Ein syrischer Soldat mit einer AK-47 an einem Checkpoint In Damaskus, 21.08.2013.

Geschichte, Definition, Tendenzen

Gewaltsame innerstaatliche Auseinandersetzungen und Kriege sind eine Variante sozio-politischer Konflikte. Sie sind schwer zu analysieren und ebenso schwer zu bearbeiten, weil sie von vielen verschiedenen Faktoren abhängen. Wie unterscheiden sich ethnopolitische Konflikte von Ressourcenkonflikten? Wie kann man verschiedene Konflikttypen voneinander trennen?

29.12.2004: Zerstörung infolge des Tsunami in Banda Aceh, Indonesien.

Lukas Rüttinger

Klimawandel als Risikomultiplikator und Konflikttreiber

Der Klimawandel ist eine Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität aller Staaten und Gesellschaften. Besonders gefährdet sind Länder, die bereits von Fragilität, Konflikt oder Bürgerkrieg betroffen sind. Hier wirkt der Klimawandel als zusätzlicher Risikomultiplikator und Konflikttreiber.

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Ein Junge untersucht Schuhe im Oktober 2005, nach einem Bombenanschlag auf eine schiitische Moschee in Hillah, Irak.

Claudia Baumgart-Ochse

Religionskonflikte zu Beginn des 21. Jahrhunderts

"Der missbrauchte Glaube" – so titelte der Spiegel und beklagte die "gefährliche Rückkehr der Religionen". Kriege, Gewalt, Unterdrückung – all das wird der Religion zugeschrieben. Die Forschung zeigt, dass die Rolle von Religion in Konflikten ambivalent ist und viele Faktoren für ihre Wirkung eine Rolle spielen.

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Polizeibeamte in Kandahar, Afghanistan.

Lutz Schrader

Was ist ein Konflikt?

Konflikte sind allgegenwärtig – von der Familie über das Arbeitsleben bis hin zur internationalen Politik. Doch was ist ein Konflikt? Gibt es einen begrifflichen Kern, den all die verschiedenen Formen gesellschaftlicher und politischer Auseinandersetzungen gemeinsam haben?

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16. Juni 2014: In Mosul demonstrieren Anhänger der islamistischen ISIL (Islamischer Staat im Irak und der Levante).

Nicolas Schwank

Ideologie und Konflikt

Ideologie- und Systemveränderung sind häufige Konfliktgegenstände in innerstaatlichen Gewaltkonflikten. Ideologie umfasst dabei eine große Spannbreite unterschiedlicher werte- und identitätsstiftender Gedankensysteme. Die Instrumentalisierung von Ideologie kann für Rebellenführer große Vorteile haben. Ideologie kann aber auch gewaltvermindernd wirken.

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Menschen kämpfen mit extremem Sturm und Regen im Flüchtlingslager Kibati bei Goma im Osten Kongos. Die kongolesische Regierung lehnte Gesprächsangebote mit Rebellenführer Laurent Nkunda zur Lösung der Krise im östlichen Kongo ab. Dort haben die Kämpfe zwischen Regierung und Rebellen tausende Menschen in die Flucht getrieben, die internationale Hilfe benötigen.

Solveig Richter

Ressourcenkonflikte

Der Kampf um Ressourcen ist mittlerweile die zweithäufigste Konfliktursache. Auch der Einsatz von Gewalt nahm bei diesem Konflikttyp stetig zu. Die Ursachen sind meist vielschichtig und liegen oft primär in politischen Problemen und Auseinandersetzungen.

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Ein schwer bewaffneter Soldat patrouilliert in der Innenstadt Mumbais, Indien. Im November 2008 hatte es hier schwere Anschläge von Islamisten gegeben.

Lutz Schrader

Formen und Typen innerstaatlicher Konflikte

In Medienberichten ist u.a. von Ressourcenkonflikten, von ethno-politischen und religiösen Konflikten oder von Macht- und Identitätskonflikten die Rede. Solche Etiketten sind schnell verteilt. Doch gibt es verallgemeinerbare Kriterien, nach denen die Vielfalt sozialer und politischer Konflikte geordnet und systematisiert werden kann?

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Mitglieder der Real Irish Republican Army (RIRA) in Londonderry, Nordirland, am 25. April 2011.

Geschichte, Definition, Tendenzen

Ethnopolitische Konflikte

Die meisten innerstaatlichen Konflikte sind ethnopolitische Auseinandersetzungen oder haben eine ethnische Dimension. In ihnen werden Aspekte der ethnischen Identität, wie Sprache, Kultur und Abstammung, überzeichnet und zu Instrumenten der Mobilisierung gegen "die Anderen".

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Von der kolumbianischen FARC-Guerrilla zerstörte Häuser in Toribio, Kolumbien.

Wolfgang Schreiber

Innerstaatliche Kriege seit 1945

Aus den Forschungen der Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (AKUF) ergeben sich wichtige Trends in Bezug auf Häufigkeit, Ursachen und Dynamiken innerstaatlicher Kriege. Vor dem Hintergrund der Langfristtrends weist das Jahr 2014 keine besonderen Merkmale auf.

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Soldaten der chinesischen UNAMID-Truppen in Darfur, Sudan.

Nicolas Schwank

Entwicklung innerstaatlicher Kriege und gewaltsamer Konflikte seit dem Ende des Ost-West Konfliktes

Der drastischen Zunahme innerstaatlicher Kriege nach dem Ende des Kalten Krieges folgte Mitte der 1990er Jahren ein deutlicher Rückgang. Inzwischen nimmt ihre Zahl wieder stark zu. Außerdem verbreiten sich Gewaltkonflikte unterhalb der Kriegsschwelle.

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