Ein schmelzender Eisberg am 19. Juli 2007 vor der Insel Ammassalik in Ostgronland. Nach dem dramatischen Gipfel auf der indonesischen Ferieninsel Bali vor einem Jahr haben die Verhandlungen ueber einen neuen globalen Klimapakt längst die Mühen der Ebene erreicht. Im polnischen Posen (Poznan) versuchen Experten aus aller Welt ab Montag (1.12.) erste Pfloecke einzurammen, um den hoch komplizierten Vertrag bis Ende 2009 fertig zu bekommen.

Klimapolitik

Mittlerweile herrscht in der Politik überwiegend Konsens: Der Klimawandel ist ein ernst zu nehmendes weltweites Problem. Um die Folgen bestmöglich zu begrenzen, muss jetzt gehandelt werden. Der erste Schritt Richtung Klimaschutz ist bereits getan: Etliche Länder haben sich im Rahmen des Kyoto-Protokolls verpflichtet, Treibhausgase zu reduzieren. Um dessen Vorgaben jetzt und weitere, ambitionierte Ziele in Zukunft zu erreichen, entwickelt man auf internationaler wie nationaler Ebene verschiedene Strategien und Instrumente, vom Emissionshandel bis zur Verbesserung der Energieeffizienz.

Ein Greenpeace-Aktivist in Eisbär Kostüm steht neben einer großen Thermometerattrappe, die auf die ansteigende globale Temperatur verweist, außerhalb des Veranstaltungsortes der UN-Klimakonferenz in Bali. Delegierte und Wissenschaftler aus der ganzen Welt tagen hier auf der bislang größten Klimakonferenz, um einen neuen internationalen Pakt bis 2009 abzuschließen und damit die globale Erwärmung und das Risiko einer wirtschaftlichen und ökologischen Katastrophe durch steigende Temperaturen zu bekämpfen.

Dagmar Kiyar

Internationale Klimapolitik: der UNFCCC-Prozess

Vom Wissen zum Handeln – ohne eine internationale Klimapolitik wäre der Kampf gegen die globale Erwärmung und das Eindämmen der Folgen nicht möglich. Jährlich kommen daher die Unterzeichnerstaaten der Klimarahmenkonvention und des Kyoto-Protokolls zu internationalen Konferenzen zusammen. Weiter...

Blick ins Konferenzzentrum des Klimagipfels in Doha (Katar) am 08.12.2012. Der UN-Klimagipfel ringt um Minimalkompromisse im Kampf gegen die Erderwärmung, um zumindest geringe Erfolge während der zweiwöchigen Konferenz zu erzielen.

Dagmar Kiyar

Internationale Klimapolitik - Akteure

Bei den jährlichen Klimakonferenzen nehmen neben den Hauptakteuren, den Nationalstaaten und Staatengemeinschaften, zahlreiche weitere Interessensgruppen teil. Darunter sind etwa NGOs, IGOs und Wirtschaftsverbände. Wer sind diese Akteure und welche Rolle spielen sie? Weiter...

Regenwald im Südwesten von Kamerun.

Lisa Murken

Waldschutz als Klimaschutz: die große Hoffnung für Paris 2015

Kann der REDD+-Mechanismus die Klimaverhandlungen Ende des Jahres entscheidend voranbringen? Während andere Verhandlungsthemen an einem kritischen Punkt angelangt sind, ist das Instrument gegen die Abholzung von Wäldern schon weit ausgereift. Weiter...

Ein Learjet startet am 12. Okt. 2004 am Flughafen Duesseldorf. Zur Senkung des Klimagases CO2 will die Bundesregierung den Luftverkehr ab 2012 in den Emissionshandel einbeziehen.

Florian Mersmann, Marcel Braun

Der Emissionshandel

Um den Klimawandel zu bekämpfen, ist das vorwiegende Ziel der Politik, die vom Menschen verursachte Freisetzung von Treibhausgasen zu reduzieren. Als eines der zentralen politischen Instrumente zur Senkung von Treibhausgasemissionen hat sich mittlerweile der Emissionshandel etabliert. Weiter...

Lumpensammler sammeln Müll auf einer Deponie in Ano Liossia, Athen.

Christof Arens, Nicolas Kreibich

Gemeinsam Emissionen senken

Ob Treibhausgase in Deutschland oder Indien eingespart werden, spielt im Kampf gegen den Klimawandel keine Rolle. Daher können Industrieländer etwa in Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern investieren und damit ihre eigene Emissionsbilanz verbessern. Weiter...

Arbeiter bei der Produktion des Saga der Autofirma Proton. Kuala Lumpur 2008

Wolfgang Sterk

Heute schon an morgen denken

Der erste große Schritt in Richtung Klimaschutz ist gemacht. Bis 2012 haben sich die Industriestaaten zur Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen verpflichtet. Für die Zeit danach liegen jedoch bisher nur unverbindliche Emissionsziele vor. Bis 2015 will die Staatengemeinschaft ein neues umfassendes Abkommen aushandeln. Weiter...

Raps blüht bei strahlender Sonne und Temperaturen um die 13 Grad Celsius auf einem Feld nahe Panker in der Probstei. Auf Grund des sonnigen Wetters der letzten Zeit ist die Rapsblüte schon sehr weit fortgeschritten.

Susanne Böhler-Baedeker, Florian Mersmann

Ein Ziel, viele Strategien

Von der Enquete-Kommission bis zum Kyoto-Protokoll hat der nationale Klimaschutz eine lange Entwicklung hinter sich. Doch wie engagiert ist Deutschland wirklich in Sachen Klimaschutz? Weiter...

Auch beim Klimagipfel in Durban spielt die Reduktion von Treibhausgasen wieder eine wichtige Rolle.

Das Rätsel von Durban

2011 fand der Klimagipfel in Südafrika statt. Eigentlich müsste dringend ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll beschlossen werden – aber auch nach dem Gipfel weiß niemand, wie das gelingen könnte. Weiter...

 

Spezial

"Plastic Planet"

"Nach der Stein-, der Bronze- und der Eisenzeit haben wir jetzt die Plastikzeit" - mit diesem Zitat beginnt eine Reise des österreichischen Regisseurs Werner Boote von den 1960er-Jahren, als Plastik immer mehr verbreitet wurde, bis in die heutige Zeit. Heute sind wir von Plastik umgeben. Weiter... 

Mediathek

Die ungleiche Verteilung von Naturkatastrophen

Erdbeben, Überschwemmungen, Wirbelstürme und Tsunamis sind die wesentlichen Naturkatastrophen dieser Welt. Diese Folge thematisiert, dass die Ausmaße der Katastrophen durch bevölkerungsgeographische Aspekte verstärkt werden. In Megastädten nimmt die Bedrohung durch Naturkatastrophen am meisten zu. Weiter... 

Dossier

Umwelt

Die Umwelt stellt uns Lebensgrundlagen und Rohstoffe zur Verfügung, die wir pflegen und erhalten sollten. Doch es fällt schwer, klare Grenzen zu ziehen: Wo nutzt der Mensch die Natur? Und wo zerstört er sie dauerhaft? Weiter...