US-Soldaten in Afghanistan

Sicherheitspolitische Presseschau

Sicherheitspolitische Presseschau

Linkliste "Internationale Sicherheitspolitik und die Folgen des Terrors"


Die Anschläge vom 11. September 2001 haben die Welt verunsichert. Weltweit wird über die Ursachen und Folgen diskutiert. Woher kommt der Terrorismus? Wer sind seine Akteure? Gibt es einen Kampf der Kulturen? Wie kann eine internationale Sicherheitspolitik gestaltet werden? Und wie verhalten sich Freiheit und Sicherheit in Zeiten terroristischer Bedrohungen zueinander?

Seit 2001 stellt die bpb eine ausführliche und kommentierte Linkliste zusammen zu den Folgen des Terrorismus und den verschiedenen Aspekten der internationalen Sicherheitspolitik. Im Archiv finden Sie alle Texte, die seit 2011 gesammelt wurden. Das Archiv enthält auch Links, die nicht mehr funktionieren oder auf Texte verweisen, die nicht mehr frei erreichbar sind.

Diese Linksammlung stellt keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb dar, d.h. die Aufnahme in die Liste bedeutet z.B. nicht, dass die bpb mit den Meinungen auf den jeweiligen Websites übereinstimmt. Ziel dieser täglichen Übersicht ist es, eine Orientierung über die Bandbreite der internationalen Diskussionen und Positionen zu sicherheitspolitischen Fragen, den Folgen des Terrorismus und den damit verbundenen aktuellen Entwicklungen in Politik und Gesellschaft mit zu ermöglichen.

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe der Presseschau

Links vom 08.12.2019

2.1. Deutschland / Europa

Council on Foreign Relations vom 05.12.2019

"Can the Paris Summit End Ukraine’s War?"

https://www.cfr.org/in-brief/can-paris-summit-end-ukraines-war

Robert McMahon mit einem Hintergrundbericht zum heutigen Ukraine-Gipfel im Normandie-Format in Paris. "Prospects for a diplomatic breakthrough are slim, experts say. More likely to happen at Paris is progress on smaller steps such as facilitating prisoner exchanges, easing movement across the makeshift front lines, and opening economic links with the separatist enclaves. The talks will also mark the first face-to-face meeting between Zelensky and Russian President Vladimir Putin, which will be closely watched for any progress on allowing Russian natural gas to transit through Ukraine. The countries’ current transit deal expires on December 31."

Mehr lesen


OilPrice.com vom 04.12.2019

"Russia-Ukraine Fallout Won’t Threaten Security Of EU Gas Supply"

https://oilprice.com/Latest-Energy-News/World-News/Russia-Ukraine-Fallout-Wont-Threaten-Security-Of-EU-Ga
s-Supply.html

Das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln (EWI) ist Tsvetana Paraskova zufolge in einer Studie zu dem Schluss gekommen, dass die Gasversorgung Europas vom andauernden Disput über den Transport von russischem Erdgas durch die Ukraine nicht beeinträchtigt werden wird. "Even if Russia and Ukraine were to fail to reach an agreement on the natural gas transit through Ukraine onto Europe, the security of gas supply in the European Union (EU) will not be materially threatened, the Institute of Energy Economics (EWI) at the University of Cologne said in a study on Wednesday. The current ten-year gas transit agreement between Russia and Ukraine expires on December 31, 2019. The parties need to reach a new agreement by that date to set the terms of deliveries of Russian gas to Europe via Ukraine’s territory. (…) Even if talks fail to reach an agreement and gas supply via Ukraine is interrupted, as it was in 2009, the EU will not see its gas supply security threatened because of sufficient infrastructure, good market integration, storage inventories high enough to handle additional withdrawals, and liquefied natural gas (LNG) imports, according to the study."

Mehr lesen


War on the Rocks vom 04.12.2019

"How to Stabilize Ukraine Long Term? Securitize Well-Being"

https://warontherocks.com/2019/12/how-to-stabilize-ukraine-long-term-securitize-well-being/

Nach Ansicht der Sozialwissenschaftler Cynthia Buckley, Ralph Clem und Erik Herron sollte die US-Regierung die Ukraine künftig weniger durch Militärhilfe als durch zivile Programme zur Verbesserung des allgemeinen Lebensstandards und des gesellschaftlichen Engagements unterstützen. "Why? Because when people have confidence that their government is delivering basic services such as health care and education, and also ensuring that elections take place in a free and fair manner, they are more supportive of the state and more resistant to attempts to undermine the government’s legitimacy. These are components of what social scientists refer to as state capacity. In our view, state capacity — the means by which human security issues and challenges are addressed — should properly be seen as part of the state’s overall security architecture; that is, it can and should be securitized. (…) The most recent Gallup World Poll showed that only 9 percent of Ukrainian citizens had confidence in their national government, the lowest of any country globally by far. A large part of that dismal number owes, of course, to the debilitating effects of corruption, misgovernance, and the hybrid and kinetic destabilization efforts of neighboring Russia. The Ukrainian state has failed to provide adequately for its citizens. Absent major enhancements in state capacity, Ukrainians will continue to lack confidence in their government."

Mehr lesen


Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 06.12.2019

"Mutmaßlicher Täter womöglich in Gefahr"

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/tiergarten-mord-an-georgier-mutmasslicher-taeter-in-gefahr-165
22992.html

Der Bundesnachrichtendienst habe einen Hinweis erhalten, dem zufolge der inhaftierte Tatverdächtige im Fall des sogenannten Tiergarten-Mordes in Gefahr sein könnte, berichtet die F.A.Z. "So sei damit zu rechnen, dass der mutmaßliche Mörder in der Haft gezielt getötet werden könnte, hieß es in dem Bericht vom Freitag – 'und zwar auf Betreiben von derjenigen staatlichen Stelle in Russland, die ihn als Killer beauftragt haben soll'. Der 49-Jährige sei deshalb in eine andere Haftanstalt verlegt worden. Auch die 'Berliner Morgenpost' berichtete von einer Verlegung des Untersuchungshäftlings. Demnach sei das Landeskriminalamt in einer Sicherheitsanalyse zu dem Schluss gekommen, dass der Verdächtige in Gefahr schwebe. In der Folge soll er von der Haftanstalt Moabit nach Tegel verlegt worden sein. Die Tageszeitung beruft sich auf eine 'mit dem Fall vertraute Person'."

Mehr lesen


Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 06.12.2019

"Die Bausätze des Hasses"

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/merkels-besuch-in-auschwitz-die-bausaetze-des-hasses-16522578.
html

Berthold Kohler warnt nach dem Auschwitzbesuch von Bundeskanzlerin Merkel vor den "Bausätzen des Hasses und der Aufwiegelung, die in den Echokammern der Rassisten und Antisemiten zusammengestellt werden. (...) Diesen Strömungen gilt es mit aller Kraft entgegenzuwirken, nicht nur in Deutschland. Auch in anderen Teilen Europas zeigt sich ein nicht selten ins Chauvinistische abrutschender Nationalismus, in dessen Schatten der Antisemitismus gedeiht. Die Lehre von Auschwitz aber lautet: Wehret den Anfängen!"

Mehr lesen


Tagesspiegel vom 06.12.2019

"Die Rückkehr des Stammesdenkens"

https://www.tagesspiegel.de/kultur/ueber-den-neuen-nationalismus-die-rueckkehr-des-stammesdenkens/2530490
4.html

Der deutsch-türkische Schriftsteller Zafer Senocak schreibt, dass "Rechtsradikale, Islamisten und Erdogan-Bewunderer" die Wut auf die offene Gesellschaft eine. Abschottung und Ausschlussverfahren seien allerdings keine geeigneten Gegenmaßnahmen. "Kann der national empfindende Deutsche heute sich freimachen von dem xenophoben Erbe seiner Gesinnung? Wo verläuft die Grenze zwischen einer Rückbesinnung auf deutsche Tugenden und des Deutschtums und der Anerkennung der freiheitsfeindlichen und verbrecherischen Tendenzen des deutschen Nationalismus? Diese Fragen erscheinen nicht lösbar jenseits klarer Grenzziehungen und strenger Ausschlussverfahren. Doch starre Grenzen werden das Denken verengen, die Debatten ärmer machen und die Gesellschaft nicht sicherer. Vor allem nagen sie bereits jetzt an unserem Selbstverständnis als freisinnige Demokraten. Wir sind dazu verdammt Auswege zu suchen, aus dieser Formel der einfachen, sich gegenseitig ausschließenden Gegensätze. Wir waren in den letzten Jahrzehnten vorschnell dabei, nein zu sagen, als es darum ging, die Türkei an Europa anzunähern. Und der Deutsche, der im Westen froh und dankbar war, die Last seiner Geschichte in das aufglitzernde Paket des Wirtschaftswunders zu packen, wie geht er heute mit dem Deutschen aus dem Osten um, der diese Erfahrung nicht teilt?"

Mehr lesen


2.2. USA

Deutsche Welle vom 07.12.2019

"Saudi tötet auf US-Stützpunkt drei Menschen"

https://www.dw.com/de/saudi-t%C3%B6tet-auf-us-st%C3%BCtzpunkt-drei-menschen/a-51566049

Die Deutsche Welle berichtet über den Anschlag eines Angehörigen der saudi-arabischen Luftwaffe auf dem Militärstützpunkt Pensacola im US-Bundesstaat Florida. "Das Motiv des Täters ist unklar. Die Bundespolizei FBI übernahm die Ermittlungen. Laut Medienberichten wird ein möglicher terroristischer Hintergrund geprüft. (...) Die Zeitung 'New York Times' berichtete unter Berufung auf Ermittlerkreise, sechs Saudi-Araber seien nach dem Schusswaffenangriff festgenommen worden. Drei von ihnen hätten die ganze Tat gefilmt. Dem Bericht zufolge war der Schütze mit einer vor Ort gekauften Pistole vom Typ Glock 9mm bewaffnet. Sie war mit einem größeren Magazin ausgestattet. Außerdem habe er vier bis sechs weitere Magazine bei sich gehabt. Es sei unklar, wie die Waffe auf das Militärgelände gelangt sei, sagte Kinsella. Nur Mitglieder der Sicherheitskräfte dürften Waffen mit auf den Stützpunkt bringen."

Mehr lesen


The American Conservative vom 07.12.2019

"Trump’s Saudi First Response To The Pensacola Attack"

https://www.theamericanconservative.com/larison/trumps-saudi-first-response-to-the-pensacola-attack/

Nach den tödlichen Schüssen eines Mitglieds der saudi-arabischen Luftwaffe auf dem US-Militärstützpunkt in Pensacola habe sich US-Präsident Trump sofort schützend vor die Saudis gestellt, schreibt Daniel Larison. "The Pensacola shooting was a treacherous attack carried out by a member of the Saudi military against U.S. officers on American soil. The only reason that this man was in the U.S. at all was so that he could receive pilot training that he would probably have gone on to use in the service of the kingdom’s despicable bombing campaign in Yemen. The attack calls into question the Saudi military’s vetting of its own officers and the U.S. military’s scrutiny of the officers that it accepts into its training programs. This Saudi officer should never have been in the U.S., and it is a serious failure by both governments that he was allowed to participate in this program. (…) This is the latest in a series of episodes in which the president parrots the Saudi line, because he has been determined to appear subservient before the Saudi government whenever there has been an opportunity to do so. One might think that an attack on a U.S. military base by a Saudi officer would be an occasion when he would make an exception, but it is not."

Mehr lesen


BBC vom 04.12.2019

"Trump impeachment inquiry: The case for and against"

https://www.bbc.com/news/world-us-canada-50663128

Nach der Anhörung vor dem Justizausschuss des US-Repräsentantenhauses in der vergangenen Woche hat die BBC die vorgebrachten Argumente gegenübergestellt, die für bzw. gegen eine Amtsenthebung des US-Präsidenten sprechen. Anthony Zurcher fasst zusammen: "Democrats - because they have a majority on the committed - selected three of the participants. Not surprisingly, they all agreed that Donald Trump's conduct constituted impeachable offences. Jonathan Turley, picked by the Republicans, acknowledged that the president's actions were far from 'perfect,' but lamented the anger in American politics and warned that action in this case would dangerously lower the bar for impeachable conduct for future presidents."

Mehr lesen


2.4. Naher und Mittlerer Osten, Maghreb

Tageszeitung vom 06.12.2019

"Revolte auf drei Rädern"

https://taz.de/Protest-im-Irak/!5643962/

Karim El-Gawhary berichtet in seiner Reportage über die andauernden Proteste im Irak über die besondere Rolle von Tuk-Tuk-Fahrern, die sich regelmäßig in Gefahr begeben, um verletzte oder getötete Demonstranten zu bergen. "Es sind diese Tuk-Tuks, die bei den Protesten im Irak überall zu sehen sind. Wenn Demonstranten vor den Schüssen der Sicherheitskräfte flüchten, brettern die dreirädrigen Motorrikschas in die Gegenrichtung an die Front der Auseinandersetzungen, um Verletzte und Tote zu bergen. 19.000 Verletzte und über 400 Tote haben sie in den letzten Wochen schon aus der Schusslinie gebracht, seitdem die Protestbewegung gegen staatliche Misswirtschaft und Korruption weite Teile des Landes erfasst hat."

Mehr lesen


2.5. Zentral- und Ostasien

Süddeutsche Zeitung vom 06.12.2019

"Auch abscheuliche Verbrechen rechtfertigen keine Lynchjustiz"

https://www.sueddeutsche.de/politik/indien-lynchjustiz-vergewaltigung-polizei-1.4712669

In Indien seien vier mutmaßliche Vergewaltiger durch die Polizei unter nebulösen Umständen erschossen worden, berichtet Arne Perras aus Singapur. Die Bevölkerung habe den Vorfall gefeiert, in einem Rechtsstaat dürfe dies jedoch nicht passieren. "So sehr man die wachsende Wut über Gewalt gegen Frauen in Indien nachvollziehen kann, so gefährlich wäre es, Lynchjustiz als geeignete Antwort auf solche Verbrechen zu feiern. Sicherlich, noch ist unklar, wie genau die vier Männer starben. Die Polizisten wollen in Notwehr gehandelt haben, aber es wirft viele Fragen auf, da sich die Verdächtigen längst in Untersuchungshaft befanden. Wurden sie hingerichtet und die Umstände anschließend manipuliert? Der Staat muss um seiner Glaubwürdigkeit willen den Fall von unabhängigen Ermittlern untersuchen lassen. Falls es sich doch herausstellen sollte, dass die Beamten als eigenmächtige Vollstrecker handelten, muss der Staat das ahnden. Andernfalls setzte der Fall von Hyderabad das gefährliche Signal, dass es gut und richtig sei, wenn Einzelne das Recht selbst in die Hand nehmen und Menschen richten."

Mehr lesen


2.8. Mittel- und Lateinamerika

Zeit Online vom 07.12.2019

"Drogenkartelle doch keine Terrororganisationen"

https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-12/donald-trump-drogenkartelle-terrororganisation-usa-mexiko

US-Präsident Trump will die mexikanischen Drogenkartelle auf Drängen der Regierung in Mexico City nun doch nicht als Terrorgruppen einstufen. "Trump hatte vergangene Woche angekündigt, härter gegen Drogenkartelle vorgehen zu wollen. Eine Einstufung als Terrororganisation, beispielsweise wie die dschihadistische Gruppe Al-Kaida oder die Terrormiliz 'Islamischen Staat' (IS), hätte der US-Regierung zusätzliche Möglichkeiten bei der Bekämpfung der Kartelle eröffnet. So wäre es nach US-Recht dann möglich, direkte Maßnahmen in Mexiko zu ergreifen. Die Regierung Mexikos lehnt eine solche Einmischung der USA jedoch ab. Staatschef López Obrador hatte sich klar gegen einen bewaffneten US-Einsatz gegen die mexikanischen Drogenkartelle ausgesprochen."

Mehr lesen


3. Bündnisse und internationale Diplomatie

The National Interest vom 07.12.2019

"North Korea Declares: 'Denuclearization Is Already Gone Out of the Negotiating Table'"

https://nationalinterest.org/blog/korea-watch/north-korea-declares-denuclearization-already-gone-out-nego
tiating-table-103197

Nordkorea hat angekündigt, dass eine nukleare Abrüstung des Landes in kommenden Verhandlungen mit den USA keine Rolle mehr spielen soll. Daniel R. DePetris kommentiert: "If one had a smidgeon of hope that North Korea’s denuclearization was still a realistic option, it might have evaporated this weekend. Days after a number of senior North Korean officials castigated President Trump for pulling the 'Rocket Man' monicker off the shelf, it sure looks like North Korea’s ambassador to the United Nations put the final nail in the denuclearization coffin. 'We do not need to have lengthy talks with the U.S. now and denuclearization is already gone out of the negotiating table,' Kim Song said (…) If Trump is shocked at the news, he hasn’t been paying very much attention over the preceding 18 months. Two summits, one meeting at the Demilitarized Zone, one joint declaration, several letters, and happy words about friendship later, North Korea is no closer today to the proverbial denuclearization than it was when Trump swore the oath of office. If anything. Pyongyang has only gotten further away; Stanford University’s Siegfried Hecker, Robert Carlin, and Elliot Serbin have assessed that in 2018, the North generated uranium and plutonium for an additional 5-7 nuclear weapons. (…) Trump, with a tough election year ahead of him, will now be deprived of the magical denuclearization deal he likely hoped to use on the stump as an example of his negotiating acumen."

Mehr lesen


Al-Monitor vom 06.12.2019

"Intel: How US just contradicted its own justification for arming the Saudis in Yemen"

https://www.al-monitor.com/pulse/originals/2019/12/intel-state-department-saudi-war-yemen-justification.h
tml

Ein leitender Mitarbeiter des US-Außenministeriums hat den Huthi-Rebellen in Jemen in einem Pressegespräch die Unabhängigkeit vom Iran bescheinigt. Bryant Harris schreibt, dass damit die Begründung für die amerikanische Unterstützung des von Saudi-Arabien angeführten Kriegs in Jemen entkräftet worden sei. "'The Houthis’ de-escalation proposal, which the Saudis are responding to, shows that Iran clearly does not speak for the Houthis, nor have the best interests of the Yemeni people at heart,' the department’s Iran coordinator Brian Hook told reporters at the State Department. 'Iran is trying to prolong Yemen’s civil war to project power.' (…) Former US diplomats insist that the Houthis’ independence from Iran was always well known. 'Look, we have said all along that the Houthis are pursuing Houthi objectives,' Gerald Feierstein, who served as ambassador to Yemen from 2010 to 2013, told Al-Monitor this week. 'And the fact that they cooperate with the Iranians, and the Iranians help the Houthis because the Iranians see advantage in using the Houthis to pressure Saudi Arabia, all of that is true. But the Houthis have never been proxies of Iran. They never followed Iranian leadership guidance.'"

Mehr lesen


4. Militär und bewaffnete Konflikte

Deutschlandfunk vom 07.12.2019

"Geboren in Polen, Soldat bei der Bundeswehr"

https://www.deutschlandfunk.de/soldaten-mit-migrationshintergrund-geboren-in-polen-soldat.1773.de.html?dr
am:article_id=465293

Sebastian Engelbrecht zufolge kommen etwa 15 Prozent der Bundeswehr-Soldaten aus Einwandererfamilien. "Christina Routsi [Sprecherin im Bundesverteidigungsministerium] schätzt, dass heute 15 Prozent der Soldaten aus Einwandererfamilien kommen – das wären rund 27.000. Folgt man Christina Routsi, dann funktioniert die Integration der Soldatinnen und Soldaten mit Migrationshintergrund gut. 'Ich glaube, da gibt es gar nichts zu integrieren. Ich bin Teil des Teams Bundeswehr, und ob ich da jetzt eine, zwei oder drei Staatsbürgerschaften habe, ist aus meiner Sicht egal. Ich habe etwas geschworen, was mir am Herzen liegt, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu verteidigen hier in meinem Land.' (…) Fälle von Diskriminierung gegen Soldaten aus Einwandererfamilien sind im Bericht des Wehrbeauftragten des Bundestags für das Jahr 2018 dokumentiert. In vielen Fällen ließen sich die Diskriminierungen nicht nachweisen, da es keine Zeugen gebe. Oder sie schwiegen – aus Loyalität zu den Tätern, schreibt der Wehrbeauftragte."

Mehr lesen


5. NSA / Überwachung / Big Data

Zeit Online vom 07.12.2019

"Wenn grenzenlose Verbrecherjagd zur Bedrohung wird"

https://www.zeit.de/digital/internet/2019-11/e-evidence-verordnung-elektronische-beweismittel-daten-digit
alisierung-usa

Lisa Hegemann kritisiert die neue E-Evidence-Verordnung für EU-Ermittler als Gefahr für die Grundrechte der Bürger. "Ein deutscher Staatsanwalt oder eine Richterin könnten dann künftig direkt Daten von Facebook anfordern, ohne dass irische Behörden involviert werden müssten. Und weil das Internet bekanntlich nicht auf Europa begrenzt ist, hat die EU parallel auch noch Verhandlungen mit den USA über den Austausch elektronischer Beweise begonnen. (…) für eine Datenauskunft reicht schon der Verdacht. Gerät also ein Deutscher in Schweden ins Visier von Ermittlerinnen und Ermittlern, könnten die bei Facebook anfragen, wann sich die Person das letzte Mal eingeloggt hat und von welchem Gerät. Das Problem: Selbst wenn die Person letztlich nicht die Täterin ist, hat sie keine direkte Möglichkeit, sich dagegen zu wehren – die Diensteanbieter sollen betroffene Personen nicht über die Datenweitergabe informieren, die Polizei macht das erst nach Abschluss der Ermittlungen. Das könnte die Rechte des Individuums beeinträchtigen. Denn Deutschland hat andere nationale Grundrechte als beispielsweise Ungarn."

Mehr lesen


Neue Zürcher Zeitung vom 05.12.2019

"Es gibt Cyberrisiken, die wir noch gar nicht kennen"

https://www.nzz.ch/schweiz/cyber-defence-campus-leiter-vincent-lenders-im-gespraech-ld.1526501

Stefan Betschon hat sich mit Vincent Lenders, Leiter des Cyber-Defence-Campus, über die Früherkennung von Cyberrisiken und den Schutz der Schweizer Informatik-Infrastrukturen unterhalten. "Es ist oftmals so, dass zuerst etwas passieren muss, bevor man klug wird. Das ist nicht nur in der Cybersicherheit so. (…) Schauen Sie sich die Stromversorgung an. Das ist eine dezentrale Infrastruktur, an der viele Player beteiligt sind, die mit vielen Zulieferern zusammenarbeiten. Vielleicht gibt es hier Risiken, die man nicht kennt? Als Folge der Digitalisierung gibt es Abhängigkeiten, die sich nicht mehr überblicken lassen. Denken Sie nur an das Internet of Things: Vielleicht kann ein simpler Hackerangriff ein Türschloss sperren. Wenn das jetzt Ihre Garage ist, ist das aus Schweizer Sicht vielleicht okay. Aber wenn diese Tür zu einem Gebäude führt, das Teil der kritischen Infrastruktur ist, kann dies sehr, sehr schlimm sein. Es gibt immer mehr solche Angriffspunkte, die schwer schützbar sind, weil sie als Angriffspunkte nicht zu erkennen sind."

Mehr lesen



Diese Liste wird an jedem Tag unter der Woche ergänzt. Wenn Sie weitere Texte im Internet finden, auf die wir in unseren verschiedenen Rubriken noch nicht hingewiesen haben und die für andere Nutzer interessant sein könnten, bitten wir um einen Hinweis entweder an: schilling@bpb.de oder an presseschau@buero-fuer-neues-denken.de

Im Archiv finden Sie alle Texte, die seit 2001 gesammelt wurden. Das Archiv enthält auch Links, die nicht mehr funktionieren oder auf Texte verweisen, die nicht mehr frei erreichbar sind. Wir haben uns der Vollständigkeit wegen entschlossen, alle Links im Archiv zu halten.

Diese Linksammlung stellt keine Meinungsäußerung der bpb dar, d.h. die Aufnahme in die Liste bedeutet nicht, dass die bpb mit den Meinungen auf den jeweiligen Websites übereinstimmt. Ziel dieser täglichen Übersicht ist es vielmehr, eine Orientierung über die Bandbreite der internationalen Diskussionen und Positionen zu den Folgen des 11.9. und den damit verbundenen aktuellen Entwicklungen in Politik und Gesellschaft mit zu ermöglichen.


Hier finden Sie die Redaktion der Sicherheitspolitischen Presseschau.

Mehr lesen

Internationales

Internationales

Europa, Asien, Afrika, Amerika und weltweite Phänomene und Institutionen. Die bpb bietet ein breites Angebot zu internationalen Themen.

Mehr lesen

Online-Angebot

Informationsportal Krieg und Frieden

Wo gibt es Kriege und Gewaltkonflikte? Und wo herrscht am längsten Frieden? Welches Land gibt am meisten für Rüstung aus? Sicherheitspolitik.bpb.de liefert wichtige Daten und Fakten zu Krieg und Frieden.

Mehr lesen auf sicherheitspolitik.bpb.de

Dossier

Innerstaatliche Konflikte

Vom Kosovo nach Kolumbien, von Somalia nach Süd-Thailand: Weltweit schwelen über 280 politische Konflikte. Und immer wieder droht die Lage gewaltsam zu eskalieren.

Mehr lesen

Zahlen und Fakten

Globalisierung

Kaum ein Thema wird so intensiv und kontrovers diskutiert wie die Globalisierung. "Zahlen und Fakten" liefert Grafiken, Texte und Tabellen zu einem der wichtigsten und vielschichtigsten Prozesse der Gegenwart.

Mehr lesen

Publikationen zum Thema

Coverbild Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert

Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert

Die internationale Sicherheit ist fragil und bedroht. Wie können und müssen demokratische Systeme ...

Internationale Sicherheitspolitik Cover

Internationale Sicherheitspolitik

Seit Ende des Ost-West-Konflikts hat sich die internationale Sicherheitspolitik deutlich verändert....

Das Herz verlässt keinen Ort, an dem es hängt

Das Herz verlässt keinen Ort, an dem es hängt

16 Autor*innen aus Krisengebieten wünschen sich für ihre Zukunft weiterschreiben zu können. In di...

Sicherheitspolitik verstehen

Sicherheitspolitik verstehen

Wie sieht eine zeitgemäße Sicherheitspolitik angesichts einer zunehmend komplexer werdenden und st...

Am Hindukusch – und weiter?

Am Hindukusch – und weiter?

Ende 2014 zogen die letzten deutschen ISAF-Truppen aus Afghanistan ab. Dieser Band zieht Bilanz, fra...

Zum Shop