Eine Frau geht an einer Weltkarte, die aus Kinderporträts besteht, am Freitag (18.06.2010) im JuniorMuseum in Köln vorbei.

Luxemburg

LuxemburgLuxemburg (© bpb)
Luxemburg ist Europas Einwanderungsland schlechthin: Rund 45 Prozent seiner Einwohner sind ausländische Staatsangehörige, mehr als 60 Prozent haben einen Migrationshintergrund. Die Einwanderung ist eng mit dem beispiellosen ökonomischen Aufstieg des Landes der vergangenen Jahrzehnte verknüpft. Als Sitz verschiedener EU-Institutionen und als internationalem Finanzplatz kommt dem kleinen Land große Bedeutung zu.

   
Blick auf das Europaviertel auf dem Kirchberg-Plateau in Luxemburg. Dem nur 2.500km² großen Luxemburg kommt als Sitz verschiedener EU-Institutionen und als internationalem Finanzplatz europaweite Bedeutung zu.

Boris Kühn

Einleitung

Luxemburg ist Europas Einwanderungsland schlechthin: Rund 45 Prozent seiner Einwohner sind ausländische Staatsangehörige, mehr als 60 Prozent haben einen Migrationshintergrund. Die Einwanderung ist eng mit dem beispiellosen ökonomischen Aufstieg des Landes der vergangenen Jahrzehnte verknüpft. Als Sitz verschiedener EU-Institutionen und als internationalem Finanzplatz kommt dem kleinen Land große Bedeutung zu. Weiter...

Stahlwerk in Luxemburg 1953: Nach 1945 benötigte das unter deutscher Besatzung stark zerstörte Luxemburg ausländische Arbeitskräfte zum Wiederaufbau des Landes. Hierfür unterzeichnete die Regierung bereits im Jahr 1948 ein erstes Abkommen mit Italien.

Boris Kühn

Historische Entwicklung der Migration nach Luxemburg

Heute ist Luxemburg als Sitz verschiedener EU-Institutionen und internationalem Finanzplatz ein Einwanderungsmagnet. Dass das nicht immer so war, verrät ein Blick in die Migrationsgeschichte des Landes. Weiter...

Verkehrsschild in Luxemburg: Ausländische Pendler gelten als willkommene Arbeitskräfte, werden gleichzeitig jedoch von Teilen der Gesellschaft als Bedrohung für die luxemburgische Sprache und Kultur gesehen.

Boris Kühn

Aktuelle Entwicklung der Einwanderung nach Luxemburg

Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zog die Eisen- und Stahlindustrie im Süden Luxemburgs Arbeitskräfte aus dem Ausland an. Nach dem Zweiten Weltkrieg halfen ausländische Arbeitskräfte beim Wiederaufbau des unter deutscher Besatzung stark zerstörten Landes. Parallel zur Migration in die unteren Segmente des Arbeitsmarktes, kamen ab den 1980er Jahren verstärkt Hochqualifizierte ins Land, die in Institutionen der Europäischen Union oder dem Finanzsektor eine Anstellung fanden. Bis heute stammen die meisten Einwanderer aus Europa. Weiter...

Bankgebäude im Luxemburger Europaviertel. Für Hochqualifizierte und für "Tätigkeiten, die den nationalen Rahmen übersteigen" gibt es für Drittstaatsangehörige Erleichterungen bei der Zuwanderung und beim Familiennachzug.

Boris Kühn

Migrationspolitik Luxemburgs

Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zieht das Großherzogtum Luxemburg Zuwanderer an. Zunächst kamen vor allem ungelernte und gering qualifizierte Arbeitskräfte, die in der Eisen- und Stahlindustrie des Landes arbeiteten und beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg halfen. Ab den 1980er Jahren zogen die in Luxemburg ansässigen EU-Institutionen und der wachsende Finanzsektor zunehmend Hochqualifizierte an. Für sie gelten erleichterte Zuwanderungsbedingungen. Weiter...

Indischer Junge bei einem Picknick im Park. In Luxemburg leben nur sehr wenige Einwanderer aus Asien. Über 90 Prozent der Zuwanderer kommen aus Europa.

Boris Kühn

Luxemburgs Zuwandererbevölkerung heute

Luxemburg ist Europas Einwanderungsland schlechthin. Bereits seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zieht das Land Einwanderer an. Heute haben über 60 Prozent der Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Die meisten Einwanderer stammen aus Europa, insbesondere aus Ländern wie Portugal mit denen Luxemburg schon über Jahrzehnte Migrationsbeziehungen unterhält. Weiter...

Ortseingangsschild von Schengen/Luxemburg. Der Anteil der Grenzpendler stieg seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts stetig. Im Jahr 2014 lag er bei knapp 45 Prozent.

Boris Kühn

Integration und Zusammenleben in Luxemburg

Das Großherzogtum Luxemburg zieht seit dem 19. Jahrhundert Einwanderer an. Kamen anfangs vor allem niedrig qualifizierte Arbeitskräfte ins Land, so ziehen die EU-Institutionen und der Finanzsektor seit den 1980er Jahren zunehmend Hochqualifizierte an. Heute sind über 40 Prozent der Bevölkerung ausländische Staatsangehörige, über 60 Prozent haben einen Migrationshintergrund. Dennoch wurde eine aktive Integrationspolitik erst spät auf die politische Agenda gesetzt. Weiter...

Fußgängerzone in Echternach. Seit 1986 erhalten Kinder mit mindestens einem luxemburgischen Elternteil automatisch die Staatsbürgerschaft ab Geburt.

Boris Kühn

Grundzüge des luxemburgischen Staatsbürgerschaftsrechts

Luxemburg ist ein Einwanderungsland. Über 40 Prozent seiner Einwohner sind ausländische Staatsangehörige. Insgesamt haben mehr als 60 Prozent der Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Seit einer Reform des Staatsangehörigkeitsrechts im Jahr 2008 ist die Zahl der Einbürgerungen deutlich gestiegen. Weiter...

Aus Luxemburg abgeschobene Migranten auf dem Flughafen Podgorica in Montenegro. Zwar setzt Luxemburg offiziell auf eine freiwillige Rückkehr abgelehnter Asylbewerber und zahlt hierfür auch Geldprämien, aber auch Zwangsabschiebungen finden seit Jahren regelmäßig statt.

Boris Kühn

Flucht- und Asylmigration nach Luxemburg

Die Migrationsgeschichte des Großherzogtums Luxemburgs reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Spielte zunächst die Zuwanderung von ungelernten Arbeitskräften eine Rolle, so verzeichnete das Land ab den 1980er Jahren einen zunehmenden Zuzug von Hochqualifizierten. Seit Anfang der 1990er Jahre hat die Asylmigration an Bedeutung gewonnen. Die Asylpolitik bewegt sich dabei zwischen zwei Polen: Einerseits sollen Flüchtlinge geschützt, andererseits "Asylmissbrauch" verhindert werden. Weiter...

Verladung von Lastwägen auf die Schiene in Bettembourg/Luxemburg. Insbesondere das Vorliegen eines unbefristeten Arbeitsvertrags erleichtert die Legalisierung des Aufenthaltsstatus.

Boris Kühn

Irreguläre Migration in Luxemburg

Seit dem 19. Jahrhundert zieht das Großherzogtum Luxemburg Arbeitsmigranten an. Zunächst wanderten vor allem niedrig qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland zu, insbesondere aus Ländern wie Italien und Portugal, mit denen Luxemburg Anwerbeabkommen unterhielt. Ab den 1980er Jahren nahm die Zuwanderung von Hochqualifizierten zu. Nicht alle Migranten haben eine Aufenthaltserlaubnis. Weiter...

Die Abgeordnetenkammer ("Chambre des Députés) in Luxemburg-Stadt. Im Juni 2015 scheiterte ein Referendum zum Ausländerwahlrecht mit großer Mehrheit.

Boris Kühn

Migration nach Luxemburg: Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen

Luxemburgs Bevölkerung spiegelt die lange Einwanderungsgeschichte des Landes wider: Heute haben über 60 Prozent seiner Einwohner einen Migrationshintergrund. Zwar ist die Zustimmung zu Einwanderung in der Bevölkerung vergleichsweise hoch, dennoch gibt es auch Debatten um die gesellschaftliche Integration der Einwandererbevölkerung und Herausforderungen, die es zu lösen gilt. Weiter...

Länderprofil Luxemburg

Literatur

Hier finden Sie die Literatur zum Länderprofil Luxemburg von Boris Kühn. Weiter...