US-Soldaten in Afghanistan

Sicherheitspolitische Presseschau

Sicherheitspolitische Presseschau

Linkliste "Internationale Sicherheitspolitik und die Folgen des Terrors"


Die Anschläge vom 11. September 2001 haben die Welt verunsichert. Weltweit wird über die Ursachen und Folgen diskutiert. Woher kommt der Terrorismus? Wer sind seine Akteure? Gibt es einen Kampf der Kulturen? Wie kann eine internationale Sicherheitspolitik gestaltet werden? Und wie verhalten sich Freiheit und Sicherheit in Zeiten terroristischer Bedrohungen zueinander?

Seit 2001 stellt die bpb eine ausführliche und kommentierte Linkliste zusammen zu den Folgen des Terrorismus und den verschiedenen Aspekten der internationalen Sicherheitspolitik. Im Archiv finden Sie alle Texte, die seit 2011 gesammelt wurden. Das Archiv enthält auch Links, die nicht mehr funktionieren oder auf Texte verweisen, die nicht mehr frei erreichbar sind.

Diese Linksammlung stellt keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb dar, d.h. die Aufnahme in die Liste bedeutet z.B. nicht, dass die bpb mit den Meinungen auf den jeweiligen Websites übereinstimmt. Ziel dieser täglichen Übersicht ist es, eine Orientierung über die Bandbreite der internationalen Diskussionen und Positionen zu sicherheitspolitischen Fragen, den Folgen des Terrorismus und den damit verbundenen aktuellen Entwicklungen in Politik und Gesellschaft mit zu ermöglichen.

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe der Presseschau

Links vom 18.07.2018

2.1. Deutschland / Europa

Radio Free Europe/Radio Liberty vom 17.07.2018

"Russia, Ukraine In EU-Backed Talks To Avoid New 'Gas Wars'"

https://www.rferl.org/a/russia-ukraine-in-eu-backed-talks-to-avoid-new-gas-wars-/29371525.html

Vertreter der EU, Russlands und der Ukraine haben in Berlin Gespräche geführt, um den Transit von russischem Erdgas durch die Ukraine auch künftig zu sichern. "Russian gas giant Gazprom has already dramatically reduced the volume of gas transiting via Ukraine, as Moscow and Kyiv remain at loggerheads over Russia's annexation of Ukraine's Crimea region and its support for separatists in eastern Ukraine. Kyiv is concerned about the loss of revenue from transit taxes and being left out of routes for new gas pipelines. The talks will focus on Gazprom's plan to build the Nord Stream 2 gas pipeline and put it into operation by the end of next year. Nord Stream 2 would bring gas to Germany via the Baltic Sea, bypassing Ukraine. The pipeline will follow the course of the existing Nord Stream 1 and will double the quantity of Russian gas imported by Germany -- the European Union's most powerful economy -- via this route."

Mehr lesen


Deutsche Welle vom 17.07.2018

"Ukraine, Russland, das Gas und die Politik"

https://www.dw.com/de/ukraine-russland-das-gas-und-die-politik/a-44715725

Sabine Kinkartz betrachtet die durch Deutschland vermittelten Berliner Gespräche über den Gastransit in der Ukraine auch als Versuch der Bundesregierung, den Bau der umstrittenen russischen Gas-Pipeline Nord Stream 2 zu bremsen. "Das bisherige Abkommen, das den Gas-Transit von Russland durch die Ukraine regelt, läuft Ende 2019 aus. Eigentlich sollte die Nord Stream 2 Pipeline bis dahin fertig sein, doch davon geht inzwischen niemand mehr aus. Es liegt daher im Interesse Russlands, einen Anschlussvertrag mit der Ukraine auszuhandeln. Dazu sei man auch bereit, sagte der russische Präsident Wladimir Putin beim Besuch Angela Merkels in Moskau im Mai. (...) Doch die Ukrainer sind skeptisch. Sie fürchten, dass die Russen allein daran interessiert sind, die Zeit bis zur Fertigstellung der zweiten Ostsee-Pipeline zu überbrücken und anschließend die Transit-Dienste nicht mehr in Anspruch nehmen. (...) Außerdem würde sich die Abhängigkeit der Ukraine von Russland erhöhen. Moskau könnte der Ukraine einseitig den Gas-Hahn abdrehen, ohne dass es gleichzeitig zum Konflikt mit seinen westlichen Kunden käme. Die Ukraine würde politisch erpressbar. Soweit will es die Bundesregierung auf keinen Fall kommen lassen."

Mehr lesen


2.2. USA

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 18.07.2018

"Trump erklärt sein Hin und Her"

http://www.faz.net/aktuell/donald-trump-geht-nach-russland-aeusserungen-in-offensive-15696278.html

US-Präsident Trump hat sich gegen die breite Kritik an seinem Auftritt beim Gipfeltreffen in Helsinki gewehrt. Seine besonders umstrittenen Äußerungen zum Vorwurf der russischen Wahlbeeinflussung hat er dabei der FAZ zufolge "als großes Missverständnis" dargestellt. "Er habe bei einer Durchsicht einer Abschrift seiner Aussagen gemerkt, dass er sich versprochen habe. Trump hatte zu Vorwürfen, dass Russland sich in die Präsidentenwahl 2016 eingemischt habe, geantwortet: 'Ich sehen keinen Grund, warum es (Russland) wäre.' Dies legte den Schluss nahe, dass Trump auf einer Linie mit Putin liegt, der eine Einmischung vehement bestreitet, und seinen eigenen Geheimdiensten öffentlich in den Rücken fällt. Trump stellte dann am Dienstag klar, dass der Satz richtig lauten müsse: 'Ich sehe keinen Grund, warum es nicht Russland wäre.'"

Mehr lesen


The Atlantic vom 17.07.2018

"The Anti-Trump Hysteria Isn’t Helping"

https://www.theatlantic.com/international/archive/2018/07/the-anti-trump-hysteria-isnt-helping/565373/?ut
m_source=feed

Danielle Pletka vom American Enterprise Institute teilt die weithin geäußerte Kritik am Auftritt von US-Präsident Trump in Helsinki, meint aber auch, dass dies letztlich nur Trumps Rhetorik betreffe. "(...) it’s Trump’s words that are terrible. His policies are, in the main, not. The United States has crushed Russia beneath escalating sanctions, pulled out of the dreadful Iran deal, armed the Ukrainian opposition to Putin, stood up to China’s theft of American intellectual property, actually bombed Syrian chemical-weapons sites, and increased defense spending. Sure, there’s plenty to dislike in Trump’s foreign policy, including his trade wars, his dismissal of allies, his toying with nato, and his Obama-esque desire to skip out of Syria. But his stupid rhetoric masks a mostly normal, if not always sensible or desirable, foreign policy. And Trump’s national-security strategy is at least coherent when compared with the incoherent global retreat embraced by the last administration."

Mehr lesen


The Hill vom 17.07.2018

"Trump has the right foreign policy strategy — he just needs to stop talking"

http://thehill.com/opinion/white-house/397438-trump-has-the-right-foreign-policy-strategy-he-just-needs-t
o-stop-talking

Auch Harry J. Kazianis meint, dass die aus seiner Sicht durchaus effektive außenpolitische Strategie von US-Präsident Trump durch dessen Rhetorik regelmäßig konterkariert werde. "Consider this: If you ignored (as I try to do) all of the president’s Twitter and press conference rants, Trump has a standard, even Reagan-like foreign policy outlook, clearly demonstrated in his policies towards America’s greatest geopolitical rivals. First, consider his policy on Russia, where he has pushed back harder on Moscow’s rogue antics than Barack Obama ever did. (...) Next, there is Trump’s action regarding China, a massive shift from any previous U.S. president since the 1960s. America is slowly shifting its strategy of what was engagement with the so-called Middle Kingdom to a tough, near-containment style doctrine that has cast Beijing as its No. 1 geopolitical foe. (...) The Trump Doctrine, to reemphasize power politics in U.S. foreign policy, is a winning strategy. What Trump must do now might be the hardest part for him, something against all his instincts and against what made him successful: Let the policies do the talking for him."

Mehr lesen


Asia Times vom 17.07.2018

"Trump is right about who’s to blame for bad relations with Russia"

http://www.atimes.com/article/trump-is-right-about-whos-to-blame-for-bad-relations-with-russia/

Nach Ansicht von David P. Goldman hat US-Präsident Trump mit seiner über Twitter geäußerten Meinung, dass die USA für das schlechte Verhältnis zu Russland verantwortlich seien, völlig recht. Goldman gehörte nach eigenen Angaben zu der neokonservativen "Clique", die nach 1990 die Jelzin-Regierung in Moskau beriet, um die westliche Demokratie und freie Märkte nach Russland zu bringen. "Unfortunately, the delusion that the United States would remake Russia in its own image persisted through the Bush and Obama administrations. I have no reason to doubt the allegations that a dozen Russian intelligence officers meddled in the US elections of 2016, but this was equivalent of a fraternity prank compared to America’s longstanding efforts to intervene in Russian politics. (...) Russia is in crisis, but Russia always is in crisis. Russia has a brutal government, but Russia always has had a brutal government, and by every indication, the people of Russia nonetheless seem to like their government. If they want a different sort of government, let them establish one; what sort of government they prefer is not the business of the United States. America’s attempt to shape Russia’s destiny, starting with the Clinton Administration’s sponsorship of the feckless, drunk and corrupt Boris Yeltsin, had baleful results. So did the State Department’s attempt to manipulate events in Ukraine in 2004 and 2014. That’s why President Trump’s tweet this morning is entirely correct. Once again, it is refreshing to hear an American president cut through the cant and tell the unvarnished truth."

Mehr lesen


spiked vom 17.07.2018

"'Trump is a Russian plant': birtherism for liberals"

http://www.spiked-online.com/newsite/article/trump-is-a-russian-plant-birtherism-for-liberals/21599#.W07b
Y4atTDB

In den USA sind viele liberale Kritiker des Präsidenten offenbar davon überzeugt, dass Russland Donald Trump mit Hilfe kompromittierender Informationen steuere. Nach Ansicht von Tom Slater ist diese These genauso überzeugend, wie der unter Konservativen lange Zeit verbreitete "Birther"-Glaube, dass Trumps Amtsvorgänger Obama nicht in den USA geboren sei. "This is madness – dot-connecting and wild claims of McCarthyite intensity. And it is incredibly revealing. For all the coastal-elite talk of Trump ushering in an age of fake news, post-truth and mudslinging, in which faith in democratic institutions is being undermined and once important principles are being compromised by partisan prejudice and weaponised bullshit, this is precisely what some liberals are doing with the Russia issue. They are peddling hyperbole and dodgy theories to try to undermine a democratically elected president. And in doing so, many Trump-hysterics on the liberal-left are becoming the very thing they once claimed to hate."

Mehr lesen


Politico vom 16.07.2018

"Putin’s Attack on the U.S. Is Our Pearl Harbor"

https://www.politico.com/magazine/story/2018/07/16/putin-russia-trump-2016-pearl-harbor-219015

Nach Ansicht von Mark Hertling, früherer Oberbefehlshaber der US-Landstreitkräfte in Europa, und Molly K. McKew, frühere Beraterin des georgischen Präsidenten Saakaschwili, kann es keine Zweifel mehr daran geben, dass Russland die US-Wahlen 2016 "gehackt" habe. Es handle sich um einen mit dem Angriff auf Pearl Harbour und 9/11 vergleichbaren "Kriegsakt", der von den USA entsprechend beantwortet werden müsse. "In 2016, our country was targeted by an attack that had different operational objectives and a different overarching strategy, but its aim was every bit as much to devastate the American homeland as Pearl Harbor or 9/11. The destruction may not send pillars of smoke into the sky or come with an 11-digit price tag, and there’s no body count or casualty statistics — but the damage done has ravaged our institutions and shaken our belief in our immovability. But two years on, we still haven’t put any boats or men in the proverbial water. (...) For now, our civilian leadership is shrugging this off, even acquiescing, which leaves every individual to defend themselves against the assault of information levied by a foreign attacker. This should not be the way we defend our people and our homeland. This is our Pearl Harbor, our 9/11. In the past, we have risen to the defense of our values, our ideologies and our institutions. It’s time for another fight. The ball — as Putin said — is in our court."

Mehr lesen


Deutschlandfunk vom 17.07.2018

"Madeleine Albright warnt vor Faschismus"

https://www.deutschlandfunk.de/buch-erscheint-in-deutschland-madeleine-albright-warnt-vor.1773.de.html?dr
am:article_id=423112

Die frühere US-Außenministerin Madeleine Albright hat das neue Buch "Faschismus. Eine Warnung" veröffentlicht und bezieht sich dabei Thorsten Teichmann zufolge nicht nur auf Donald Trump. "Albright beschreibt Geschichte: Mussolinis' Marsch auf Rom und Hitlers Aufstieg in Deutschland. In beiden Fällen war es eine siechende, konservative Elite, die den Diktatoren und ihren paramilitärischen Schergen das Feld überließ. In Italien duldete König Victor die Machtübernahme, in Deutschland war es Hindenburg. Wenn Menschen Angst haben, seien sie bereit die eigene Freiheit aufzugeben beziehungsweise die Freiheit von anderen. Im Tausch für einen politischen Anführer, der vermeintlich den Weg weist. (...) Allein Nordkorea beschreibt die 81-jährige als faschistisches Regime. Trump sei dagegen Amerikas erster 'anti-demokratischer Präsident' der modernen Zeit. Und sie entdeckt an sich Zweifel, ob die Institutionen der amerikanischen Demokratie stark genug sind, um dessen Exzesse einzudämmen."

Mehr lesen


2.3. Israel / Palästina

Bloomberg vom 17.07.2018

"If Iran Gets Back to Nukes, Israel Is Better Prepared to Strike"

https://www.bloomberg.com/view/articles/2018-07-17/if-iran-gets-back-to-nukes-israel-is-ready-to-strike

Im Fall eines endgültigen Scheiterns des internationalen Atomabkommens mit dem Iran wäre Israel heute besser auf gezielte Militärschläge gegen iranische Atomanlagen vorbereitet als noch vor wenigen Jahren, schreibt Ilan Jonas. "(...) just because Israel is now better positioned to carry out a strike on Iran means that it will inevitably do so. The chances remain low for now. There are many domestic constraints as well as international factors that could prevent Israel from eventually launching such a strike, or even make it redundant (such as international pressure forcing Iran toward restraint). However, Israel’s enhanced capabilities do allow Netanyahu to take a more aggressive approach toward Tehran, knowing that if push comes to shove, the prospects of a strike succeeding will be significantly higher than it was when he held up that cartoon bomb at the UN."

Mehr lesen


3. Bündnisse und internationale Diplomatie

The Buzzard vom 12.07.2018

"Braucht die EU die USA zur Verteidigung?"

https://thebuzzard.org/themen/europapolitik/braucht-die-eu-die-usa-zur-verteidigung/

Die Internet-Plattform The Buzzard hat Beiträge nationaler und internationaler Medien zusammengefasst, in denen die Frage nach der Verteidigungsbereitschaft Europas diskutiert wird. "Der NATO-Gipfel hat es gerade wieder gezeigt: Die Staaten der Europäischen Union können sich nicht mehr einfach darauf verlassen, dass die USA unter Präsident Trump die Verteidigung Europas garantieren. 1962 hat der Spiegel die mittlerweile berühmte Titelzeile geschaffen 'Bedingt abwehrbereit'. Das galt damals der Bonner Republik. Wir fragen uns heute ausgedehnt auf ganz Europa: Braucht die EU die Vereinigten Staaten zur Verteidigung?"

Mehr lesen


10. Ökonomie

Freitag vom 28.06.2018

"Der Bomben-Supermarkt"

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/der-bomben-supermarkt

Der Freitag berichtet, dass deutsche, italienische und britische Rüstungsunternehmen u.a. über internationale Tochterfirmen am Krieg in Jemen mitverdienen. "Norwegen, Schweden und die Niederlande haben den Verkauf von Waffen an Riad verboten. In Italien sind entsprechende parlamentarische Bemühungen bisher gescheitert. Und obwohl sich die deutsche Regierung im Koalitionsvertrag auf ein Exportverbot für alle 'unmittelbar' am Jemen-Krieg beteiligten Länder festgelegt hat, bleibt unklar, wie das umgesetzt werden soll. Erkennbar ist: Bereits abgeschlossene Verträge laufen weiter. Trotz des Exportstopps wurden im ersten Quartal 2018 Rüstungsexporte an Saudi-Arabien im Wert von 161,8 Millionen Euro genehmigt – dreimal mehr als im Vorjahreszeitraum. Mit der 'Internationalisierungsstrategie', sprich: einem Netz von Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen im Ausland, wie RWM Italia, ist Rheinmetall ohnehin in der Lage, deutsche Kontrollen zu umgehen, die eigentlich verhindern sollen, dass Rüstungsgüter mit deutscher DNA in Kriegsgebieten wie im Jemen zum Einsatz kommen."

Mehr lesen


Tagesspiegel vom 17.07.2018

"Ist Deutschland wirklich die Waffenkammer der Welt?"

https://www.tagesspiegel.de/politik/ruestungsexporte-ist-deutschland-wirklich-die-waffenkammer-der-welt/2
2810256.html

Joachim Krause vom Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel hat Hans Monath zufolge einen Aufsatz veröffentlicht, in dem er die "öffentlich gehandelten Zahlen und Behauptungen zum deutschen Rüstungsexport" kritisch interfragt. Monath hat die Aussagen des Politikwissenschaftlers zusammengefasst. "'Sind wir die 'Waffenkammer der Welt'?', fragt der Autor provokativ und setzt sich mit drei Behauptungen auseinander: Deutschland sei drittgrößter Exporteur von Waffen und Rüstungsgütern; es sei außerdem weltweit der zweitgrößte Exporteur von Kleinwaffen, und deutsche Rüstungsexporte würden zur Entstehung, zur Eskalation und Verlängerung von Kriegen sowie zu Rüstungswettläufen beitragen. (...) Die Schlussfolgerung des Experten: Die Behauptung, Deutschland sei mehr oder weniger dauerhaft der drittgrößte Waffenexporteur der Welt halte einer 'kritischen Prüfung der Datenlage nicht stand' und sei daher 'als irreführend' einzustufen. Krause sieht Deutschland auf Platz 5 – und auf Platz 6, sofern Chinas Exporte mitgezählt werden." Deutschland spiele "für die Versorgung der zahlreichen Konfliktherde und Bürgerkriege in Afrika, im Nahen und Mittleren Osten, in Süd-, Zentral- und Ostasien sowie Lateinamerika mit Gewehren, Sturmgewehren und Maschinengewehren 'keine Rolle'. (...) Auch bei den Exporten von Großwaffensystemen, worunter vor allem Kriegsschiffe und gepanzerte Fahrzeuge fallen, findet die Untersuchung keine Belege, dass diese in Kriegen oder Bürgerkriegen 'zu einer Eskalation' beigetragen hätten. Trotzdem, so der Autor, würden die Deutschen 'an ihren Rüstungsexporten leiden wie kein anderes Volk'."

Mehr lesen


Zero Hedge vom 18.07.2018

"America's 'Gift' To The World: Visualizing 70 Years Of US Arms Exports"

https://www.zerohedge.com/news/2018-07-17/americas-gift-world-visualizing-70-years-us-arms-exports

Zero Hedge präsentiert eine Vimeo-Animation, in der die Zunahme und Verteilung der internationalen Waffenverkäufe der USA in einem Zeitraffer von Jahrzehnten grafisch dargestellt wird. US-Präsident Trump habe im April angekündigt, die Exportbeschränkungen für hochentwickelte Waffensysteme weiter zu lockern. "'This policy seeks to mobilize the full resources of the United States government behind arms transfers that are in the U.S. national and economic security interest,' a White House official said, responding to a request for comment on the story. 'We recognize that arms transfers may have important human rights consequences,' the official said. 'Nothing in this policy changes existing legal or regulatory requirements in this regard.' It will probably not come as a surprise to anyone that the main architects of the new policy has been economist Peter Navarro, a China trade skeptic ascendant in Trump’s inner circle. His effort to boost arms exports has drawn little resistance within the White House, Reuters officials said."

Mehr lesen


11. Sonstige Links

tagesschau.de vom 17.07.2018

"Wer erlaubt Flüge über Kriegsgebiete?"

https://www.tagesschau.de/ausland/flugrouten-101.html

Anlässlich des vierten Jahrestages des Abschusses von Flug MH17 über der Ostukraine erläutert Jan-Peter Bartels, wie internationale Flüge über Krisengebiete heute geregelt werden. "Die Antwort auf diese Frage darf zuerst jedes Land selbst geben - der Luftraum gehört schließlich zum Hoheitsgebiet. Überflugrechte sind ein Politikum und bringen unter anderem Geld. Da beginne das Problem, sagt Janis Schmitt vom Pilotenverband Cockpit: 'Kaum ein Land gibt schnell und freiwillig zu: Bei uns brennt die Luft, fliegt lieber woanders lang. Da spielen auch nationale Interessen eine Rolle.' (...) Wie andere Airlines auch habe Lufthansa entschieden, bestimmte Gebiete immer zu umfliegen, beispielsweise die Ostukraine oder Libyen. Überflögen Maschinen der Lufthansa Afghanistan und vergleichbare Krisengebiete, dann nur auf mindestens 33.000 Fuß (10.060 Meter). In dieser Höhe gelten Maschinen als sicher vor den meisten Flugabwehrraketen. So hoch unterwegs zu sein, hat MH17 allerdings nicht geschützt. 'Hier hätten bessere Informationen helfen können', sagt Pilotenvertreter Schmitt. 'Es gab Hinweise, dass möglicherweise stärkere Waffensysteme in der Ukraine existierten. Aber wenn dem so war, wurde es versäumt, die Informationen weiterzugeben.' Deswegen müssten Piloten mehr als bisher unabhängige Informationen über Kriegs- und Krisengebiete auf ihren Strecken erhalten, insbesondere brauche es eine zentrale, kompetent ausgestattete Stelle mit Zugriff auf alle, auch von Nachrichtendiensten bereitgestellten relevanten Informationen."

Mehr lesen


Standard vom 17.07.2018

"Der unsichtbare Luftkrieg beruhigt sich nicht"

https://derstandard.at/2000081021329/Der-unsichtbare-Luftkrieg-beruhigt-sich-nicht

Auch Manuel Escher hat sich vier Jahre nach dem Abschuss von Flug MH17 über der Ostukraine mit den politischen Faktoren bei der Planung internationaler Flugreisewege beschäftigt. "Der Osten der Ukraine, zuvor beliebte, weil schnellste Route von vielen europäischen Ländern nach Asien, wird seit vier Jahren nicht mehr überflogen. Das machte die Situation noch komplizierter, denn schon vorher mussten die Airlines mit zahlreichen Sperren umgehen: Der Luftraum über Syrien, dem Nordirak, Teilen Afghanistans und Pakistans sowie dem ägyptischen Sinai ist oder war lange aus Sicherheitsgründen gesperrt oder durfte nur unter Auflagen durchquert werden. Dazu kommt die Politik: Wer ein Land überquert oder anfliegt, darf oft den Luftraum eines anderen Staates nicht nutzen. Paradebeispiel ist das Verhältnis zwischen Israel und vielen seiner Nachbarn. (...) Aber auch geopolitische Scharmützel unter weniger traditionellen Feinden bilden sich schnell in Flugrouten ab. (...) Während die VAE mit dem Iran im Clinch liegen, hat Katar bisher stets die Kommunikation mit Teheran offengehalten. Katar wird (auch) deshalb seit mehr als einem Jahr von den Nachbarn Saudi-Arabien, VAE und Bahrain sowie von Ägypten mit Sanktionen belegt, zu denen auch die Schließung von Lufträumen zählt."

Mehr lesen



Diese Liste wird an jedem Tag unter der Woche ergänzt. Wenn Sie weitere Texte im Internet finden, auf die wir in unseren verschiedenen Rubriken noch nicht hingewiesen haben und die für andere Nutzer interessant sein könnten, bitten wir um einen Hinweis entweder an: schilling@bpb.de oder an presseschau@buero-fuer-neues-denken.de

Im Archiv finden Sie alle Texte, die seit 2001 gesammelt wurden. Das Archiv enthält auch Links, die nicht mehr funktionieren oder auf Texte verweisen, die nicht mehr frei erreichbar sind. Wir haben uns der Vollständigkeit wegen entschlossen, alle Links im Archiv zu halten.

Diese Linksammlung stellt keine Meinungsäußerung der bpb dar, d.h. die Aufnahme in die Liste bedeutet nicht, dass die bpb mit den Meinungen auf den jeweiligen Websites übereinstimmt. Ziel dieser täglichen Übersicht ist es vielmehr, eine Orientierung über die Bandbreite der internationalen Diskussionen und Positionen zu den Folgen des 11.9. und den damit verbundenen aktuellen Entwicklungen in Politik und Gesellschaft mit zu ermöglichen.


Hier finden Sie die Redaktion der Sicherheitspolitischen Presseschau.

Mehr lesen

Internationales

Internationales

Europa, Asien, Afrika, Amerika und weltweite Phänomene und Institutionen. Die bpb bietet ein breites Angebot zu internationalen Themen.

Mehr lesen

Online-Angebot

Informationsportal Krieg und Frieden

Wo gibt es Kriege und Gewaltkonflikte? Und wo herrscht am längsten Frieden? Welches Land gibt am meisten für Rüstung aus? Sicherheitspolitik.bpb.de liefert wichtige Daten und Fakten zu Krieg und Frieden.

Mehr lesen auf sicherheitspolitik.bpb.de

Dossier

Innerstaatliche Konflikte

Vom Kosovo nach Kolumbien, von Somalia nach Süd-Thailand: Weltweit schwelen über 280 politische Konflikte. Und immer wieder droht die Lage gewaltsam zu eskalieren.

Mehr lesen

Zahlen und Fakten

Globalisierung

Kaum ein Thema wird so intensiv und kontrovers diskutiert wie die Globalisierung. "Zahlen und Fakten" liefert Grafiken, Texte und Tabellen zu einem der wichtigsten und vielschichtigsten Prozesse der Gegenwart.

Mehr lesen

Publikationen zum Thema

Coverbild Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert

Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert

Die internationale Sicherheit ist fragil und bedroht. Wie können und müssen demokratische Systeme ...

Internationale Sicherheitspolitik Cover

Internationale Sicherheitspolitik

Seit Ende des Ost-West-Konflikts hat sich die internationale Sicherheitspolitik deutlich verändert....

Zum Shop