Eine Frau geht an einer Weltkarte, die aus Kinderporträts besteht, am Freitag (18.06.2010) im JuniorMuseum in Köln vorbei.

Österreich

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Österreich ist ein Einwanderungsland. Die Zuwanderung von "Gastarbeitern" in den 1960er Jahren, der Zuzug von Asylsuchenden und Kriegsflüchtlingen nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs und während der Jugoslawienkriege sowie die Arbeitsmigration aus anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben die Bevölkerung des Landes geprägt. Maßnahmen zur gesellschaftlichen Integration der Zugewanderten wurden auf Bundesebene jedoch erst in den 2000er Jahren ins Leben gerufen. Seit dem Ende der Anwerbung niedrigqualifizierter ausländischer Arbeitskräfte sind vor allem Zuwanderungsmöglichkeiten für Fachkräfte und Hochqualifizierte geschaffen worden.

PDF-Icon Länderprofil Österreich, November 2015 (PDF)

   
Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP) am Montag, 09. November 2015, im Rahmen der Wiener Integrationskonferenz "Vienna Future Talks" in Wien.

Heinz Fassmann

Länderprofil Österreich: Einleitung

Österreich zählte am Jahresanfang 2015 rund 8,58 Millionen Einwohner, davon haben 1,7 Millionen Menschen einen Migrationshintergrund. In der Statistik zählen zu dieser Bevölkerungsgruppe alle Menschen, deren beide Elternteile im Ausland geboren wurden. Der Begriff umfasst daher nach Österreich Zugewanderte sowie in Österreich geborene Personen, deren Eltern zugewandert sind. Weiter...

Gastarbeiter am Wiener Südbahnhof. Ende der Sechziger- und Anfang der Siebzigerjahre nahm die Zahl ausländischer Arbeitskräfte deutlich zu, 1973 erreichte die "Gastarbeiterwanderung" ihren ersten Höhepunkt.

Heinz Fassmann

Historische Entwicklung der Migration nach Österreich

Österreich war seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs Ziel einer Reihe von internationalen Zuwanderungen, die oft aber nur einen eher transitorischen Charakter hatten. Das Einwandern, das Rückwandern, aber auch das Weiterwandern von Flüchtlingen, Vertriebenen und Heimatlosen standen im Vordergrund, die dauerhafte Aufnahme erfolgte nur bei einem Teil der Zugewanderten. Insbesondere Flüchtlinge aus den kommunistischen Nachbarstaaten und jüdische Auswanderer aus der UdSSR blieben oft nur wenige Wochen in Österreich. Weiter...

Saisonarbeiter bei der Weintraubenernte im Burgenland, Österreich

Heinz Fassmann

Österreich: Aktuelle Entwicklung

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs war Österreich Ziel einer Reihe internationaler Zuwanderungen. In den 1960er Jahren wurden ausländische Arbeitskräfte angeworben. Mit der Öffnung des Eisernen Vorhangs und dem Beginn des Balkankriegs stieg die Zahl der Asylsuchenden und Kriegsflüchtlinge stark an. Die jüngste Phase des österreichischen Wanderungsgeschehens hängt eng mit dem Beitritt Österreichs zur EU und den in weiteren Etappen erfolgten EU-Erweiterungen in Richtung Osten und Südosten Europas zusammen. Weiter...

Männer trinken Tee und Kaffee in einer österreichisch-türkischen Begegnungsstätte in Telfs, Tirol, die mit österreichischen und türkischen Flaggen dekoriert ist.

Heinz Fassmann

Österreichs Migrationspolitik

In den 1960er Jahren warb Österreich im Zuge eines Wirtschaftsaufschwungs Arbeitskräfte aus Spanien, der Türkei und Jugoslawien an. Diese sollten nur für kurze Zeit in Österreich bleiben und anschließend wieder in ihre Herkunftsländer zurückkehren. Die Idee der "Gastarbeit" prägte die österreichische Migrationspolitik weit über das Ende der aktiven Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte hinaus. Weiter...

Bauarbeiter beim Schienenbau in Bregenz. Die formale Qualifikation der zugewanderten Bevölkerung ist im Unterschied zur Altersstruktur ausgesprochen heterogen. Die Gruppe der "Gastarbeiter" und ihrer Nachkommen weist einen weit überdurchschnittlich hohen Anteil an Personen mit ausschließlicher Pflichtschulbildung auf.

Heinz Fassmann

Österreichs Zuwandererbevölkerung

Je nach Definition kann unter dem Begriff der Zuwandererbevölkerung die Bevölkerung mit Migrationshintergrund, die Bevölkerung mit ausländischer Staatsbürgerschaft oder die innerhalb eines begrenzten Zeitraums zugewanderte Bevölkerung verstanden werden. Alle diese Gruppen weisen etwas voneinander abweichende Charakteristika auf, es lassen sich aber trotzdem übergreifende Regelhaftigkeiten beobachten. Weiter...

Der österreiche Reisepass

Heinz Fassmann

Staatsbürgerschaftsrecht und Staatsbürgerschaftserwerb in Österreich

Die Praxis und die juristischen Grundlagen der österreichischen Staatsbürgerschaft beruhen im Wesentlichen auf dem Abstammungsprinzip (ius sanguinis). Die österreichische Staatsbürgerschaft kann durch Abstammung von österreichischen Eltern, die Ehe mit einem österreichischen Partner und auf Antrag erworben werden, wobei die Einbürgerung mit hohen Anforderungen verbunden ist und als ein vorläufiges Ende eines erfolgreichen Integrationsprozesses verstanden wird. Doppelstaatsbürgerschaften sollen dabei vermieden werden; der Antragsteller wird also aufgefordert, seine ursprüngliche Staatsangehörigkeit aufzugeben. Weiter...

Hinweisschild zur Inskription an der Universität Wien. Österreich hat in den vergangenen Jahren integrationspolitisch unzweifelhaft aufgeholt, der Integrationspolitik Inhalte und Ideen gegeben und sie institutionell auch gerahmt.

Heinz Fassmann

Österreichs Integrationspolitik

Politisch und konzeptionell war Integration ein über lange Zeit vernachlässigter Bereich. Die österreichische Politik hielt vielmehr an der Idee der temporären "Gastarbeiterwanderung" fest. Da Ausländer entsprechend dieser Vorstellung nicht lange in Österreich bleiben würden, sahen die österreichischen Regierungen auch nicht die Notwendigkeit, Maßnahmen zur gesellschaftlichen Integration der Arbeitskräfte zu konzipieren. Weiter...

Unter dem Titel "Kicken für ein besseres Zusammenleben in Österreich" fand 2015, die Integrations-Fussball-WM mit einem Team der Flüchtlinge aus der Zeltstadt Salzburg (Blaue Dressen) statt.

Heinz Fassmann

Integration in Österreich: Status und Befunde

Österreich hielt lange an der Vorstellung fest, dass die in den 1960er Jahren angeworbenen "Gastarbeiter" wieder in ihre Herkunftsländer zurückkehren würden. Erst um die Jahrtausendwende wurden auf Bundesebene integrationspolitische Maßnahmen ins Leben gerufen. Die gesellschaftlichen Teilhabechancen der einzelnen Zuwanderergruppen sind bis heute sehr unterschiedlich. Weiter...

Am Grenzort Spielfeld zwischen Slowenien und Österreich hält am 09.11.2015 der Andrang von Geflüchteten weiter an. Der starke Anstieg der Zahl der Kriegsflüchtlinge aus Syrien, aus Afghanistan und dem Irak sowie aus den Krisengebieten Afrikas – besonders Eritrea und Somalia – konnte im Rahmen der GEAS-Mechanismen nicht bewerkstelligt werden.

Heinz Fassmann

Flucht und Asyl in Österreich

Die Zugänge in das österreichische Asylsystem haben sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht, besonders stark in den Jahren 2014 und 2015. Die Anzahl der Asylanträge stieg von rund 18.000 im Jahr 2013 auf 28.000 im Jahr 2014 und wird im Jahr 2015 bei rund 80.000 und einer vergleichsweise hohen Anerkennungsquote von rund 40 Prozent liegen. Weiter...

Ein Banner auf einer Demonstration für einen Wandel in der Flüchtlingspolitik im Oktober 2015 in Wien. Zum Zeitpunkt vor der aktuell hohen Asylzuwanderung liegt, gemessen an der Gesamtbevölkerung, der Wert der irregulär anwesenden Wohnbevölkerung Österreichs zwischen 2,2 Prozent und 0,8 Prozent.

Heinz Fassmann

Irreguläre Migration in Österreich

Österreich ist ein Einwanderungsland. 1,7 Millionen seiner Einwohner haben einen Migrationshintergrund – beide Elternteile sind im Ausland geboren worden. Nicht alle Zuwanderer verfügen jedoch über eine gültige Aufenthaltsgenehmigung. Wie viele genau, lässt sich allerdings nur schwer abschätzen. Weiter...

Flüchtlinge warten auf ihre Weiterfahrt an der österreichischen Grenze in Nickelsdorf im Burgenland. Ihre Zahl wird vorraussichtlich nicht abebben. Eine einigermaßen realistische Prognose muss davon ausgehen, dass die politischen und kriegerischen Konflikte im Nahen Osten, in der Ukraine und im Kaukasus für eine nennenswerte Asylzuwanderung auch in den kommenden Jahren sorgen werden.

Heinz Fassmann

Migration nach Österreich: Aktuelle Entwicklungen und künftige Herausforderungen

Österreich erlebt eine Rekordzuwanderung. Grund für diese Entwicklung ist die Zuwanderung von Arbeitskräften aus den EU-Mitgliedstaaten sowie von Menschen, die Asyl suchen. Die Integration dieser Zuwanderer ist eine Herausforderung, der sich das Land stellen muss. Weiter...

Heinz Fassmann

Literatur

Hier finden Sie Literatur zum Länderprofil: "Österreich" von Heinz Fassmann. Weiter...

 
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