Eine Frau geht an einer Weltkarte, die aus Kinderporträts besteht, am Freitag (18.06.2010) im JuniorMuseum in Köln vorbei.

Südafrika

SüdafrikaSüdafrika (© bpb)
Südafrika wird wegen seiner multiethnischen Bevölkerung häufig auch als "Regenbogennation" bezeichnet . Es zählt zu den BRICS-Staaten und gilt als Wirtschaftsmotor in der Region südliches Afrika. Seit der Kolonisierung durch Niederländer und Briten im 17. und 18. Jahrhundert zieht das Land Einwanderer aus Europa und anderen Teilen der Welt an. Vor allem aus den benachbarten Staaten wandern Arbeitsmigranten auf der Suche nach besseren Zukunftsperspektiven ein.

   
Nachbarschaftsprojekt in Kapstadt: Die Republik Südafrika wird häufig wegen ihrer multikulturellen Bevölkerung als "Regenbogennation" bezeichnet.

Malte Steinbrink

Einleitung

Die Republik Südafrika, die wegen ihrer multikulturellen Bevölkerung häufig auch als "Regenbogennation" bezeichnet wird, zählt zu den BRICS-Staaten und gilt als Wirtschaftsmotor in der Region des südlichen Afrikas. Weiter...

Indischstämmige Marktfrau und Kunden im Victoria Street Market in Durban 1953: Wegen eines Mangels an Arbeitskräften setzten im 19. Jahrhundert die Kolonialmächte England und Niederlande Sklaven ein, die sie aus anderen Teilen Afrikas aber auch aus Asien nach Südafrika verschleppten.

Berenike Schauwinhold

Historische Entwicklung der Migration

Südafrika zieht seit der Kolonisierung durch Niederländer und Briten im 17. und 18. Jahrhundert Einwanderer aus Europa und anderen Erdteilen an. Die meisten Zuwanderer stammen allerdings aus der Region südliches Afrika. Sie kommen vorrangig auf der Suche nach Arbeit und besseren Zukunftsperspektiven in die aufstrebende Volkswirtschaft am Kap der Guten Hoffnung. Weiter...

Schüler aus Simbabwe im Norden Südafrikas: Zu den dringendsten Herausforderungen für die neue Regierung nach dem Ende der Apartheid zählten die steigenden Zahlen von Asylsuchenden.

Frauke Peisker

Migrationspolitik

Bereits in der Kolonialzeit hat Südafrika Arbeitsmigranten angezogen. Später war es vor allem die Bergbauindustrie, die ausländische Arbeitskräfte rekrutierte. So entstand ein Wanderarbeitssystem, das die Migrationsbewegungen im gesamten südlichen Afrika prägte. Die Regulierung der Zuwanderung erfolgte insbesondere während der Apartheid auf der Basis rassistischer Selektionskriterien. Weiter...

Erzabbau in südafrikanischer Mine: Vor allem in der Bergbauindustrie wurden und werden viele ausländische Arbeitskräfte eingesetzt.

Kim Katharina Runge

Zuwanderung

Als regionaler Wirtschaftsmotor zieht Südafrika zahlreiche Arbeitsmigranten, insbesondere aus benachbarten Staaten, an. Die Migrationspolitik des Landes beruhte lange Zeit auf einer rassistischen Selektion der Zuwandernden: Weiße wurden schwarzen Migranten gegenüber bevorzugt. Seit dem Ende der Apartheid ist dies nicht mehr der Fall. Dennoch stehen Großteile der Bevölkerung Migranten feindlich gegenüber. Weiter...

Demonstration gegen die Apartheid in Südafrika in London 1985: Einen Höhepunkt erreichten die Emigrationen 1977, als über 25.000 Menschen das Land verließen. Darunter waren viele schwarze politische Aktivisten, die aus dem Exil gegen die südafrikanische Regierung arbeiteten.

Katharina Schilling

Auswanderung

Südafrika zieht seit jeher Einwanderer an. Insbesondere Migranten aus der Region südliches Afrika kommen auf der Suche nach Arbeit in das wirtschaftlich aufstrebende Land. Andererseits verlassen aber auch viele Südafrikaner ihre Heimat, darunter hochqualifizierte Fachkräfte, die sich im Ausland bessere Zukunftsperspektiven erhoffen. Weiter...

Anstehen im Morgengrauen zur Wahl im Khayelitsha Township bei Kapstadt: Das Binnenmigrationsgeschehen zwischen den peripher-ländlichen Gebieten und den urbanen Zentren verweist darauf, dass auch innerhalb des "Neuen Südafrika" ein System der Wanderarbeit fortbesteht.

Rita Schmidt

Binnenmigration

Die als Apartheid bekannte Politik staatlich-organisierter und gesetzlich festgelegter Rassentrennung (1948-1994) prägt die Gesellschaft Südafrikas bis heute. Zwischen der schwarzen und weißen Bevölkerung des Landes gibt es weiterhin ein großes sozio-ökonomisches Gefälle. Dieses hat auch Einfluss auf die Wanderungsbewegungen innerhalb des Landes. Weiter...

Vor fremdenfeindlichen Übergriffen fliehende Frau in Johannesburg 2008: Die weit verbreitete Fremdenfeindlichkeit resultiert auch aus politischen Versäumnissen und Missständen der Post-Apartheid-Ära.

Jan-Berent Schmidt

Zukünftige Herausforderungen

Südafrika zieht seit der Kolonialzeit Einwanderer an. Die meisten von ihnen stammen aus der Region südliches Afrika und kommen auf der Suche nach Arbeit ins Land. Die Migrationspolitik war lange Zeit rassistisch motiviert und bevorzugte weiße gegenüber schwarzen Zuwandernden. Dies änderte sich erst nach dem Ende der Apartheid. Fremdenfeindlichkeit ist jedoch bis heute ein großes gesellschaftliches Problem und eine der Herausforderungen der zukünftigen Migrationspolitik Südafrikas. Weiter...

Länderprofil 31: Südafrika

Literatur

Hier finden Sie Literatur zum Länderprofil 31: "Südafrika". Weiter...