Opposition activists carry the Ukrainian national flag during an action of protest against the current regime in Kiev, Ukraine, Saturday, May 18, 2013. (AP Photo/Efrem Lukatsky)

Wirtschaftspolitische Herausforderungen in der Ukraine

Mit dem gewaltsam erreichten politischen Neuanfang in Kiew und der Eskalation auf der Krim ist die fragile finanzielle und wirtschaftliche Situation in der Ukraine kurzfristig eskaliert. Dies zeigen die massive Abwertung der Landeswährung und die Feststellung der neuen Übergangsregierung, dass die Ukraine nah am Staatsbankrott ist. Zudem wurde anschaulich, wie die Vorgängerregierung das Land heruntergewirtschaftet hat. Nach der erfolgten drastischen Währungsabwertung stehen nun weitere wichtige, aber politökonomisch schwierige wirtschaftspolitische Weichenstellungen an. Ohne Störmanöver könnte die neue Regierung wichtige wirtschaftliche Reformen vorantreiben; aber Russland ist offenbar genau an so einer Destabilisierung gelegen. Klar ist, dass die Ukraine neben tiefen Strukturreformen und Austerität auch massive Finanzhilfe und eine weitere Unterstützung des IWF und der EU bzw. weiterer bilateraler Geldgeber brauchen wird – zumal 2014 aller Voraussicht nach ein heftiger Wirtschaftseinbruch droht, verschärft mutmaßlich durch weitere Einflussnahme Russlands. Daher darf das noch auszuhandelnde IWF/EU-Unterstützungspaket die Ukraine nicht überfordern, sondern muss die Balance zwischen notwendigen Sparmaßnahmen und wirklicher Unterstützung wahren.

   
Die große Anzeigetafel gibt am 03.03.2014 in Frankfurt am Main (Hessen) im Handelssaal der Börse den bis zur Mittagszeit erreichten Verlust des Dax mit über drei Prozent an. Die Sorge um eine Eskalation in der Ukraine hat den deutschen Aktienmarkt und weitere Börsen in ganz Europa kräftig belastet. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Ukraine-Analysen Nr. 129

Analyse: Neue Regierung, IWF und EU vor extremen wirtschaftspolitischen Herausforderungen

Mit dem gewaltsam erreichten politischen Neuanfang in Kiew und der Eskalation auf der Krim ist die fragile finanzielle und wirtschaftliche Situation in der Ukraine kurzfristig eskaliert. Dies zeigen die massive Abwertung der Landeswährung und die Feststellung der neuen Übergangsregierung, dass die Ukraine nah am Staatsbankrott ist. Zudem wurde anschaulich, wie die Vorgängerregierung das Land heruntergewirtschaftet hat. Nach der erfolgten drastischen Währungsabwertung stehen nun weitere wichtige, aber politökonomisch schwierige wirtschaftspolitische Weichenstellungen an. Weiter...

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Ukraine-Analysen Nr. 129

Statistik: Wirtschaftsindikatoren

Tabellen und Grafiken zum BIP der Ukraine, den wichtigsten Makroindikatoren, etc. Weiter...

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Ukraine-Analysen Nr. 129

Dokumentation: Neue und alte Regierung

Parteizugehörigkeit der Gouverneure der Regionen vor und nach dem 21. Februar 2014 Weiter...

Kommentar: Russische Außenpolitik - alte und neue Handlungsmuster im Konflikt mit der Ukraine

In der Ukraine-Krise offenbart Russland bereits bekannte, aber auch ganz neue außenpolitische Handlungsmuster. Nach der Absetzung Wiktor Janukowytschs setzt Moskau alles daran, erstens, auf der Krim zügig Fakten zu schaffen, zweitens, westliche Bemühungen um eine diplomatische Lösung der Krise zu blockieren, und, drittens, in der Ostukraine mit Hilfe einer Medienkampagne die Bevölkerung dort weiter zu politisieren und gegen die neuen Kräfte in Kiew zu mobilisieren. Weiter...

Kommentar: Was Nuland sagen wollte – Die EU und ihre Sanktionsdebatte

Nachdem die USA am Morgen des 20. Februar 2014 Einreiseverbote gegen ukrainische Beamte verhängt hatten, einigte sich am Abend auch der Rat der EU-Außenminister auf Sanktionen gegen die ukrainische Führung. Diese zeitliche Abfolge ist beispielhaft für die Sanktionsdebatte seit Ende November vergangenen Jahres, als die ersten Ausschreitungen in Kiew nichts Gutes ahnen ließen. Die EU zeigte sich uneins und entschloss sich erst zu Sanktionen, als die Eskalation in Kiew kaum noch etwas anderes zuließ. Weiter...

Kommentar: Die Krim-Krise – am Rande eines neuen Kalten Kriegs

Trotz der Tatsache, dass der Anschluss der Krim an Russland bereits von beiden Kammern der Staatsduma unterstützt wurde, bleibt es bisher unklar, ob Russland einen solchen Schritt in der Tat wagt. Darüber hinaus haben die USA bereits begonnen, Kampfjets nach Polen und Schiffe ins Schwarze Meer zu verlegen. Wie auch immer man es wendet, die Welt steht jetzt am Rande eines neuen Kalten Krieges, der nur durch einen konstruktiven Dialog vermieden werden kann. Weiter...

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Ukraine-Analysen Nr. 129

Tabellen und Grafiken zum Text: Debatte über Sanktionen gegen ukrainische Beamte

Informationen zu Sanktionen gegen ukrainische Beamte national und international. Weiter...

Ukraine-Analysen

Ukraine-Analysen Nr. 129

Chronik: 24. Februar bis 9. März 2014

Aktuelle Ereignisse aus der Ukraine: Die Chronik vom 24. Februar bis 9. März 2014. Weiter...

 

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