Ein syrischer Soldat mit einer AK-47 an einem Checkpoint In Damaskus, 21.08.2013.

Konfliktsensitiver Journalismus


3.6.2013
Medien prägen entscheidend die Wahrnehmung von Konflikten in der Öffentlichkeit. Von der Art und Weise ihrer Berichterstattung hängt ab, welches Bild sich die Konfliktparteien und der Rest der Welt von der Auseinandersetzung machen. In diesem Sinne sind sie zumindest eine indirekte Konfliktpartei.

Zwei Kriegsreporter stehen mit Video- und Fotokamera auf einer Straße in Gaza-Stadt. Sie tragen Schutzwesten und Helme, um sich vor Beschuss zu schützen. Die blauen Westen tragen die Aufschrift "Press".Die unabhängige Arbeit von Journalisten in Kriegs- und Krisengebieten ist notwendig. Die Journalisten tragen durch ihre Berichterstattung oftmals selbst zum Bild eines Konfliktes bei. (© picture-alliance)

Journalistische Arbeit kann einen Konflikt eher anheizen oder zu seiner Beruhigung und konstruktiven Bearbeitung beitragen. Auch das soziale und regionale Umfeld eskalierter politischer Konflikte innerhalb und zwischen Staaten wird in seinen Urteilen, Haltungen und Handlungen gegenüber dem Konfliktgeschehen maßgeblich von der Berichterstattung lokaler, regionaler und internationaler Zeitungen, Radiosender, Fernsehstationen und zunehmend auch Internetportale geprägt. Sich diese Wirkung und Verantwortung der Medien bewusst zu machen, ist das Anliegen des konfliktsensitiven Journalismus. Gebräuchlich sind auch die Bezeichnungen deeskalierender Journalismus oder Friedensjournalismus.

Qualitätsjournalismus ist Friedensjournalismus



Konfliktsensitiver Journalismus versteht sich nicht als Lobbying für eine bestimmte politische Orientierung in der Parteienlandschaft. Und er ist erst recht kein Klientel-Journalismus im Dienste der Friedensbewegung. Vielmehr unterstreichen die Vertreterinnen und Vertreter des Konzepts die grundsätzlichen Gemeinsamkeiten mit dem modernen liberalen Verständnis eines strikt überparteilichen und an den Grundsätzen der Gewaltprävention, des Gemeinwohls und der Menschenrechte ausgerichteten Qualitätsjournalismus.

Gemeint ist damit die Aufgabe und Verantwortung der Medien, aktiv zur Verteidigung, Sicherung und Reproduktion eben derjenigen Bedingungen beizutragen, die erst einen freien, unabhängigen und qualitativ hochwertigen Journalismus möglich machen. Dazu gehört zuallererst ein stabiler innergesellschaftlicher und internationaler Frieden. Zu nennen wären außerdem eine lebendige Demokratie, Rechtsstaatlichkeit sowie soziale Sicherheit und Gerechtigkeit. Diese anspruchsvolle Rolle des Journalismus ist in dem liberalen Verständnis angelegt, das die Medien neben der Legislative, Exekutive und Judikative als "vierte Gewalt" in einem Staatswesen betrachtet.

In vielen Ländern der Erde ist politisch und sozial verantwortlicher Qualitätsjournalismus noch längst nicht selbstverständlich. Im Gegenteil. In Diktaturen lassen sich Medien ohne große Gegenwehr gleichschalten. In Bürgerkriegen tragen sie durch ihre Parteilichkeit zur Eskalation der Auseinandersetzungen bei. Es gibt nur wenige Journalisten, Zeitungen, Radio- und TV-Stationen oder Internetportale, die sich den dominierenden Meinungen und Machtgruppen entgegenstellen. Auch in den demokratischen westlichen Gesellschaften verstärken sich die negativen Entwicklungen. Die massive Kommerzialisierung – Nachrichten werden zu einer Ware wie jede andere – rückt die Verwertung in den Mittelpunkt. Die aufklärerische Funktion von Medien bleibt zunehmend auf der Strecke.

Warum wirken Medien oft konfliktverschärfend?



Nicht wenige Journalisten sind fest davon überzeugt, dass die von ihnen produzierten Nachrichten, Artikel, Bilder und Filmberichte mehr oder weniger unverzerrt über Ereignisse, Hintergründe und Zusammenhänge informieren. Dagegen ist sich die große Mehrheit der Medien- und Kommunikationswissenschaftler inzwischen darüber einig, dass – gewissermaßen hinter dem Rücken der Journalisten, Redakteure und Verleger – Einflüsse wirken, die in nicht geringem Maße über die Auswahl, die Gewichtung und die Art und Weise der Präsentation von Medieninhalten mit entscheiden. Allerdings gibt es darüber, wie diese Einflüsse konkret wirken, unterschiedliche Meinungen und Theorien.

Die Nachrichtenwert-Theorie geht davon aus, dass je nach gesellschaftlich dominanten Überzeugungen und Stereotypen bestimmten Nachrichten mehr Wert zugemessen wird als anderen. Der Nachrichtenwert entscheidet darüber, ob ein Ereignis überhaupt als nachrichtenwürdig gilt, wie viele Zeilen bzw. Sendezeit ihm eingeräumt und in welcher Weise es präsentiert wird. In den westlichen Gesellschaften ist ein eindeutiger Trend hin zur "Boulevardisierung" zu beobachten. Kennzeichnend dafür ist eine zunehmend unpolitische, personalisierte und am "human touch" orientierte Berichterstattung.[1] Bezogen auf die Kriegs- und Konfliktberichterstattung gelten Nachrichten zum Thema Krieg vor allem dann als berichtenswert, wenn sie visualisiert und personalisiert dargestellt werden können.[2]

Sogenannte Framing-Theorien sehen die Ursache für die tendenzielle Verzerrung von Nachrichten in der jeweiligen gesellschaftlich dominanten Wahrnehmung und Rahmung (framing) der Ereignisse, über die berichtet wird.[3] Wie Kriege und Konflikte wahrgenommen werden, hängt z.B. von Mustern und Gewissheiten ab, die tief im Bewusstsein einer Gesellschaft verwurzelt sind. Dazu gehören z.B. Grundüberzeugungen in Bezug auf die dunkle Seite der menschlichen Natur, die Gewaltneigung anderer Völker, Religionen und Kulturen oder die Beispielhaftigkeit des westlichen Gesellschaftsmodells. Durch Sozialisation und Ausbildung verfestigte Einstellungen von Journalisten, Organisationsroutinen in den Redaktionen und die ökonomischen Rahmenbedingungen journalistischer Arbeit tun ein Übriges, um die in den Medien präsentierten Ereignisse in einem bestimmen Licht erscheinen zu lassen.

Da bedarf es gar nicht so sehr der vordergründigen Einflussnahme politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Interessen, die durchaus an der Tagesordnung sind, wie auch aktuelle Beispiele in der Bundesrepublik zeigen. Das Mediensystem reguliert sich weitgehend selbst. Die Schlüsselpersonen sind Herausgeber, Chefredakteure, Spitzenjournalisten, die gut vernetzt mit Politik, Wirtschaft, gesellschaftlichen Machtzentren (z.B. Verbände, Kirchen) und anderen Medien die Auswahl und Aufbereitung von Nachrichten "moderieren" [4]. In der Folge haben es z.B. marginale Interessengruppen schwer, überhaupt in den Medien vorzukommen.

Ein Beispiel: die Berichterstattung über den syrischen Bürgerkrieg



Ein verbreitetes Muster, dem auch die westliche Berichterstattung über den syrischen Bürgerkrieg weitgehend folgt, ist die Verengung des Konflikts auf die Konfrontation zwischen zwei Parteien – dem "Assad-Regime " und den "Rebellen ". Dies ist eine gefährliche Vereinfachung. Tatsächlich gibt es keinen einzigen Konflikt, der so schlicht "gestrickt " ist. In Syrien kämpfen z.B. iranische Revolutionsgarden und libanesische Hisbollah auf der Seite der Regierung. Das Waffenembargo wird durch Lieferungen aus Russland und China unterlaufen. Dagegen werden die Rebellen von Mudschaheddin aus der arabischen Welt und Al-Qaida-Kämpfern unterstützt. Geld, Ausrüstung und Waffen kommen von konservativen Golfstaaten und aus dem Westen. In der deutschen Öffentlichkeit wird kaum zur Kenntnis genommen, dass in Syrien ein Stellvertreterkrieg um die Vorherrschaft im Nahen und Mittleren Osten tobt, an dem ganz unterschiedlichen interne Gruppierungen, regionalen Allianzen und externe Mächte beteiligt sind.

Zur Tendenz der Vereinfachung passt ein weiteres Muster: Personalisierung und Schwarz-Weiß-Logik. Es ist Bashar al-Assad, der Panzer gegen Demonstranten aufmarschieren und die "Rebellen-Hochburg " Homs bombardieren lässt. Dazu passt dann auch, dass die "Assad-Getreuen " grundsätzlich als uneinsichtig und mit bösen Absichten ausgestattet charakterisiert werden. Dagegen haben die "Rebellen " mehrheitlich die Sympathien der deutschen Medien; ihnen werden insgesamt akzeptable Ziele unterstellt. Dass sich die "Rebellen " angesichts der "Brutalität des Regimes " nicht auf Verhandlungen einlassen (können), braucht unter diesen Bedingungen gar nicht näher begründet zu werden. Es geht um Sieg oder Niederlage. Die westlichen Medien schließen sich ganz selbstverständlich der Forderung der "Rebellen " an: Der Diktator muss weg!

Ein drittes Muster besteht darin, hinter Konflikten und Kriegen hauptsächlich ethnische und religiöse Unverträglichkeiten zu vermuten. Durch die Hervorhebung der religiösen Unterschiede zwischen Alawiten (sowie Christen und Schiiten) auf der einen Seite und Sunniten auf der anderen Seite rücken die tatsächlichen Ziele der Parteien – auch jene des Westens – in den Hintergrund. Die Hervorhebung und Anheizung der religiösen Gegensätze bleibt nicht ohne Folgen für das Verhältnis zwischen Sunniten und Schiiten in der gesamten arabischen und islamischen Welt.[5] In der Folge verschlechtern sich nicht nur die Chancen für einen baldigen Waffenstillstand in Syrien, sondern auch für eine Stabilisierung in Krisenländern wie Irak, Libanon, Ägypten und Pakistan.

Begünstigt wird die Einseitigkeit der Berichterstattung noch dadurch, dass sich immer weniger westliche Zeitungen, Radio- und TV-Stationen Korrespondenten vor Ort leisten. Auf der Suche nach Alternativen übernehmen sie einen großen Teil der Nachrichten und Filmberichte von dem in Katar beheimatete Fernsehsender Al Jazeera. Doch Al Jazeera ist parteilich. Er vertritt im Auftrage des Emirs von Katar und – mittelbar – der konservativen Golfstaaten, einschließlich Saudi-Arabiens, einen auf den Sturz Assads und die Schwächung des Iran gerichtete Linie. Deshalb wäre diesen Kräften ein Sieg der sunnitischen Rebellen-Gruppierungen willkommen.[6]

Kriterien für einen konfliktsensitiven Journalismus



Jede Journalistin und jeder Journalist – unabhängig davon, ob sie bzw. er nun in einem westlichen Land oder unmittelbar in einem Krisengebiet lebt und arbeitet – hat die Verantwortung, sich über die Muster und Machtmechanismen Klarheit zu verschaffen, die die Berichterstattung über einen Krieg bzw. Konflikt prägen. Das kann z.B. damit beginnen, sich die eigene Befangenheit bewusst zu machen. Wie Ärzte oder Architekten können und dürfen sich Journalisten nicht auf vielleicht ungünstige Rahmen- und Arbeitsbedingungen berufen. Sie zeichnen letztlich persönlich für die Qualität ihrer Artikel, Wortbeiträge, Fotos und Filme verantwortlich.

Gute Journalisten wissen um die manipulative Macht des Wortes und des Bildes. Sie wissen auch, dass jeder Text – alleine schon bedingt durch die Faktenauswahl, die Fragestellung und die kulturelle Prägung des Verfassers – eine mehr oder weniger starke Tendenz aufweist. Das gilt ebenfalls für Fotos und Filme. Aus dieser Einsicht ergibt sich nicht nur die Aufgabe, sich sehr bewusst und verantwortungsvoll mit den beabsichtigten und nicht beabsichtigten Wirkungen des eigenen Schreibens und Arbeitens für die Konfliktdynamik zu beschäftigen. Es ist die Verantwortung von Journalisten, mit ihrer Berichterstattung gezielt zur Deeskalation, Öffnung und friedlichen Überwindung von Konflikten und Kriegen beizutragen.

Deshalb muss ein Journalist nicht zum "Friedenskämpfer" werden. Es reicht eigentlich völlig aus, die selbstverständlichen Grundlagen und Standards des journalistischen Handwerks hochzuhalten. Dazu gehört u.a., die eigenen Interessen und Vorurteile zu thematisieren, neue Blickwinkel auf einen Konflikt zu eröffnen, nach Verzerrungen und Leerstellen im Puzzle der Berichterstattung zu suchen, Macht- und Gewinninteressen sowie Verantwortlichkeiten offenzulegen, Minderheitenpositionen und Opfer auf allen Seiten zu Wort kommen zu lassen, die Verheerungen und Kosten für Wirtschaft, Umwelt, Kulturschätze und vor allem für das Zusammenleben der Menschen und Gemeinschaften publik zu machen.

Weil letztlich eine irgendwie geartete Rahmung der Berichterstattung über Kriege und Konflikte unvermeidlich ist, plädieren die Vertreter eines konfliktsensitiven Journalismus für eine bewusste Entscheidung, die immer noch weit verbreitete "Kriegsrahmung" in eine "Friedensrahmung" umzuwandeln. Ansatzpunkte dafür sind in der nachstehenden Tabelle zusammengestellt.

Konfliktsensitiver Journalismus
Umfassende und ausgewogene Darstellung des Konflikts Streben nach Korrektheit und Wahrhaftigkeit Fokus auf die beteiligten und betroffenen Menschen Konzentration auf konstruktive Bearbeitungs- und Lösungsansätze
Dualität durchbrechen: Es gibt mehr als zwei Parteien! Eigene Befangenheit verstehen und überwinden. Nicht nur offizielle und Elite-Quellen nutzen. Das Problem sind nicht die Parteien, sondern deren Gewalttätigkeit.
Argumente aller Seiten im Gesamtkontext hinterfragen und einordnen. Ein breites Spektrum an Quellen und Positionen zur Kenntnis nehmen. Keine einseitige Identifikation zulassen und über Situation auf allen Seiten berichten. Nicht nur Gewalt, auch vorhandene Ansätze zur Öffnung und Lösung aufzeigen.
Alle Seiten mit ihren Argumenten zu Wort kommen lassen. Selbst aktiv recherchieren und sich ein unabhängiges Bild erarbeiten. Menschen nicht nur als Opfer, sondern auch als Akteure der Veränderung darstellen. Über positive Ansätze und Gemeinsamkeiten zwischen den Parteien berichten.
Positionen der Parteien nach ihren Interessen und Bedürfnissen beurteilen. Widersprüche innerhalb der verschiedenen Positionen analysieren. Frieden als gesellschaftliche Aufgabe formulieren und den Beitrag der einzelnen Menschen hervorheben. Berichterstattung als konstruktiven Beitrag zum Dialog zwischen den Parteien anlegen.
Quelle: Die Tabelle wurde in Anlehnung an eine Vorlage von Nadine Bilke (2002, S. 79) zusammengestellt.

Literatur



Bilke, Nadine (2002): Friedensjournalismus. Wie Medien deeskalierend berichten können. Münster: Lit Verlag.

Bilke, Nadine (2008): Qualität in der Krisen- und Kriegsberichterstattung. Ein Modell für einen konfliktsensitiven Journalismus, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Galal, Amira (2012): »Der Arabische Frühling und die Medien. Verzerrte Bilder«, Qantara.de, 22.11.2012.

Galtung, Johan (1998): Friedensjournalismus: Was, warum, wer, wie, wann, wo? In: Kempf, Wilhelm /Schmidt-Regener, Irena: Krieg, Nationalismus, Rassismus und die Medien, Münster: Lit Verlag.

Galtung, Johan (2002): Peace Journalism - A Challenge, in: Kempf, Wilhelm; Luostarinen, Heikki (Hrsg.), Journalism and the New World Order, Vol. II: Studying War and the Media, Göteborg: Nordicom, S. 259–272.

Kempf, Wilhelm (2003): Constructive Conflict Coverage. A Social-Psychological Approach, Berlin.

Kempf, Wilhelm /Thiel, Stephanie (2012): »On the interaction between media frames and individual frames of the Israeli-Palestinian conflict«, in: conflict & communication online, Vol. 11, No. 2, S. 1-18.

Krüger, Udo Michael (2002): »Nahostberichterstattung Hauptnachrichten des deutschen Fernsehens«, Bundeszentrale für politische Bildung.

Lippmann, Walter (1998): Public Opinion, New Brunswick.

Lynch, Jake (2002): Reporting the World, in: Conflict & Peace Forums.

Lynch, Jake /McGoldrick, Annabel (2005): Peace Journalism, Stroud: Hawthorn Press.

Meyer, Günter (2012): »Syrien und der Westen Neue Thesen zum Freiheitskampf«, 3sat.de, 17.02.2012.

Ogenga, Fredrick (2012): »Peace Journalism possible in the ‘war’ against terror in Somalia? How the Kenyan Daily Nation and the Standard represented Operation Linda Nchi«, in: conflict & communication online, Vol. 11, No. 2.

Ruhrmann, Georg /Göbbel, Roland (2007): Veränderung der Nachrichtenfaktoren und Auswirkungen auf die journalistische Praxis in Deutschland. Abschlussbericht für Netzwerk Recherche e.V.

Shoemaker, Pamela J. /Reese, Stephen D. (1996): Mediating the Message. Theories of Influence on Mass Media Content, White Plains.

Shoemaker, Pamela J. (2006): News and Newsworthiness: a Commentary, in: Communications, Vol. 31, S. 105-112.

Spencer, Graham (2005): The Media and Peace. From Vietnam to the ‘War on Terror’, Basingstoke.

Thumann, Michael (2013): »Wo Pyramiden schweben können«, in: Die Zeit, Nr. 17, 18.04.2013.

Wolf, Fritz (2011): »Wa(h)re Information? Interessant geht vor relevant«, Studie des Netzwerks Recherche e.V.

Links



Wissenschaftliches Online-Journal zu Themen der konfliktsensitiven und ethischen Berichterstattung über Kriege und Konflikte: »conflict & communication online«

Beispiele für Medieninterventionen in Krisengebieten:»Fondation Hirondelle«

Homepage der kritischen Vereinigung von Journalisten und Journalistinnen »Netzwerk Recherche e.V.«

Friedensjournalistisches Projekt, das in Text- und Fotoreportagen Friedensmacher vorstellt: »Peace Counts«

Homepage des internationalen journalistischen Netzwerks für konfliktsensitive Berichterstattung »PECOJON«

Britischer Think Tank für verantwortlichen Journalismus und Konfliktberichterstattung: »Reporting the World«


Fußnoten

1.
Ruhrmann, Georg /Göbbel, Roland (2007): Veränderung der Nachrichtenfaktoren und Auswirkungen auf die journalistische Praxis in Deutschland, S. 66 ff.
2.
ebd.: S. 67.
3.
Kempf, Wilhelm /Thiel, Stephanie (2012): On the interaction between media frames and individual frames of the Israeli-Palestinian conflict.
4.
Shoemaker, Pamela (2006): News and Newsworthiness, 108 f.
5.
Galal, Amira (2012): Der Arabische Frühling und die Medien.
6.
Meyer, Günter (2012): Syrien und der Westen Neue Thesen zum Freiheitskampf.

 

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