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Migration und Entwicklung

Seit der Hohen Fluchtzuwanderung nach Europa im Jahr 2015 finden die Zusammenhänge zwischen Migration und Entwicklung wieder verstärkt Beachtung. So steht der Migrations-Entwicklungs-Nexus beispielsweise im Fokus des Global Forum on Migration and Development, dessen Vorsitz sich 2017 und 2018 Deutschland und Marokko teilen. Migration kann zu mehr Entwicklung führen. Umgekehrt kann aber auch mehr Entwicklung zu mehr Migration beitragen. Das Dossier beleuchtet unterschiedliche Facetten des Themenkomplexes Migration und Entwicklung.

Eine Frau schöpft Wasser aus einem Wasserbecken in eine Schüssel in einem Dorf in der Nähe Benin, Nigeria.

Albert Kraler, Marion Noack

Migration und Entwicklung – eine neue Perspektive?

Nicht erst seit der hohen Fluchtzuwanderung 2015 ist Migration ein politisches Thema auf globaler Ebene und Gegenstand von diversen multilateralen Initiativen. Erst die Verknüpfung von Migration mit Entwicklung jedoch ermöglichte es, Migration als Thema auf globaler politischer Ebene zu verankern.

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Arbeiter in einem Weinanbaugebiet in Kalifornien schütten frisch geerntete Pinot Noir Trauben in eine Schüssel und kontrollieren sie, bevor die Trauben zur Presse gehen.

Albert Kraler, Marion Noack

Was sagt die Forschung über den Zusammenhang von Migration und Entwicklung?

Welche Beiträge kann Migration zur Entwicklung von Herkunfts- und Zielländern leisten? Dieser Frage wird (wieder) viel Aufmerksamkeit gewidmet. Eine Übersicht über zentrale theoretische Ansätze zur Erforschung des Migrations-Entwicklungs-Nexus und wichtige Ergebnisse.

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Büro des amerikanischen Bargeldtransferanbieters Western Union in Makeni/Sierra Leone. Rücküberweisungen helfen vor allem ländlichen Haushalten die Einkommenssituation zu verbessern.

Tobias Stöhr

Rücküberweisungen und ihr Beitrag zur Entwicklung in den Herkunftsländern

Den Vereinten Nationen zufolge gibt es im Jahr 2017 weltweit über 250 Millionen internationale Migranten. Viele von ihnen zieht es aus wirtschaftlichen Motiven in andere Länder. Internationale Migration ist meist der effektivste Weg für Menschen aus Entwicklungsländern, ihr Einkommen stark zu verbessern.

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Mexikanische Studentin an einer US-Universität: Gebiete mit einer hohen Konzentration von Migrantinnen und Migranten schneiden auf Innovationsindizes tendenziell besser ab, beispielsweise durch eine höhere Zahl an Patenten, die in diesen Gebieten angemeldet wird.

Michaella Vanore

Diaspora als Impulsgeberin für Entwicklung

Die globale Mobilität von Ideen und Menschen sowie neue Technologien haben dazu beigetragen, dass Migrantinnen und Migranten dauerhafte Verbindungen zu mehreren Ländern aufrecht erhalten können. Das Wissen, die Fertigkeiten, Werte und Ressourcen, über die Migrantinnen und Migranten verfügen, können sie zu strategischen Mitgestaltenden von Entwicklungsprozessen machen.

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Haus mit Solarpanel in der Sahara. Durch ihr im Zielland erworbenes Know-how können Diasporagemeinschaften in ihren Herkunftsländern Innovationen anstoßen und zur Entwicklung dieser Länder beitragen.

Stephanie Deubler, Julian Tangermann

Relevanz und Potenzial der Diaspora als Akteur der Entwicklungszusammenarbeit

Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung schreibt nicht nur die Notwendigkeit fest, Migrantinnen und Migranten angesichts ihrer Vulnerabilität zu stärken, sondern betont insbesondere die positiven Beiträge von Migrantinnen und Migranten für inklusives Wachstum und nachhaltige Entwicklung.

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GFMD

Interview mit Stefan Rother

"Migration ist ein globales Thema, auf das es auch globale Antworten geben sollte."

Ende Juni findet das Globale Forum für Migration und Entwicklung statt. Der Politikwissenschaftler Dr. Stefan Rother beschäftigt sich seit Jahren mit diesem Forum und steht im Interview Rede und Antwort.

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Der Eltern der Schüler der St. Catherine Grundschule protestieren mit Schildern mit der Aufschrift "No to Grabbers" auf einem Marsch gegen das geplante Landgrabbing des Spielplatzes der Schule in Nairobi in Kenia.

Wilfried Bommert

Landgrabbing: Wie der Hunger nach Boden die Welternährung bedroht

Private Investoren und staatliche Akteure aus Industrie- und Schwellenländern sichern sich durch Direktinvestitionen, Kaufverträge oder langfristige Pachtverträge große Agrarflächen in Entwicklungsländern – eine Praxis, die auch als Landgrabbing bzw. Landnahme bezeichnet wird.

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Ägyptische Bauern arbeiten auf einem Weizenfeld in Qalyubia 40 km nördlich von Kairo.

Interview mit Roman Herre

"Viele Menschen verlassen den ländlichen Raum, weil sie dort ihrer Zukunft beraubt werden."

Deutschland und die EU haben sich seit der hohen Fluchtzuwanderung im Jahr 2015 wieder verstärkt die Bekämpfung von Fluchtursachen in Ländern des Globalen Südens auf die Fahnen geschrieben. Allerdings tragen auch deutsche und europäische Akteure dazu bei, dass sich Menschen gezwungen sehen, ihre Heimat zu verlassen.

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Ein Mann in Liberia richtet sein Solarmodul in seinem Vorgarten aus, um seine Autobatterie mit Solarenergie aufzuladen. Die Kosten für Energiegewinnung in Westafrika sind sehr hoch, z.T. weil die Energiegewinnung aus Öl erfolgt. Projekte der Entwicklungszusammenarbeit in afrikanischen Staaten wie zum Beispiel die Bereitstellung von Photovoltaik-Anlagen, sollen dazu beitragen, Zukunftsperspektiven für junge Menschen zu schaffen.

Stephan Klingebiel

Strukturumbrüche und Transformation: Wie verändern Krisenerscheinungen sowie die Flüchtlings- und Migrationsherausforderungen die deutsche und europäische Entwicklungszusammenarbeit?

Der Ende 2017 in Abidjan (Elfenbeinküste) stattgefundene Gipfel der Europäischen Union und der Afrikanischen Union verdeutlicht: Das Thema Flucht und Migration hat seit spätestens 2015 einen hohen Stellenwert auf der politischen Agenda in der EU.

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Auf der Fidschi-Insel Ono steht der Dorfbewohner Kelepi Saukitoga mit zwei seiner Kinder am 19.10.2017 vor seinem Haus in der Gemeinde Narikoso. Wegen des steigenden Meerwassers aus dem Südpazifik müssen mehrere Häuser des Dorfes umgesiedelt werden.

Carsten Felgentreff

Entwicklung und Migration, Umsiedlung und Klimawandel

Entwicklungsprojekte können Migration erzwingen. Deutlich wird dies in Zeiten des Klimawandels an geplanten Umsiedlungen ganzer Gemeinden im globalen Süden.

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Weitere Angebote zum Thema Migration und Entwicklung

Steffen Angenendt

Flucht, Migration und Entwicklung: Wege zu einer kohärenten Politik

Um irreguläre Einwanderung und humanitäre Katastrophen zu reduzieren, sind vor allem legale Zuwanderungswege in die EU entscheidend. Auch entwicklungspolitisch bedarf es einer engen europäischen Verzahnung.

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Kurzdossiers

Länderprofile

Länderprofile Migration: Daten - Geschichte - Politik

Ein Länderprofil enthält Informationen über Zuwanderung, Flucht und Asyl sowie Integration in einem bestimmten Land. Diese Informationen bestehen aus: Daten und Statistiken, Geschichtlichen Entwicklungen, Rechtlichen und politischen Maßnahmen, Aktuellen Debatten in den Ländern.

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Infografiken

Zahlen zu Asyl in Deutschland

Wie viele Menschen suchen in Deutschland Asyl? Woher kommen sie? Wie viele Asylanträge sind erfolgreich? Und wie viele Menschen werden abgeschoben? Wir stellen die wichtigsten Zahlen zum Thema Asyl und Flucht monatlich aktualisiert in einfachen Infografiken dar.

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