US-Soldaten in Afghanistan

Sicherheitspolitische Presseschau

Sicherheitspolitische Presseschau

Linkliste "Internationale Sicherheitspolitik und die Folgen des Terrors"


Die Anschläge vom 11. September 2001 haben die Welt verunsichert. Weltweit wird über die Ursachen und Folgen diskutiert. Woher kommt der Terrorismus? Wer sind seine Akteure? Gibt es einen Kampf der Kulturen? Wie kann eine internationale Sicherheitspolitik gestaltet werden? Und wie verhalten sich Freiheit und Sicherheit in Zeiten terroristischer Bedrohungen zueinander?

Seit 2001 stellt die bpb eine ausführliche und kommentierte Linkliste zusammen zu den Folgen des Terrorismus und den verschiedenen Aspekten der internationalen Sicherheitspolitik. Im Archiv finden Sie alle Texte, die seit 2011 gesammelt wurden. Das Archiv enthält auch Links, die nicht mehr funktionieren oder auf Texte verweisen, die nicht mehr frei erreichbar sind.

Diese Linksammlung stellt keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb dar, d.h. die Aufnahme in die Liste bedeutet z.B. nicht, dass die bpb mit den Meinungen auf den jeweiligen Websites übereinstimmt. Ziel dieser täglichen Übersicht ist es, eine Orientierung über die Bandbreite der internationalen Diskussionen und Positionen zu sicherheitspolitischen Fragen, den Folgen des Terrorismus und den damit verbundenen aktuellen Entwicklungen in Politik und Gesellschaft mit zu ermöglichen.

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe der Presseschau

Links vom 17.04.2019

2.1. Deutschland / Europa

ipg-journal vom 16.04.2019

"Verzerrtes Gedenken"

https://www.ipg-journal.de/regionen/europa/artikel/detail/verzerrtes-gedenken-3404/

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Josip Juratović kritisiert die immer noch verbreitete "Verherrlichung von Kriegsverbrechern auf dem Balkan". "Der Kriegsverbrecher Karadžić wird immer noch gefeiert. In der Republika Srpska werden Studentenwohnheime nach ihm benannt. Eine Generation soll nun mit dem Gedanken aufwachsen, Kriegsverbrecher seien Helden, weil sie angeblich vor einer 'osmanischen Gefahr' geschützt hätten. Als Reaktion auf diese Politik fordern Hinterbliebene der Opfer die Gründung eines Distrikts Srebrenica, nach dem Vorbild von Distrikt Brčko, und wollen das Negieren des Genozids unter Strafe stellen – Forderungen, die aus der Opferperspektive nachvollziehbar sind."

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2.2. USA

USA Today vom 16.04.2019

"'An unnecessary, dangerous attempt': Trump vetoes resolution to end US support in Yemen"

https://eu.usatoday.com/story/news/politics/2019/04/16/donald-trump-veto-resolution-yemen-war/3491383002/

US-Präsident Trump hat gegen den überparteilichen Kongressbeschluss zur Beendigung der amerikanischen Unterstützung Saudi-Arabiens im Jemen-Krieg wie erwartet sein Veto eingelegt. "The resolution served as a rebuke to Trump and Saudi leaders and highlighted a growing unease with America's role in the grisly conflict, which has left thousands of civilians dead and millions of Yemenis on the brink of starvation. Currently, the U.S. provides billions of dollars of arms to the Saudi-led coalition fighting against Iranian-backed rebels in Yemen. (...) Trump defended the U.S. role in the war, highlighting that no Americans were physically in Yemen fighting the conflict and U.S. citizens live in the surrounding countries that have been targeted by attacks from Yemen rebels. He wrote abandoning the conflict would allow an 'inexpensive way for Iran to cause trouble for the United States and for our ally, Saudi Arabia.'"

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The New Yorker vom 13.04.2019

"Bernie Sanders Imagines a Progressive New Approach to Foreign Policy"

https://www.newyorker.com/news/the-political-scene/bernie-sanders-imagines-a-progressive-new-approach-to-
foreign-policy

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders plant Benjamin Wallace-Wells zufolge, in seinem kommenden Wahlkampf die Außenpolitik stärker ins Zentrum zu rücken. Unter demokratischen Experten in Washington habe Sanders dabei neue Anhänger gefunden. "'Out of frustration with some aspects of Obama’s foreign policy and anger with most aspects of Trump’s, many leaders in the Party have concluded that the challenge was not to build bridges between centrist Democrats and centrist Republicans but, rather, between centrist and progressive Democrats. That means breaking away from the so-called Blob' — a term for the foreign-policy establishment, from the Obama adviser Ben Rhodes. [Suzanne DiMaggio, a specialist in negotiations with adversaries at the Carnegie Endowment for International Peace,] said, 'The case for restraint seems to be gaining ground, particularly in its rejection of preventive wars and efforts to change the regimes of countries that do not directly threaten the United States.' She and others now see in Sanders something that they didn’t in 2016: a clear progressive theory of what the U.S. is after in the world."

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2.3. Israel / Palästina

Spiegel Online vom 16.04.2019

"Wie Trump den Palästinensern den Traum vom eigenen Staat abkaufen will"

http://https://www.spiegel.de/politik/ausland/israel-donald-trump-will-den-palaestinensern-den-traum-vom-
eigenen-staat-abkaufen-a-1262977.html

US-Präsident Trump will die Palästinenser Christoph Sydow zufolge durch das Angebot von Milliardenhilfen von seinem Friedensplan und dem darin offenbar enthaltenen Verzicht auf einen eigenen Staat überzeugen. "Offenbar wollen Trump und Kushner den Palästinensern den Traum vom eigenen Staat abkaufen. Im Gegenzug für den Verzicht auf einen eigenen Staat sollen die Palästinenser nämlich üppige Wirtschaftshilfen erhalten - von den USA, aber vor allem von Trumps wohlhabenden Verbündeten am Golf - etwa Saudi-Arabien, Katar oder die Vereinigten Arabischen Emirate. Seit Monaten betonen US-Regierungsbeamte, dass es Ziel des Plans sei, die Lebensbedingungen der Palästinenser zu verbessern. (...) Selbst aus Sicht der Trump wohlgesonnenen arabischen Staaten klingt ein solcher Plan, als sollten die reichen Golfaraber eine israelische Besatzung bis in alle Ewigkeit finanzieren. Ein hochrangiger Diplomat eines arabischen Landes mit besten Beziehungen nach Washington formulierte es kürzlich so: 'Es gibt keine wirtschaftliche Lösung für ein politisches Problem.'"

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Spiegel Online vom 16.04.2019

"Diese Fehler machen die USA im Nahost-Konflikt"

https://www.spiegel.de/politik/ausland/khaled-elgindy-zum-nahostkonflikt-die-usa-sind-blind-a-1262415.htm
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Der Nahostexperte Khaled Elgindy vom Center for Middle East Policy der US-Denkfabrik Brookings erläutert in diesem Interview, warum die USA bei ihren Bemühungen zur Lösung des Nahost-Konflikts "seit Jahrzehnten versagen". "Der blinde Fleck bezieht sich auf die Neigung von US-Politikern - Republikaner und Demokraten gleichermaßen - zwei wichtige Faktoren zu ignorieren oder herunterzuspielen: Die israelische Macht und die palästinensische Politik. Die USA sind blind für die Tatsache, dass eine Konfliktpartei die andere besetzt. Und sie sind zweitens blind dafür, dass beide Seiten, nicht nur die Israelis, innenpolitischen Zwängen unterliegen. (...) Die USA sind immer sehr sensibel gegenüber der israelischen Innenpolitik gewesen und den Grenzen, die sie israelischen Regierungschefs auferlegt. Gegenüber der palästinensischen Seite sind sie fast nie so nachsichtig gewesen."

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2.4. Naher und Mittlerer Osten, Maghreb

Guardian vom 15.04.2019

"Fear and despair engulf refugees in Libya's 'market of human beings'"

https://www.theguardian.com/global-development/2019/apr/15/fear-and-despair-engulf-refugees-in-libyas-mar
ket-of-human-beings

Sally Hayden berichtet, dass Flüchtlinge und Migranten in Libyen fürchten, im aktuellen militärischen Konflikt von den beteiligten Milizen "rekrutiert" zu werden. "As the fighters controlling Tajoura prepare for a showdown, some of the hundreds of refugees and migrants inside the complex, and in other detention centres across Tripoli, are worried that they will become victims and targets, after they were forced to take an active role supporting militias aligned with the GNA. Compelling detained refugees and migrants to support fighters could constitute a war crime. Since Haftar’s advance began on 4 April, migrants and refugees in three detention centres have told the Guardian they were taken out of locked halls and ordered to carry and move weapons, with some transferred to military bases around the city. In a fourth centre, detainees said people had been taken away by fighters, but they don’t know what’s happened to them. (...) About 6,000 refugees and migrants are currently locked up in detention centres ostensibly under the control of Libya’s directorate for combating illegal migration, which is associated with the government of Fayez al-Sarraj. In reality, however, many of the centres are run by militias. The directorate did not respond to multiple requests for comment."

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The National Interest vom 10.04.2019

"Why Mohammed bin Salman May Not Want More Reform"

http://https://nationalinterest.org/blog/paul-pillar/why-mohammed-bin-salman-may-not-want-more-reform-518
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Paul R. Pillar zufolge wird immer deutlicher, dass Kronprinz Mohammed bin Salman kein Interesse an tiefgreifenden Reformen in Saudi-Arabien habe. Das Programm "Saudi Vision 2030" werde nur noch aufrechterhalten, um das Image des Kronprinzen im Westen zu pflegen. "The starting point for any estimation of where MbS goes from here with reform is that political reform is not on his agenda at all. The prime consideration in his decisions about economic and societal change will be to avoid anything that endangers his political power. With that as his overriding priority, one specific consideration will be whether the Saudi regime will have the financial wherewithal to continue the arrangement of a rentier state buying, partly through small favors, obeisance of a dependent population. (...) Another consideration will be how MbS, or anyone advising him, views the social scientific question of how opening an economy may lead to pressure to open the political system. To the extent he assesses there is such a connection, he has an incentive not to open the economy at all, notwithstanding his professed goals in Vision 2030."

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2.7. Subsahara-Afrika

Qantara vom 15.04.2019

"Hoffen auf den Wandel"

https://de.qantara.de/inhalt/nach-dem-sturz-omar-al-baschirs-im-sudan-hoffen-auf-den-wandel

Seit dem Sturz von Präsident Omar al-Baschir befinde sich der Sudan in einer "prekären Ausgangslage", schreibt Karim El-Gawhary. Opposition und Militär seien offenbar auf gegenseitige Unterstützung angewiesen. "Einerseits benötigt das Militär die Legitimation durch die Demonstranten, um international Anerkennung und vor allem die für das Land so dringend benötigte finanzielle Unterstützung zu finden. Andererseits braucht die Opposition die Institution des Militärs, um Reformen landesweit durchzusetzen und das alte Regime auszuhebeln."

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2.8. Mittel- und Lateinamerika

TIME.com vom 16.04.2019

"'Mr. Pompeo, You Can Stop.' China Refutes 'Despicable' U.S. Criticism of Its Involvement in Venezuela"

http://time.com/5571403/china-us-latin-america-venezuela/

US-Außenminister Pompeo hat nicht nur Russland, sondern auch China wegen der Unterstützung für Präsident Maduro in Venezuela offen kritisiert. Das chinesische Außenministerium hat die Vorwürfe Pompeos nun als "Lügen" zurückgewiesen. "The remarks come in response to comments Pompeo made while visiting Latin America last week, when he said that Chinese intervention had 'helped to destroy' Venezuela. China is one of Venezuela’s largest trading partners and largest creditors. Lu also criticized the U.S. for its interference in Latin American affairs. 'The Latin American countries have good judgment about who is their true friend and who is false, and who is breaking rules and making trouble,' [Lu Kang, a spokesman for China’s Foreign Ministry,] said, according to the Post."

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3. Bündnisse und internationale Diplomatie

The Atlantic vom 11.04.2019

"The Plan to Resurrect the North Korea Nuclear Talks"

https://www.theatlantic.com/politics/archive/2019/04/south-korea-wants-bring-trump-and-kim-together-again
/586894/?utm_source=feed

Uri Friedman berichtet nach Gesprächen mit südkoreanischen Offiziellen, dass die USA und Südkorea bei dem Versuch, den diplomatischen Prozess mit Nordkorea neu zu beleben, unterschiedliche Strategien verfolgen. "The collapse of the February summit stunned South Korean officials, who had pinned all sorts of plans for reconciling with North Korea on a breakthrough in Hanoi. Seoul is now working on a rather unfortunately named 'good enough' deal. But there’s no indication yet that Trump or Kim will accept it. As South Korean officials describe it, the good-enough deal involves the United States and North Korea committing to a comprehensive agreement on peace, denuclearization, and new relations (a U.S.-style big deal) that will be implemented step-by-step (a series of North Korea–style small deals). The idea is to get North Korea to accept the end state, and the United States the process, that each dismissed in Hanoi. This good-enough deal would come in the form of a road map for reaching the desired goal within some specified time frame. (...) If the United States continues to take the position that it won’t lift sanctions until North Korea’s complete denuclearization, then 'incremental implementation won’t work,' [presidential adviser Moon Chung In] conceded."

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Council on Foreign Relations vom 12.04.2019

"The Continued Power of Militaries in an Increasingly Autocratic World"

https://www.cfr.org/blog/continued-power-militaries-increasingly-autocratic-world

Joshua Kurlantzick nimmt die Proteste in Algerien und Sudan zum Anlass, um darauf hinzuweisen, dass das Militär auch in vielen anderen Ländern der Welt eine zentrale politische Rolle spiele. "Just as other types of autocratic regimes have freer rein today than they did in the 1990s and early 2000s, militaries also face fewer constraints on their power. Democratic powers are distracted by their own deep political problems, populations in some states have soured on democracy and looked to other alternatives, and the U.S. government views regions like Southeast Asia as places home to a growing contest for influence with China — and thus requiring closer ties with almost any government willing to align with Washington. (...) in a world increasingly looking for strongman rule as an alternative to democracy, to solve crises of graft and a lack of political accountability by elected leaders, military men have become more attractive. (...) In places like Egypt, Indonesia, Myanmar, Thailand, or even Brazil, armed forces, too, are again embedding within their military cultures a resistance to civilian oversight — or refusing to change their cultures to embrace civilian oversight."

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4. Militär und bewaffnete Konflikte

Arte vom 16.04.2019

"Jemen: Waffen Made in France"

https://www.arte.tv/sites/de/story/reportage/jemen-waffen-made-in-france/

Arte veröffentlicht die Ergebnisse einer Recherche des Investigationskonsortiums Disclose, der zufolge die Regierung in Paris durch einen Geheimdienstbericht am 3. Oktober 2018 über den "massiven Einsatz französischer Waffen durch die arabische Koalition im Jemenkrieg" informiert worden sei. "Der Bericht wurde dem Staatspräsidenten am 3. Oktober 2018 im Elysee-Palast vorgelegt, bei einer Sitzung des Verteidigungsrats in beschränkter Besetzung, mit Verteidigungsministerin Florence Parly, Ministerpräsident Edouard Philippe, sowie Europa- und Außenminister Jean-Yves Le Drian. Alle Teilnehmer kennen die 15 Seiten des Berichts des französischen Militärgeheimdienstes (DRM). Er listet alle Waffen auf, die Frankreich an die Vereinigten Arabischen Emirate und an Saudi-Arabien geliefert hat. Waffen, die heute im Jemenkrieg eingesetzt werden. Der Bericht erläutert erstmals die Einsatzpositionen der französischen Waffen am 25. September 2018 im Krieg der von Saudi-Arabien geführten Koalition gegen die Huthi-Rebellen im Jemen. Die 'Jemen-Papers' widersprechen der offiziellen Version der Regierung: Französische Waffen sind im Jemen-Konflikt sehr wohl im Kampfeinsatz, am Boden, in der Luft und auf See."

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5. NSA / Überwachung / Big Data

Süddeutsche Zeitung vom 16.04.2019

"Youtube verwechselt Feuer in Paris mit 9/11"

https://www.sueddeutsche.de/digital/paris-notre-dame-youtube-algorithmus-filter-1.4411910

Youtube hat unter einem Livestream der brennenden Kathedrale Notre-Dame auf die Anschläge vom 11. September 2001 hingewiesen. Nach Ansicht von Simon Hurtz bestätigt dieser Fehler, wie anfällig die Algorithmen sind, die Verschwörungstheorien eigentlich eindämmen sollen. "Der Fall zeigt, wie problematisch es ist, wenn Maschinen die Informationen auswählen, die Millionen Menschen zu Gesicht bekommen. Youtube kämpft seit Jahren mit Desinformation, Propaganda und Videos, die Angst und Hass schüren. Nicht nur, dass diese Aufnahmen nicht entfernt werden - Youtubes Algorithmen empfehlen sie Millionen weiteren Nutzern aktiv und tragen so zu ihrer Verbreitung bei. Als 'radikalisierend' bezeichnet Soziologin Zeynep Tufekci die Plattform deshalb: 'Facebook und Youtube verschmutzen die öffentliche Sphäre und lagern die Kosten an die Gesellschaft aus.'"

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Tageszeitung vom 15.04.2019

"Große Angst vor Denunziantentum"

https://www.taz.de/!5585059/

Die Politologin Annegret Falter erläutert im Gespräch mit Svenja Bergt die geplanten Regelungen der EU zum besseren Schutz von Whistleblowern und warum diese nach wie vor mit negativen Konsequenzen ihres aufklärerischen Handelns rechnen müssten. "Bislang ist es in Deutschland so: Whistleblower müssen sich erst einmal intern melden. Das führt nicht nur dazu, dass eine Behörde oder Firma einen internen Kritiker einfach mal kündigen kann, wenn er zu unbequem wird. Sondern auch dazu, dass sie Beweise vernichten kann. Oder Zeugen beeinflussen. Künftig sollen sich Whistleblower auch direkt an die Staatsanwaltschaft wenden dürfen. Das ist schon mal extrem viel wert. Nur der dritte Weg, an die Öffentlichkeit zu gehen, der ist weiterhin eingeschränkt. Das ist nur erlaubt, wenn die Behörden nicht angemessen reagieren oder ein vordringliches öffentliches Interesse an dem Problem besteht. (...) seit es Whistleblowing gibt, gibt es auch die Gegenbewegung: Hinweisgeber sollen daran gehindert werden, Dinge öffentlich zu machen. Daher gehen solche Menschen weiterhin ein großes Risiko ein. Ihnen drohen Kündigungen, Schadenersatzklagen oder auch Strafen und das schafft leider auch die Richtlinie nicht ganz ab."

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Frankfurter Rundschau vom 15.04.2019

"Geheimdienst speichert Daten von 820 Minderjährigen"

https://www.fr.de/politik/ueberwachung-jugendzimmer-12195037.html

Aus der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der FDP geht hervor, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz Daten zu insgesamt 820 Minderjährigen im Alter von 14 bis 18 Jahren gespeichert hat. "Die Gesamtzahl der im Bundesamt angelegten Akten liege 'im hohen fünfstelligen Bereich'. Diese müssten 'händisch auf das Alter der gespeicherten Personen hin geprüft werden'. Anfang April war bekanntgeworden, dass Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) plant, künftig den Verfassungsschutz zu ermächtigen, Daten von Minderjährigen zu speichern, wenn sie Verbindungen zu Extremisten oder Terroristen haben. Das Bundesinnenministerium hatte seinerzeit auf eine 'erhebliche Zahl' von Kindern und Jugendlichen verwiesen, die sich in Syrien aufhalten und deren deutsche Eltern Gefährder sind. Für die Speicherung von Daten Minderjähriger gilt derzeit eine Grenze von 14 Jahren. Seehofer plant eine Novelle des Gesetzes, in deren Zuge die Speicherung auch von unter 14-Jährigen erleichtert werden soll. FDP-Innenexperte Konstantin Kuhle kritisierte die vorgeschlagene Änderung. Das Bundesamt für Verfassungsschutz habe bereits jetzt die Möglichkeit, Daten von Kindern unter 14 Jahren zu erfassen, falls der Verdacht besteht, diese könnten eine bedeutende Straftat planen oder begehen."

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9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 17.04.2019

"Wir haben ein Antisemitismusproblem"

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/mehr-vorfaelle-in-berlin-wir-haben-ein-antisemitismusproblem-1
6145634.html

Ein Bericht der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (Rias) für das Jahr 2018 hat festgestellt, dass die Zahl antisemitischer Vorfälle in Berlin zugenommen habe. "Rias-Projektleiter Benjamin Steinitz sagte, man stelle im Vergleich zu den vergangenen Jahren eine wachsende Bereitschaft fest, 'antisemitische Aussagen mit konkreten Gewaltandrohungen zu verbinden'. Das finde jedoch 'nicht im luftleeren Raum' statt, sondern sei im Zusammenhang zu sehen, mit wachsenden Zahlen 'niederschwelliger' Formen von Antisemitismus. So wurden im Jahr 2018 in Berlin 831 Fälle von verletzendem Verhalten registriert, was eine Steigerung von 22 Prozent bedeute. Dabei handelte es sich um schriftliche oder mündliche Anfeindungen, Propaganda oder Veranstaltungen mit antisemitischen Inhalten. (...) Zu den Motiven und politischen Hintergründen heißt es in dem Rias-Bericht, dass diese in 49 Prozent der Fälle unbekannt seien. Von den übrigen hätten 18 Prozent, und damit die meisten, einen rechtsextremen Hintergrund gehabt, neun Prozent einen israelfeindlichen, sieben Prozent seinen aus der 'politischen Mitte' gekommen, sechs Prozent seien 'verschwörungsideologisch' motiviert gewesen, fünf Prozent rechtspopulistisch, vier 'links-antiimperialistisch' und zwei Prozent islamistisch."

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Bundesamt für Verfassungsschutz vom 31.03.2019

"Antisemitismus im Islamismus"

https://www.verfassungsschutz.de/de/oeffentlichkeitsarbeit/publikationen/pb-islamismus/broschuere-2019-03
-antisemitismus-im-islamismus

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat im März die Broschüre "Antisemitismus im Islamismus" veröffentlicht, um auf antisemitisches Gedankengut in islamistischen Organisationen und Strömungen aufmerksam zu machen. Im Fazit des Berichts heißt es: "Die Erfassung dieser Vorkommnisse belegt, dass antisemitische Ereignisse mit islamistischem Hintergrund in Deutschland keine Seltenheit sind. Allein für den Zeitraum von Januar bis Dezember 2017 wurden mehr als 100 Vorkommnisse registriert, deren Spannbreite von antizionistischen Predigten über antisemitische Graffiti bis hin zu verbalen und körperlichen Attacken gegen Einzelpersonen reicht. (...) Bemerkenswert ist zudem, dass zahlreiche Vorkommnisse durch Einzelpersonen verursacht wurden, bei denen bislang keine Hinweise auf eine Verbindung zum organisierten Islamismus vorhanden waren. (...) Solche Ereignisse legen den Schluss nahe, dass das von Islamisten verbreitete antisemitische Gedankengut zunehmend auch in muslimischen Gesellschaftsgruppen außerhalb islamistischer Organisationen anzutreffen ist. Ob es sich hierbei um eine dauerhafte Erscheinung – möglicherweise sogar einen anhaltenden Trend – handelt, bleibt abzuwarten."

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Diese Liste wird an jedem Tag unter der Woche ergänzt. Wenn Sie weitere Texte im Internet finden, auf die wir in unseren verschiedenen Rubriken noch nicht hingewiesen haben und die für andere Nutzer interessant sein könnten, bitten wir um einen Hinweis entweder an: schilling@bpb.de oder an presseschau@buero-fuer-neues-denken.de

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