Jerusalem mit Klagemauer und Tempelberg, vom dem aus die goldene Kuppel der Al-Aqsa-Moschee in den Himmel ragt.

28.3.2008

Biografien der Gründerväter des Zionismus

Eine Figur am Kölner Rathausturm erinnert an den deutsch-jüdischen Philosophen und Schriftsteller Moses Hess, der in Köln eine der ersten sozialistischen Tageszeitungen gründete.Eine Figur am Kölner Rathausturm erinnert an den deutsch-jüdischen Philosophen und Schriftsteller Moses Hess (re.), der in Köln eine der ersten sozialistischen Tageszeitungen gründete. Lizenz: cc by-sa/3.0/de (Wikimedia, Raimond Spekking)

Moses Hess

Moses Hess (1812-1875) wurde 1812 in Bonn geboren. (...) Zwischen 1837 und 1839 studierte er an der Bonner Universität Philosophie, schloss das Studium jedoch nicht ab. (...) In seinen Zwanzigerjahren fühlte er sich durch und durch als Deutscher und war davon überzeugt, dass sich die Juden assimilieren sollten. Während der Damaskus Affäre 1840 war er vom Leiden seiner Glaubensgenossen stark beeinflusst. Doch erst die Vereinigung Italiens, der Aufstieg des Nationalismus und das Hervortreten des deutschen Antisemitismus brachten Hess zu seinen jüdischen Wurzeln zurück. 1862 erschien sein Klassiker des Zionismus "Rom und Jerusalem", in dem er seine Rückkehr zu "seinem" Volk beschreibt. (...) Die jüdische Religion war für ihn das beste Mittel, die jüdische Nationalität zu bewahren, und sollte bis zur Etablierung einer jüdischen Einheit in Palästina unverändert bleiben. Die Grundlagen des zukünftigen jüdischen Staates seien der nationale Landerwerb, die Schaffung legaler Bedingungen und die Gründung jüdischer Körperschaften für Landwirtschaft, Industrie und Handel. Moses Hess' Werk geriet längere Zeit in Vergessenheit. Erst mit dem Auftreten des politischen Zionismus wurde sein Werk gewürdigt.

Quelle: Auszug aus hagalil.com 17-04-08


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