Basilius-Kathedrale

3.5.2013 | Von:

Dokumentation: Prominente Vertreter rechten Denkens in Russland

Narotschnizkaja, Natalja Aleksejewa (* 23. Dezember 1948)

Tochter des Akademiemitglieds Aleksej Narotschnizkij, eines Autoren grundlegender Arbeiten zur Geschichte der Internationalen Beziehungen. 1971 Abschluss mit Auszeichnung am MGIMO (Moskauer Staatlichen Institut für Internationale Beziehungen, das zum Außenministerium gehört) mit dem Schwerpunkt USA und Deutschland. 1974–1981 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Weltwirtschaft und Internationale Beziehungen der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften (IMEMO). 1982–1989 Mitarbeiterin im Sekretariat der Vereinten Nationen in New York. 1989–2003 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Weltwirtschaft und Internationale Beziehungen der Sowjetischen/Russischen Akademie der Wissenschaften (IMEMO). 2003–2007 Abgeordnete der Staatsduma. Wahl über die Liste des patriotischen Wahlbündnisses "Rodina". Stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für internationale Angelegenheiten. 2004 Gründerin und Präsidentin der "Stiftung historische Perspektive" (Fond istoritscheskoj perspektiwy – FIP). Als dessen Aufgaben werden die Wiederherstellung der geistigen und wirtschaftlichen Macht Russlands, eine Stärkung der gesellschaftlichen Einheit sowie eine objektive Darstellung der russischen Geschichte angegeben. 2008 Leiterin des "Instituts für Demokratie und Zusammenarbeit" in Paris, einer russischen NGO zur Beobachtung von Menschenrechtsverletzungen in den USA und Europa. 2009–2012 Mitglied der "Kommission gegen Versuche der Geschichtsverfälschung zum Schaden Russlands" beim russischen Präsidenten. Initiatorin mehrere Bewegungen und Organisationen national-konservativer Ausrichtung: "Wsemirnij Russkij Sobor" (Weltweite Russische Sammlung), "Fond jedinstwa prawoslawnych narodow" (Stiftung zur Einheit orthodoxer Völker), Stiftung "Russkij mir" (Russische Welt). Zentrale Publikationen: "Rossija i Russkije v mirowoj istorii" (Russland und die Russen in der Weltgeschichte – 2005), "Za tschto i s kem my wojewali" (Wofür und mit wem wir kämpften – 2005), "Russkij mir" (Die Russische Welt – 2007), "Oranshewyje seti. Ot Belgrada do Bischkeka" (Orange Netzwerke. Von Belgrad bis Bischkek – Hg. 2008).

Biographien: http://narochnitskaia.ru/about; http://www.pravoslavie.ru/authors/370.htm; Homepage der Stiftung historische Perspektive: http://fiip.ru/.

Rogosin, Dmitrij Olegowitsch (* 21. Dezember 1963, Moskau)

1981–1986: Studium an der internationalen Abteilung der Fakultät für Journalismus an der Moskauer Staatlichen Universität (MGU). 1986–1990 "Komitet Molodjoschnych Organisazii" (Komitee für Jugendorganisationen – KMO). Aufstieg vom Referent zum Abteilungsleiter für Internationale Organisationen. 1990 Gründer und Vorsitzender der "Assoziazija molodych polititscheskich liderow SSSR (Rossii)" (Assoziation junger Politiker der UdSSR (Russlands) auch als "Forum-90" bekannt. 1990–1993 Erster Stellvertretender Leiter der Forschungs- und Bildungsorganisation "RAU Korporation" der Russisch-Amerikanischen Universität. 1991 Stellvertretender Vorsitzender des Zentralkomitees der "Partei der konstitutionellen Demokraten (Partei der Volksfreiheit)". 1992 Mitbegründer der "Sojus wosroshdenija Rossii" (Union zur Wiedergeburt Russlands – SWR), einer überparteilichen Struktur zur Vereinigung von Christdemokraten, Konservativen und rechter Sozialdemokraten. 1993 Gründer und Vorsitzender der patriotischen Bewegung "Kongress Russkich Obschtschin" (Kongress Russische Gemeinden – KRO), zum Schutz der russischsprachigen Bevölkerung in den ehemaligen Unionsrepubliken. 1997 Direktmandat in der Staatsduma für einen Wahlkreis im Gebiet Woronesch, Stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Nationalitätenangelegenheiten. 1998–1999 Mitglied im Zentralrat der vom ehemaligen Moskauer Bürgermeister Jurij Lushkow gegründeten Vereinigung "Otetschestwo" (Vaterland). 1999 Wiederwahl in die Staatsduma per Direktmandat (Gebiet Woronesch), Mitglied der Abgeordnetengruppe "Volksdeputierte" und Vorsitzender des Ausschusses für internationale Angelegenheiten. 2001 Stellvertretender Parteivorsitzender der "Narodnaja Partija Rossijskoj Federazii" (Volkspartei der Russischen Föderation). 2002–2004 Sondergesandter des Russischen Präsidenten für das Gebiet Kaliningrad im Kontext der EU-Erweiterung. Ein Visafreier Transitverkehr zwischen Russland und Kaliningrad konnte nicht erreicht werden. 2003 Ko-Vorsitzender und Wahlkampfleiter des patriotischen Wahlbündnisses "Rodina" (Heimat). 2003 Wiederwahl als Direktkandidat eines Wahlkreises im Gebiet Woronesch. 2004–2006 Fraktions- und Parteivorsitzender von "Rodina". Rücktritt nach xenophobem Wahlkampf zum Moskauer Stadtparlament im Herbst 2005. 2006 Mitglied im Organisationskomitee des nationalistischen "Russischen Marschs". 2006 Vorsitzender des nun umbenannten "Rodina. Kongress Russkich Obschtschin" (Kongress Russischer Gemeinden – KRO) 2008–2011 Ständiger Vertreter Russlands bei der NATO. Bis 2012 Sondervertreter des Russischen Präsidenten zur Zusammenarbeit mit der NATO im Bereich der Raketenabwehr. 2012 Stellvertretender Ministerpräsident. In der Regierung Medwedew für den militär-industriellen Komplex sowie den Atom- und Raumfahrtsektor zuständig. Ab März 2012 Sondervertreter des Präsidenten für Transnistrien.

Biographien: http://whoiswho.dp.ru/cart/person/1931671/; http://www.lenta.ru/lib/14159797/full.htm; http://www.rbc.ru/persons/rogozin.shtml.

Dshemal, Gejdar Dshachidowitsch (* 6. November 1947, Moskau)

1965 Studienbeginn am Institut für östliche Sprachen (heute: Institut der Länder Asiens und Afrikas) der MGU. 1980er Jahre: Längere Aufenthalte in Tadschikistan. Verbindungen zu lokalen islamischen Kräfte im Untergrund. 1988–1989 gemeinsam mit Aleksandr Dugin Mitglied im Zentralrat der ultra-nationalistischen Bewegung "Pamjat" (Erinnerung). 1990 Stellvertretender Vorsitzender der "Islamischen Partei der Erneuerung" in Astrachan. 1991–1993 Herausgeber der Zeitung "Al-Wachdat – Einigkeit". 1993 Teilnahme an der Islamischen Volkskonferenz in Khartum (Sudan). Regt die Gründung eines internationalen islamischen Komitees an. 1993–1996 Moderator mehrerer Fernsehsendungen. 1995 Gründer und Vorsitzender der überregionalen gesellschaftlichen Bewegung "Islamisches Komitee". 1999 vertritt Dshemal auf einer orthodoxen-islamischen Konferenz in St. Petersburg die These einer strategischen Union aus Islam und Orthodoxie im Rahmen eines antiwestlichen Projekts. 2001 Organisation mehrerer globalisierungskritischer Demonstrationen in Moskau. 2009 Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen wegen des Beschuldigung, dass sich auf der von Dshemal herausgegebenen Internetseite des "Islamischen Komitees" extremistische Materialien befänden.

Biographien: http://www.archipelag.ru/index/biography_djemal/; http://www.kavkaz-uzel.ru/articles/203866/.


Opposition activists carry the Ukrainian national flag during an action of protest against the current regime in Kiev, Ukraine, Saturday, May 18, 2013. (AP Photo/Efrem Lukatsky)
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