestellte Auswahl der Bilder vom Kriegsende ist natürlich auch subjektiv. Einige dieser Fotos, etwa die von der Unterzeichnung der Kapitulation in Reims und in Karlshorst oder die Konferenzen von Jalta und Potsdam gehören zwingend zu einer Dokumentation des Kriegsendes. Einige hätten auch durch andere Motive ersetzt werden können.

Um die Bilder des Kriegsendes gewissermaßen in einen historischen Zusammenhang zu stellen, sind zwei Fotos hinzugefügt worden. Es ist das Bild "Der Schlagbaum", das zeigt, wie alles begann, das zweite ist "Der Staatsstreich". Der Staatsstreich vom 20. Juli 1944 war der einzige fast gelungene Versuch, den Wahnsinn noch in letzter Minute zu beenden. Für dieses Thema hätte auch ein anderes Foto stehen können, beispielsweise das von Hitler und Mussolini vor den Trümmern der Lagebaracke. Das ausgewählte zeigt die brutale und zugleich kleinliche Rache des Regimes.

Der Schlagbaum



Das Bild wurde am 1. September 1939 aufgenommen. Zu sehen sind deutsche Soldaten, die einen Schlagbaum wegbrechen. Es ist ein polnischer Schlagbaum, an der damaligen Grenze zwischen Deutschland und Polen. Das Bild ist, wie mehrere Bilder dieser Reihe, gestellt, das heißt, es ist nicht spontan entstanden, es ist kein Schnappschuss. Bilder wie dieses dienen als Symbole, als Sinnbilder, die ausdruckskräftig ein bedeutendes Ereignis anschaulich machen.

Dieses Bild steht für den deutschen Überfall auf Polen und damit für die Entfesselung des Zweiten Weltkrieges. Der Historiker Guido Knoop ist den Spuren des Bildes nachgegangen. Es gelang ihm, einen der Beteiligten aufzuspüren, Hermann Rausch, den nach rechts schauenden Soldaten hinter dem polnischen Adler. Hermann Rausch berichtet, wie das Bild entstanden ist: Seine Einheit habe erst Stunden nach dem Beginn des deutschen Einmarsches die polnische Grenzstation erreicht. Der Schlagbaum habe schon abgebrochen neben dem Bock gelegen. Der Kriegsberichterstatter, der seiner Einheit zugeteilt war, habe gerufen: "Nehmt doch mal diesen Schlagbaum und tut so, als ob ihr ihn abbrecht!"

Die heitere Stimmung, die die Soldaten an den Tag legen, sei dadurch zu erklären, dass das Foto gestellt und die Soldaten außer Gefahr waren. Wären sie als erste an die Grenze gelangt, so wäre die Atmosphäre sehr viel ernster gewesen. Rausch kann auch eine weitere Frage beantworten. Die beiden Männer mit Schirmmützen sind keine SS-Leute, wie manchmal angenommen, sondern polnische Grenzbeamte, die sich seltsamerweise eifrig an der Beseitigung ihrer Berufsgrundlage beteiligen.

Es wäre grundfalsch, wenn man aus der fröhlichen Stimmung, die das Bild vermittelt, Rückschlüsse auf die Einstellung des deutschen Volkes oder auch der anderen kriegführenden Völker ziehen wollte. Anders als zu Beginn des Ersten Weltkrieges, als überall patriotische Begeisterung herrschte, war die Stimmung gedrückt. Alle Menschen über dreißig hatten den Ersten Weltkrieg bewusst erlebt, als Soldaten an der Front die Hölle der Materialschlachten, als Zivilisten den Hunger und die Entbehrungen in der Heimat.

Der Bombenkrieg



Die drei Menschen, eine Frau, ein Mann und ein Kind, sehen aus, als seien sie der Hölle entkommen. Die Frau steht unter Schock, ein uniformierter Helfer stützt sie. Der Mann trägt das traumatisierte Kind. Ist es eine Familie? Männer in diesem Alter waren an der Front. Vielleicht ist er gerade auf Heimaturlaub.

Die Hölle, das ist eine deutsche Stadt, in diesem Falle Mannheim, die soeben das Ziel eines Angriffs der RAF, der britischen Luftwaffe gewesen ist. Die Angriffe wurden immer weiter perfektioniert. Sie erzeugten schließlich Feuerstürme, die die Städte in eine Flammenhölle verwandelten. 500.000 Menschen, weit überwiegend Frauen und Kinder, fielen ihnen zum Opfer.

Den Angriffen lag die Vorstellung zugrunde, man könne die Bevölkerung so demoralisieren, dass Deutschland schließlich zur Kapitulation gezwungen werde. Die Briten hätten es besser wissen müssen. Die deutschen Luftangriffe auf London 1940 hatten ihren Durchhaltewillen nur gestärkt.

Das Kriegsrecht verbot die gezielte Bombardierung der Zivilbevölkerung. Die Angriffe waren auch militärisch sinnlos, wie sich nach dem Krieg herausstellte. Die deutsche Rüstungsproduktion, die allerdings nicht das Ziel der Bombardierungen gewesen ist, erreichte im September 1944 ihren Höchststand. Sie wurde erst massiv beeinträchtigt, als die Amerikaner bei Tag Ölraffinerien und Verkehrsanlagen bombardierten.

So war unter Kosten-/Nutzen-Aspekten der Bombenkrieg sinnlos. Man hat errechnet, dass ein Viertel der britischen Kriegsausgaben dafür aufgewendet worden ist. Die Besatzungen der Bomber erlitten enorme Verluste; zwischen einem Drittel und der Hälfte, die Angaben sind unterschiedlich, kam ums Leben. Der Befehlshaber des Bomber-Kommandos, Luftmarschall Arthur Harris, wurde deshalb "Schlächter" Harris genannt.

Der Staatsstreich



Erwin von Witzleben am 7. August 1944 vor dem VolksgerichtshofErwin von Witzleben am 7. August 1944 vor dem Volksgerichtshof
Im Mittelpunkt des Bildes steht ein alter Mann in einem zu weiten Anzug. Mit der rechten Hand gestikuliert er, mit der linken hält er anscheinend seine Hose fest. Hinter ihm sitzen Polizisten in Uniformen, die vor 1945 üblich waren. Das Bild zeigt den Generalfeldmarschall Erwin von Witzleben am 7. August 1944 vor dem Volksgerichtshof, dessen Präsident Roland Freisler war.

Witzleben sollte nach dem versuchten Staatsstreich der Verschwörergruppe um Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg den Oberbefehl über die Wehrmacht übernehmen. Voraussetzung für das Gelingen des Staatsstreichs war der Tod Hitlers. Nur sein Tod hätte die Soldaten der Wehrmacht von dem Eid entbunden, den sie auf den "Führer" geschworen hatten. Niemand weiß, was geschehen wäre, wenn der Staatsstreich gelungen wäre. Die Alliierten hätten auf der bedingungslosen Kapitulation bestanden, Deutschland wäre geteilt, die deutschen Ostgebiete wären abgetrennt, ihre Bewohner vertrieben worden. Die Verschwörer wussten, dass sie auf keine Konzessionen der Feindmächte hoffen konnten. Sie hielten dennoch an Attentat und Staatsstreich fest. Wie es einer der aktivsten Männer des Widerstands, der Generalmajor Henning von Tresckow (1901-1944), ausgedrückt hat: "Das Attentat muss kommen, koste es, was es wolle. Denn es kommt nicht mehr auf einen praktischen Zweck an, sondern darauf, dass die deutsche Widerstandsbewegung vor der Welt und vor der Geschichte den entscheidenden Wurf gewagt hat."

Einen praktischen Zweck hätte das Gelingen des Staatsstreichs dennoch gehabt. Der am 1. September 1939 begonnene wahnwitzige Krieg wäre wohl bald beendet worden. In den 9 Monaten vom 20. Juli 1944 bis zum 8. Mai 1945 haben mehr als die Hälfte der 4,75 Millionen gefallenen deutschen Soldaten ihr Leben verloren, dazu Millionen Soldaten auf der gegnerischen Seite. Der Bombenkrieg wäre ebenfalls bald beendet worden. Dresden, Hildesheim, Würzburg, Pforzheim, Dessau, Potsdam und zahlreiche andere deutsche Städte wären nicht zerstört worden. 200.000 Ziviltote in diesen Städten wären am Leben geblieben.

Freisler, ein fanatischer Nationalsozialist, führte die Verhandlung gegen die Widerstandskämpfer mit äußerster Brutalität. Er erniedrigte die Angeklagten, brüllte sie an und ließ sie nicht zu Worte kommen. Alle Angeklagten hatten mehrere Tage, Wochen oder Monate währende Verhöre der Gestapo hinter sich, die vielfach mit schweren Folterungen einhergingen.

Generalfeldmarschall von Witzleben war durch die vorausgegangenen Verhöre schwer gezeichnet. Er hält in der Tat die Hose fest, weil man ihm Hosenträger und Gürtel abgenommen hatte. Freisler benutzte das, um sein Opfer zu demütigen: "Sie schmutziger alter Mann, was fummeln Sie dauernd an Ihrer Hose herum." Witzlebens Schlusswort, an Freisler gerichtet, war: "Sie können uns dem Henker überantworten. In drei Monaten zieht das empörte und gequälte Volk Sie zur Rechenschaft."

Dazu sollte es nicht kommen. Freisler wurde bei einem alliierten Bombenangriff von einem Balken des zusammenstürzenden Gerichtsgebäudes erschlagen.

Witzleben wurde am 8. August 1944 mit vier Mitverschworenen gehenkt.

Das letzte Aufgebot



Am 19. März 1945 empfing Hitler im Hof der Reichskanzlei eine Abordnung von Hitlerjungen, die mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden waren. Im Bild ist der zweite von rechts der zwölfjährige Alfred Czech, der dritte von rechts der sechzehnjährige Wilhelm Hübner. Der Führer war nur noch ein Schatten seiner selbst. Gezeichnet durch die ständigen Niederlagen und die Folgen des Attentats vom 20. Juli 1944 wirkte er greisenhaft; Er ging in gebeugter Haltung mit schleppendem Gang, die linke Hand hinter dem Rücken haltend, um das Zittern zu verbergen. Er gab den Jugendlichen die Hand, tätschelte ihre Wangen, hörte sich ihre Erlebnisberichte an und verschwand bald wieder in seinem Bunker.

Am 25. September 1944 hatte ein Erlass Hitlers befohlen, "aus allen waffenfähigen Männern im Alter von 16 bis 60 Jahren den Deutschen Volkssturm zu bilden." Jugendliche, Alte, Kranke, Schwache sollten "den Heimatboden mit allen Waffen und Mitteln verteidigen." An Waffen stand ein Sammelsurium von Beutegewehren aus dem Fundus einst besiegter Armeen zur Verfügung, oft ohne ausreichende Munition.

Das KZ Bergen-Belsen



Das Bild zeigt eine flache Grube, deren Boden mit einem wirren Durcheinander von Gebilden bedeckt ist. Bei näherem Hinsehen sind sie als Leichen zu identifizieren. Man erkennt menschliche Arme und Beine, Oberkörper, einige wenige Köpfe. Die Körper sind mehr oder weniger unbekleidet. Es fällt auf, dass unter den sichtbaren Kleidungsstücken viele ein Streifenmuster aufweisen. In der Grube stehen zwei lebende Personen, Männer, die Stiefel anhaben. Oben links sieht man einen Mann mit einem Gewehr.

Das Bild zeigt ein Massengrab im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Es hätte auch in irgendeinem anderen KZ aufgenommen werden können, die Bilder gleichen sich. Britische Truppen hatten am 15. April das KZ befreit. Ihnen boten sich Bilder unvorstellbaren Grauens. In dem Lager befanden sich noch 60.000 lebende Häftlinge, Elendsgestalten, abgemagert bis auf die Knochen, dem Tode näher als dem Leben. Von ihnen sollten bis Juni 1945 noch 14.000 sterben.

Angesichts der herannahenden Front hatte die SS Ende 1944 begonnen, die Lager im Osten aufzulösen und die Häftlinge in das Innere des Reiches in Marsch zu setzen. Auf diesen Elendsmärschen starben unzählige Häftlinge an Entkräftung, wurden erschossen oder gingen in den Aufnahmelagern zugrunde. Ziel zahlreicher Transporte war Bergen-Belsen. Im Oktober/November 1944 trafen 8.000 Frauen aus dem KZ Auschwitz-Birkenau ein. Im März/April kamen mehrere zehntausend aus den KZs Sachsenhausen, Neuengamme, Dora und anderen. Das Lager war für die Aufnahme einer solch riesigen Anzahl von Menschen in keiner Weise vorbereitet. Die Unterkünfte waren mehrfach überbelegt, die sanitären und hygienischen Verhältnisse verheerend, die Verpflegung war völlig unzureichend und blieb schließlich ganz aus. Seuchen führten zu Massensterben. Zwischen Januar und April 1945 kamen 35.000 Menschen um, unter ihnen im März Anne Frank. Das Lager war übersäht mit Leichen. Sie waren an vielen Stellen in Stapeln aufgeschichtet, überall verstreut lagen verwesende menschliche Körper, in den Baracken lagen Tote neben den noch Lebenden.

Die Engländer befahlen den gefangenen Wachmannschaften, unter ihnen der Lagerkommandant SS-Hauptsturmführer Josef Kramer, die Toten in Massengräbern zu bestatten, Die Männer mit den Stiefeln sind SS-Leute, der Mann links oben ein englischer Soldat. Im Herbst 1945 fand in Lüneburg ein Prozess statt, in dem eine Reihe von SS-Leuten zum Tode verurteilt wurden. Sie wurden gehenkt.

Die Konferenzen



Konferenz von Jalta, von links Winston Churchill, Franklin D. Roosevelt, Joseph StalinKonferenz von Jalta, von links Winston Churchill, Franklin D. Roosevelt, Joseph Stalin (© Army Signal Corps Collection im U.S. National Archives)
Das obere Bild zeigt die drei damals mächtigsten Männer der Welt, Churchill, Roosevelt und Stalin, während der Konferenz von Jalta im Februar 1945. Auf dem unteren Bild sind die drei mächtigsten Männer während der Konferenz von Potsdam im Juli/August 1945 zu sehen. Die gängige Bezeichnung für sie ist "Die Großen Drei". Offensichtlich sind es insgesamt fünf. Roosevelt war im April 1945 gestorben. Statt seiner nahm der neue Präsident Truman an der Potsdamer Konferenz teil. Churchills Konservative Partei verlor daheim die Wahlen, und so wurde er während der Konferenz von seinem Nachfolger in der Rolle des Premierministers, Attlee, abgelöst. Einzig Stalin repräsentierte die Kontinuität.

Die Männer hätten unterschiedlicher nicht sein können. Zwei waren gewählte Regierungschefs, zwei gewählte Präsidenten alter Demokratien. Stalin war Autokrat und einer der großen Massenmörder der Weltgeschichte. Er trägt als einziger eine Uniform, obwohl er nie Soldat gewesen ist.

Konferenz von Potsdam, von links Clemens Atlee, Harry S. Truman, Joseph StalinKonferenz von Potsdam, von links Clemens Atlee, Harry S. Truman, Joseph Stalin (© Army Signal Corps Collection im U.S. National Archives)
Die erste der Konferenzen zur Neuordnung Deutschlands und auch Europas hatte im November 1943 in Teheran stattgefunden. Grundlegende Beschlüsse wurden, angesichts des bevorstehenden Sieges, in Jalta gefaßt. Deutschlands Nationalsozialismus und Militarismus sollten ausgerottet, das Land selbst in Besatzungszonen aufgeteilt werden. Eine alliierte Kontrollkommission sollte die Besatzungszonen zentral verwalten. Schließlich wurde die "Westverschiebung" Polens festgelegt: Die Sowjetunion sollte Ostpolen (und das nördliche Ostpreußen mit Königsberg) erhalten, dafür sollte Polen mit deutschem Gebiet bis zur Oder-Neiße-Linie entschädigt werden.

Die Potsdamer Konferenz diente dazu, die Beschlüsse von Jalta zu präzisieren und zu konkretisieren. Unumstritten waren die "politischen Grundsätze" zur Behandlung Deutschlands: Abrüstung und Entmilitarisierung, Auflösung aller nationalsozialistischen Organisationen, Aufbau einer Verwaltung von der Gemeinde- bis zur Länderebene. Die in Teheran beschlossene und in Jalta noch von Roosevelt und Stalin betriebene Zerstückelung Deutschlands war vom Tisch.

In den deutschen Gebieten jenseits von Oder und Neiße hatten die Sowjets polnische Verwaltungen eingesetzt und damit vollendete Tatsachen geschaffen. Jetzt wurde beschlossen, dass die "Überführung der deutschen Bevölkerung" in "ordnungsgemäßer und humaner Weise" geschehen sollte. Die endgültige Festlegung der Grenze sollte in einem Friedensvertrag erfolgen.

In der umstrittenen Reparationsfrage lehnten die Westmächte eine internationale Kontrolle des Ruhrgebietes ab. Jede Besatzungsmacht sollte Reparationen aus der eigenen Zone entnehmen. Die Teilung Deutschlands in zwei Reparationsgebiete leitete die Teilung in zwei Wirtschaftsgebiete ein.

Die Beschlüsse von Potsdam sind in vielerlei Hinsicht unbestimmt und vage, was später zu endlosen Streitigkeiten führte. Der neue amerikanische Präsident Truman teilte nicht die illusionistischen Vorstellungen Roosevelts, man könne mit dem "guten Onkel Joe" (Stalin) gemeinsam die Geschicke der Welt bestimmen. Er betrieb nüchterne Realpolitik. Die USA und Großbritannien zogen nun an einem gemeinsamen Strang. Der Kalte Krieg warf seine Schatten voraus.

Begegnung bei Torgau



Amerikanische und sowjetische Soldaten trafen am 25. April 1945, zwei Wochen vor Kriegsende, in der Nähe von Torgau an der Elbe zusammen. Die Amerikaner hatten am 7. März bei Remagen den Rhein überschritten; der anfangs noch heftige deutsche Widerstand brach weitgehend zusammen. Ganze Truppenteile kapitulierten. Ende April waren Amerikaner und Briten bis zur Linie Hamburg-Magdeburg-Nürnberg vorgedrungen, weit in die spätere sowjetische Besatzungszone hinein. Die Sowjets hatten Anfang Februar die Oder überschritten. Ihnen setzte die Wehrmacht äußerst hartnäckigen Widerstand entgegen. Sie kamen daher nur langsam voran und erreichten in den letzten Apriltagen die Elbe.

Der Betrachter erkennt sofort, dass das Bild von dem amerikanisch-sowjetischen Zusammentreffen nicht spontan entstanden sein kann, kein Schnappschuss ist. Es trifft nicht zu, dass dies die erste Begegnung von Amerikanern und Sowjets ist. Tatsächlich stieß eine amerikanische Patrouille unter Führung des Leutnants Albert L Kotzebue schon einen Tag vor dem Termin des Fotos bei dem Dorf Leckwitz unweit des Städtchens Strehla, 30 Kilometer südlich von Torgau, auf sowjetische Soldaten. Das berühmte Foto von der "ersten Begegnung" ist erst einen Tag später, am 26. April 1945, entstanden. Der Fotograf hat die Personen sorgfältig arrangiert, ja inszeniert. Sie stehen auf den Überresten der gesprengten Elbbrücke. Die Amerikaner wirken lässiger, dem mittleren baumelt eine Zigarette zwischen den Lippen. Die Sowjets wirken statischer. Das Bild ging um die Welt, es erschien am 27. April auf der Titelseite der New York Times, und es wurde als Symbol für den Sieg über den gemeinsamen Feind wahrgenommen. Die Amerikaner hatten mehr als 1.000 Kilometer von den Brückenköpfen ihrer Landung in der Normandie zurückgelegt, die Sowjets mehr als 2.000 Kilometer von Stalingrad. Nun war das, was vom Machtbereich des Feindes übrig geblieben war, in zwei Teile zerschnitten. Der Sieg war zum Greifen nahe.

Die Rote Fahne



Soldaten hissen die sowjetische Flagge auf dem Reichstag in BerlinSoldaten hissen die sowjetische Flagge auf dem Reichstag in Berlin (© Wikipedia Commons )
Dies ist eines der meistgedruckten Fotos des 20. Jahrhunderts: Sowjetische Soldaten hissen am 2. Mai 1945 die Rote Fahne mit Hammer und Sichel auf dem Reichstag, Symbol des Sieges von Stalins Sowjetunion über Hitlerdeutschland. Dabei war das Parlamentsgebäude seit dem Brand von 1933 nur noch eine ausgebrannte Ruine. Das Machtzentrum des Dritten Reiches war die Reichskanzlei, in deren Bunker Hitler inzwischen Selbstmord begangen hatte. Vielleicht waren es gerade die Erinnerungen an den Reichstagsbrand und den spektakulären Prozess, der ihm folgte, die dem Gebäude in den Augen der Sowjetführung eine herausragende Bedeutung verliehen.

Der Fotograf ist der Kriegsberichterstatter Jewgeni Chaldej. Er hatte eine Fahne und kletterte mit drei zufällig anwesenden Soldaten auf das Dach des Reichstags, der schon am 30. April erstürmt worden war. Dort arrangierte er die Gruppe und verknipste einen ganzen Film mit 36 Aufnahmen. Es gibt mehrere veröffentlichte Versionen des Vorgangs. Auf der einen ist zu erkennen, dass der mittlere der drei Soldaten (hier im Vordergrund) an beiden Handgelenken eine Uhr trägt, die beliebteste Beute der Rotarmisten. Chaldej kratzte aus dem "offiziellen" Foto eine Uhr heraus.

Nachdem das Foto veröffentlicht worden war, wurde Chaldej zu Stalin beordert. Der hatte eine Liste mehrerer Gruppen von Soldaten vor sich, die sich zur fraglichen Zeit auf dem Dach des Reichstags befunden hatten. Er entschied, dass statt der tatsächlich Beteiligten drei andere Soldaten als Helden der Flaggenhissung in die Geschichte eingehen sollten: ein Georgier, nach Stalins Lesart der, der die Fahne in der Hand hält, und zwei Russen. Stalin war Georgier.

Totale Niederlage



Vor dem brennenden Reichstag sitzt ein deutscher Soldat. Er wirkt müde, resigniert. Sein Gesicht ist gezeichnet von enormen Strapazen. Wahrscheinlich hat er schon mehrere Jahre an der Front hinter sich, zuletzt das Inferno der Schlacht um Berlin.

Der Betrachter kann nur spekulieren, wie das Foto zustande gekommen ist. Im April/Mai 1945 konnte man sich nicht einfach vor den Reichstag setzen und einen Schnappschuss von sich machen lassen. Der Kampf um den Reichstag muss vorüber gewesen sein, sonst wäre der Mann binnen Sekunden zur Zielscheibe geworden. So bleibt der Schluss, dass höchstwahrscheinlich ein sowjetischer Kriegsberichter einen Gefangenen aufgefordert hat, für ein Foto zu posieren.

Der Soldat hat allen Grund, düster in die Zukunft zu schauen. Der totale Krieg hatte mit einer totalen Niederlage geendet. Das Reich war vom Feind besetzt, seine Städte lagen in Trümmern. Die Deutschen waren der Gnade oder Ungnade der Sieger ausgeliefert. Alle deutschen Soldaten gerieten in Gefangenschaft, insgesamt elf Millionen. Die ersten wurden schon bald entlassen, die letzten zehn Jahre später, eine Million nie. Sie überlebten die Gefangenschaft nicht.

Auf die Heimkehrer wartete ein ungewisses Schicksal. Millionen fanden ihre Behausung in Trümmern. Viele mussten ihre Angehörigen suchen, die in alle Winde verstreut oder in den Wirren der letzten Kriegstage womöglich umgekommen waren. Millionen konnten nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren, weil Deutsche dort nicht mehr geduldet wurden.

Die ehemaligen deutschen Soldaten waren nicht die Einzigen, deren Zukunft vielfach ungewiss war. Sie teilten dieses Schicksal mit den deutschen Heimatvertriebenen, aber auch mit 700.000 befreiten KZ-Häftlingen und 8 bis 10 Millionen so genannten Displaced Persons (verschleppte Personen), das waren vor allem ausländische Zwangsarbeiter. 20 bis 25 Millionen Menschen waren im Mai 1945 in Deutschland außerhalb ihrer Heimatorte unterwegs.

Die Kapitulation



Generaloberst Jodl, Chef des Wehrmachtführungsstabes, unterzeichnet in Reims die Kapitulationsurkunde (Bild: Franklin D. Roosevelt Library)Generaloberst Jodl, Chef des Wehrmachtführungsstabes, unterzeichnet in Reims die Kapitulationsurkunde (Bild: Franklin D. Roosevelt Library)
Der 8. Mai 1945 gilt gemeinhin als Tag des Kriegsendes in Europa. Das ist nicht ganz korrekt. Tatsächlich erfolgte die Kapitulation der Wehrmacht (nicht des Deutschen Reiches; ein Staat kann nicht kapitulieren) am 7. Mai. Generaloberst Jodl beurkundete in den frühen Morgenstunden dieses Tages in Reims die "bedingungslose Kapitulation aller Streitkräfte zu Lande, zu Wasser und in der Luft ... gegenüber dem Oberbefehlshaber der alliierten Expeditionsstreitkräfte und gleichzeitig gegenüber dem Oberkommando der Sowjettruppen". Alle Kampfhandlungen sollten am 8. Mai 24.00 Uhr eingestellt werden.

Stalin, der die Bedeutung von Symbolen hoch einschätzte, hatte das Gefühl, dass seine Alliierten ihm und seiner siegreichen Roten Armee die Schau gestohlen hatten. Er bestand darauf, dass die Kapitulation im Sowjetischen Hauptquartier in Berlin-Karlshorst noch einmal stattfinde. Der alliierte Oberbefehlshaber Eisenhower war bereit, an dieser Wiederholung teilzunehmen, wurde jedoch von Churchill und seinem eigenen Stab, der befand, das sowjetische Verlangen sei "ein Akt der Propaganda", davon abgehalten.

Generalfeldmarschall Keitel unterzeichnet in Berlin-Karlshorst die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht (Bild: Bundesarchiv, Bild183-R77797)Generalfeldmarschall Keitel unterzeichnet in Berlin-Karlshorst die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht (Bild: Bundesarchiv, Bild183-R77797)
So unterschrieb Generalfeldmarschall Keitel am 9. Mai um 0.16 Uhr noch einmal eine Kapitulationsurkunde. Die Sowjets datierten das Dokument auf den 8. Mai 23.45 Uhr zurück, weil ihre Kapitulation sonst nach der vereinbarten Einstellung der Kampfhandlungen am 9. Mai 0.00 Uhr unterzeichnet worden wäre. Dieser Kapitulation kam keinerlei rechtliche Wirkung zu. Rechtskraft hatte allein die Kapitulation in Reims.

Es fällt auf, dass zumindest in den deutschen Darstellungen und Bildbänden dennoch bevorzugt das Bild von Keitels Unterzeichnung gezeigt wird und nicht das von Reims. Eisenhower hatte in Reims ein gewaltiges Medienspektakel inszeniert. Ein Heer von Journalisten, Fotografen und Kameramännern sei anwesend gewesen, wird berichtet, die Atmosphäre habe der eines Filmateliers geglichen. Nichts davon wird im allgemeinen durch die Bilder von der Unterzeichnung vermittelt. Jodl trägt eine Uniform ohne Orden – außer einem hier nicht sichtbaren Eisernen Kreuz. Er wirkt unspektakulär.

Ganz anders Keitel in Karlshorst. Er trug eine Paradeuniform mit allen Orden, hatte seinen Marschallstab in der Hand und ein Monokel im Auge und entsprach, auch in seiner Haltung auf den Fotos, vollauf dem Klischee des preußischen Militärs. Das mag der Grund für die Bevorzugung des Fotos aus Karlshorst sein.

Die Kriegsgefangenen



Ein amerikanischer Soldat bewacht deutsche Kriegsgefangene im Rheinwiesenlager bei RemagenEin amerikanischer Soldat bewacht deutsche Kriegsgefangene im Rheinwiesenlager bei Remagen (© Heimatmuseum Sinzig)
Das Foto zeigt im Vordergrund einen am Boden hockenden Soldaten, am Helm als amerikanischer Soldat identifizierbar. Unterhalb von ihm ist ein dicht gedrängtes Gewimmel von Menschen zu erkennen. Es sind deutsche Kriegsgefangene. Der Soldat bewacht sie. Sonderlich wachsam sieht er allerdings nicht aus, sein Gesichtsausdruck ist eher gelangweilt. Die Gefangenen stellen wohl keine Gefahr dar. Das ist, so soll das Bild den Amerikanern in der Heimat sagen, von der stolzen Wehrmacht übrig geblieben, die fast ganz Europa erobert hatte: ein Haufen armseliger Gestalten. Wir, verkörpert durch den GI mit der Maschinenpistole, haben sie bezwungen.

Zu sehen ist ein winziger Ausschnitt des berüchtigten "Rheinwiesenlagers" bei Remagen/Sinzig. Hier waren allein 250.000 Gefangene interniert. Den Alliierten hatten sich in der Schlussphase des Krieges Millionen deutscher Soldaten ergeben. Für sie errichteten die Amerikaner auf der westlichen Rheinseite Lager; vom Niederrhein bis Bad Kreuznach gab es 17 davon. Die Gefangenen wurden einfach auf Wiesen und Äckern ausgesetzt, die mit Stacheldraht umzäunt waren. Es gab keinerlei Unterkünfte, zum Schutz gegen Wind und Wetter gruben sich die Männer in Erdhöhlen ein. Die Verpflegung war überaus dürftig. Die hygienischen Verhältnisse spotteten jeder Beschreibung. Tausende starben.

Die Amerikaner waren mit der riesigen Zahl von Gefangenen völlig überfordert. Zum Zeitpunkt der Kapitulation befanden sich 3,8 Millionen deutsche Soldaten in amerikanischer Gefangenschaft. Die Nachrichten von den Gräueln in den Konzentrationslagern trugen nicht dazu bei, die Amerikaner gegenüber den Deutschen milde zu stimmen.

Zur Ehre der Engländer sei gesagt, dass sie ganz anders vorgingen. Sie ließen die 3,7 Millionen Gefangenen einfach stehen, wo sie waren, entwaffneten sie und schickten die weit überwiegende Mehrheit nach Hause.

Die Vertreibung



Hier sitzen Menschen auf gepackten Koffern. Es sind fast ausschließlich Frauen. Nur wenige Männer und ein paar Kinder sind zu sehen. Ihre Gesichter sind ernst, bedrückt. Offenbar ist die Reise, die sie antreten, keine Vergnügungsfahrt. Es sind Prager Deutsche, die am 20. Juli 1945 auf die Deportation warten. Man hat ihnen Hakenkreuze auf die Stirn gemalt, ebenso auf die Kleidung und auf die Gepäckstücke. Wenn ihnen auf ihrer Reise weiter nichts zustößt, haben sie sehr viel Glück gehabt.

Die Deutschen jenseits von Oder und Neiße, in der Tschechoslowakei und in anderen Ländern Ostmittel- und Südosteuropas, wurden Opfer der kollektiven Bestrafung, die die Siegermächte wegen der von Deutschen unter dem Naziregime begangenen unvorstellbaren Verbrechen über Deutschland verhängt hatten. Nun wurden die Deutschen im Osten pauschal haftbar gemacht für Demütigungen und Gräuel, die die Nazis den Völkern Osteuropas zugefügt hatten, und wurden Objekt ihrer Rache.

Im Januar 1945 setzte die Massenflucht vor der anrückenden Roten Armee ein. Im Sommer befanden sich 6 Millionen auf der Flucht, die Hälfte der 12 Millionen zählenden Bevölkerung der deutschen Ostgebiete jenseits von Oder und Neiße. Nach der Kapitulation begannen die ersten Vertreibungen, zumeist unter unmenschlichen Umständen.

Die Potsdamer Konferenz verfügte die "ordnungsgemäße Überführung der deutschen Bevölkerung" aus Polen, der Tschechoslowakei und Ungarn. 1947 befanden sich über 10 Millionen Deutsche aus diesen Gebieten im Vier-Zonen-Deutschland. Es war die größte Völkerwanderung der Geschichte. Sie betraf schließlich 14 bis 15 Millionen Menschen, von denen zwei Millionen im Verlauf oder als Folge von Flucht und Vertreibung ihr Leben verloren.

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