Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in Kairo, 9. April 2011.

Geschichte, Definition, Tendenzen

Gewaltsame innerstaatliche Auseinandersetzungen und Kriege sind eine Variante sozio-politischer Konflikte. Sie sind schwer zu analysieren und ebenso schwer zu bearbeiten, weil sie von vielen verschiedenen Faktoren abhängen. Wie unterscheiden sich ethnopolitische Konflikte von Ressourcenkonflikten? Wie scharf kann man Typen von Konflikten voneinander trennen?

Polizeibeamte in Kandahar, Afghanistan.

Lutz Schrader

Was ist ein Konflikt?

Konflikte sind allgegenwärtig. Doch was ist ein Konflikt? Gibt es einen begrifflichen Kern, den all die verschiedenen Formen gesellschaftlicher und politischer Auseinandersetzungen gemeinsam haben? Weiter...

Menschen kämpfen mit extremem Sturm und Regen im Flüchtlingslager Kibati bei Goma im Osten Kongos. Die kongolesische Regierung lehnte Gesprächsangebote mit Rebellenführer Laurent Nkunda zur Lösung der Krise im östlichen Kongo ab. Dort haben die Kämpfe zwischen Regierung und Rebellen tausende Menschen in die Flucht getrieben, die internationale Hilfe benötigen.

Solveig Richter

Ressourcenkonflikte

Konflikte entstehen dort, wo Ressourcen knapp werden. Und auch da, wo ein Reichtum an Ressourcen große Einnahmen verspricht. Sie können aber auch gemeinsam gelöst werden – und zu mehr Wachstum führen. Weiter...

Ein schwer bewaffneter Soldat patrouilliert in der Innenstadt Mumbais, Indien. Im November 2008 hatte es hier schwere Anschläge von Islamisten gegeben.

Lutz Schrader

Formen und Typen innerstaatlicher Konflikte

In den Medien ist u.a. von Ressourcen- und Modernisierungskonflikten, von ethno-politischen und religiösen Konflikten oder von Macht-, Territorial- und Identitätskonflikten die Rede. Solche Etiketten sind schnell verteilt. Doch gibt es Kriterien, nach denen die Vielfalt sozialer Konflikte geordnet werden kann? Weiter...

Mitglieder der Real Irish Republican Army (RIRA) in Londonderry, Nordirland, am 25. April 2011.

Lutz Schrader

Ethnopolitische Konflikte

Die meisten innerstaatlichen Konflikte sind ethnopolitische Auseinandersetzungen oder haben eine ethnische Dimension. In ihnen werden Aspekte der ethnischen Identität wie Sprache, Kultur und Abstammung überzeichnet und zu Instrumenten der Mobilisierung gegen "die Anderen". Weiter...

Von der kolumbianischen FARC-Guerrilla zerstörte Häuser in Toribio, Kolumbien.

Wolfgang Schreiber

Innerstaatliche Kriege seit 1945

Nach der mal stetigen mal sprunghaften Zunahme innerstaatlicher Kriege nach 1945 ist ihre Zahl seit 1993 rückläufig. 2010 wurden noch 25 innerstaatliche Kriege ausgetragen. Rückblickend zeigt sich, dass diese Kriege besonders in Phasen der Gründung und Konsolidierung von Staaten ausbrechen. Weiter...

Soldaten der chinesischen UNAMID-Truppen in Darfur, Sudan.

Nicolas Schwank

Entwicklung innerstaatlicher Kriege seit dem Ende des Ost-West Konfliktes

Wurden innerstaatliche Kriege vor 1989 hauptsächlich als "Stellvertreterkriege" der Supermächte wahrgenommen, hat sich das Spektrum der Konfliktgegenstände deutlich aufgefächert. Nach dem vorübergehenden Rückgang von Kriegen Mitte der 1990er Jahre ist heute insbesondere eine Zunahme von Konflikten mittlerer Intensität zu beobachten. Weiter...