US-Soldaten in Afghanistan

Sicherheitspolitische Presseschau

Sicherheitspolitische Presseschau

Linkliste "Internationale Sicherheitspolitik und die Folgen des Terrors"



Die Anschläge vom 11. September 2001 haben die Welt verunsichert. Weltweit wird über die Ursachen und Folgen diskutiert. Woher kommt der Terrorismus? Wer sind seine Akteure? Gibt es einen Kampf der Kulturen? Wie kann eine internationale Sicherheitspolitik gestaltet werden? Und wie verhalten sich Freiheit und Sicherheit in Zeiten terroristischer Bedrohungen zueinander?

Seit 2001 stellt die bpb eine ausführliche und kommentierte Linkliste zusammen zu den Folgen des Terrorismus und den verschiedenen Aspekten der internationalen Sicherheitspolitik. Im Archiv finden Sie alle Texte, die seit 2011 gesammelt wurden. Das Archiv enthält auch Links, die nicht mehr funktionieren oder auf Texte verweisen, die nicht mehr frei erreichbar sind.

Diese Linksammlung stellt keine Meinungsäußerung der bpb dar, d.h. die Aufnahme in die Liste bedeutet nicht, dass die bpb mit den Meinungen auf den jeweiligen Websites übereinstimmt. Ziel dieser täglichen Übersicht ist es vielmehr, eine Orientierung über die Bandbreite der internationalen Diskussionen und Positionen zu den Folgen des 11.9. und den damit verbundenen aktuellen Entwicklungen in Politik und Gesellschaft mit zu ermöglichen.

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe der Presseschau

Links vom 23.02.2017

2.1. Deutschland / Europa

Deutschlandfunk vom 22.02.2017

"Wie real ist die Gefährdung wirklich?"

http://www.deutschlandfunk.de/angst-vor-kriminalitaet-wie-real-ist-die-gefaehrdung.1771.de.html?dram:arti
cle_id=379511

Jürgen Wiebicke moderiert eine Diskussionsrunde im Polizeipräsidium Bochum zum Thema Innere Sicherheit. Einer sinkenden Kriminalitätsrate stehe ein subjektives Unsicherheitsgefühl vieler Bürger gegenüber, konstatiert der Autor. Wie ist dieser Diskrepanz zu begegnen? "Obwohl die Kriminalitätsrate sinkt, steigt das subjektive Unsicherheitsgefühl vieler Bürger und zwar vor allem im öffentlichen Raum. Doch der ist wesentlich sicherer als die heimischen vier Wände, wo es häufig zu tödlichen Unfällen und innerfamiliären Gewalttaten kommt. Wie geht Polizei und Politik mit solchen Daten um?" Weiter...


Spiegel Online vom 23.02.2017

"Polizei in Niedersachsen nimmt 26-jährigen Salafisten fest"

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/niedersachsen-anschlagsplan-polizei-nimmt-26-jaehrigen-salafist
en-fest-a-1135991.html

Die niedersächsische Polizei hat in Northeim einen Terrorverdächtigen festgenommen, in dessen Wohnung Acetonperoxid, andere Chemikalien und elektronische Bauteile zur Herstellung eines Sprengsatzes gefunden wurden, berichtet Spiegel Online. "In ersten Vernehmungen habe der Mann eingeräumt, er habe Polizisten oder Soldaten mit dem selbst gebauten Sprengsatz 'in eine Falle locken wollen', heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizei. Der Mann sei 'dringend verdächtig', der Zugriff ein 'großer Erfolg', hieß es weiter." Weiter...


2.2. USA

The Washington Post vom 22.02.2017

"New anti-Islamic State plan could change U.S. strategy in Syria"

https://www.washingtonpost.com/world/national-security/new-anti-islamic-state-plan-could-change-us-strate
gy-in-syria/2017/02/22/268e153c-f84b-11e6-be05-1a3817ac21a5_story.html

Die Diskussionen im Weißen Haus über eine neue Strategie zur Bekämpfung des "Islamischen Staates" in Syrien und Irak nähmen langsam Gestalt an, berichtet Karen DeYoung. Zur neuen Vorgehensweise könnte eine Einstellung der Unterstützung für moderate Rebellengruppen und eine stärkere Kooperation mit der Türkei gehören. "Senior officials familiar with the effort said the overall goal is to narrow the U.S. lens to focus more intensely on the Islamic State and other terrorist groups, without the distractions of Syria’s civil war, the needs of 'nation-building,' or the promotion of democracy. (...) Turkey has proposed several different versions of a plan to take [Raqqa], all of which involve Turkish troops, more U.S. personnel and Syrian Arab fighters, and exclude the YPG. It has also pushed for establishing a safe zone in a 25-mile deep strip along the border — including territory in which the YPG is already operating with U.S. acquiescence. (...) As it considers Turkey’s proposals, the Pentagon is maintaining a constant dialogue with Ankara to ensure that there is a feasible way forward to secure Raqqa, said a senior Defense official, one of several who discussed planning and were not authorized to comment publicly." Weiter...


Reuters vom 21.02.2017

"CIA-backed aid for Syrian rebels frozen after Islamist attack – sources"

http://www.reuters.com/article/us-mideast-crisis-syria-rebels-idUSKBN1601BD

Die CIA-Unterstützung für Rebellen im Nordwesten Syriens ist diesem Reuters-Bericht zufolge im vergangenen Monat eingestellt worden. Noch sei unklar, ob es sich um eine temporäre Maßnahme handle. "Rebel officials said that no official explanation had been given for the move this month following the jihadist assault, though several said they believed the main objective was to prevent arms and cash falling into Islamist militant hands. But they said they expected the aid freeze to be temporary. The halt in assistance, which has included salaries, training, ammunition and in some cases guided anti-tank missiles, is a response to jihadist attacks and has nothing to do with U.S. President Donald Trump replacing Barack Obama in January, two U.S. officials familiar with the CIA-led program said." Weiter...


2.3. Israel / Palästina

Haaretz vom 23.02.2017

"Who Needs The Hague When You Have Israeli Army Justice?"

http://www.haaretz.com/opinion/.premium-1.773303

Gideon Levy hält die von einem israelischen Militärgericht verhängte Haftstrafe gegen den Soldaten Elor Azaria, der einen am Boden liegenden palästinensischen Angreifer erschossen hatte, für völlig unzureichend. "What Israelis like most is to eat their cake and have it, too, and who knows better than the military court how to supply the goods? A rousing verdict about 'the value of the sanctity of life,' and a sentence fit for a bicycle thief. (...) Azaria left the court as a national hero, in a country where everyone who kills an Arab is considered a hero and there are almost no heroes who didn’t kill Arabs. The court once again told Israelis what they most wanted to hear: Palestinian lives are dirt cheap; they’re on end-of-season sale. This is the same court that has judged hundreds of thousands of Palestinians with severity and cruelty over the decades of the occupation." Weiter...


2.4. Naher und Mittlerer Osten, Maghreb

Tageszeitung vom 23.02.2017

"Erbarmungsloser Kampf um Mossul"

http://www.taz.de/Kampf-gegen-den-IS-im-Irak/!5383570/

Karim El-Gawhary berichtet über das Vorgehen der irakischen Armee im Kampf um Mossul. "Die große Frage ist, wie stark die verbliebenen Kräfte des IS in Mossul noch sind. Bei der Eroberung des Ostteils der Stadt hatte die irakische Armee besonders mit Sprengfallen, Scharfschützen sowie Selbstmordattentätern und Autobomben zu kämpfen. General Abdul Wahab al-Saade, der Chef der irakischen Antiterroreinheiten, erwartet, dass der IS im Vergleich zum Kampf um Ostmossul geschwächt ist. 'Wir bereiten uns natürlich auf alle Möglichkeiten vor, aber der IS hat Tausende seiner Kämpfer verloren und Hunderte seiner Selbstmordattentäter, auch die Kommandozentrale und die Drohnen, die sie eingesetzt haben. Viele der ausländischen Kämpfer sind gefallen. Die Moral beim IS ist geschwächt', erklärt er im Gespräch mit der taz vor der neuen Offensive. Er wollte sich nicht darauf festlegen, wie lange die Eroberung Westmossuls dauern könnte. 'Wichtiger ist es, dass wir die dort lebenden Zivilisten schützen', sagt er." Weiter...


Neue Zürcher Zeitung vom 23.02.2017

"Asad gewinnt"

https://www.nzz.ch/international/neue-syrien-gespraeche-in-genf-asad-gewinnt-ld.147148?reduced=true

Die syrische Opposition könne sich glücklich schätzen, dass sie überhaupt noch in der Position sei zu verhandeln, schreibt Monika Bolliger in der Neuen Zürcher Zeitung. Mittlerweile habe sich das Assad-Regime klare Vorteile auf dem Schlachtfeld und damit eine optimale Handlungsposition für ihren Machterhalt geschaffen. "Die Regimegegner könnten langfristig versuchen, Lücken in der erodierenden Souveränität Asads zu nutzen, um mehr Partizipation einzufordern. Für die Tausende, die in Asads Gefängnissen verschwunden sind, müssten sie die internationale Gerichtsbarkeit bemühen. Mittelfristig scheint es unterdessen, dass der Opposition nicht viel mehr übrig bleiben wird, als die Bedingungen ihrer Kapitulation auszuhandeln." Weiter...


Zeit Online vom 23.02.2017

"Das größte Gefängnis der Welt für Journalisten"

http://www.zeit.de/politik/2017-02/tuerkei-deniz-yuecel-journalisten-festnahmen-pressefreiheit-selbstzens
ur

Zia Weise berichtet aus Istanbul über die schwierigen Bedingungen unter denen Medienschaffenden in der Türkei arbeiten müssen. "Eine ganz normale Woche in der Türkei: Mehr als 20 Journalisten müssen vor Gericht erscheinen; ein Satiremagazin wird wegen seiner Moses-Karikatur geschlossen; eine Tageszeitung zensiert ein Interview mit einem Nobelpreisträger, der den Präsidenten kritisiert; ein kurdischer Journalist wird in Polizeigewahrsam zusammengeschlagen; der Korrespondent einer deutschen Zeitung wird festgenommen. Nur die letzte Nachricht sorgte hierzulande für Schlagzeilen, weil all diese Repressionen in der Türkei mittlerweile zum Alltag gehören." Weiter...


Neue Zürcher Zeitung vom 23.02.2017

"Zuschauen – oder hinschauen?"

https://www.nzz.ch/feuilleton/der-syrien-konflikt-und-unsere-ohnmacht-zuschauen-oder-hinschauen-ld.146860
?reduced=true

"Wie sollen wir mit den Bildern umgehen, welche die Abgründe dieses Konflikts zeigen", fragt Angela Schader in diesem Beitrag zum Syrien-Konflikt und der Ohnmacht der westlichen Öffentlichkeit angesichts der Verbrechen vor Ort. Angela Schader hat sich Bilder der syrischen Bürgerkriegsopfer angesehen und berichtet darüber, was dies mit ihr gemacht habe. "Zunächst betritt, wer die Berichte aus Foltergefängnissen liest oder die Bilder geschundener Leiber betrachtet, eine Tabuzone, in der tiefliegende, diffuse Gefühle sich mischen. Können wir sicher sein, nicht einer Art schwarzer Faszination anheimzufallen? Erlaubt der Respekt vor der Menschenwürde der Opfer, ihrer totalen Erniedrigung, ihrer Qual, ihrer Dehumanisierung zumindest mittelbar beizuwohnen?" Weiter...


3. Bündnisse und internationale Diplomatie

The National Interest vom 22.02.2017

"Take It from a European: NATO Is Obsolete"

http://nationalinterest.org/feature/take-it-european-nato-obsolete-19537?page=show

Nach Ansicht von Tom Sauer, Politikwissenschaftler an der Universität Antwerpen, ist das größte Problem der NATO nicht der Streit über die Lastenverteilung, sondern der immer offensichtlicher werdende Mangel an gemeinsamen Interessen und Zielen. Für die Terrorbekämpfung und Friedensmissionen in anderen Ländern sei das Bündnis ungeeignet. "Currently, there is a major split among the twenty-eight NATO member states: those in the south worry about migration and ISIS, but are relaxed with respect to Russia; those in the east are relaxed about ISIS, but worry about Russia. There is no common threat assessment. In addition, tensions between member states (Turkey and Greece) and within member states (Poland and Hungary) are rising. (...) There has never been a better external opportunity to strengthen European foreign, security and defense policy. In a world without NATO, the Europeans have no escape from taking up more responsibilities. In addition, NATO should be transformed, or even be replaced by a new Eurasian-Atlantic collective security organization that includes Russia. That will also be in the interest of Ukraine and the Baltic states." Weiter...


RAND Corporation vom 19.02.2017

"China's Opportunity — and Ours"

http://www.rand.org/blog/2017/02/chinas-opportunity-and-ours.html

Seit dem Amtsantritt Donald Trumps sind die Warnungen vor einer offenen Konfrontation zwischen den USA und China wieder lauter geworden. Michael J. Mazarr von der RAND Corporation verweist dagegen auf eine Rede des chinesischen Präsidenten auf dem World Economic Forum in Davos, in der Xi Jinping die chinesische Bereitschaft zur Kooperation in einer regelbasierten Weltordnung betont habe. "Most initial reactions to Xi's statement were fairly skeptical, for good reason. But this new Chinese approach offers a critical opportunity for the United States to test China's willingness to serve as the co-sponsor of a stable world order. (...) The speech is an inspiring call for shared, equitable and sustainable growth under agreed international norms. Rather than scoffing at Xi's motives, the United States and its friends and allies could say: 'We take you at your word and welcome growing Chinese influence to promote these values within a shared order — but under specific conditions.' The idea would be to gradually but more formally accept China as a leading co-sponsor of the world order, while using its emergence into that role as leverage to encourage and where necessary enforce key standards." Weiter...


4. Militär und bewaffnete Konflikte

Zeit Online vom 23.02.2017

"Bartels spricht sich gegen Wiederbelebung der Wehrpflicht aus"

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-02/bundeswehr-wehrpflicht-usa-forderungen

Der Wehrbeauftragte des Bundestags Hans-Peter Bartels hat sich angesichts der US-Forderungen nach mehr deutschem Engagement gegen einen Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland ausgesprochen, berichtet Zeit Online. "Die Wehrpflicht war 2011 nach 55 Jahren ausgesetzt worden. Seitdem sind die Streitkräfte von mehr als 200.000 auf derzeit 178.000 Soldaten geschrumpft. Die Bundeswehr muss nun wie andere Arbeitgeber verstärkt um Nachwuchs werben. Die Wehrpflicht löst den Personalmangel nach Ansicht des Verteidigungsministeriums aber nicht. 'Die Wiedereinführung der Wehrpflicht würde der Bundeswehr bei ihrer Suche nach geeignetem Personal nicht helfen', teilte eine Sprecherin mit. 'Wir benötigen motiviertes und qualifiziertes Personal, das sich auch länger an die Bundeswehr bindet.'" Weiter...


New York Times vom 22.02.2017

"Tour a City Torn in Half by ISIS"

https://www.nytimes.com/interactive/2017/02/22/world/middleeast/solomon-isis-front-line-iraq-diary.html

Der Reporter Ben C. Solomon hat die Frontlinien im Osten der umkämpften irakischen Stadt Mossul besucht und berichtet in diesem interaktiven Beitrag über seine Eindrücke. "Last month the Iraqi government recovered the eastern part of Mosul, a major victory against the Islamic State. A reporter toured the divided city." Weiter...


War is boring vom 22.02.2017

"Reviving Cold War Doomsday Devices Could Patch America’s Broken Nuclear Controls"

https://warisboring.com/reviving-cold-war-doomsday-devices-could-patch-americas-broken-nuclear-controls-f
2c568735fce#.er5hpt8tk

Im letzten Beitrag einer dreiteiligen Serie über die Sicherheit des amerikanischen Atomwaffenarsenals fordert Elaine Grossman die Wiedereinführung von Sicherheitsmaßnahmen, die nach dem Ende des Kalten Krieges abgeschafft worden seien. "These could include aircraft or rockets that broadcast emergency orders to nuclear forces if all other modes of communication have been silenced. Some say the White House might even consider pre-delegating authority for ordering or calling off nuclear strikes down the chain of command, in the event that top political leaders can no longer be found. The U.S. president holds unique authority to authorize nuclear missions or call them off. But that key facet of nuclear deterrence could be jeopardized by communications equipment prone to failure. A conventional or 'hybrid' attack on key U.S. military satellites, transmissions nodes or radio signals could endanger already fragile links that connect the commander in chief with bomber aircraft and ballistic missiles deployed at sea and in underground silos." Weiter...


5. NSA / Überwachung / Big Data

Spiegel Online vom 22.02.2017

"In fünf Jahren ist Ihr Gesicht Ihr Personalausweis"

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/kameraueberwachung-wird-zur-verhaltenskontrolle-a-1135744.html

Spiegel Online-Kolumnist Sascha Lobo erörtert in seinem Beitrag zur "intelligenten Videoüberwachung" "praktische Fragen der nahen Zukunft". "Kontrolle fühlt sich um so mehr an wie Freiheit, je 'normaler' man ist, je mehr man dem gesellschaftlich erwünschten Bild entspricht. Visuell und vom Verhalten her. Und das wirkt zurück auf das eigene Verhalten: Nach einem anstrengenden Tag im Büro möchte man auf der Heimfahrt keine Probleme bekommen, man kann ja nicht ständig kämpfen. Also verhält man sich so unauffällig wie möglich. Was immer das in drei, fünf oder zehn Jahren unter kommenden Regierungen bedeuten mag. Die forsche Vorhersage lautet: In fünf Jahren ist Ihr Gesicht Ihr Personalausweis. Aber zugegeben, sie verliert etwas an Forschheit, wenn noch in diesem Jahr auf australischen Flughäfen genau das eingeführt wird. Das Progamm 'Seamless Traveller' startet 2017 und ersetzt die Passkontrolle durch Gesichts- und Iris-Erkennung. Man wird nicht einmal mehr seinen Gang verlangsamen müssen. Jedenfalls nicht, wenn man aussieht, als würde man keine Scherereien machen." Weiter...


8. Konflikt der Kulturen

Bloomberg vom 23.02.2017

"Why the Dutch Turned Against Immigrants"

https://www.bloomberg.com/view/articles/2017-02-23/why-the-dutch-turned-against-immigrants

Leonid Bershidsky hat für seine Reportage die Niederlande besucht, um der Frage nachzugehen, warum viele Niederländer einer weiteren Zuwanderung muslimischer Migranten ablehnend gegenüberständen und sich deshalb der rechtspopulistischen Freiheitspartei (PVV) von Geert Wilders zugewandt hätten. In der aufgeheizten politischen Debatte träfen verschiedene Realitäten aufeinander, die alle zumindest teilweise ihre Berechtigung hätten. "The anger fueling the Wilders campaign is real and tangible in the Netherlands, but - like the anger of Donald Trump's voters in the U.S. - it's rooted in the existence of parallel realities in a society where efforts at social and cultural integration have run into major obstacles. (...) The problem is bringing all the conflicting -- and somewhat justified - worldviews together. It's especially different in the Netherlands with its history of a pillared society, in which people of different religions and backgrounds never mingled. (...) Wilders supporters are telling immigrants to adopt the host country's culture - which, in the Netherlands' case, includes gay marriage, widely available abortion and euthanasia - or leave. The immigrants say little, but they have closed the corner pub and replaced the traditional butcher's with a halal one. The leftists want the Wilders supporters to be less xenophobic and more accepting of other cultures - just like them." Weiter...


9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

The Times vom 23.02.2017

"Hollande’s plan to tackle jihadists 'is a total fiasco'"

http://www.thetimes.co.uk/edition/world/hollande-s-plan-to-tackle-jihadists-is-a-total-fiasco-vr8wwxzv5

Das von Präsident Hollande initiierte französische Regierungsprogramm zur Deradikalisierung junger Islamisten ist in einem Parlamentsbericht als "amateurhaftes Fiasko" kritisiert worden, berichtet Adam Sage aus Paris. "President Hollande’s plan to de-radicalise thousands of French Muslims had flopped while wasting millions of euros of taxpayers’ money, the report concluded. Its revelations included: •The only one of 13 promised deradicalisation centres to have opened is fully staffed but empty. •Local associations designed to counsel families do not know what they are doing and many signed up just to obtain public funding. •A re-education programme for radicalised inmates was scrapped after one prisoner duped the authorities into believing that he had reformed before organising an attack on guards. (...) The report, written by senators Esther Benbassa, of the left-wing Ecology party, and Catherine Troendlé, from the centre-right Republicans, concludes that the programme has been a resounding failure. In a damning indictment of the government’s approach, they said it was impossible to make a law-abiding citizen of a radical Islamist." Weiter...


10. Ökonomie

Tagesspiegel vom 17.02.2017

"Trump könnte eine neue Finanzkrise auslösen"

https://causa.tagesspiegel.de/wirtschaft/kann-trumps-protektionismus-funktionieren/trump-koennte-eine-neu
e-finanzkrise-ausloesen.html

Der US-amerikanische Ökonom Jared Bernstein, ehemals Wirtschaftsberater von Joe Biden und Barack Obama, schreibt in einem Gastbeitrag zum Protektionismus der Regierung Trump über mögliche Folgen der aktuellen wirtschaftlichen Weichenstellungen. "Jeder, dem etwas an der US-Wirtschaft liegt, sollte sich Sorgen machen. Zwar stehen die USA verglichen mit anderen Industrienationen im Moment gut da: Die Lage am Arbeitsmarkt ist solide, es entstehen mit robustem Tempo neue Jobs, wovon zunehmend auch Menschen mit mittlerem oder kleinem Einkommen profitieren. Doch nun ist da die Idee, die Gesundheitsreform aufzuheben, die Regulierung des Finanzmarkts wieder zurückzufahren und auf Steuervergünstigungen zu setzen, von denen vor allem sehr Reiche profitieren: All das sind Ideen, die unsere Wirtschaft in der Vergangenheit in Schwierigkeiten gebracht haben." Weiter...



Diese Liste wird an jedem Tag unter der Woche ergänzt. Wenn Sie weitere Texte im Internet finden, auf die wir in unseren verschiedenen Rubriken noch nicht hingewiesen haben und die für andere Nutzer interessant sein könnten, bitten wir um einen Hinweis entweder an: schilling@bpb.de oder an presseschau@buero-fuer-neues-denken.de

Im Archiv finden Sie alle Texte, die seit 2001 gesammelt wurden. Das Archiv enthält auch Links, die nicht mehr funktionieren oder auf Texte verweisen, die nicht mehr frei erreichbar sind. Wir haben uns der Vollständigkeit wegen entschlossen, alle Links im Archiv zu halten.

Diese Linksammlung stellt keine Meinungsäußerung der bpb dar, d.h. die Aufnahme in die Liste bedeutet nicht, dass die bpb mit den Meinungen auf den jeweiligen Websites übereinstimmt. Ziel dieser täglichen Übersicht ist es vielmehr, eine Orientierung über die Bandbreite der internationalen Diskussionen und Positionen zu den Folgen des 11.9. und den damit verbundenen aktuellen Entwicklungen in Politik und Gesellschaft mit zu ermöglichen.


Redaktion

Hier finden Sie die Redaktion der Sicherheitspolitischen Presseschau. Weiter... 

Internationales

Internationales

Europa, Asien, Afrika, Amerika und weltweite Phänomene und Institutionen. Die bpb bietet ein breites Angebot zu internationalen Themen. Weiter... 

Online-Angebot

Informationsportal Krieg und Frieden

Die weltweiten Militärausgaben sind 2013 leicht zurückgegangen - auf 1,7 Billionen US-Dollar. Welches Land gibt wie viel für sein Militär aus? Und wer bezieht die meisten Waffen aus Deutschland? Das interaktive Portal liefert Antworten auf sicherheitspolitische Fragen. Weiter... 

Dossier

Innerstaatliche Konflikte

Vom Kosovo nach Kolumbien, von Somalia nach Süd-Thailand: Weltweit schwelen über 280 politische Konflikte. Und immer wieder droht die Lage gewaltsam zu eskalieren. Weiter... 

Zahlen und Fakten

Globalisierung

Kaum ein Thema wird so intensiv und kontrovers diskutiert wie die Globalisierung. "Zahlen und Fakten" liefert Grafiken, Texte und Tabellen zu einem der wichtigsten und vielschichtigsten Prozesse der Gegenwart. Weiter... 

Publikationen zum Thema

Coverbild Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert

Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert

Die internationale Sicherheit ist fragil und bedroht. Wie können und müssen demokratische Systeme ...

Internationale Sicherheitspolitik Cover

Internationale Sicherheitspolitik

Seit Ende des Ost-West-Konflikts hat sich die internationale Sicherheitspolitik deutlich verändert....

WeiterZurück

Zum Shop