Zuflucht Gesucht

counter
1.9.2017 | Von:
Katharina Reinhold

Rachel aus Zentralasien: Handreichung für Pädagoginnen und Pädagogen

Alle anders, alle gleich? Religionsfreiheit und Gleichbehandlung

Übung 3: Alle anders, alle gleich? Religionsfreiheit und Gleichbehandlung

Fächer: z.B. Religion/Ethik, Deutsch, Sachunterricht, Politik

Dauer: ca. 1 Std. oder mehr

Angestrebte Kompetenzen: Informationen aus dem Film und aus einer Infografik entnehmen, Auseinandersetzung mit dem Thema Religionsfreiheit und Grundrechte, Transfer des Filminhalts auf Situation in Deutschland, Rollenspiel erarbeiten, Lösungen finden, Verständnis für Menschen aus verschiedenen Religionen entwickeln, Toleranz und Respekt fördern.

Anhand der Gegenüberstellung von Rachels Heimatland und Europa wird im Film das Thema Religionsfreiheit angesprochen.

Aufgabenstellung: Besprecht in Partnerarbeit mit eurem Tischnachbarn oder eurer Tischnachbarin folgende Fragen:

Rachel und ihre Familie werden in ihrem Heimatland anders schlechter behandelt als die anderen Menschen. Was darf Rachels Mutter nicht tun? Was kann Rachel nicht tun? Wie gehen die anderen Leute mit ihnen um?

Antwortmöglichkeiten (Beispiele):

Rachels Mutter ist Christin und darf ihre Religion nicht öffentlich leben. Rachels Mutter darf nicht in die Kirche gehen, sie muss heimlich Gottesdienste besuchen. Sie darf ihre Religion nicht ausleben. Die Staatsmacht möchte die verbotenen Gottesdienste nicht. Mögliche Antworten z.B.: Rachel darf nicht zu Schule gehen und spielt nicht mit den anderen Kindern (ob sie es offiziell nicht darf oder ob ihre Eltern es nicht möchten um sie zu schützen, wird im Film nicht deutlich). Die anderen Menschen sind unfreundlich zu ihnen. Als sie aus Europa zurückkehren, werden sie beschimpft. Rachels Mutter wird geschlagen. Niemand will ihnen helfen.


Aufgabenstellung: Rachel sagt im Film: „In Europa ist es kein Problem, Christ zu sein, aber in meinem Land leben hauptsächlich Muslime. Da mag man die christliche Religion und ihre Bräuche nicht.“

In Rachels Heimat gehören die meisten Menschen dem muslimischen Glauben an. Wie ist es in Deutschland? Schaut euch die Grafik an und findet heraus: Welche Religionen gibt es und welchen gehören die meisten Menschen an?
Grafik: Religionszugehörigkeit, Anteile in Prozent der GesamtbevölkerungGrafik: Religionszugehörigkeit, Anteile in Prozent der Gesamtbevölkerung (© 2012 Bundeszentrale für politische Bildung)

Antwortmöglichkeiten (Beispiele):

In Deutschland sind die Mehrheit der Menschen Christen (römisch-katholisch, evangelisch, orthodox, freikirchlich und andere Kirchen). Es gibt etwa 5% Muslime, 0,24% Juden und 0,12% Hindus. Möglicherweise müssen Sie die Grafik erläutern und Prozente erklären, aber durch die Darstellung im Diagramm dürfte es anschaulich sein. Möglicherweise sehen die Mehrheiten und Minderheiten in Ihrer Gruppe auch ganz anders aus als in der Statistik? Sie können ja regional und sogar von Stadtteil zu Stadtteil stark unterschiedlich verteilt sein. Dies sollten sie thematisieren.


Aufgabenstellung: Im Grundgesetz [www.hanisauland.de/lexikon/g/grundgesetz.html] steht, dass alle Menschen ihre Religion ausüben dürfen und dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind, also die gleichen Rechte haben.

Kennst du Situationen, in denen Menschen, die zum Beispiel muslimischen oder jüdischen Glaubens sind, wegen ihrer Religion Probleme oder Nachteile haben? Hat jemand aus deiner Familie oder haben Bekannte mal schlechte Erfahrungen wegen ihrer Religionszugehörigkeit gemacht? Denke dabei zum Beispiel an Menschen, die Zeichen ihrer Religion tragen, wie Frauen mit Kopftüchern, Männer mit bestimmten Mützen oder Bärten…

Schreibe auf Kärtchen ein Beispiel für eine solche Situation. Stellt euch in Kleingruppen (2-3 Kinder) gegenseitig eure Ideen vor. Sucht euch dann eine Situation aus, die ihr als kleines Rollenspiel einübt (höchstens 1-2 Minuten lang).

Kommt im Sitzkreis zusammen und spielt den anderen eure kurzen Rollenspiele vor. Sprecht über die Situationen. Was ist passiert? Warum gibt es das Problem? Wie gehen die Menschen miteinander um? Wie könnte man es besser machen? Überlegt euch Lösungen und spielt diese vor.

Hinweis: Möglicherweise benötigen die Kinder Hilfe oder weitere Anstöße für das Ersinnen von Situationen (zum Beispiel blöde Sprüche, Beschimpfungen oder Auslachen, jemand bekommt eine Arbeitsstelle oder eine Wohnung nicht, darf nicht in ein Café rein etc.). Die Zusammensetzung der Klasse sollte dabei berücksichtigt werden, und die Kinder sollen sich sicher fühlen. Beschimpfungen und Beleidigungen sind nur im Rollenspiel, nicht aber im Umgang miteinander okay.

Die Beispiele und Reaktionen hängen sehr stark von der Zusammensetzung der Gruppe ab. Wenn sie wollen, können die Kinder Erlebnisse oder Beispiele von Bekannten oder Verwandten einbringen oder über eigene Erfahrungen erzählen (sie sollten dazu jedoch keinesfalls gedrängt werden).

Es sollte deutlich werden, dass auch in Deutschland Mehrheiten und Minderheiten eine Rolle spielen, dass Angehörige von Mehrheiten sich oft stark fühlen und mächtiger sind. Diese Mehrheiten können aber von Stadt zu Stadt und sogar von Stadtteil zu Stadtteil ganz unterschiedlich aussehen. Auch hier kommt es – trotz Grundgesetz und Religionsfreiheit – zu Diskriminierungen und Ungleichbehandlungen. Viele Menschen haben Ängste oder Vorurteile gegenüber dem Islam, er wird mit Islamismus und Terrorismus gleichgesetzt oder verbunden. Auch antisemitische Vorfälle gibt es immer wieder. Die Kinder sollen selbst bei der Besprechung der Rollenspiele überlegen, wie man solche Ungerechtigkeiten vermeiden kann und wie man besser, freundlicher und respektvoll miteinander umgehen kann. Diese Lösungen spielen sie einander dann vor.

Möglicherweise kommen auch Vorurteile zur Sprache. Die Schülerinnen und Schüler könnten dann thematisieren, dass Stereotype und auch Vorurteile ganz normal sind und dass fast jeder sie hat. Sie helfen uns, in neuen Situationen schnell zu reagieren, unseren Weg durch den Alltag zu finden und möglicherweise auch, uns vor Gefahren zu bewahren. Doch sie können auch Begegnungen und Offenheit verhindern und Fehlurteile sein. Ob eine Frau zum Beispiel Kopftuch trägt oder nicht, sagt nicht unbedingt etwas darüber aus, wie religiös sie ist oder wie frei und selbstbestimmt sie lebt. Es ist zudem ein großer Unterschied, ob man etwas denkt oder fühlt, oder ob man es auch ausspricht und andere damit zum Beispiel verletzt oder beleidigt.

Sie könnten ergänzend Materialien zum Thema Kopftuch, Assoziationen und Vorurteile (Begleitmaterial zur Ausstellung „Was glaubst du denn?“) einsetzen: http://www.wasglaubstdudenn.de/system/files/dokument_pdf/4.%20CoverDiscover.pdf

Weitere Materialien zur Ausstellung: (Buch mit DVD und Begleitmaterialien), bestellbar bei der bpb: http://www.bpb.de/shop/buecher/einzelpublikationen/217361/was-glaubst-du-denn-muslime-in-deutschland

Hintergründe zum Thema Vorurteile bieten auch die Informationen zur politischen Bildung: http://www.bpb.de/izpb/9677/vorurteile

Übung 4: Menschen- und Kinderrechte

Hinweis: Baut auf Übung 3 „Alle anders, alle gleich?“ auf.

Fächer: z.B. Deutsch, Sachunterricht, Politik, Religion/Ethik, Kunst

Dauer: ca. 30 min.

Angestrebte Kompetenzen: Texte (Menschen- und Kinderrechte) verstehen und auf reale Situationen anwenden, Gerechtigkeitsempfinden entwickeln, Forderungen und Wünsche formulieren, Plakat gestalten.

Benötigte Materialien: Plakate, Stifte, Farben

Text Arbeitsblatt: Viele Staaten haben gemeinsam eine Sammlung von Rechten aufgestellt, die für alle Menschen gelten sollen, das ist die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. In vielen staatlichen Verfassungen oder Grundgesetzen stehen diese Menschenrechte auch. Es gibt außerdem eine Sammlung von Rechten, die speziell für die Kinder der Welt gelten sollen, und zwar für alle. In dieser Kinderrechtskonvention steht zum Beispiel:

i

Kein Kind darf benachteiligt werden

Alle Kinder haben diese Rechte, egal wer sie sind, wo sie leben, woher sie kommen, welche Hautfarbe sie haben, was ihre Eltern machen, welche Sprache sie sprechen, welche Religion sie haben, ob sie Junge oder Mädchen sind, in welcher Kultur sie leben, ob sie eine Behinderung haben, ob sie reich oder arm sind. Keinem Kind darf irgendeines der beschlossenen Rechte weggenommen werden. (Art. 2 der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen)

Grund- oder Menschenrechte (aus dem Grundgesetz von Deutschland):

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. (Artikel 3)

Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet. (Artikel 4)

Aufgabenstellung: Vergleicht die Rechte, die hier aufgeschrieben sind und die für alle Kinder und Menschen gelten sollen, mit Rachels Leben in ihrem Heimatland und mit den Situationen, die ihr vorgespielt habt. Da stimmt etwas nicht, oder? Überlegt in Kleingruppen, warum die Rechte nicht immer und überall eingehalten werden.
Was können wir dafür tun, dass es besser wird? Gestaltet in der Kleingruppe ein buntes Plakat, auf dem ihr eine kurze Forderung oder einen Wunsch aufschreibt, was besser werden soll. Ihr könnt etwas schreiben oder malen oder beides.

Anschließend können die Kinder sich weiter über Kinderrechte informieren, zum Beispiel auf dem Plakat „Kinderrechte“ der bpb: http://www.bpb.de/shop/lernen/falter/194570/kinderrechte

Oder sie recherchieren auf verschiedenen Internetseiten etwas über Kinderrechte:

https://www.hanisauland.de/spezial/kinderrechte/

https://www.unicef.de/mitmachen/youth

Wenn Sie das Thema Kinderrechte noch weiter vertiefen möchten

Bei Unicef können vielfältige Materialien zum Thema Grundrechte heruntergeladen oder angefordert werden, zum Beispiel Unterrichtsmaterialien, Plakate oder der Kinderrechte-Pass: www.unicef.de/informieren/materialien, Suche: Kinderrechte

Compasito ist eine Zusammenstellung von Übungen und Hintergrundmaterialien für die Menschenrechtsbildung mit Kindern. Es ist online frei verfügbar: http://www.compasito-zmrb.ch/startseite/

Übungsvorschlag: Weltferienlager

Zur Vertiefung des Themas Gleichbehandlung und Diskriminierung bietet sich die Übung „Weltferienlager“ von Compasito an. Die Kinder wählen aus einer kommentierten Liste von Kindern mit unterschiedlichen Merkmalen zehn „Wunsch-Zeltgenossen“ aus und diskutieren darüber, worauf sich ihre Auswahl begründet. Ziele der Übung sind die Erforschung eigener Klischees und Vorurteile und deren Herkunft sowie die Förderung von Gleichberechtigung und die Vermeidung von Diskriminierungen.

Das Arbeitsblatt mit Anleitung finden Sie hier zum Download: http://www.compasito-zmrb.ch/uebungen/?tx_browser_pi1%5BshowUid%5D=35&cHash=bc8165eaf0

Übung 5: Rolle des Staates und der Polizei

Fächer: z.B. Deutsch, Sachunterricht, Politik, Religion/Ethik

Dauer: ca. 30 min.

Angestrebte Kompetenzen: Bilder analysieren, Situationen aus eigenem Erfahrungsschatz vortragen, differenzierte Sichtweise der Rolle des Staates und der Polizei entwickeln, Empathie für Menschen in schwierigen rechtlichen Lagen entwickeln

Aufgabenstellung (Unterrichtsgespräch): Besprecht in der Gruppe folgende Fragen: Welche Aufgaben hat die Polizei bei uns? Hattet ihr schon mal direkt etwas mit Polizistinnen oder Polizisten zu tun? Welche Gefühle hattet Ihr dabei?

Antwortmöglichkeiten (Beispiele):

Die Polizei fängt Verbrecher, die Polizei regelt den Verkehr, die Polizei kommt, wenn ein Unfall passiert, die Polizei beschützt uns, die Polizei ist da, wenn es Demonstrationen oder große Veranstaltungen gibt…
Die Polizei wird meist als freundlich, helfen und, schützend wahrgenommen und ist vertrauenswürdig. Angst haben größere Kinder eher selten vor der Polizei, meist sind die Erfahrungen positiv.


Hinweis: Im Auswertungsgespräch die Rolle der Polizei klären: Die Polizei muss dafür sorgen, dass die Gesetze und die Ordnung eingehalten werden. Polizistinnen und Polizisten versuchen auch, Menschen in schwierigen Situationen zu helfen. Manche Gesetze bedeuten für bestimmte Gruppen von Menschen (zum Beispiel ohne deutschen Pass oder ohne Aufenthaltsgenehmigung) Schwierigkeiten.

Aufgabenstellung: Wie werden die Polizisten in dem Film dargestellt (schau dir die Bilder an)? Welche Gefühle hat Rachel in der Situation, auch gegenüber den Polizisten? Vergleiche dies mit deinen eigenen Erfahrungen oder Gefühlen, die mit Polizei zu tun haben.

Hinweis: Alternativ können Sie hier auch die Szene im Film erneut anschauen mit der Aufgabe, dass die Kinder besonders darauf achten sollen, wie die Polizisten dargestellt werden.

Antwortmöglichkeiten (Beispiele):

Die Polizisten werden sehr groß und dunkel dargestellt, sie wirken übermächtig und stark. Rachel und ihre Familie sehen dagegen klein und hilflos aus, sie können sich nicht wehren. Rachel hat Angst und fühlt sich hilflos. Sie versteht nicht, warum sie ins Gefängnis müssen.
Die Kinder selbst haben vermutlich eher positive Erfahrungen und Gefühle, wenn sie an Polizei denken.


Im Auswertungsgespräch sollte herausgearbeitet werden, dass es die Aufgabe der Polizei ist, über die Einhaltung der Gesetze zu wachen. Dazu gehören auch unangenehme Dinge wie die Durchführung von Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber, auch gegen deren Willen (siehe Infokasten Flüchtlinge, Abschiebungen etc.). Nachdem der Antrag von Rachels Familie, dass sie bleiben möchten, abgelehnt wurde, ist die Polizei dafür zuständig, dafür zu sorgen, dass die Familie das Land verlässt. Es gibt zum Beispiel die sogenannte Abschiebehaft, die Menschen davon abhalten soll, „unterzutauchen“, oder die Polizei bringt Menschen zum Flughafen und direkt in das Flugzeug. Beides wird im Film dargestellt.

Die Schülerinnen und Schüler üben sich in einer differenzierten Wahrnehmung der Rolle das Staates und der Polizei: Während für die meisten Bürgerinnen und Bürger die Polizei Vertrauen erweckt und als schützend und helfend wahrgenommen wird, löst sie bei anderen Angst und Schrecken aus. Und das betrifft nicht nur Verbrecher wie Diebe oder Gewalttäter, sondern auch Menschen, die „nur“ gegen das Aufenthaltsrecht verstoßen, die sich also illegal in einem Land aufhalten. Damit verhalten sie sich gegen das Gesetz. Die Kinder nehmen einen Perspektivenwechsel vor und entwickeln vermutlich Empathie für Menschen, denen staatliches Recht Lebensträume zerstört. Bei Rachels Familie geht die Sache gut aus, da sie am Ende doch das Aufenthaltsrecht bekommt. Bei vielen anderen geflüchteten Menschen, die auf ein besseres Leben hofften, zerschlägt sich diese Hoffnung jedoch mit der Abschiebung. Auch dies kann den Kindern verdeutlicht werden.

Weitere Anregungen für den Unterricht

Berufswünsche (Deutsch, Arbeitslehre, Sachunterricht)

Ausgehend vom Schluss des Films könnte sich ein Gespräch oder eine Übung zum Thema Berufswünsche anschließen. Rachel will „internationale Anwältin“ werden und sich für die Rechte von Geflüchteten einsetzen.

Haben die Kinder auch Berufswünsche, die auf eigenen Erfahrungen basieren?

Können wir allen Menschen helfen? (Politik, Religion/Ethik, Sachunterricht, ab 6. Jahrgangsstufe)

Rachel möchte als Anwältin gern alle Menschen retten, die ähnliche Probleme haben wie sie. Aktuell sind über 60 Millionen Menschen auf der Flucht oder leben in Flüchtlingslagern. Angesichts dieser Zahl und der Komplexität der Probleme ist Rachels Wunsch natürlich löblich, aber nicht gerade realistisch.

Im Unterricht kann eine Diskussion zu der Frage angeregt werden, ob man tatsächlich alle Flüchtlinge, die kommen wollen, in Deutschland bzw. Europa aufnehmen kann. Dazu können Argumente für und gegen eine Begrenzung der Einwanderung in einer Pro-Contra-Debatte ausgetauscht werden.

http://www.bpb.de/lernen/formate/methoden/46892/pro-contra-debatte

Ein Artikel und ein Video von Logo (Januar 2016) stimmen auf die Diskussion in der Politik ein:

https://www.tivi.de/fernsehen/logo/artikel/45328/index.html

http://www.tivi.de/mediathek/logo-erklaert-896480/obergrenze-fuer-fluechtlinge-2652364/

Rechtliche Grundlagen wie das Asylrecht, die Genfer Flüchtlingskonvention oder die Menschenrechte sollten dabei erarbeitet werden.

Einige Ansichten und Aspekte zur Debatte finden Sie in diesem Faktencheck: http://www.bpb.de/veranstaltungen/format/aktion/221946/faktencheck-flucht-und-asyl

Weitere Aspekte/Argumente könnten z.B. sein:
  • Flüchtlinge aufzunehmen und mit Wohnung, Essen, Gesundheitsversorgung etc. auszustatten kostet Geld, können wir das bezahlen?
  • Viele neue Menschen in ein Land zu integrieren, ist eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft, es kann zu Konflikten kommen.
  • Menschen, die in Gefahr sind, müssen unterstützt werden, egal wie viele es sind.
  • Wir brauchen Zuwanderung, denn die deutsche Gesellschaft wird immer älter – Fachkräftemangel, Stabilisierung der Sozialsysteme…

Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht. by-nc-sa/4.0 Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: by-nc-sa/4.0
Autor: Katharina Reinhold für bpb.de
Urheberrechtliche Angaben zu Bildern / Grafiken / Videos finden sich direkt bei den Abbildungen.


Online-Angebot

HanisauLand.de

HanisauLand ist das Land der Hasen, Nilpferde und Wildsauen und zugleich Handlungsort eines bpb-Projektes: Hier erfahren Kinder, wie das Zusammenleben in einer Demokratie funktioniert. Comicgeschichten, ein großes Politiklexikon mit Fragemöglichkeit und viele weitere Angebote helfen Politik zu verstehen.

Mehr lesen auf hanisauland.de

HanisauLand.de

Spezial: Menschen auf der Flucht

Weltweit sind 2015 ungefähr 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Etwa die Hälfte aller Flüchtlinge sind unter 18 Jahre alt. Sie wollen Kriegen und Konflikten in ihren Heimatländern entkommen. Eine Flucht ist oft gefährlich, sie kann lange dauern. Meistens wissen die Flüchtlinge nicht, wo ihr Ziel sein wird. Die Spezial-Seite stellt die Flüchtlingsthematik für Kinder dar.

Mehr lesen auf hanisauland.de

Welchen Beitrag leistet pädagogische Filmarbeit zur interkulturellen Verständigung und zur Inklusion von geflüchteten Kindern und Jugendlichen? Das Dossier auf kinofenster.de bietet Hintergrundtexte zur filmischen Vermittlung von Fluchterfahrung sowie zum Umgang mit Traumata in der Filmarbeit und stellt verschiedene praktische Filmprojekte vor.

Mehr lesen auf kinofenster.de