Freiheitsturm in Teheran

Politik und Geschichte

Mit einer Revolution setzen die Iraner und Iranerinnen 1979 den Schah ab. Unter Ajatollah Chomeini folgt die Gründung der Islamischen Republik, ein widersprüchliches Konstrukt, das demokratische und autoritäre Elemente verbindet. Kurz nach der Revolution beginnt der Irak-Iran-Krieg (1980-1988). Die 1990er Jahre sind geprägt vom Wiederaufbau und Reformbemühungen, doch mit Präsident Mahmoud Ahmadinedschad wird Iran ab 2005 wieder konservativer. Seine umstrittene Wiederwahl 2009 führt zu massiven Protesten, die sogenannte "Grüne Bewegung" wird vom Regime zum Schweigen gebracht. Mit Präsident Hassan Rouhani verbinden sich neue Hoffnungen auf Wandel, doch die sozialen Probleme bleiben.

Eine Frau hält ein Foto des geistlichen Oberhauptes Ajatollah Ali Chamenei in die Höhe, 5. Juni 2018.

Wilfried Buchta

Machtkonstante Theokratie: Iran nach 1979

Irans politisches System ist einmalig: Es verschränkt republikanische und theokratische Institutionen. Trotz ideologischer Widersprüche sowie innen- und außenpolitischer Krisen ist die Islamische Republik bemerkenswert stabil. Der Iran-Experte Wilfried Buchta erklärt, warum.

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Führungskräfte: Irans Vizepräsident Reza Rahimi, Präsident Ahmadinedschad und Chameneis Berater Akbar Velayat im Gespräch. (von links)

Alessandro Topa

Die Macht der Wächter

Iran galt lange als Mullah-Staat. Doch der Klerus hat längst an Einfluss verloren. Schleichend aber stetig entwickelt sich Iran zu einer Militärdiktatur, die Reformbewegung bleibt außen vor. Alessandro Topa skizziert den Aufstieg der Revolutionsgarden und ein neues altes Machtgefüge in Teheran.

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Der iranische General Qassem Soleimani sitzt zwischen anderen Militärs, undatiertes Foto.

Interview mit Walter Posch

"Soleimani war kein allmächtiger Strippenzieher"

Der getötete General Qassem Soleimani sei zu einer Kunstfigur stilisiert worden, so der Iranist Walter Posch. Über den Auftrag von Soleimani, die Beziehungen zwischen Iran und Irak – und warum es in Iran wieder soziale Proteste geben könnte.

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Große Demonstration gegen den Schah in der Innenstadt von Teheran, 9. Oktober 1978.

Monika Gronke

Irans Geschichte: 1941 bis 1979

Mit Duldung des Westens steigt Mohammed Reza Schah ab den 1950er Jahren zum Alleinherrscher auf. 1963 wird erstmals Ajatollah Ruhollah Chomeini politisch aktiv, der später zur identitätsstiftenden Figur der Islamischen Revolution werden sollte. Monika Gronke fasst die Ereignisse zusammen.

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Wohin Iran nach der Revolution im Jahr 1979 steuern würde, wurde unterschiedlich bewertet.  Kritiker der Islamischen Republik wurden verfolgt (Demonstration für mehr Gleichberechtigung im März 1979)

Alessandro Topa

Irans Geschichte: 1979-2009 - Zwischen Revolution, Reform und Restauration

Vor 30 Jahren kam der greise Kleriker Ruhollah Chomeini in Iran an die Macht. Nach seinem Tod 1989 folgte eine Phase des Wiederaufbaus, später der Reformbemühungen. Mit Ahmadinedschad wurde 2005 ein Neokonservativer zum Präsidenten gewählt. Alessandro Topa blickt auf 30 Jahre iranische Geschichte.

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Das Geschäft mit dem Öl dominiert Irans Wirtschaft. Das Land besitzt 11 Prozent der nachgewiesenen Erdölreserven weltweit. (Ölraffinerie in Iran)

Martin Beck

Energie und Wirtschaft in Iran

Iran besitzt nach Saudi-Arabien die größten Erdölreserven weltweit und gehört zu den wichtigsten Nettoerdölexporteuren. Gleichwohl leidet Irans Wirtschaft unter hoher Arbeitslosigkeit und Inflation. Die Gewinne aus dem Ölgeschäft dienen keiner nachhaltigen Wirtschaftspolitik, sondern einer populistischen Verteilungspolitik. Martin Beck analysiert Wirtschaft und Energiesektor Irans.

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Eine Unterstützerin des Präsidentschaftskandidaten Mir Hossein Mussawi bei einer Wahlkampfveranstaltung in Tehran im Juni 2009.

Rudolph Chimelli

Iran ist anders

Als im Frühjahr 2011 die Menschen in Tunesien und Ägypten ihre Regierungen stürzten, blickte die Welt erneut auch auf Iran: Im Sommer 2009 hatte es dort Massendemonstrationen gegen das Regime gegeben, die sogenannte Grüne Bewegung forderte Reformen. Doch der Protest wurde blutig unterdrückt. Ein Essay des Nahost-Experten Rudolph Chimelli aus dem Jahr 2011.

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Dossier

Antisemitismus

Antisemitismus ist eine antimoderne Weltanschauung, die in der Existenz der Juden die Ursache aller Probleme der heutigen Welt sieht. Das Dossier beleuchtet Geschichte und Gegenwart der Judenfeindschaft und hilft, sie zu entlarven.

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Videoprojekt

Atlas des Arabischen Frühlings

Die Video-Edition des Atlas des Arabischen Frühlings nimmt die Umbrüche in Tunesien, Libyen, Syrien, Ägypten und ihren Nachbarländern unter die Lupe und berichtet über deren überregionale Folgen.

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Informationen zur politischen Bildung

Naher Osten

Was führte zum Arabischen Frühling, der 2011 im Nahen Osten die herrschenden Machtverhältnisse erschütterte? Und welche Bilanz lässt sich fünf Jahre später ziehen? Blick auf eine Region in der Krise.

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Zuflucht gesucht

Navid aus Iran

Navid gehört zur Volksgruppe der Kurden und ist in Iran Unterdrückung ausgesetzt. Mit seiner Mutter flieht er nach Europa. Die Eingewöhnung fernab der Heimat fällt ihm nicht leicht.

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