Das Taj Mahal in Agra ist das Wahrzeichen Indiens.

Indiens IT-Industrie

Software und Dienstleistungen für die ganze Welt


25.3.2014
Indiens IT-Industrie hat in den vergangenen Jahrzehnten einen Boom erlebt. Hunderte in- und ausländische Unternehmen mit mehr als drei Millionen Mitarbeitern sind heute in der Branche tätig. Sie entwickeln Software und stellen Dienstleistungen bereit – von einfachen Verwaltungsaufgaben bis hin zu spezialisierten Marktanalysen. Dabei profitieren die Firmen unter anderem von den niedrigen Lohnkosten. Doch der IT-Standort Indien verliert allmählich seine Wettbewerbsvorteile und muss sich zunehmend internationaler Konkurrenz erwehren.

Infosys Campus in BangaloreInfosys Campus in Bangalore (© picture-alliance/dpa)

Viele Besucher der südindischen Metropolen Bangalore und Hyderabad oder von Gurgaon im Norden des Landes sind überrascht von den modernen Wolkenkratzern, die dort das Stadtbild prägen. Die Türme aus Stahl und Glas sind Heimstatt für zahlreiche Unternehmen, die ihr Geld mit Informationstechnologie, Software und Dienstleistungen verdienen. Riesige Firmensitze wie der Campus von Infosys in Bangalore brauchen den Vergleich mit der Konkurrenz im kalifornischen Silicon Valley nicht scheuen. Die indischen Unternehmen beschäftigen Zehntausende Ingenieure und Techniker. Auch fast alle ausländischen Unternehmen mit Weltruf unterhalten Standorte in Indien mit einer gewaltigen Anzahl von Mitarbeitern.

Die Informationstechnologie- und Outsourcing-Industrie (IT) ist zu einer der führenden Branchen seit der Liberalisierung der indischen Wirtschaft Anfang der 90er Jahre geworden. Sie beschäftigt rund drei Millionen Menschen und trägt einen wesentlichen und stetig steigenden Anteil zum Bruttoinlandsprodukt bei – 1997/1998 waren es noch 1,2 Prozent, 2010/2011 bereits 6,4 Prozent. Nach Branchenschätzungen erzielten indische IT-Unternehmen im Finanzjahr 2013/2014 Erträge von rund 100 Milliarden Dollar (72 Milliarden Euro). Der Großteil davon – etwa 86 Milliarden Dollar (62 Milliarden Euro) – kommt dabei aus Exporterlösen.

Computer Technologie in Indien: Anfänge und historische Perspektive




Vor noch nicht allzu langer Zeit gab es in Indien nur einen kleinen Markt für IT-Produkte und zudem eine schlechte Infrastruktur, die dem massiven Ausbau der High-Tech-Industrie im Weg stand. Es stellt sich also die Frage, weshalb das Land gerade in diesem Bereich zu einem der weltgrößten Exporteure aufsteigen konnten. Einige Beobachter sehen den Grund in der wirtschaftlichen Liberalisierung, die 1991 auf den Weg gebracht wurde. Andere glauben, dass die Geschäfte im Zusammenhang mit der Behebung des Softwarefehlers beim Übergang zum Jahr 2000 (Millennium Bug oder Y2K Bug) sowie der Euro-Umstellung die entscheidenden Wendepunkte waren. Hinzu kommen Faktoren wie die große Zahl gut ausgebildeter Arbeitskräfte mit relativ guten Englischkenntnisse sowie der Fachkräftemängel im Westen. Doch es gibt weitere Faktoren, die für die Entwicklung einer robusten IT-Industrie in Indien wichtig waren.

Schon die Regierung von Jawaharlal Nehrusetzte bei der staatlichen Wirtschaftsplanung und bei wichtigen Forschungsvorhaben in den Bereichen Nukleartechnologie und Raumfahrt auf moderne Computertechnologie. Multinationale Unternehmen wie IBM erhielten die Erlaubnis, in Indien tätig zu werden. Gleichzeitig wurde die Ausbildung von Ingenieuren durch die Gründung von Elitenhochschulen wie dem Indian Institute of Technology (IIT) gestärkt. Die Elektronikindustrie wurde zum Schlüsselbereich erklärt, und die Regierung begann damit, landesweit Projekte in diesem Bereich zu fördern. Bereits in den 70er Jahren gab es deshalb viele indische Fachkräfte, die mit Softwareentwicklung und Programmierung vertraut waren.

Ungeachtet dessen begann die Förderung der privaten IT-Industrie erst Mitte der 80er Jahre mit der Verabschiedung neuer Politikrichtlinien für den Umgang mit Computern (New Computer Policy von 1984) und Software (Software Promotion Policy von 1986). Die Software-Entwicklung wurde als Industrie anerkannt und der Export mit Hilfe satellitengestützter Datenübertragung aus staatlich geförderten Technologieparks erlaubt. IT-Unternehmen, die sich dort niederließen, konnten von Steuererleichterungen und anderen Fördermaßnahmen profitieren. Einen weiteren Schub gaben der Industrie die angesprochene Wirtschaftsliberalisierung, außenpolitische Veränderungen nach Ende des Kalten Krieges sowie der internationale Durchbruch für Internet und Mobiltelephonie in den 90er Jahren.

Jahrzehnte des Wachstums: Von der Software-Kodierung zu neuen Geschäftsfeldern



In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die IT-Industrie in Indien rasant entwickelt. Anfang der 80er Jahre erledigten Firmen vor allem arbeitsintensive Aufgaben wie die Kodierung von Software für Kunden in Amerika und Europa. Dafür wurden indischen Ingenieure für eine bestimmte Zeit zu den Auftraggebern entsandt – das Geschäftsmodel wurde als Body Shopping bekannt. Gleichzeitig begannen US-Konzerne wie Texas Instruments oder Citibank aufgrund der niedrigen Lohnkosten eigene Software-Entwicklungszentren in Indien einzurichten.

Die frühen 90er Jahre sind geprägt vom Aufbau indischer "Software Fabriken", die Aufträge von großen ausländischen Unternehmen annahmen. Mit der Verbesserung der Telekommunikationsverbindungen und der Einführung internationaler Qualitätsstandards für Software wie CMM (Capability Maturity Model oder Reifegradmodell) wurden immer mehr Entwicklungsprojekte nach Indien verlagert. Die indische Unternehmen bauten zudem globale Vertriebssysteme auf, die es ihnen ermöglichten, nach Amerika und Europa zu expandieren und die Kunden über dort eingerichteten Außenstellen zielgerichtet und zeitnah zu bedienen.

Um die Jahrtausendwende kamen neue Geschäftsfelder hinzu, als multinationale Unternehmen damit begannen, Teile ihrer Dienstleistungs- und Entwicklungssparten (Backroom Operations) nach Indien zu verlagern. Angezogen wurden sie von niedrigen Kosten und der großen Zahl verfügbarer Arbeitskräfte. Auch ausländische Beratungs- und Outsourcing-Firmen wie EDS, Accenture, Convergys and IBM ließen sich aufgrund der Standortvorteile in Indien nieder.

Software-Dienstleistungen und Outsourcing



Derzeit dominieren drei Bereiche die indische IT-Industrie – die Entwicklung kundenspezifischer Software und Software-Dienstleistungen; die Auslagerung von Geschäftsprozessen (Business Process Outsourcing, BPO); Forschung und Entwicklung (Research and Development, R&D) sowie Ingenieurdienstleistungen (Engineering Services). Im vierten Bereich – bei der Entwicklung von Produktsoftware – gibt es noch Luft nach oben.

Etwa die Hälfte der Exporterlöse wird mit der Anwendungsentwicklung (Application Development), Softwaretests, dem Management von IT-Infrastruktur sowie Systemeinbindung und Beratung erzielt. Es folgt der BPO-Bereich, zu dem der Betrieb von Call-Centern, andere Formen der Kundenbetreuung, Buchhaltungsdienstleistungen sowie logistische Unterstützung gehören. Inzwischen haben mehr als 200 multinationale Unternehmen ihre Backroom Operations nach Indien verlagert. Zudem arbeiten indische BPO-Firmen für Kunden in fast 70 Ländern.

Ein Nischenangebot in diesem Bereich ist das sogenannte Knowledge Process Outsourcing (KPO), bei dem indische Unternehmen für internationale Kunden hoch spezialisierte Dienstleistungen übernehmen. Dazu gehören Markt- und Konjunkturanalysen, Finanz- und Rechtsdienstleistungen sowie Datenmanagement. Relativ neu sind auch Angebote im Bereich Nachhilfe für Schüler und Studenten oder die medizinische Auswertung von Röntgenbildern. Alle diese Firmen beschäftigen hochqualifiziertes Personal wie Lehrer, Ärzte und Anwälte.

Wachstumsmarkt: Dienstleistungen in Forschung und Entwicklung



Ein weiterer Wachstumsmarkt sind Dienstleistungen im Bereich Forschung und Entwicklung sowie Ingenieursdienstleistungen. Halbleiterhersteller wie Texas Instruments und Cadence haben sich schon frühzeitig in Indien niedergelassen. General Electric eröffnete im Jahr 2000 das John F. Welch Technology Center in Bangalore mit rund 3000 Angestellten – seinerzeit das größte Entwicklungszentrum des Unternehmens außerhalb der Vereinigten Staaten. Inzwischen betreiben rund 700 internationale Firmen R&D Zentren in Indien. Hinzu kommen Designerteams indischer Firmen wie Wipro, HCL Technologies und Tata Consultancy Services, die für internationale Kunden arbeiten. So hat sich etwa HCL als Designschmiede für medizintechnisches Gerät etabliert – zertifiziert von der US-Zulassungsbehörde FDA.

Laut einer offiziellen Studie haben ausländische Firmen zwischen 2003 und 2009 rund 29 Milliarden Dollar (21 Milliarden Euro) in den Bereich Forschung und Entwicklung in Indien investiert. Deutschlang rangiert dabei nach den USA und Großbritannien an dritter Stelle. So betreiben etwa SAP, Mercedes Benz und Volkswagen R&D Zentren in Bangalore, Pune und an anderen Technologiestandorten in Indien. Zu den Arbeiten, die indische R&D Einheiten für ihre Konzernmütter erledigen, gehören Produktentwicklung und -verbesserung, Produktdesign und Prozessentwicklung. Nach Angaben des US-Patentamtes wurden zwischen 2006 und 2010 auf diesem Weg mehr als 1900 Patente angemeldet. Vorreiter waren Unternehmen wie IBM, Texas Instruments, General Electric, Honeywell, Intel, Cisco, Microsoft, Oracle, SAP und Adobe.

Herausforderungen 1: Verlust der Wettbewerbsvorteile



Da der Erfolg der indischen IT-Industrie vor allem von Exporten anhängt, beeinflussen Veränderungen der Weltwirtschaft – etwa schwankende Ausgaben der Unternehmen im IT-Bereich – die Geschäfte ganz unmittelbar. Zwar ist der Trend zum Outsourcing unumkehrbar. Die Wachstumsrate im IT-Bereich ist jedoch von 32,6 Prozent im Finanzjahr 2006/2007 (April bis März) auf 13 bis 15 Prozent im laufenden Finanzjahr 2014/2015 gefallen. Hält dieser Trend an, wird sich das Wachstum schon in naher Zukunft im einstelligen Bereich einpendeln.

Gründe dafür gibt es viele. Der wichtigste ist wohl, dass Indien seine Wettbewerbsvorteile gegenüber der internationalen Konkurrenz zu verlieren beginnt. Auch auf den Philippinen, in China, Vietnam, Polen, Ungarn, Mexiko, Brasilien oder Ägypten werden relativ niedrige Löhne für gut ausgebildete Angestellte bezahlt. Zudem locken die dortigen Regierungen Firmen mit zahlreichen Vergünstigungen. Die indische Regierung hat bereits vor der "ernsthaften Gefahr" gewarnt, dass diese Länder Indien den Rang als bevorzugtem Investitionsstandort im BPO-Sektor ablaufen könnten. So wachse etwa auf den Philippinen die IT-Industrie rasant und sei inzwischen schon halb so groß wie die in Indien.

Ein besondere Herausforderung für die indischen IT-Branche ist das Ausbildungsniveau der Arbeitskräfte. Obwohl es im Land jährlich rund vier Millionen Universitätsabsolventen gibt (darunter eine halbe Million Ingenieure), sind die meisten davon nicht fit für den Arbeitsmarkt. Die Unternehmen müssen die Absolventen daher zunächst einmal selbst in Aus- und Weiterbildungsprogrammen schulen, bevor sie sie beschäftigen können. Hinzu kommt, dass die Produktivität von Ingenieuren und Akademikern in indischen Unternehmen insgesamt viel niedriger als bei der ausländischen Konkurrenz ist.

Auch die Englischkenntnisse der Absolventen – früher wesentlicher Vorteil Indiens gegenüber anderen Ländern – sind längst nicht mehr so gut. So waren die Ergebnisse von Sprachtests, die das Delhier Unternehmen Aspiring Minds unlängst durchführte, mehr als ernüchternd. Demnach sind 43 Prozent der indischen Ingenieursabsolventen nicht in der Lage, einfache Gespräche zu führen oder E-Mails zu schreiben. 25 Prozent fehlt es am Sprachverständnis, um dem Lehrplan im Ingenieurstudium folgen zu können. 30 Prozent der Informatik-Studenten verstanden die grundlegenden theoretischen Konzepte der Programmierung nicht. Ganze 80 Prozent waren nicht in der Lage, ihr theoretisches Wissen im Arbeitsalltag anzuwenden.

Herausforderungen 2: Fehlende Innovationen und Neuentwicklungen



Zu einem großen Problem sind in letzten Jahren auch die fehlenden Innovationen und Neuentwicklungen in der indischen Industrie geworden. Die allermeisten indische Ingenieure entwickeln und produzieren geistiges Eigentum für ausländische Auftraggeber – sei es in R&D Zentren multinationaler Konzerne oder bei indischen Unternehmen, die für ausländische Firmen Produkte und Dienstleistungen entwickeln. Das heißt, künftige Einahmen etwa in Form von Lizenzgebühren fließen nicht nach Indien, da die indischen Entwickler keine Rechte daran haben.

Zwar sind BPO-Dienstleistungen weiterhin von gut geschultem und gleichzeitig günstigem Personal abhängig, doch das gibt es inzwischen in vielen Ländern. Unternehmen können daher entsprechend schnell reagieren und ihre Standorte je nach Bedarf verlagern. Auch das Software-Geschäft verändert sich rasant durch neue Technologien wie Cloud Computing und neue Entwicklungs- und Vertriebssysteme wie Software as a Service (SaaS).

Wenn der IT-Standort Indien auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben will, müssen im Land selbst neue Produkte entwickelt und geistiges Eigentum geschaffen werden. Der riesige indische Binnenmarkt wächst weiter und verlangt nach neuen Produkten, deshalb sollten die indischen Unternehmen einen Gang höher schalten und diese Nachfrage selbst bedienen. Nur auf die Bereitstellung kostengünstiger und arbeitsintensiver Dienstleistungen zu setzen, führt auf lange Sicht in eine Sackgasse. Regierung und politische Entscheidungsträger sind aufgerufen, so schnell wie möglich die Qualität der Schulbildung und Ingenieursausbildung an den Universitäten zu verbessern. Nur so kann das Land von seiner jungen Bevölkerung profitieren.

Insgesamt muss sich die indische IT-Industrie auf einen härter werdenden Wettbewerb einstellen und bereit für den Einstieg in neue Technologien wie Nano Computing und Quantum Computing sein, die das Gesicht der Informationstechnologie in den nächsten Jahrzehnten nachhaltig verändern werden.


Creative Commons License Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht. by-nc-nd/3.0/de/
Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: by-nc-nd/3.0/de/ Autor: Dinesh C. Sharma für bpb.de

 

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