Jerusalem mit Klagemauer und Tempelberg, vom dem aus die goldene Kuppel der Al-Aqsa-Moschee in den Himmel ragt.

28.3.2008

Biografien der Gründerväter des Zionismus

Ahron David Gordon

A.D. Gordon (1856-1922), spiritueller Mentor der zionistischen Arbeiterbewegung, wurde 1856 in Trojanow, Russland geboren. Er erhielt sowohl eine klassisch jüdische Ausbildung in Talmud, Tora und Hebräisch, wie auch eine säkulare Bildung. Gordon erhielt eine Stelle in der Finanzverwaltung seines Verwandten Baron Joseph Günzburg, ein berühmter Bankier und Philanthrop. Diese Stellung behielt Gordon 23 Jahre, in denen er aktiv in Erziehungs- und Kulturarbeit war. Nachdem das Dorf, in dem er arbeitete, 1903 verkauft wurde, entschloss sich Gordon im Gegensatz zum Rest seiner Familie, nach Palästina auszuwandern. Gordon begann dort im Alter von 48 Jahren mit Landwirtschaft. Er arbeitete in den Weinbergen und Orangenhainen von Petach Tikwa und Rischon leZion und litt unter allen Leiden der Pioniere: Malaria, Hunger, Arbeitslosigkeit. Seit 1909 veröffentlichte er zahlreiche Artikel, in denen er seine Vorstellungen von Arbeit, Zionismus und jüdischem Schicksal darlegte. Gordon war Delegierter am 11. Zionistenkongress von 1913 und bei der "haPoel haZair" ("Der junge Arbeiter", sozialistische Partei) Konferenz in Prag von 1920. Dennoch war er nicht politisch aktiv. Für ihn lag die Erlösung des jüdischen Volkes allein in den Anstrengungen jedes einzelnen, sich zu verändern. Er war davon überzeugt, dass die jüdischen Arbeiter in Eretz Israel ihren eigenen Weg zu einer gerechten und produktiven Gesellschaft finden müssten, und opponierte daher gegen Verbindungen zum internationalen Sozialismus. (...) A.D. Gordon starb 1922 im Kibbutz Deganiah, wo er seine letzten Jahre verbrachte. Er hatte bedeutenden Einfluss auf die jüdische Arbeiterbewegung, sowohl durch seine Schriften wie auch sein persönliches Vorbild.

Quelle: Auszug aus hagalil.com 17-04-08


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