Jerusalem mit Klagemauer und Tempelberg, vom dem aus die goldene Kuppel der Al-Aqsa-Moschee in den Himmel ragt.

28.3.2008

Biografien der Gründerväter des Zionismus

Max Nordau

Max Nordau (1849-1923) wurde 1849 als Simon Maximilian Südfeld in Pest, Ungarn geboren. Seine Familie war orthodox, Nordau entfernte sich jedoch nach seinem 18. Geburtstag zunehmend von der Religion, später wurde ihm sogar Antireligiosität vorgeworfen. (...) Trotz seiner Entfremdung von der Religion war Nordau das jüdische "Problem" bewusst. Er nahm den Antisemitismus seiner Umgebung deutlich wahr und erlebte gemeinsam mit Theodor Herzl, den er 1892 kennenlernte, die Manifestation des Antisemitismus im Zuge der Dreyfuss Affäre in Paris.

Herzl besprach seine Idee eines Judenstaates im November 1895 mit Nordau, der so zu einem frühen und begeisterten Mitstreiter wurde. Am ersten Zionistenkongress entwarf er das Baseler Programm. Nordau war Vizepräsident des ersten bis sechsten Zionistenkongresses, sowie Präsident des siebten bis zehnten Kongress. In seinen berühmten Reden stellte er jeweils die Situation der Juden in der Diaspora dar und legte dabei vor allem Wert auf die Notlage der Juden in Osteuropa. (...) Nordau lehnte es ab, Herzls Nachfolger 1904 nach dessen Tod zu werden, wie Herzl es vorgeschlagen hatte. Den Ersten Weltkrieg verbrachte Nordau im neutralen Spanien und favorisierte Vladimir Jabotinskys Idee einer jüdischen Legion. Nach einer Welle von Pogromen in der Ukraine im Jahr 1919, setzte sich Nordau für einen schnellen Transfer von 600.000 Juden nach Palästina ein, ein Vorschlag der von der zionistischen Führung als unrealistisch zurückgewiesen wurde. 1921 zog sich Nordau von der aktiven zionistischen Arbeit zurück.

Quelle: Auszug aus hagalil.com 17-04-08


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