Lokaljournalismus

Flüchtlinge und Berichterstattung

Genau hinschauen und schreiben, was ist", antwortet Uwe Vetterick, Chefredakteur der Sächsischen Zeitung aus Dresden, auf die Frage, wie man als Lokalzeitung angemessen über die Unterbringung und das Leben von Flüchtlingen berichten kann. Sorgen ernst nehmen, Vorurteile abbauen – das Dossier "Zuflucht Deutschland" aus der drehscheibe 10/2015 sowie Beiträge aus der Sonder-Publikation "Angekommen in Deutschland" zeigen, wie Lokalzeitungen in der Flüchtlingsdebatte Stellung beziehen können.

Frau auf einer "No Hogesa"-Demonstration in Essen, 18.01.2015

Sascha Lübbe

Der schmale Grat

Die Errichtung von Flüchtlingsheimen führt vielerorts zu heftigen Reaktionen. Welche Sorgen sind berechtigt? Und wo beginnt Fremdenfeindlichkeit? Vier Lokalzeitungen und ihr Umgang mit dem Thema. Weiter...

Bei einem Erstligaspiel zwischen Borussia Dortmund und Hannover 96 am 25. Oktober 2014 halten Fans ein Banner mit der Aufschrift "Refugees welcome" in die Höhe.

Interview mit Michael Ebling

"Es passiert viel Positives"

Die Medien sollten nicht nur über Proteste berichten, findet Michael Ebling, Oberbürgermeister von Mainz. Sie sollten auch zeigen, wie Integration gelingen kann. Weiter...

Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt bekommt am 03.06.2015 in Lübeck nach einer Rede rote Zettel gezeigt. Bürger Lübecks prostestieren auf diese Weise gegen die geplante Ersteinrichtung für Flüchtlinge im Bornkamp, zu der Studt bei einer Informationsveranstaltung Erläuterungen gegeben hatte.

Interview mit Ulrich Exner

"Die Leute wollten erzählen"

Als in Lübeck eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge entstehen soll, kommt es zu Protesten der Anwohner. Ein Redakteur verfolgt das Geschehen, spricht mit Bürgern und Entscheidungsträgern. Weiter...

"Gefällt mir nicht": Ein nach unten zeigender Daumen spiegelt sich im Auge des Betrachters.

Reneé Martens

Threads ohne Rassismus

Was tun, wenn sich in die Facebook-Kommentare unter Berichten über Flüchtlinge fremdenfeindliche Äußerungen mischen? Die drehscheibe hat in verschiedenen Redaktionen nachgefragt. Weiter...

Plakat mit ehrenamtlich engagierten Berlinern auf der Siegessäule

Aus dem Kölner Stadt-Anzeiger vom 14. Mai 2015

Zur Mithilfe ermuntert

Service: Auf einer Doppelseite werden die Flüchtlingsheime der Stadt aufgeführt, Helfer porträtiert und Anlaufstellen für hilfsbereite Leser genannt. Weiter...

Flucht in Zahlen

www.schwaebische.de (Ravensburg) vom 10. April 2015

Fakten gegen Vorurteile

Statistik: Mit interaktiven Grafiken wird gezeigt, wie sich die Zahl der Flüchtlinge und deren Situation in der Region entwickeln. Weiter...

Wir sind Plettenberg - Wir sind bunt

Aus dem Süderländer Tageblatt (Plettenburg) vom 23. Mai 2015

Gesicht zeigen

Sonderbeilage: Die Redaktion setzt mit einem Magazin und zahlreichen Aktionen ein Zeichen für Flüchtlinge in der Region. Weiter...

Rosen überreichen drei junge Flüchtlinge aus Syrien am 10.09.2015 auf dem Anger in Erfurt (Thüringen) an Passanten. Rund 30 syrische Flüchtlinge bedankten sich mit Blumen und Plakaten bei den Deutschen für das herzliche Willkommen. Die Aktion fand in mehreren Städten Deutschlands statt. Foto: Martin Schutt

"Ich möchte den Deutschen zeigen, wer wir sind"

In seiner Heimat Syrien arbeitete Qutaibah Alkassab als Journalist. Dann flüchtete er nach Deutschland. Derzeit absolviert der 35-Jährige ein Praktikum in der Lokalredaktion Rhein-Berg des Kölner Stadt-Anzeigers. Wie er Deutschland sieht und über welche Themen er hier berichten will, erklärt er im Interview. Weiter...

1. Jahrestag der Pegida-Demonstrationen in Dresden, 19.10.2015

„Wir sollten einen Gang zurückschalten“

Seit Pegida-Demonstranten in Dresden Journalisten tätlich angegriffen haben, diskutiert die Branche über die Bedrohung der Pressefreiheit. Ulrich Wolf, Reporter der Sächsischen Zeitung, rät hingegen dazu, Probleme nicht hochzuschreiben. Weiter...

Der Teilnehmer einer Demonstration gegen Pegida unterhält sich am 19.10.2015 in der Altstadt in Dresden (Sachsen) mit einem Polizeibeamten. Vor einem Jahr war Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) in Dresden erstmals auf die Straße gegangen. Foto: Jan Woitas

„Viele leben in ihrer eigenen Realität“

Wie gehen Journalisten mit der aggressiven Stimmung um, die ihnen auf Pegida-Demonstrationen entgegenschlägt? Ein von Demonstranten angegriffener Fotograf des MDR, der anonym bleiben möchte, rät zu Vorsicht, hält Personenschutz aber nicht für nötig. Weiter...

Flüchtlingsfamilie aus Afghanistan nach ihrer Ankunft in Dortmund.

Einsichten erlangen

Die Einrichtung von Flüchtlingsheimen erhitzt vielerorts die Gemüter. Doch wie sieht der Alltag in den Unterkünften aus? Zwei Lokalredakteure erzählen von ihren Recherchen. Weiter...

Beratung von syrischen Flüchtlingen im "Integration Point" der Bundesagentur für Arbeit in Düsseldorf, 24.09.2015

Nah dran bleiben

Und zwar an allen Problemen. Ein Plädoyer für eine offene Berichterstattung beim Thema Flüchtlinge. Weiter...

 

Presse

Lokaljournalistenprogramm

Alles, was die Politikberichterstattung in den lokalen Medien (Tageszeitung, lokaler Hörfunk) fördert, dient der politischen Bildung. Mit einem breit gefächerten Angebot an Veranstaltungen und Publikationen bietet die bpb deshalb Weiterbildung und Service für Journalistinnen und Journalisten. Weiter... 

Magazin für Lokaljournalisten

drehscheibe

Immer nah dran: Das Magazin drehscheibe unterstützt Lokalredaktionen mit Themen- und Konzeptideen bei der redaktionellen Arbeit. Ein wöchentlich erscheinender Newsletter, »die Homepage« mit einem umfangreichen Archiv und der »Blog der Jugenddrehscheibe« flankieren das beliebte Magazin. Weiter... 

40 Jahre Lokaljournalistenprogramm ScreenshotStorytelling

40 Jahre LJP

Vor rund 40 Jahren hat Dr. Dieter Golombek das Lokaljournalisten-programm der bpb gegründet. Zeit, zurückzublicken auf die Meilensteine des Programms – und des Lokaljournalismus selbst: Diese Seite bietet eine multimediale Storytelling-Zeitreise mit den wichtigsten Debatten und Best-Practice-Beispielen. Weiter...