US-Soldaten in Afghanistan

Sicherheitspolitische Presseschau

Sicherheitspolitische Presseschau

Linkliste "Internationale Sicherheitspolitik und die Folgen des Terrors"



Die Anschläge vom 11. September 2001 haben die Welt verunsichert. Weltweit wird über die Ursachen und Folgen diskutiert. Woher kommt der Terrorismus? Wer sind seine Akteure? Gibt es einen Kampf der Kulturen? Wie kann eine internationale Sicherheitspolitik gestaltet werden? Und wie verhalten sich Freiheit und Sicherheit in Zeiten terroristischer Bedrohungen zueinander?

Seit 2001 stellt die bpb eine ausführliche und kommentierte Linkliste zusammen zu den Folgen des Terrorismus und den verschiedenen Aspekten der internationalen Sicherheitspolitik. Im Archiv finden Sie alle Texte, die seit 2011 gesammelt wurden. Das Archiv enthält auch Links, die nicht mehr funktionieren oder auf Texte verweisen, die nicht mehr frei erreichbar sind.

Diese Linksammlung stellt keine Meinungsäußerung der bpb dar, d.h. die Aufnahme in die Liste bedeutet nicht, dass die bpb mit den Meinungen auf den jeweiligen Websites übereinstimmt. Ziel dieser täglichen Übersicht ist es vielmehr, eine Orientierung über die Bandbreite der internationalen Diskussionen und Positionen zu den Folgen des 11.9. und den damit verbundenen aktuellen Entwicklungen in Politik und Gesellschaft mit zu ermöglichen.

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe der Presseschau

Links vom 26.02.2015

1. Aktuelles

Amnesty International vom 26.02.2015

"Amnesty International Annual Report 2014/2015"

https://www.amnesty.org/en/annual-report-201415/

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat ihren neuen Jahresbericht veröffentlicht. Für die Menschenrechte sei 2014 ein "verheerendes" Jahr gewesen, schreibt Generalsekretär Salil Shetty in der Einleitung. "International humanitarian law - the law that governs the conduct of armed conflict - could not be clearer. Attacks must never be directed against civilians. The principle of distinguishing between civilians and combatants is a fundamental safeguard for people caught up in the horrors of war. And yet, time and again, civilians bore the brunt in conflict. In the year marking the 20th anniversary of the Rwandan genocide, politicians repeatedly trampled on the rules protecting civilians - or looked away from the deadly violations of these rules committed by others." Weiter...


2.1. Deutschland / Europa

Telepolis vom 26.02.2015

"Handelt Moskau nach Drehbuch?"

http://www.heise.de/tp/artikel/44/44249/1.html

Berichten der unabhängigen russischen Zeitung Novaya Gazeta zufolge, habe die russische Regierung ihr Vorgehen in der Ukraine bereits im Februar 2014 als fertigen Plan rechtsnationalistischer Kreise vorzuliegen gehabt, berichtet Florian Rötzer auf Telepolis. "Vermutlich wurden im Kreml während der Maidan-Unruhen und schon vor dem Februar Pläne ausgearbeitet, wie man darauf reagieren soll. Es wäre seltsam, wenn dies nicht geschehen wäre. Dass Moskau vor allem bei der Krim, wo die Schwarzmeerflotte stationiert war und ist, massive strategische Interessen und Ängste hatte, dass die neue Regierung die Verträge kippen würde, liegt nach dem Sturz der Janukowitsch-Regierung auf der Hand. Man kann davon ausgehen, dass Unabhängigkeitserklärung und Referendum vorbereitet waren, weniger klar ist dies im Hinblick auf Donezk und Lugansk. Hier gab und gibt es offenbar keine Interessen von Moskau, die Gebiete zu übernehmen, man will eine starke Autonomie der Gebiete durchsetzen, wofür man Waffen und womöglich auch Truppen liefert, zumindest hält Moskau die Grenze offen, um den Fluss an Waffen und Kämpfern aus Russland zu gewährleisten." Weiter...


Zeit Online vom 25.02.2015

"Russlands Strategiepapier im Wortlaut"

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-02/russische-einmischung-ukraine-dokument-gazeta-deutsche-ueberse
tzung?utm_content=buffere9dca&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer

Zeit Online dokumentiert das russische Strategiepapier vom Februar 2014 in deutscher Übersetzung. "Die russische Zeitung Nowaja Gazeta hat ein Strategiepapier zum Umgang mit der Ukraine publiziert, das zwischen dem 4. und 12. Februar 2014 entstanden ist und dem Kreml in dieser Zeit vorgelegt worden ist. Zu diesem Zeitpunkt war der damalige ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch noch im Amt. Das Papier schlägt in sieben Punkten vor, wie sich Russland zur ukrainischen Krise verhalten soll: Von einem Anschluss der Krim via Referendum ist darin ebenso die Rede wie von der Förderung prorussischer Kräfte im Osten der Ukraine mit dem Ziel, diese Regionen eng an Russland zu binden. Wir dokumentieren das Papier in deutscher Übersetzung." Weiter...


Carnegie Europe vom 24.02.2015

"Why Ukraine Was No Game Changer — So Far"

http://carnegieeurope.eu/strategiceurope/?fa=59163

Die Krise in der Ukraine habe die geopolitische Landschaft in Europa bisher nicht grundlegend verändert, meint Jan Techau von Carnegie Europe. Die bisherige Machtbalance sei auf "brutale" Art und Weise bestätigt worden. "In the end, Russian hard power prevailed over Western principle. This confirmed that the European security architecture ends where the guarantee of NATO’s Article 5 mutual defense clause ends. Ukraine was not and is not part of that architecture. No one in the West is willing to issue for the country a security guarantee that they cannot enforce. In other words, the West hates and rejects the language about Russian spheres of influence but silently accepts it. Contrary to what many pundits say, this is not a qualitatively new situation." Weiter...


2.2. USA

TomDispatch vom 24.02.2015

"The Real American Exceptionalism"

http://www.tomdispatch.com/blog/175960/tomgram%3A_alfred_w._mccoy%2C_the_unwritten_american_rules_of_the_
road_/

Um die von den USA beanspruchte internationale Ausnahmestellung zu beschreiben, greift Alfred W. McCoy auf Carl Schmitts Feststellung zurück, dass es der Souverän sei, der über den Ausnahmezustand entscheidet. Schmitts Vorstellungen vom Ausnahmezustand seien die philosophische Grundlage der amerikanischen Machtpolitik seit dem Ende des Kalten Krieges. "Washington, more than any other power, created the modern international community of laws and treaties, yet it now reserves the right to defy those same laws with impunity. A sovereign ruler should, said Schmitt, discard laws in times of national emergency. So the United States, as the planet’s last superpower or, in Schmitt’s terms, its global sovereign, has in these years repeatedly ignored international law, following instead its own unwritten rules of the road for the exercise of world power." Weiter...


Al Jazeera America vom 24.02.2015

"Will Matt DeHart be the next victim of the war on leaks?"

http://america.aljazeera.com/opinions/2015/2/will-matt-dehart-be-the-next-victim-of-the-war-on-leaks.html

Mit Matt DeHart steht gegenwärtig ein weiterer Aktivist und Whistleblower vor einem US-Gericht. Joshua Kopstein berichtet, dass die US-Regierung auch in diesem Fall mit allen Mitteln ein Exempel statuieren wolle. "Remember Aaron Swartz, an information activist who prosecutors pursued vigorously for the act of downloading too many academic articles from an MIT library? Much like in Brown’s case, prosecutors were accused of withholding evidence and coercing Swartz into taking a guilty plea. Swartz committed suicide in 2013 amid mounting legal costs and the possibility of up to 35 years in prison, triggering the DeHarts’ decision to flee the country. 'Aaron Swartz had very similar psychological makeup, similar age, same circumstances as Matt,' DeHart’s father, Paul DeHart, a retired U.S. Air Force major, told The National Post. 'I do not want to wake up one day and find my son hanging from a rope in the garage of our house. And I have noplace to go to bring this to anyone’s attention.' With Matt DeHart’s attempted defections and other erratic behavior, it’s admittedly difficult to determine where his true intentions lie. But the government’s actions against him have been just as sketchy, if not more so." Weiter...


2.3. Israel / Palästina

Spiegel Online vom 26.02.2015

"Obama und Netanyahu: In Feindschaft verbunden"

http://www.spiegel.de/politik/ausland/obama-und-netanyahu-streit-wegen-iran-rede-vor-us-kongress-a-102055
7.html

Sebastian Fischer berichtet aus Washington über die mutmaßlichen Hintergründe, des geplanten Besuchs Benjamin Netanjahus in den USA. "Benjamin Netanyahu und Barack Obama können nicht miteinander. Wenn Israels Premier kommende Woche in die USA reist, droht neuer Krach - er hat es sich mit den Demokraten verdorben." Weiter...


3. Bündnisse und internationale Diplomatie

Financial Times vom 26.02.2015

"Nato spending promises largely ignored"

http://www.ft.com/intl/cms/s/0/7739b6aa-bceb-11e4-9902-00144feab7de.html?ftcamp=published_links/rss/world
/feed//product#axzz3SqXXTzXw

Mit den USA und Frankreich werden der Financial Times zufolge nur zwei der großen NATO-Mitglieder ihren Verteidigungshaushalt wie vor fünf Monaten vereinbart erhöhen. "Britain, Canada, Germany and Italy are all forecast to cut military spending this year, flouting an explicit promise not to do this, made at September’s Nato gathering in Wales. Nato nations are expected to spend a minimum of 2 per cent of gross domestic product on defence, but very few do so. (...) 'The last year has been much more a triumph of rhetoric over delivery,' said Ian Kearns, ELN director and a former UK defence policy adviser. 'In spite of the talk of Ukraine being a game-changer for the alliance, it is much more business as usual.'" Weiter...


5. NSA / Überwachung / Big Data

Sicherheitspolitik-Blog vom 26.02.2015

"Hacktivismus = Cybercrime? Eine Replik auf die Studie des BKA zu Hacktivisten"

http://www.sicherheitspolitik-blog.de/2015/02/26/hacktivismus-cybercrime-eine-replik-auf-die-studie-des-b
ka-zu-hacktivisten/

Adrian Haase und Theresa Züger haben sich ausführlich mit der Studie des BKA zum Thema "Hacktivisten" auseinandergesetzt und eine Replik dazu verfasst. "Die vorliegende Hellfeldstudie stellt lediglich den ersten Teil dar und soll zukünftig von einer Dunkelfeldstudie flankiert werden (BKA, 2015: 2, 81). Es bleibt also zu hoffen, dass sich das BKA von kritischen Anmerkungen inspirieren lässt, um dadurch dem vielschichtigen Phänomen des Hacktivismus besser gerecht zu werden. Unserer Ansicht nach ist dafür eine ergebnisoffenere Forschung hinsichtlich der Einordnung von Hacktivisten im Spannungsfeld zwischen politischer Meinungsäußerung, zivilem Ungehorsam und cyberkriminellen Aktivitäten geboten um dadurch eine demokratie- und ressourcenschonende Abstufung bei der ermittlungstaktischen Behandlung von Fällen zu erreichen." Weiter...


The Verge vom 25.02.2015

"Gemalto denies 'massive' SIM breach, says 3G and 4G networks unaffected"

http://www.theverge.com/2015/2/25/8104239/gemalto-denies-sim-breach-nsa-gchq-spy-snowden

Der weltgrößte SIM-Kartenhersteller Gemalto hat die jüngsten Berichte über Hackerangriffe auf das eigene Netzwerk bestätigt, zugleich aber darauf bestanden, dass es keinen massiven Diebstahl von Verschlüsselungscodes gegeben habe. "While the manufacturer says it has reasonable grounds to believe that an operation by NSA and GCHQ 'probably happened,' the company claims that the attacks only breached its office networks, and 'could not have resulted in a massive theft of SIM encryption keys.' (...) Gemalto says that were there indeed a 'massive theft' of SIM encryption keys, the blame is more likely to fall away from SIM suppliers such as itself. The company claims its encryption methods were strong enough to ward off the reported attacks from international spy agencies, but points out that in The Intercept's documents, only two percent of the 1,719 exchanges of encryption keys came from SIM suppliers. The remaining 98 percent came from other groups." Weiter...


Cato Institute vom 23.02.2015

"US Wants to Hack Your Phone Because It Doesn’t Have Real Spies It Needs"

http://www.cato.org/publications/commentary/us-wants-hack-phone-because-it-doesnt-have-real-spies-it-need
s

Amerikanische Geheimdienste seien zu kontroversen Hackerangriffen auf Telefone und ganze Netzwerke übergegangen, weil eine verfehlte Antiterrorpolitik für einen Mangel an Quellen und Kontaktpersonen innerhalb extremistischer Organisationen gesorgt habe, meint Patrick G. Eddington vom CATO Institute. "The best way to disrupt any organized criminal element is to get inside of it physically. But the U.S. government’s counterterrorism policies have made that next to impossible. (...) The CIA’s failure to field agents under nonofficial cover, or to recruit enough reliable local informants on the ground who could communicate securely with CIA handlers outside Yemen, is symptomatic of the agency’s failure to break with its reliance on embassy-based operations throughout that part of the world. Compromising encryption technology will do nothing to solve the intelligence community’s human-intelligence deficit. This is a problem the agency must address if it is ever going to be successful in finding and neutralizing terrorist cells overseas." Weiter...


Al Jazeera English vom 25.02.2015

"Do Canadians know what they just voted for?"

http://www.aljazeera.com/indepth/opinion/2015/02/canadians-voted-150223121534982.html

Faisal Kutty von der Valparaiso University Law School in Indiana berichtet, dass der neue Entwurf eines Antiterrorgesetzes der kanadischen Regierung einer Umfrage zufolge von 82% der Bevölkerung begrüßt werde. Kutty führt diese große Zustimmung auf die schlechte Informiertheit der Öffentlichkeit zurück und kritisiert den Inhalt des Gesetzes. "The 62-page Bill C-51 being 'railroaded' though Parliament raises a plethora of issues and significantly alters the security landscape: It gives the Canadian Security Intelligence Service (CSIS) powers beyond intelligence gathering (to actively target threats and derail plots); creates new offences (criminalising 'terrorist propaganda' and the 'promotion of terror'); lowers the legal threshold to trigger detention to those who may carry out an offence from the existing standard of will carry out; extends preventive detention for 'suspected' terrorists from three days to seven days (inconsistent with the constitutional presumption of innocence); legally entrenches a no fly list; and grants government agencies explicit authority to share private information with domestic and foreign entities. (...) The government has skirted around the issue when asked how these powers would improve the 'war on terror' and labelled opponents as 'soft on terror'." Weiter...


9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

Blätter für deutsche und internationale Politik vom 26.02.2015

"Die Barbaren sind unter uns"

https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2015/februar/die-barbaren-sind-unter-uns

"Zur Zeit, so scheint es, kann – gerade unter dem Eindruck der jüngsten Anschläge – insbesondere von den in Europa lebenden Muslimen erhofft und erwartet werden, dass sie das vor langer Zeit im Islam so hoffnungsvoll begonnene Aufklärungswerk mutig fortsetzen, um so den islamistischen Gewalttätern die religiöse oder scheinreligiöse Legitimationsgrundlage zu entziehen. Es kann und es sollte von ihnen erwartet werden", schreibt Johano Strasser in den Blättern für deutsche und internationale Politik. Strasser analysiert den Begriff des Barbarischen im historischen und aktuellen Kontext und sieht dabei das Barbarische nicht nur in den Taten der islamistischen Terroristen, sondern vielerorts in der Welt. "Die Barbaren, das ist die schmerzliche Einsicht, der wir uns kaum verschließen können, sind nicht nur die Anderen, die da draußen, die im Osten, in der islamischen Welt. Die Barbarei steckt als Möglichkeit in unserer eigenen, sich so überaus rational und zivilisiert gebenden Gesellschaft. Auch deshalb darf es nicht als Entwarnung gedeutet werden, wenn – zurecht – darauf hingewiesen wird, dass an den Pegida-Demonstrationen neben rechtsradikalen Hetzern auch viele ganz normale Menschen aus der Mitte unserer Gesellschaft teilnehmen. Wenn wir verhindern wollen, dass für junge Menschen auf einmal Krieg, Gewalt und Heldentod als Ausweg aus einer Lebenskrise oder als faszinierende Alternative zu ihrem wenig inspirierenden Alltag erscheinen, sollten wir auch nach den Gründen fahnden, die in unserem eigenen Zivilisationsmodell liegen. Wir müssen lernen, die Zeichen zu lesen, unsere Aufmerksamkeit auf die Anfänge zu richten und helfend und korrigierend eingreifen, bevor Demütigung und Frustration, bevor die Sehnsucht nach einer nicht alltäglichen Herausforderung von denen ausgenutzt werden, die Hass und Gewalt predigen, weil sie nicht zu lieben wagen." Weiter...


8. Konflikt der Kulturen

Blätter für deutsche und internationale Politik vom 26.02.2015

"Muslimischer Antisemitismus"

https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2015/februar/muslimischer-antisemitismus

Der palästinensisch-israelische Psychologe Ahmad Mansour plädiert in den Blättern für deutsche und internationale Politik dafür, "die antisemitischen Einstellungen vieler Muslime endlich ernst zu nehmen und nicht weiter zu ignorieren". Weiter...


9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

Sicherheitspolitik-Blog vom 24.02.2015

"Der IS in den Medien und die Medien in der Strategie des IS"

http://www.sicherheitspolitik-blog.de/2015/02/24/der-is-in-den-medien-und-die-medien-in-der-strategie-des
-is/

Jean Rokbelle schreibt im Sicherheitspolitik-Blog über die sich wechselseitig bedingenden Rollen von Medien und Islamischen Staat. "'Terrorismus ist Theater', stellte der Terrorismusforscher Brian Michael Jenkins im Jahr 1974 fest. Gut 40 Jahre später scheint diese Beschreibung das brutale Vorgehen der Gruppe 'Islamischer Staat' (IS) adäquat zu beschreiben. Das soll nicht bedeuten, dass die Gewalt des IS ein harmloses Schauspiel ist. Im Gegenteil: Die teils bestialische Gewalt ist echt, aber sie ist kein Selbstzweck, sondern wird bewusst eingesetzt und inszeniert wie in einem Film. Der IS verfolgt damit mehrere Ziele: Unter seinen Gegnern will er Schrecken verbreiten, während er selbst als nahezu übermächtig erscheint und seine Botschaft mittels medialer Berichterstattung weltweit verbreiten kann. Damit wiederum erreicht er Sympathisanten, Unterstützer und potentielle Rekruten. Dabei kommt der Organisation der Warencharakter von Nachrichten entgegen. Jede alarmistische Schlagzeile kann die Auflage steigern." Weiter...


Die Welt vom 26.02.2015

"De Maizière hält Terrorabwehr für 'lückenhaft'"

http://www.welt.de/politik/deutschland/article137837849/De-Maiziere-haelt-deutsche-Terrorabwehr-fuer-luec
kenhaft.html

Im Gespräch mit der Welt verlangt Bundesinnenminister de Maizière mehr Personal für Polizei, BKA und Verfassungsschutz. "Die Bedrohung ist unverändert hoch. Der freiheitliche Westen und damit auch die Bundesrepublik sind ein Ziel des internationalen Terrorismus. Vor allem sehen wir eine Gefahr durch Einzeltäter und gesteuerte Gruppen, die Anschläge durchführen könnten. Seit dem Anschlag von Paris ist die Situation allerdings gefährlicher geworden, weil nach solchen Anschlägen immer mit Nachahmungstätern zu rechnen ist. In Kopenhagen handelte es möglicherweise um einen solchen Nachahmungstäter.(...)Wir haben uns das genau angeschaut. Da, wo noch Lücken sind, müssen wir diese schließen. Daran arbeiten wir. Unsere Ausstattung gegen Angriffe mit bestimmten Waffen ist lückenhaft. Vor allem die Bereitschaftspolizeien der Bundesländer, aber auch die der Bundespolizei sind durch Großeinsätze in den Bereichen Migration, Großdemonstrationen und Fußballspiele sehr belastet. Hier benötigen wir mehr Personal – genauso beim Bundeskriminalamt und beim Verfassungsschutz, um besser ermitteln und observieren zu können. Darüber verhandele ich mit dem Finanzminister." Weiter...


The Economist vom 21.02.2015

"Rolling into town"

http://www.economist.com/news/books-and-arts/21644117-how-rise-islamic-state-changing-history-middle-east
-rolling-town

Der Economist stellt die beiden neuen Bücher "ISIS: Inside the Army of Terror" und "The Rise of the Islamic State: ISIS and the New Sunni Revolution" vor, die sich mit den historischen und politischen Hintergründen des schnellen Aufstiegs des Islamischen Staats beschäftigen. "In 'ISIS: Inside the Army of Terror' Michael Weiss and Hassan Hassan see the movement as the product of a long-running dispute among jihadists about whether to take on the 'far enemy', America (as al-Qaeda did); or the 'near enemy', Arab states (as IS does in Iraq). A related question is how much brutality should be applied, particularly against the Shias: IS has chosen maximum gore. In 'The Rise of Islamic State: ISIS and the New Sunni Revolution' Patrick Cockburn largely ignores ideology. He treats IS and al-Qaeda as clones rather than rivals. In his view IS ultimately arises from the machinations of outside powers, mainly America and Saudi Arabia. Neither book says much about the reasons for declaring a caliphate." Weiter...



Diese Liste wird an jedem Tag unter der Woche ergänzt. Wenn Sie weitere Texte im Internet finden, auf die wir in unseren verschiedenen Rubriken noch nicht hingewiesen haben und die für andere Nutzer interessant sein könnten, bitten wir um einen Hinweis entweder an: schilling@bpb.de oder an presseschau@buero-fuer-neues-denken.de

Im Archiv finden Sie alle Texte, die seit 2001 gesammelt wurden. Das Archiv enthält auch Links, die nicht mehr funktionieren oder auf Texte verweisen, die nicht mehr frei erreichbar sind. Wir haben uns der Vollständigkeit wegen entschlossen, alle Links im Archiv zu halten.

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Kaum ein Thema wird so intensiv und kontrovers diskutiert wie die Globalisierung. "Zahlen und Fakten" liefert Grafiken, Texte und Tabellen zu einem der wichtigsten und vielschichtigsten Prozesse der Gegenwart. Weiter...