US-Soldaten in Afghanistan

6.1 Allgemein

The National Interest (25.08.2014)

http://nationalinterest.org/feature/russias-great-power-ukraine-s
trategy-11145

"Russia's Great-Power Ukraine Strategy"
Mark Kramer bezeichnet das russische Vorgehen in der Ukraine als Beispiel einer Großmachtpolitik, die in historischer Perspektive durchaus typisch sei. Vergleichbare Fälle seien auch in der US-Geschichte oder zuletzt im Nahen Osten zu finden. "A revolution is often followed, at least temporarily, by internal disarray and a 'hollowing out' of certain state functions, including the maintenance of public order. A large external power, especially one with irredentist claims, may seek to take advantage of this period of vulnerability by intervening and carving off a disputed territory. (...) Other motives for external great powers to respond to revolutions include a deep political hostility to revolutionary change. (...) Saudi Arabia has played the same role on the Arabian Peninsula, sending troops to protect Bahrain’s monarchy against revolutionary encroachments. Nor is the practice limited only to authoritarian great powers. Both before and during the Cold War, the United States often sought to prevent revolutionary upheavals and to undo them if they occurred, notably in Cuba, Central America, and Southeast Asia." Weiter...


New York Times (18.08.2014)

http://www.nytimes.com/2014/08/18/opinion/paul-krugman-why-we-fig
ht.html?ref=opinion&_r=1

"Why We Fight Wars"
Paul Krugman schreibt, dass es in modernen Kriegen nicht mehr vorrangig um wirtschaftlichen Profit oder um die Kontrolle wertvoller Ressourcen, sondern um politische Macht gehe. "(...) if authoritarian regimes without deep legitimacy are tempted to rattle sabers when they can no longer deliver good performance, think about the incentives China’s rulers will face if and when that nation’s economic miracle comes to an end — something many economists believe will happen soon." Weiter...


The National Interest (19.08.2014)

http://nationalinterest.org/feature/nuclear-arms-control-dead-110
97

"Is Nuclear Arms Control Dead?"
Will Hobart warnt, dass ein Kollaps des INF-Vertrags über nukleare Mittelstreckensysteme zwischen den USA und Russland das gesamte System der internationalen Atomwaffenkontrolle gefährden würde. "For instance, the prospect of heading off a destabilizing nuclear-arms competition in Asia, including between China and the United States, will further recede, as will the appeal of the U.S.-Russian precedent of restraint for India and Pakistan. America and Russia remain overwhelmingly the world’s strongest nuclear-armed powers, and their example is crucial for the future of nonproliferation, disarmament and the global nuclear peace." Weiter...


The Independent (14.08.2014)

http://www.independent.co.uk/news/world/politics/world-peace-thes
e-are-the-only-11-countries-in-the-world-that-are-actually-free-f
rom-conflict-9669623.html

"World peace? These are the only 11 countries in the world that are actually free from conflict"
Adam Withnall berichtet über eine neue Studie, der zufolge es heute weltweit lediglich 11 Länder gebe, die als "konfliktfrei" bezeichnet werden könnten. "With the crisis in Gaza, the rise of Islamist militants in Iraq and Syria and the international stand-off ongoing in Ukraine, it can sometimes feel like the whole world is at war. But experts believe this is actually almost universally the case, according to a think-tank which produces one of the world’s leading measures of 'global peacefulness' – and things are only going to get worse. It may make for bleak reading, but of the 162 countries covered by the Institute for Economics and Peace’s (IEP’s) latest study, just 11 were not involved in conflict of one kind or another. Worse still, the world as a whole has been getting incrementally less peaceful every year since 2007 – sharply bucking a trend that had seen a global move away from conflict since the end of the Second World War." Weiter...


Süddeutsche Zeitung (17.08.2014)

http://www.sueddeutsche.de/politik/globale-ordnung-im-sog-der-kri
egstrommeln-1.2090282

"Im Sog der Kriegstrommeln"
Für "apokalyptische Verzweiflung" angesichts der aktuellen globalen Krisenherde gebe es keinen Grund, meint dagegen Stefan Kornelius in seinem Kommentar. "Wenigstens die Statistik kann noch beruhigen: Nein, die Welt befindet sich nicht in außergewöhnlich kriegerischen Zeiten; die Menschheit erlebt keine besonders gewalttätige Phase ihres Daseins. Selbst wenn in diesem Jahr die Zahl der Kriege gestiegen ist, so gehört das zweite Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts immer noch zu den friedfertigeren der Geschichte. Vor 20 Jahren wären die Menschen froh gewesen, hätten sie derart ruhige Tage erlebt. Zum Ende des Kalten Krieges ließen noch jährlich fast 300 000 Menschen ihr Leben in bewaffneten Konflikten. Selbst um die Jahrtausendwende waren es fast 200 000. Im Jahr 2013 starben dagegen 45 000 Menschen in Konflikten." Weiter...


Political Violence @ a Glance (07.08.2014)

http://politicalviolenceataglance.org/2014/08/07/why-are-there-no
-nuclear-weapons-in-south-america/

"Why Are There No Nuclear Weapons in South America?"
Taylor Marvin erläutert, warum Lateinamerika trotz zahlreicher politischer Konflikte bis heute atomwaffenfrei geblieben ist. "(...) if several Latin American countries have the resources to develop nuclear weapons, and arguably at least some incentive to do so, why does the region remain nuclear weapons-free? The simplest answer is that nuclear weapons have gone out of style. (...) As the threat of major war has receded both around the world and in the region — which is partially due to US hegemony in Latin America, as Joe Young noted — the practical security gains from nuclear weapons have declined. (...) Beyond security, nuclear weapons are no longer seen as a path to international status." Weiter...


Telepolis (12.08.2014)

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42505/1.html

"Wenn Wohlstand keinen Frieden bringt"
"Die Staaten in Nahost waren relativ wohlhabend und sicher", schreibt Alexander Dill und versucht herauszufinden, warum nun trotzdem verlustreiche Kriege in der Region geführt werden. "Es ist bisher das mächtigste Credo des Kapitalismus: Wirtschaftswachstum bringe steigenden Wohlstand für alle. Wohlstand aber, so die Verheißung, führt zu innerem und äußerem Frieden und zu Stabilität. Doch es sind nicht die Verhungernden in armen Staaten, die mit Massenvernichtungswaffen anstatt mit Kalaschnikows die verlustreichsten Kriege und Bürgerkriege der Gegenwart führen. Israel-Palästina, Libanon, Syrien, Libyen und der Irak waren vergleichsweise wohlhabende Staaten mit studierten Bevölkerungen, mit Klimaanlagen, Gewächshäusern und breit verteiltem, wenn auch nicht westeuropäischem Wohlstand." Weiter...


Stiftung Wissenschaft und Politik (06.08.2014)

http://www.swp-berlin.org/de/publikationen/kurz-gesagt/ueber-den-
einsatz-militaerischer-gewalt-ethisch-reflektiert-diskutieren.htm
l

"Über den Einsatz militärischer Gewalt ethisch reflektiert diskutieren"
Peter Rudolf verweist in der von Bundespräsident Gauck angestoßenen Debatte über ethische Kriterien beim Einsatz militärischer Gewalt auf die begleitende Diskussion über den "gerechten Krieg". "Diese hat in den letzten Jahrzehnten, insbesondere in den USA und in Großbritannien, eine Renaissance erlebt, als moralisch vermeintlich gebotene humanitäre Militärinterventionen die Grenzen einer legalistischen Beurteilung vor Augen führten. (...) weithin gilt diese Tradition hierzulande als Instrument zur Legitimation von Gewalt und ihr Wiederaufleben als Gefahr für die völkerrechtliche Friedensordnung. Zweifellos diente und dient der Rückgriff auf Argumentationsmuster, die in dieser Tradition stehen, auch zur Rechtfertigung von Kriegen. An einer ethischen Bewertung militärischer Gewalteinsätze kommt man indes nur vorbei, wenn man entweder eine radikalpazifistische oder eine rein realpolitische Position vertritt. Zu wenig ausgeprägt scheint in Deutschland das Bewusstsein dafür zu sein, dass in der bellum iustum-Tradition militärische Gewalt als Übel gilt, wenngleich manchmal als das geringere, und ihr Einsatz immer in Hinblick auf Ziele und Konsequenzen rechtfertigungspflichtig ist." Weiter...


Blätter für deutsche und internationale Politik (09.08.2014)

https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2014/august/die-neuen-h
ightech-kriege

"Die neuen Hightech-Kriege?"
"Die Massenarmeen des 20. Jahrhunderts werden im Zuge der digitalen Revolution mehr und mehr von Hightech-Armeen abgelöst", konstatiert Götz Neuneck in seiner Analyse der Entwickungen im militär-technologischen Bereich. "US-Experten sprechen angesichts des technischen Fortschritts seit Jahren von einer 'Revolution in Military Affairs', die den Eindruck einer zunehmend 'automatisierten Kriegführung' vermittelt. Andere westliche Streitkräfte übernehmen prompt Elemente dieser propagierten neuen Art der Kriegführung. Die auf diesem Wege freigesetzte Dynamik im Hightech-Bereich sorgt für fortgesetzte Beschaffungen, neue Anforderungen an Soldaten und steigende Kosten bei vielen Waffensystemen, aber auch für weiteres Wettrüsten und massive Proliferation von Militärtechnologie." Weiter...


Frankfurter Allgemeine Zeitung (07.08.2014)

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/religion-und-gewalt-mord-al
s-gottesdienst-13084596.html

"Mord als Gottesdienst"
Ist Religion als solche nicht gut, fragt Friedrich Wilhelm Graf, emeritierter Professor für Systematische Theologie und Ethik an der Universität München. "Fromme Menschen, die sich in ihrer Heilsgewissheit dazu legitimiert sehen, zu morden und zu brandschatzen, 'heilige Kriege ' zu führen, Mädchen zu vergewaltigen, Kinder als Selbstmordattentäter in den Tod zu schicken, zwingen dazu, verstärkt darüber nachzudenken, dass Religion nicht als solche gut ist." Weiter...


Foreign Affairs (05.08.2014)

http://www.foreignaffairs.com/articles/141773/stuart-gottlieb-and
-eric-lorber/the-dark-side-of-interdependence?cid=rss-rss_xml-the
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"The Dark Side of Interdependence"
Der hohe Grad der wirtschaftlichen Verflechtung zwischen Europa und Russland müsse im Hinblick auf den aktuellen Konflikt zwiespältig beurteilt werden, schreiben Stuart Gottlieb und Eric Lorber. Einerseits werde das Risiko einer gefährlichen Eskalation der Krise vermindert, andererseits sei es erheblich schwieriger geworden, Russland wirtschaftlich unter Druck zu setzen. "If the EU and Russia did not have any economic ties, the EU would lack any significant leverage - short of military action - with which to threaten Moscow. In other words, policymakers must recognize that, although integration can achieve many shared goals, it can also box them in. (...) For 70 years, U.S.-led global liberal institutions that promote free trade, interdependence, and international law have helped create a more peaceful, prosperous, and democratic world. But it is not a perfect world. If liberal values and institutions are going to continue to lead the way, Western policymakers need to recognize and address their shortcomings. Otherwise alternative, anti-liberal forces will certainly step up to the challenge." Weiter...


European Council on Foreign Relations (01.08.2014)

http://www.ecfr.eu/content/entry/commentary_clashes_with_russia_p
oint_to_globalizations_end293

"Clashes with Russia point to globalization's end"
Mark Leonard hält den Konflikt des Westens mit Russland für ein Zeichen für das baldige Ende der Ära der Globalisierung. Die große gegenseitige wirtschaftliche Abhängigkeit habe sich als sicherheitspolitisches Hindernis herausgestellt, nicht nur Russland, sondern auch die USA und China suchten deshalb nach Wegen, um sich vor den Risiken der globalen Wirtschaftsordnung zu schützen. "China is moving toward domestic consumption after the threat of the U.S. financial crisis. America is moving toward energy independence after the Iraq War. Russia is trying to build a Eurasian Union after the euro crisis. And even internationalist Germany is trying to change the EU so that its fellow member states are bound into German-style policies. In the years after the Cold War, interdependence was a force for ending conflict. But in 2014, it is creating it. After 25 years of being bound together ever more tightly, the world seems intent on resegregating itself." Weiter...


spiked (04.08.2014)

http://www.spiked-online.com/newsite/article/the-barbarism-of-lib
eral-intervention/15526#.U-CGtKPqq1l

"The barbarism of liberal intervention"
Das aktuelle "Chaos" in Libyen ist nach Überzeugung von Tim Black eine direkte Folge der "humanitären Intervention" des Westens im Jahr 2011, die nicht nur zum Sturz des Gaddafi-Regimes, sondern auch zum Kollaps der staatlichen Strukturen im Land geführt habe. "(...) what is most unsettling about the chaos unleashed in Libya by clueless Western intervention is that it was entirely predictable. From Iraq to Afghanistan, the road to Libya was littered with the results of the West’s 'good intentions'. And yet still the desire to posture, to demonstrate moral authority in far-off places, ideally over the dead body of a Really Bad Man, was too strong. There was never a good material, geopolitical reason for getting stuck into Libya. It was all about looking and feeling morally good, all about bolstering politicians’ domestic esteem." Weiter...


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