Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in Kairo, 9. April 2011.

Konfliktporträts

Ein ISAF-Soldat (International Security Assistance Force) der Bundeswehr vom Bravo-Zug der Task Force Kundus patrouilliert in Nawabad (Afghanistan) westlich von Kundus im September 2011.

Lutz Schrader

Innerstaatliche Konflikte zu Beginn des 21. Jahrhunderts

Auch wenn wichtige Fortschritte erzielt wurden: Innerstaatliche Konflikte blieben wohl auch in Zukunft ein zentrales Problem der internationalen Politik, denn jeder innerstaatliche Konflikt hat auch eine regionale und internationale Dimension. Weiter...

U. S. Army Pfc. Geoffrey Whitsitt von Grainville, S.C., Angehöriger der 118. Airborne MP Company steht an einem Kontrollpunkt nahe der Stadt Balisal Afghane, Afghanistan. Die Sicherheit in der Hauptstadt Kabul wurde erhöht, damit Präsident Hamid Karzai in seine zweite Amtszeit eingeweiht werden kann.

Bente Aika Scheller

Afghanistan

Schrittweise gibt die internationale Gemeinschaft die Sicherheitsverantwortung an die afghanische Regierung zurück – und beginnt damit die Vorbereitung für den Abzug ihrer Truppen. Wegen des Vormarschs der Taliban bleibt die Lage im Land aber instabil. Weiter...

Die äthiopische Polizei versucht Journalisten bei der Aufnahme von Bildern, in der nähe des Gebietes von Addis Abeba, zu hindern.

Jan Claudius Völkel

Äthiopien

In Äthiopien sind innerstaatliche und regionale Konflikte eng miteinander verwoben. Eine Hungersnot verschärft seit Sommer 2011 die Situation. Die ethno-politische Föderalisierung hat bislang eher zur Vertiefung ethnischer Grenzen und Zuspitzung der Konflikte geführt. Weiter...

Die baskische Polizei fotografiert einen illegalen Straßenprotest von baskischen Fans während eines Tributes an Gefangene der baskischen bewaffneten Gruppe ETA in der baskischen Stadt Arrasate, Nord-Spanien.

Ingo Niebel

Baskenland

Anfang 2011 verkündete die ETA einen "allgemeinen, dauerhaften und verifizierbaren" Waffenstillstand. Das gibt Hoffnung auf einen möglichen Friedensprozess im Baskenland. Weiter...

Buddhistische Mönche protestieren im September 2007 auf den Straßen von Yangon, 24.07.2007.

Markus Reger

Birma/Myanmar

Der neue Präsident Thein Sein will Birma zwar einer schrittweisen Reformierung des politischen Systems unterziehen. Die dominante Rolle des Militärs bleibt jedoch bestehen. Bewaffnete Auseinandersetzungen in den Gebieten ethnischer Minderheiten haben wieder zugenommen. Weiter...

Buddhistische Mönche auf einem Protestmarsch fordern die Unabhängigkeit Tibets vor internationalen Journalisten in Gansu, China.

Kristin Kupfer

China - Tibet

Nach den Unruhen im März 2008 wurde der Tibet-Konflikt in politisches Fahrwasser gelenkt. Dennoch halten in den autonomen tibetischen Regionen Proteste an. Die vom Dalai Lama vertretene Autonomielösung lehnt die chinesische Führung als "Eingriff in die territoriale Integrität" ab. Weiter...

Eine uigurische Frau mit Kind passiert ein zerstörtes Auto in der Regionshauptstadt Ürümqi (15.07.2009).

Kristin Kupfer

China - Xinjiang

Anspannung und Misstrauen bestimmen weiterhin die Situation in der autonomen Region Xinjiang im Westen Chinas. Am 2. Jahrestag der Unruhen vom Juli 2009 kam es erneut zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen der muslimischen Mehrheit der Uiguren, chinesischen Sicherheitskräften und der han-chinesischen Bevölkerung. Weiter...

Heftige Gefechte hält Millionen Menschen in Abidjan in permanenten Ausnahmezustand gefangen.

Johannes Vüllers

Elfenbeinküste

Beim blutigen Machtkampf um das Präsidentenamt setzte sich der international anerkannte Alassane Ouattara durch. Trotz Festnahme des Rivalens Laurent Gbagbo bleibt die Lage im Land instabil. Alleine die Einliederung von bis zu 11.000 ehemaligen Rebellen und weiten Teilen der Armee in eine gemeinsame nationale Armee stellt eine große Herausforderung dar. Fraglich scheint zudem, wie stark der neue Präsident von den ehemaligen Rebellen abhängig ist. Weiter...

Soldaten der georgischen Ehrengarde halten eine Nationalflagge über den Sarg eines georgischen Soldatens, der während des Kaukasuskriegs in Tiflis umgekommen ist, 28. August 2008.

Marion Kipiani

Georgien

Mit der Eskalation der Grenzscharmützel zwischen Georgien und der abtrünnigen Provinz Südossetien zu einem Krieg (2008) hat sich der Konflikt weiter verhärtet. Russland hat mit der Anerkennung Südossetiens und Abchasiens Tatsachen geschaffen. Georgien sucht seinerseits Beistand bei NATO und EU. Mit ihrer Beobachtermission versucht die EU zur Stabilisierung der Lage beizutragen. Weiter...

Ein Tag nach dem US-Truppen sich aus dem Irak zurückgezogen haben, sind mehrere Bomben in Bagdad explodiert.

Tilman Lüdke

Irak

Seit Dezember 2011 haben sich die US-Truppen aus dem Irak zurückgezogen. Angesichts der Konflikte zwischen den einzelnen Gruppen (sunnitische Araber, schiitische Araber, Kurden) verfestigt sich immer mehr ein dem Libanon vergleichbares politisches System. Weiter...

Demonstranten fordern Rücktritt und strafrechtliche Verfolgung von Präsident Ali Abdullah Saleh in Sanaa, 1.12.2011.

Sebastian Sons

Jemen

Jemen wurde schon sehr früh von der Dynamik des "arabischen Frühlings" erfasst. Doch bisher ist kein Ausweg aus der tiefen innenpolitischen Krise in Sicht. Weiter...

Kaschmiris rufen anti-indische Slogans während einer Demonstration in Srinagar, 21. August  2010.

Katja Schubert / Jakob Rösel

Kaschmir

Nach den Attentaten von November 2008 im indischen Mumbai haben Indien und Pakistan im Februar 2010 ihre Friedensgespräche zur umstrittenen Kaschmir-Region wieder aufgenommen. Selbst ein erneuter Terroranschlag von Juli 2011 in Mumbai hat diesen Prozess nicht gestoppt. Weiter...

Sebastian Rötters

Kolumbien

Kolumbiens Präsident Alvaro Uribe strebte eine militärische Lösung des seit Jahrzehnten andauernden Konflikts an. Die linken Guerillagruppen Farc und ELN konnten zwar zurückgedrängt werden, die Ursachen des Konflikts bleiben aber bestehen. Die Demobilisierung der gegen die Guerilla kämpfenden Paramilitärs entpuppt sich als Farce. Weiter...

Aufgrund von anhaltenden Kämpfen flüchten die Menschen aus ihrem Dorf in der Nähe von Goma, 06. September 2007.

Helge Roxin

Demokratische Republik Kongo

Im Vorfeld seiner Wiederwahl im November 2011 hat Präsident Kabila seine Machtposition verfestigt. Die allgemeine Sicherheitslage hat sich zwar verbessert, dennoch ist der Osten des Landes weiterhin von Instabilität, Gewaltkonflikten und massiven Menschenrechtsverletzungen geprägt. Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und Milizen halten an. Weiter...

Zwei Männer überqueren eine Brücke über den Fluss Ibar in der ethnisch geteilten Stadt Mitrovica im Kosovo (März 2009).

Julia Nietsch

Kosovo

Die Beziehungen zwischen Kosovo-Albanern und -Serben sind weiterhin gespannt. Während der größte Teil des Landes weitgehend stabil ist, hat sich die Lage im Nordkosovo wieder zugespitzt. Dort wehrt sich die von Belgrad unterstützte serbische Mehrheitsbevölkerung mit allen Mitteln gegen Versuche der kosovarischen Regierung, ihre Kontrolle auf das gesamte Staatsterritorium auszudehnen. Weiter...

Eine Demonstrantin mit Tüchern in den kurdischen Nationalfarben rot, gelb und grün protestiert gegen die türkische Militärintervention im Norden Iraks.

Jan Claudius Völkel

Kurdenkonflikt

Die Türkei hat die Rechte der kurdischen Bevölkerung im Zuge der EU-Beitrittsverhandlungen leicht gestärkt. Im Irak genießen sie heute weitreichende Autonomie. Iran respektiert sie kaum als eigene Volksgruppe. In Syrien sind Verbesserungen im Zuge der Unruhen vom Frühsommer 2011 absehbar. Weiter...

Hisbolla-Mitglieder tragen die libanesische und die Fahne der Hisbolla auf einer Parteiveranstaltung zum "Märtyrer-Tag" der Hisbolla im November 2009.

Heiko Wimmen

Libanon

Die Geschichte des Libanon ist geprägt von einem Wechsel zwischen Phasen friedlicher Machtteilung und erbitterten Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Es besteht weiter die Gefahr, dass regionale Konflikte zur Verschärfung der inneren Gegensätze und Gewalt führen. Weiter...

Kämpfer der libyschen Rebellen-Armee in Sirte, 19. Oktober 2011.

Wolfram Lacher

Libyen

Nach dem Zusammenbruch des Gaddafi-Regimes wird die Zukunft des Landes unter anderem davon abhängen, ob die revolutionären Kräfte die ehemals zu Gaddafi stehenden Stämme in die neue Ordnung einbinden. Auch Machtkämpfe innerhalb des revolutionären Lagers bergen erhebliches Konfliktpotenzial. Weiter...

Mitglieder eines Drogen-Kartells bei ihrer Festnahme im Dezember 2011 in Mexiko City.

Karsten Bechle

Mexiko

Seit 2006 eskalierten der Kampf des mexikanischen Staates gegen die Drogenkartelle und die Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Gruppierungen. Mittlerweile kann man schon von einem Krieg sprechen. Allein 2010 starben dabei über 10.000 Menschen. Die militärischen Lösungsversuche sind in eine Sackgasse geraten. Weiter...

Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas besucht die offizielle Eröffnung der Ausstellung "Gaza an der Kreuzung der Zivilisation" im Musée d'Art et d'Histoire in Genf am 26. April 2007.

Margret Johannsen

Nahost

Die PLO will mit dem Aufbau eines eigenen Staates den Friedensprozess neu beleben und von Israel als Partner auf Augenhöhe akzeptiert werden. Israel hingegen setzt auf bilaterale Verhandlungen. Weiter...

Wandgemälde über "The Battle of the Bogside" im Jahre 1969 in Derry. Damals tötete die britische Armee 13 katholische Demonstranten in Londonderry unter umstrittenen Umständen.

Marcel M. Baumann

Nordirland

Die gemeinsame Regierungsarbeit von Sinn Féin und der Democratic Unionist Party (DUP) erweist sich seit mehr als vier Jahren als stabil. Daran konnten auch neue Gewaltausbrüche in den Jahren 2010 und 2011 nichts ändern. Weiter...

Ein Verwundeter des Anschlags am Moskauer Flughafen am 24. Januar 2011.

Regine Heller

Nordkaukasus

Die Gewalt im Nordkaukasus betrifft schon lange nicht mehr nur Tschetschenien. In den letzten Jahren hat eine Ausweitung des Konflikts auf die benachbarten russischen Teilrepubliken stattgefunden. Bei den Gewaltakteuren ist ein Ideologiewandel vom Ethno-Nationalismus zum islamischen Fundamentalismus zu beobachten. Weiter...

Im Oktober 2009 verbrannte die Armee Ugandas ca. 3500 illegale Waffen, die sie LRA-Rebellen und Kriminellen in ganz Uganda abgenommen hatte.

Lioba Lenhart

Nord-Uganda

Trotz des Scheiterns der Friedensverhandlungen zwischen der Regierung und der Lord´s Resistance Army (LRA) ist die Lage in Nord-Uganda ruhig. Die LRA hat die Region verlassen und richtet ihre Aktionen seither gegen die Zivilbevölkerung in Süd-Sudan, Ost-Kongo und der Zentralafrikanischen Republik. Weiter...

Pakistanische Rettungstruppen erreichen das Marriott-Hotel in Islamabad, in dem eine Bombe hochgegangen ist.

Thomas Lehmann / Katja Schubert

Pakistan

Der 2. Mai 2011, die Tötung Osama bin Ladens durch amerikanische Spezialkräfte, stellt für Pakistan einen Wendepunkt im Kampf gegen den Terrorismus dar. Es ist offensichtlich geworden, dass die Regierung nicht mehr die volle Souveränität und Kontrolle im eigenen Land besitzt. Weiter...

Der südafrikanische Präsidenten Thabo Mbeki (mitte) ist bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung von Präsident Robert Mugabe (links) und Oppositionsführer Morgan Tsvangirai (rechts) in Harare dabei am 21.07.2008. 
Das von Südafrika vermittelte Rahmenabkommen legt die Bedingungen für Verhandlungen über eine Koalitionsregierung fest.

Beatrice Schlee

Simbabwe

Simbabwe hat trotz Bildung einer "Regierung der nationalen Einheit" (seit Februar 2009) noch keinen dauerhaften Ausweg aus der humanitären, wirtschaftlichen und politischen Krise gefunden. Die für März 2012 angekündigten Wahlen dürften hieran wenig ändern. Weiter...

Kämpfer der islamistischen al-Shabaab Milizen in Mogadishu.

Markus Virgil Höhne

Somalia

Die Hungerkatastrophe in Somalia hat dem Konflikt im Land eine Wendung gegeben. Die Übergangsregierung konnte sich vorerst gegen die militanten Islamisten durchsetzen, unterstützt durch die AU-"Friedenstruppe" AMISOM. Die islamistischen Milizen hatten die Katastrophe lange geleugnet und durch ihr Verhalten zu deren Eskalation beigetragen. Weiter...

Soldat in Süd-Thailand.

Patrick Ziegenhain

Süd-Thailand

Seit 2004 sind sechs thailändische Regierungen daran gescheitert, die Sezessionsbewegung der muslimisch-malayischen Minderheit im Süden des Landes einzudämmen. Die neue Premierministerin hat im Wahlkampf eine partielle Autonomie in Aussicht gestellt, wogegen die Armeeführung jedoch umgehend Widerstand ankündigte. Weiter...

Nigerianischen Friedenstruppen der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union in Darfur (UNAMID) bereiten sich am 31. Januar 2008 in Süd-Darfur im Sudan auf eine Patrouille vor, um vertriebene Frauen, die außerhalb der Flüchtlingslager Holz sammeln zu beschützen. Die UNAMID-Mission begann im Januar mit dem Ziel, innerhalb von fünf Jahren die Kämpfe in der westsudanesischen Region zu beenden.

Manfred Öhm

Sudan/Darfur

Im Sudan kämpfen verschiedene Gruppen um Macht, Ressourcen und kulturelle Selbstbestimmung. Der Krieg zwischen der islamistischen Zentralregierung und den Rebellen aus der Region Darfur ist Ausdruck dieses Streits. Verhandlungen und Friedensmissionen konnten die Situation bislang nicht verbessern. Weiter...

Proteste gegen Syriens Präsidenten Bashar al-Assad formieren sich in vielen europäischen Städten, wie hier in Wien.

Carsten Wieland

Syrien

Der "Arabische Frühling" hat die Legitimität des syrischen Regimes stark beschädigt. Die anti-imperialistische und anti-israelische Rhetorik des Baath-Regimes kann die Unzufriedenheit großer Teile der Bevölkerung nicht mehr überdecken. Zudem wirken starke externe Interessen im östlichen Mittelmeerraum. Weiter...

Ein eher gering ausgeprägtes Nationalgefühl - dafür große nationale Symbolik: Der 165 Meter hohe Fahnenmast in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe.

Konfliktporträts

Tadschikistan

Die Folgen des Bürgerkriegs von 1992 bis 1997 sind bis heute nicht überwunden. Nach einer deutlichen Verbesserung der Sicherheitslage im ganzen Land kam es zwischen 2009 und dem Frühjahr 2011 in der zentraltadschikischen Gebirgsregion Gharm erneut zu militärischen Auseinandersetzungen. Weiter...

Interaktives Portal

Informationsportal Krieg und Frieden

Informationsportal Krieg und Frieden

Die weltweiten Rüstungsausgaben sind 2010 um 1,3 Prozent gestiegen - auf 1,6 Billionen US-Dollar. Welches Land gibt wie viel für sein Militär aus? Und wer bezieht die meisten Waffen aus Deutschland? Das interaktive Portal liefert Antworten auf sicherheitspolitische Fragen. Weiter...