Ein syrischer Soldat mit einer AK-47 an einem Checkpoint In Damaskus, 21.08.2013.

Konfliktporträts

Deutscher ISAF-Soldat in Straßburg

Lutz Schrader

Innerstaatliche Konflikte zu Beginn des 21. Jahrhunderts

Zwar ist 2015 die Zahl gewaltsamer Krisen und Kriege im Vergleich zum Vorjahr insgesamt konstant geblieben. Doch eine Umkehr des seit zehn Jahren ansteigenden Trends ist nicht in Sicht. Besonders beunruhigend ist die zunehmende Unversöhnlichkeit und Brutalität der Konflikte. Weiter...

Polizist der Afghanistan National Order Civil Police (ANCOP) in der Helmand Province, März 2012.

Thomas Ruttig

Afghanistan

Der bewaffnete Konflikt hält bei hoher Intensität an. Militärische Erfolge der Aufständischen zwingen die internationale Gemeinschaft, ihren Truppenabzug zu überdenken. Ein Neuansatz zu einer politischen Lösung Mitte 2015 schlug fehl. Die neue Regierung hat bisher keinen Ausweg aus der Wirtschaftskrise erreicht. Weiter...

Security guards are seen on the street during the intervention in Alexandria, Egypt, on January 3,2014. Following the friday prayer Egyptians hold anti-coup demonstrations which turned into clashes between protesters and the security forces.

Ola Kubbara, Jan Claudius Völkel

Ägypten

Fünf Jahre nach dem "Arabischen Frühling" sind in Ägypten die alten Verhältnisse wiederhergestellt: Das Militärregime unterdrückt jegliche Opposition. Extremisten verüben Attentate. Die Spirale der Gewalt dreht sich unaufhaltsam und bindet Kräfte, die eigentlich zur Lösung der wirtschaftlichen Probleme gebraucht werden. Weiter...

Die äthiopische Polizei versucht Journalisten bei der Aufnahme von Bildern, in der nähe des Gebietes von Addis Abeba, zu hindern.

Jan Claudius Völkel

Äthiopien

Die mit dem Herrscher-Wechsel 2012 verknüpften Hoffnungen auf inklusivere Ansätze zur Lösung der zahlreichen Konflikte unter Äthiopiens 80 ethnischen Gruppierungen haben sich bislang nicht erfüllt. Im Gegenteil: Die Aussichten auf nachhaltige Konfliktlösungen werden unter der Blende des Wirtschaftsbooms immer geringer. Weiter...

Die baskische Polizei fotografiert einen illegalen Straßenprotest von baskischen Fans während eines Tributes an Gefangene der baskischen bewaffneten Gruppe ETA in der baskischen Stadt Arrasate, Nord-Spanien.

Ingo Niebel

Baskenland

Im Baskenland sind seit 2011 die Bedingungen gegeben, den Konflikt zwischen der Region, der Untergrundorganisation ETA und den Regierungen in Madrid und Paris politisch zu lösen. Aber nur die ETA scheint zu Verhandlungen bereit zu sein. Deshalb stagniert der Prozess. Weiter...

Buddhistische Mönche protestieren im September 2007 auf den Straßen von Yangon, 24.07.2007.

Markus Reger

Birma/Myanmar

Nach der 2010 begonnenen kontrollieren Übergabe der Macht des Militärs an das Parlament und die zivile Regierung hat sich die Konfliktsituation in Birma/Myanmar entspannt. Die Demokratiebewegung erlebt einen neuen Aufschwung. Mit den meisten Minderheiten ist ein Verhandlungsprozess in Gang gekommen. Weiter...

Präsident Pierre Nkurunziza (Mitte) während der Vereidigung des neuen Kabinetts in Bujumbura am 25.08.2015.

Helga Dickow

Burundi

Bei den Präsidentschaftswahlen vom 21. Juli 2015 siegte Amtsinhaber Pierre Nkurunziza mit 69% der Stimmen. Die Entscheidung Nkurunzizas, für eine dritte Amtszeit zu kandidieren, rief schon im Vorfeld der Wahl die Opposition auf den Plan, die die dritte Kandidatur für verfassungswidrig hält – ebenso wie die internationale Gemeinschaft. Nkurunziza reagiert mit Repression. Der Friedensvertrag von Arusha droht zu scheitern. Das Land steht erneut vor einem Bürgerkrieg. Weiter...

Buddhistische Mönche auf einem Protestmarsch fordern die Unabhängigkeit Tibets vor internationalen Journalisten in Gansu, China.

Kristin Kupfer

China - Tibet

Im Jahr 2015 haben sich die Fronten zwischen den Konfliktakteuren rund um die Autonome Region Tibet (TAR) und von mehrheitlich von Tibetern bewohnten Gebieten der westlichen Provinzen der Volkrepublik, Gansu, Sichuan, Yunnan und Qinghai, weiter verhärtet. Weiter...

Eine uigurische Frau mit Kind passiert ein zerstörtes Auto in der Regionshauptstadt Ürümqi (15.07.2009).

Kristin Kupfer

China - Xinjiang

Vor dem Hintergrund des Aufschwungs des "Islamischen Staates" (IS) hat sich auch der Konflikt um die von der islamischen Minderheit der Uiguren besiedelte autonome Provinz im Nordosten Chinas verschärft. Seit März 2014 kam es zu mehreren Anschlägen. Beijing reagierte mit verstärkter Repression. Weiter...

Soldaten der georgischen Ehrengarde halten eine Nationalflagge über den Sarg eines georgischen Soldatens, der während des Kaukasuskriegs in Tiflis umgekommen ist, 28. August 2008.

Marion Kipiani

Georgien

Die Lage in Georgien bleibt gespannt. Wie in der Ukraine versucht Russland, Tatsachen zu schaffen. Gedeckt durch die Präsenz russischer Truppen treiben Abchasien und Südossetien die Bildung unabhängiger Staaten voran. Georgien bemüht sich, der Abspaltung durch humanitäre und wirtschaftliche Kooperation entgegenzuwirken. Weiter...

Graffiti der Communist Party of India in Kolkata, Indien.

Thorsten Wojczewski

Indien

In Indien schwelen seit Jahrzehnten mehrere ethno-politische und religiöse Konflikte. Die wichtigsten sind der maoistische "Volksbefreiungskrieg" der Naxaliten, die Autonomie- und Sezessionsbestrebungen im abgelegenen Nordosten des Landes sowie die Rivalität zwischen den religiösen Gemeinschaften, besonders zwischen Hindus und Muslimen. Weiter...

Schiitische Milizen posieren im Nordirak in der Nähe von Baidschi am 25.10.2015 mit Mörsergranaten des IS.

Achim Rohde

Irak

Der Irak ist in mehrfacher Hinsicht ein gescheiterter Staat. Das Staatsgebiet ist in drei Quasi-Staaten gespalten. Die Verwaltung funktioniert nur noch in den großen Städten. Die Wirtschaft ist im Niedergang begriffen. Soziale Probleme wie Vertreibung, Arbeitslosigkeit und Armut nehmen Überhand. Weiter...

Schiitische Huthi-Rebellen in Sanaa, Jemen, am 22.10.2015.

Sebastian Sons

Jemen

Der Transitionsprozess, der nach den erfolgreichen Protesten des "Arabischen Frühlings" von 2011 eingeleitet wurde, ist gescheitert. In Jemen tobt ein Mehrfrontenkrieg, in den Saudi-Arabien und Katar interveniert haben. Eine politische Lösung ist in weite Ferne gerückt. Im Norden droht eine Hungerkatastrophe. Weiter...

Kaschmiris rufen anti-indische Slogans während einer Demonstration in Srinagar, 21. August  2010.

Katja Schubert / Jakob Rösel

Kaschmir

Nach einer Entspannung in den Jahren 2011-2014 hat sich die Lage in Kaschmir seit 2014 wieder verschlechtert. Die Eskalation resultiert insbesondere aus den Spannungen zwischen Indien und Pakistan. Aber auch auf lokaler Ebene erhalten Unruhen und Proteste immer wieder neue Nahrung. Weiter...

Überraschend lehnte eine knappe Mehrheit die Vereinbarung in einem Referendum am 2. Oktober 2016 ab. Auf dem Bild zu sehen ist Juan Carlos Galindo, Leiter des Nationalregisters, mit dem Muster eines Stimmzettels.

Christiane Schwarz und Alexandra Huck

Kolumbien

Die kolumbianische Regierung und die FARC-Guerilla haben sich auf einen Friedensvertrag geeinigt. Überraschend lehnte eine knappe Mehrheit die Vereinbarung in einem Referendum ab. Dennoch wollen beide Konfliktparteien am Friedensprozess festhalten. Weiter...

Aufgrund von anhaltenden Kämpfen flüchten die Menschen aus ihrem Dorf in der Nähe von Goma, 06. September 2007.

Helge Roxin

Demokratische Republik Kongo

Nach dem Sieg der regulären Armee über die Rebellenbewegung M23 besteht wieder etwas mehr Hoffnung für eine umfassende Lösung der Konflikte im Osten der DR Kongo. In Kinshasa hat sich die Lage seit Längerem beruhigt. Es gibt jedoch weiter massive Menschenrechtsverletzungen. Weiter...

Pristina am 28.11.2015: Oppositionelle Proteste gegen das Abkommen zwischen Serbien und Kosovo.

Julia Nietsch

Kosovo

Die Spannungen zwischen der albanischen Mehrheit und der serbischen Minderheit haben nachgelassen. Die Beziehungen zwischen Kosovo und Serbien normalisieren sich. Kosovo verzeichnet Fortschritte im EU-Integrationsprozess. Doch das innenpolitische Klima bleibt gespannt, und die Lebensbedingungen der Bevölkerung haben sich kaum verbessert. Weiter...

Die Einwohner Surs, ein Viertel der südosttürkischen Stadt Diyarbakir, verlassen ihre Wohnungen. Das umkämpfte Viertel ist seit Monaten Schauplatz von Kämpfen zwischen türkischen Sicherheitskräften und der kurdischen PKK.

Moritz A. Mihatsch

Kurdenkonflikt

Die Lage der Kurden hat sich 2015 insgesamt verschlechtert. In der Türkei und im Iran sind die Konflikte erneut eskaliert. Im Irak kam es verstärkt zu internen Streitigkeiten. In Syrien ist die Situation durch das Auftreten weiterer Konfliktparteien noch komplizierter geworden. Weiter...

Mitglieder von Beirut Madinati ("Beirut ist meine Stadt"), eines Zusammenschlusses von 24 unabhängigen Kandidaten.

Heiko Wimmen

Libanon

Obwohl der Libanon tief in den Syrien-Krieg verstrickt ist, bewahrt das Land mühsam seine Stabilität. Doch die innenpolitischen Probleme haben die rivalisierenden Parteien nicht im Griff. Die Korruption floriert. Weiter...

Eine Autobombe zerstört am 23. April 2013 die französische Botschaft in Tripolis.

Wolfram Lacher

Libyen

Seit dem Sturz von Diktator Gaddafi 2011 ringen in Libyen zahlreiche Gruppierungen um die Macht. Mit dem Ausbruch eines Bürgerkrieges 2014 bildeten sich zwei rivalisierende Regierungen. Die Umsetzung des im Dezember 2015 geschlossenen Abkommens über die Schaffung einer Einheitsregierung stößt auf große Widerstände. Weiter...

Immer häufiger werden Zivilisten Opfer von Terroranschlägen in Mali - so wie im November 2015: Bei dem Anschlag auf ein Hotel und einer Geiselnahme in Malis Hauptstadt Bamako starben mehr als 20 Personen.

Helga Dickow

Mali

Trotz internationaler Friedensmissionen und Vermittlungsbemühungen gelang bislang in Mali kein nachhaltiger Friedensschluss zwischen Regierung und Tuareg-Separatisten. Auch bei der Eindämmung der Kriminalität und des Schmuggels sowie der Terrorgefahr durch radikal-islamistische Kräfte gibt es keine Erfolge. Weiter...

Mitglieder eines Drogen-Kartells bei ihrer Festnahme im Dezember 2011 in Mexiko City.

Karsten Bechle

Mexiko

In Mexiko ist kein Ende des "Drogenkrieges" in Sicht. Der Hauptkonflikttreiber sind die enormen Gewinne, die im Handel mit illegalen Drogen erzielt werden. Doch allein mit einer Liberalisierung der Drogenpolitik lässt sich die Gewalt nicht stoppen. Weiter...

Das Panzerdenkmal in Schuschi, Nagorny-Karabach (Bergkarabach).

Uwe Halbach

Nagorny-Karabach

Anfang April 2016 kam es zu den heftigsten Zusammenstößen zwischen armenischen und aserbaidschanischen Truppen im Konflikt um Nagorny (Berg-)Karabach seit Ende des "ersten" Karabach-Kriegs 1994. Weltweit wächst die Sorge vor einem neuen Krieg in diesem ältesten postsowjetischen Sezessionskonflikt im Südkaukasus. Weiter...

19.02.2016: In Ost-Jerusalem verletzt der 20-jährige Palästinsenser Mohammed Abu Khalaf zwei Grenzpolizisten mit einem Messer und wird daraufhin von Sicherheitskräften erschossen. Das Bild zeigt den Tatort nach der Tat.

Margret Johannsen

Nahost

Gewaltakte jüdischer Siedler, Messerattacken von Palästinensern in Ost-Jerusalem und der West Bank sowie militärische Zwischenfälle im Gaza-Streifen stehen für eine deutliche Verschlechterung des israelisch-palästinensischen Verhältnisses. Mit der Absage der neuen israelischen Regierung an einen Staat Palästina und dem anhaltenden Siedlungsbau sind Verhandlungen unwahrscheinlich. Weiter...

Im März 2015 trat der SWAPO-Politiker Hage Geingob das Amt des Präsidenten an. Viele erhoffen sich von ihm einen konsequenten Kampf gegen die Armut.

Reinhart Kößler

Namibia

Die Dominanz der Swapo-Partei hat die fast reibungslose Transition Namibias gewährleistet. Diese Dominanz hat aber auch ihre Schattenseiten: massive soziale Ungleichheit und mangelnde Aufarbeitung der Konfliktvergangenheit. Mit dem Amtsantritt des dritten Präsidenten, Hage Geingob, verbinden viele die Erwartung einer dynamischeren Politik. Weiter...

Boko Haram-Terroristen auf einem Plakat in Maiduguri, Nigeria.

Heinrich Bergstresser

Nigeria

Der demokratische Machtwechsel im Mai 2015 hat Nigeria vor einer drohenden Staatskrise bewahrt. Präsident Muhammadu Buhari erhielt ein starkes Mandat, mit dem er die drängenden Probleme des Landes angehen kann: islamistischer Terror, gewaltsame Konflikte, hohe Kriminalität, endemische Korruption, Armut. Weiter...

Trotz massiver Bemühungen Moskaus kann die Sicherheitslage im Nordkaukasus nicht als stabil bezeichnet werden: Anschlag auf das zentrale Pressehaus in Grosny im Dezember 2014.

Regine Heller

Nordkaukasus

Der Konflikt im Nordkaukasus hat sich von einem ethno-nationalistischen Unabhängigkeitskampf in Tschetschenien zu einem nationalistisch ausgerichteten Dschihad gewandelt, der die gesamte Region erfasst. Trotz aktuell abnehmender Gewaltintensität ist die Region von einer Stabilisierung oder gar Befriedung noch weit entfernt. Weiter...

Pakistanische Rettungstruppen erreichen das Marriott-Hotel in Islamabad, auf das am 20.08.2008 ein Bombenanschlag verübt wurde.

Thorsten Wojczewski

Pakistan

Die Hoffnungen auf demokratische Konsolidierung und sozio-ökonomischen Entwicklung nach dem Wahlerfolg von Nawaz Sharif 2013 wurden enttäuscht. Terrorismus und gewaltsame Proteste haben Pakistans politische Krise weiter verschärft. Nach verheerenden Terroranschlägen wurde 2014 eine Großoffensive gegen Aufständische und Terroristen gestartet. Weiter...

Philippinische Islamisten der "Moro Islamic Liberation Front" im Jahr 2012.

Jan Martin Vogel

Philippinen - Mindanao

Ein Antiterror-Einsatz, der viele Opfer forderte, löste im Januar 2015 neue Kämpfe zwischen Separatisten und Armee aus. Die Umsetzung eines bereits unterschriebenen Abkommens wird seither vom Parlament verweigert. Ob alle bewaffneten Gruppen sich durch das Abkommen befrieden lassen, bleibt fraglich. Weiter...

Wahllokal in Mbare, Harare, 1. August 2013.

Beatrice Schlee

Simbabwe

Die politische Elite im einstigen Vorzeigeland verharrt in Immobilität. Einmal mehr ist zu sehen, wohin eine ungelöste Nachfolgefrage, das unbedingte Machtstreben einer Partei und ein gescheitertes Konfliktmanagement führen können: Eine gewaltsame Lösung des Konflikts um die Nachfolge des 92-jährigen Präsidenten ist nicht auszuschließen. Weiter...

Kämpfer der islamistischen al-Shabaab Milizen in der Nähe von Mogadishu im Februar 2011.

Dominik Balthasar

Somalia

Die im August 2012 eingesetzte und international anerkannte Regierung blickt einer äußerst ungewissen Zukunft entgegen. Die Fortschritte im Staatsbildungsprozess bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Von der instabilen Situation profitieren radikale Akteure wie die islamistische Miliz Al Shabaab. Weiter...

Der Präsident des Südsudans, Salva Kiir, spricht am 29. September 2014 vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen.

Gihan Abdalla

Südsudan

Der südsudanesische Staat ist 2011 infolge zweier langwieriger Bürgerkriege in Sudan gegründet worden. Die staatspolitische Unabhängigkeit sollte jedoch kein Ende des Krieges bedeuten. Weiter...

Soldat in Süd-Thailand.

Patrick Ziegenhain

Süd-Thailand

Seit über zehn Jahren verüben im Süden Thailands separatistische Organisationen Gewalttaten. Sie fordern die Loslösung der islamisch-malaiisch geprägten Gebiete. Der herrschenden Militärregierung ist es wie schon ihren Vorgängerinnen nicht gelungen, die Gewalt zu reduzieren und den Konflikt einzudämmen. Weiter...

Flüchtlingscamp im Süden Sudans im März 2014.

Manfred Öhm

Sudan/Darfur

Mehrere Verhandlungsrunden und Friedensmissionen konnten den Krieg der darfurischen Rebellen gegen die Zentralregierung bislang nicht eindämmen. Die Rebellen beschränken sich mittlerweile nicht mehr auf regionale Forderungen, sondern verlangen gesamtstaatliche Veränderungen. Der Krieg droht erneut zu eskalieren. Weiter...

18.11.2015: Studenten der Al-Baath Universität in Homs demonstrieren, um ihre Unterstützung für das russische Eingreifen in Syrien zu zeigen.

Carsten Wieland

Syrien

Der Syrien-Krieg hat mehr als 250.000 Menschenleben gefordert und die Hälfte der Bevölkerung (ca. 24 Mio.) zu Flüchtlingen gemacht. Die gemäßigte Opposition wurde zwischen syrischem Regime und IS fast aufgerieben. Die russische Intervention stärkt das Regime, bringt aber auch Bewegung in die Verhandlungen. Weiter...

Ein eher gering ausgeprägtes Nationalgefühl - dafür große nationale Symbolik: Der 165 Meter hohe Fahnenmast in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe.

Konfliktporträts

Tadschikistan

Opposition wird in Tadschikistan nicht geduldet. Gegner und ehemalige Verbündete aus Bürgerkriegszeiten werden durch das Regime von Präsident Rahmon verhaftet, bedroht, militärisch bekämpft oder getötet. Ende September 2015 wurde die letzte Oppositionspartei "Islamische Wiedergeburt" (PIW) verboten und als terroristische Vereinigung eingestuft. Weiter...

Im Februar 2008 versuchten Rebellengruppen, die Regierung Idriss Débys zu stürzen und N’Djamena, die Hauptstadt des Tschad, einzunehmen.

Helga Dickow

Tschad

Im Tschad finden derzeit keine militärischen Auseinandersetzungen statt. Der seit 1990 regierende Präsident Déby unterdrückt jegliche Opposition und nutzt die Erdöleinnahmen, um seine Macht zu festigen. Die Hauptstadt N’Djamena wurde im Juni und Juli 2015 von mehreren islamistischen Selbstmordattentaten erschüttert. Weiter...

Blumenschmuck erinnert an die Opfer des Anschlags in der Nähe der Stadt Sousse, Tunesien. Am 26. Juni 2015 erschoss ein Terrorist beim bislang schlimmsten Terroranschlag in der Geschichte Tunesiens hier 38 Menschen am Strand. Die meisten von ihnen waren britische Touristen. Der Islamische Staat (IS) bekannte sich zu dem Anschlag.

Sarah Mersch

Tunesien

Seit dem Umbruch 2011 ringt Tunesien um einen Weg zur Demokratie. Attentate gegen Politiker, Sicherheitskräfte und Touristen sind Ausdruck andauernder Instabilität. Die neue Verfassung und die relativ transparenten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen sind allerdings ermutigende Zeichen. Weiter...

März 2014: Russische Soldaten ohne Abzeichen besetzen eine ukrainische Kaserne in Perevalnoye auf der Krim.

Andreas Umland

Ukraine

Nach dem Sieg des Volksaufstands "Euromaidan" (2013/14) hat Russland die Schwäche des ukrainischen Staates genutzt, um die Krim zu annektieren und eine Separationsbewegung im Donezbecken zu initiieren und munitionieren. Der Kreml will die Demokratisierung und Westintegration der Ukraine aus innenpolitischen Gründen verhindern. Weiter...

UN-Truppen in Bangui, 25.September 2014.

Helga Dickow

Zentralafrikanische Republik

Seit dem Sturz Präsident Bozizés im März 2013 erlebt die Zentralafrikanische Republik eine Welle der Gewalt. Ihre staatlichen Strukturen sind inzwischen fast völlig verschwunden. Weder der Übergangsregierung unter Präsidentin Samba-Panza noch internationalen Missionen gelingt es, das Land zu stabilisieren. Weiter...

 

Interaktives Portal

Informationsportal Krieg und Frieden

Die weltweiten Militärausgaben sind 2013 leicht zurückgegangen - auf 1,7 Billionen US-Dollar. Welches Land gibt wie viel für sein Militär aus? Und wer bezieht die meisten Waffen aus Deutschland? Das interaktive Portal liefert Antworten auf sicherheitspolitische Fragen. Weiter... 

Trauernde Eltern in Syrieneuro|topics-Debatte

Eskalation im syrischen Bürgerkrieg

Nach Berichten über einen Giftgasangriff in der Nähe von Damaskus erwägen die USA einen Militäreinsatz gegen das Regime von Baschar al-Assad. Was kann eine Intervention der internationalen Gemeinschaft im syrischen Bürgerkrieg bewirken? Weiter... 

Ägyptische Sicherheitskräfte in der Nähe der al-Fateh Moschee am Ramses Platz in Kairoeuro|topics-Debatte

Ägypten in der Hand der Militärs

Ägyptens Generäle verteidigen nach dem Putsch gegen den gewählten Präsidenten Mursi ihre Macht mit aller Härte. Die Sicherheitskräfte gehen unnachgiebig gegen Muslimbrüder vor. Bereitet das Militär den Weg für Neuwahlen oder ist der Arabische Frühling in Kairo am Ende? Weiter... 

Koalition gegen den IS: v. l. n. r. der ägyptische Außenminister Sameh Shukri, der kuwaitische Außenminister Sabah Al-Khalid al-Sabah, der saudische Außenminister Prince Saud al-Faisal, der amerikanische Außenminister John Kerry, der Außenminister Omans, Yussef bin Alawi bin Abdullah, der Außenminister Bahrains, Sheikh Khaled bin Ahmed al-Khalifa und der libanesische Außenminister Gebran Bassil am 11.09.2014 in Jiddah, Saudi Arabien.euro|topics-Debatte

Breites Bündnis gegen IS

Rund 40 Staaten haben sich unter US-Führung zusammengeschlossen, um die Terrormiliz IS zu bekämpfen. Sie soll unter anderem mit Luftschlägen und der Unterstützung gemäßigter syrischer Rebellen gestoppt werden. Steht ein neuer Anti-Terror-Krieg bevor? Weiter... 

Der syrische Präsident Assad während eines Interviews mit der BBC, 08.02.2015.euro|topics-Debatte

Kein Frieden ohne Assad?

Angesichts der Flüchtlingskrise rückt der Krieg in Syrien wieder stärker in den Fokus. Einige Länder erwägen Luftschläge gegen IS-Stellungen, andere eine Zusammenarbeit mit dem Assad-Regime. Wie können die Ursachen der Flucht von Millionen Syrern bekämpft werden? Weiter... 

Dossier

Sicherheitspolitische Presseschau

Die Anschläge vom 11. September haben die Welt verunsichert. Seit 2001 stellt die bpb eine ausführliche und kommentierte Linkliste zusammen zu den Folgen des Terrorismus und den verschiedenen Aspekten der internationalen Sicherheitspolitik. Weiter...