Koffer

Perspektiven auf die Integration von Geflüchteten in Deutschland

Die anhaltende Fluchtmigration stellt die Bundesrepublik vor große integrationspolitische Herausforderungen. Die Aufgaben und Probleme sind jedoch nicht neu. Aus bisherigen Erfahrungen mit Migration nach und Integration in Deutschland können Schlüsse über Versäumnisse, aber auch über best practice gezogen werden. Dieses Kurzdossier zeigt Perspektiven auf, wie die Integration von Geflüchteten in Deutschland gelingen bzw. verbessert werden kann.

Prof. Julia von Blumenthal. Foto: Ralph Bergel.

Interview mit Prof. Dr. Julia von Blumenthal

"Hochschulen können einen Beitrag zur Integration leisten, indem sie Geflüchtete zum Teil der Gesellschaft werden lassen."

Die Politikwissenschaftlerin Julia von Blumenthal hat in einer Studie deutschlandweit Hochschulen dazu befragt, welche Maßnahmen sie ergriffen haben, um Geflüchteten die Aufnahme eines Studiums zu ermöglichen. Warum ist die Öffnung von Hochschulen für Geflüchtete wichtig und mit welchen Hürden sind sowohl Hochschulen als auch Studieninteressierte mit Fluchterfahrung dabei konfrontiert? Ein Gespräch. Weiter...

Geflüchtete im Unterricht

Ursula Neumann

"Die müssen die Sprache lernen"

Wie kann in deutschen Schulen der Deutschspracherwerb gefördert werden? Welchen Stellenwert hat dabei die Erstsprache von zugewanderten Schülerinnen und Schülern? Dieser Kurzbeitrag zeigt, wie sprachliche Vielfalt den Schulunterricht bereichern kann. Weiter...

Deutschkurs für Geflüchtete: die Unterrichtsinhalte sind leider nicht verbindlich, da in den meisten Bundesländern gegenwärtig noch keine eigenen Lehrpläne für Sprachlernklassen existieren.

Prof. Dr. Christina Noack

Fremd- bzw. Zweitspracherwerb von Geflüchteten

Die Bedingungen des Erwerbs des Deutschen als Zweitsprache stehen nicht erst seit dem Anstieg der Zahl von Geflüchteten in Europa im Fokus der Forschung. Nachdem allerdings die Entwicklung von Konzepten zur Beschulung betroffener Personen mit ihren speziellen Lernbedingungen in Deutschland lange Zeit eher vernachlässigt worden war, hat dieses Thema in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Entsprechend steigt die Zahl von Projekten laufend an, die sich im Rahmen von Grundlagenforschung zum Beispiel mit Erwerbsbedingungen oder mit der praktischen Vermittlung sprachlicher Kompetenzen befassen. Weiter...

Gruppenfoto mit Geflüchteten in einer Möbelwerkstatt in Berlin. Die Mehrheit der Geflüchteten erwarb im Herkunftsland keinen formalen Berufsabschluss, verfügt aber über Berufserfahrung.

Prof. Dr. Martin Kroh, Dr. Zerrin Salikutluk

Die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter in der Vergangenheit

Die Einbindung in den Arbeitsmarkt prägt die Lebenssituation von Geflüchteten und anderen MigrantInnen und ist mit weitreichenden Konsequenzen für die gesellschaftliche Teilhabe verbunden. Die Chancen für einen schnellen und erfolgreichen Einstieg in den Arbeitsmarkt hängen einerseits stark von ihren Qualifikationen ab. Andererseits gab es in der Vergangenheit insbesondere während des Asylantragsverfahrens Arbeitsverbote und -beschränkungen, die einen schnellen Eintritt von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt verhinderten. Weiter...

Flüchtlingsunterkunft aus Zelten in Berlin-Spandau: Im Regelfall haben Asylsuchende und Geduldete keinen Anspruch auf eine eigene Wohnung. Der Gesetzgeber sieht für sie die Unterbringung in sogenannten "Gemeinschaftsunterkünften" vor.

Sophie Hinger, Philipp Schäfer

"Wohnst Du schon – oder wirst Du noch untergebracht?"

Wohnen ist wie essen und sich kleiden ein menschliches Grundbedürfnis und Menschenrecht. Wohnen bedeutet nicht nur, eine Unterkunft zu haben, sondern auch, über private Rückzugsmöglichkeiten zu verfügen und diese nach den eigenen Bedürfnissen und Vorlieben gestalten zu können. Für viele Geflüchtete ist wohnen keine Selbstverständlichkeit. Dies gilt nicht nur für die Zeit der Flucht, sondern auch für die Zeit des Asylprozesses und zum Teil darüber hinaus. Auch in Deutschland ist die Wohnsituation von vielen Geflüchteten prekär – nicht nur in der Erst- und Notaufnahme. Dabei gibt es viele Ideen und Initiativen, die zeigen, wie selbstbestimmtes und menschenwürdiges Wohnen aussehen kann. Weiter...

Schüler aus verschiedenen Ländern nehmen im März 2016 in Oberhaching in einer Übergangsklasse für Flüchtlinge in der Mittel- und Wirtschaftsschule am Unterricht teil.

Argyro Panagiotopoulou, Lisa Rosen

Zur Inklusion von geflüchteten Kindern und Jugendlichen in das deutsche Schulsystem

Ein Flucht- bzw. Migrationshintergrund wird in der Schule nicht nur als Unterscheidungsmerkmal, sondern zumeist auch als Defizit wahrgenommen. Kinder und Jugendliche besuchen ungeachtet ihrer schulisch relevanten Fähigkeiten und Kenntnisse häufig nicht die gleichen Klassen wie ihre Mitschüler*innen. Inwieweit ist dies zeitgemäß und pädagogisch sinnvoll? Weiter...

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und Bundesinnenminister Thomas de Maizière äußern sich am 25.05.2016 bei einer Pressekonferenz in Berlin zur Verabschiedung des Integrationsgesetzes

Jan Schneider

Ein Jahr Integrationsgesetz: Haben sich die Teilhabechancen der Flüchtlinge verbessert?

Vor einem Jahr wurde in Deutschland das neue Integrationsgesetz verabschiedet – ein Anlass, zurückzublicken. Was hat sich getan? Was hat funktioniert und was nicht? Inwiefern sind weitere Reformen erforderlich? Für Jan Schneider vom Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) ergibt sich ein ambivalentes Bild. Weiter...

 

Kurzdossiers

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Teaserbild Newsletter Migration und Bevölkerung

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Infografiken

Zahlen zu Asyl in Deutschland

Wie viele Menschen suchen in Deutschland Asyl? Woher kommen sie? Wie viele Asylanträge sind erfolgreich? Und wie viele Menschen werden abgeschoben? Wir stellen die wichtigsten Zahlen zum Thema Asyl und Flucht monatlich aktualisiert in einfachen Infografiken dar. Weiter...