US-Soldaten in Afghanistan

8. Fundamentalismus und Extremismus

Bundeszentrale für politische Bildung (22.10.2014)

http://www.bpb.de/politik/extremismus/islamismus/193521/salafisti
sche-radikalisierung-und-was-man-dagegen-tun-kann

"Salafistische Radikalisierung – und was man dagegen tun kann"
Ahmad Mansour, Mitarbeiter bei der Beratungsstelle Hayat, berichtet aus der Praxis über seine Arbeit mit radikalisierten Muslimen und deren Angehörigen. "400 vor allem junge Männer haben sich aus Deutschland aufgemacht, um für die islamischen Terroristen der ISIS zu kämpfen. Wie wurden diese Menschen zu Radikalen? Wie können Angehörige Radikalisierung erkennen? Und wie sollte man ihr entgegnen?" Weiter...


Frankfurter Allgemeine Zeitung (28.10.2014)

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/der-islamische-staat-macht-
die-universitaet-zur-kaserne-13232564.html

"'Islamischer Staat' macht die Universität zur Kaserne"
Die Übernahme der Hochschulautorität in Mossul durch den "Islamischen Staat" hat schwere Konsequenzen für Struktur und Personal der Universitäten, berichtet Rainer Hermann in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. "Im irakischen Mossul bestimmen jetzt die Dschihadisten über das akademische Curriculum: Auf das Studium von Literatur, Kunst, Philosophie und Recht steht die Todesstrafe." Weiter...


Spiegel Online (28.10.2014)

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/hooligans-neonazis-hoff
en-nach-koeln-krawalle-auf-zulauf-a-999787.html

"Hooligan-Krawalle: Neonazis im Propaganda-Rausch"
"Die Proteste von Köln, der angebliche Kampf gegen gewaltbereite Salafisten sollen ihnen aus der Isolation und damit auch aus der politischen Bedeutungslosigkeit helfen - und neuen Zulauf verschaffen", befürchtet Philipp Wittrock in seiner Einschätzung der Konsequenzen aus den Hooligan-Krawallen des vergangenen Wochenendes. "Die rechtsextreme Szene feiert die gewaltsamen Anti-Salafisten-Proteste von Köln als Machtdemonstration. Schwächelnde Neonazi-Parteien wie 'Die Rechte' hoffen auf neuen Zulauf. Weitere Aufmärsche sind geplant." Weiter...


Blätter für deutsche und internationale Politik (18.10.2014)

https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2014/oktober/rechtsextr
eme-frauen-verharmlost-und-verkannt

"Rechtsextreme Frauen: Verharmlost und verkannt"
Der Abschlussbericht des Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss zeige einmal mehr "wie Sicherheitsbehörden Rechtsextremismus bagatellisierten und teilweise sogar mit Personen aus der rechten Szene zusammenarbeiteten", schreibt Stella Hindemith in ihrer Ergebnisanalyse. "Offen bleibt die Frage, ob Morde und Terror des NSU hätten verhindert werden können, hätte man das Problem Rechtsextremismus wirklich ernst genommen. Zu der mörderischen Mischung aus Ignoranz und mangelnder Abgrenzung gehört auch die Verharmlosung der Rolle von Beate Zschäpe, die symptomatisch für den Umgang mit rechtsextremen Frauen zu sein scheint: Sie gelten oftmals lediglich als das unpolitische Anhängsel ihrer männlichen Mitstreiter." Weiter...


Deutsche Welle (15.10.2014)

http://www.dw.de/es-gibt-keine-alternative-zu-einer-reform-des-is
lam/a-17996582

"Es gibt keine Alternative zu einer Reform des Islam"
Ibrahim Mohamad im Gespräch mit dem Berliner Psychologen Ahmad Mansour, der - selbst einmal Radikaler - nun muslimischen Jugendlichen hilft, sich gegen radikale Deutungen ihrer Religion zu wehren. "Wir müssen dabei vor allem den Jugendlichen einen Islam zeigen, der mit Radikalismus nichts zu tun hat. Der Islam muss von Angst und von der Vorstellung eines 'strafenden Gottes' befreit werden. Wir müssen uns außerdem von der Tabuisierung der Sexualität befreien und unsere Religion nicht nur patriarchalisch verstehen, so wie unsere Väter, sondern wir müssen Zweifel und Fragen zulassen, um vom Glaubensdogma weg zu unterschiedlichen, individuellen Interpretationen zu kommen." Weiter...


Die Welt (15.10.2014)

http://www.welt.de/kultur/article133303492/So-schafft-man-den-Ant
isemitismus-juristisch-ab.html

"So schafft man den Antisemitismus juristisch ab"
Eine Presserichterin am Münchner Amtsgericht hat im Streit um einen Antisemitismusvorwurf gegen den "Polit-Aktivisten" Jürgen Elsässer eine eigene Antisemitismusdefinition formuliert. Henryk M. Broder, sieht hinter dieser Definition nichts weniger als die richterlich verfügte Abschaffung des Antisemitismus in Deutschland. "Nun ist zu allen diesen Definitionen eine dazu gekommen, die den Kreis der potentiell Verdächtigen maßgeblich einengt. 'Ein glühender Antisemit in Deutschland ist jemand', erklärte die Presserichterin am Münchner Landgericht, 'der mit Überzeugung sich antisemitisch äußert, mit einer Überzeugung, die das Dritte Reich nicht verurteilt und ist nicht losgelöst von 1933-45 zu betrachten, vor dem Hintergrund der Geschichte'. (...) Das heißt: Der Maßstab für Antisemitismus ist das Dritte Reich, es ist der Holocaust, es sind sechs Millionen tote Juden. Das ist der Lackmustest für Antisemiten 'vor dem Hintergrund der Geschichte'. Und das ist so logisch, als würde man nur einen Gangbang als Vergewaltigung gelten lassen. Wenn diese Definition Schule macht, wird man das Antisemitismus-Problem auf eine sehr elegante Weise entsorgt haben. Kein Antisemit ist so blöd, sich mit dem Antisemitismus der Nazis zu identifizieren. Er distanziert sich von der NS-Kamarilla, um anschließend umso fröhlicher zu verkünden, die Israelis würden den Palästinensern das Gleiche antun, was die Nazis den Juden angetan haben. Die vorläufige Ansicht der Münchner Presserichterin könnte der erste amtliche Schritt zur Abschaffung des Antisemitismus in Deutschland sein. Übrig bleiben dann nur noch Antisemiten, die wie ein Lagerfeuer gemütlich vor sich hin glühen. Weiter...


Cicero (14.10.2014)

http://www.cicero.de/berliner-republik/streitgespraech-hamed-abde
l-samad-vs-lamya-kaddor-kein-islam-ohne-islamismus/58344

"Kein Islam ohne Islamismus"
Im Magazin Cicero streiten sich der Islamkritiker Hamed Abdel-Samad und die Islamwissenschaftlerin und Religionspädagogin Lamya Kaddor über die Frage nach der Friedfertigkeit des Islams. "Kaddor: Auch ich bin mit der Praxis des Islam in weiten Teilen der arabischen Welt ziemlich unzufrieden. In den letzten Jahrhunderten hat sich der Islam dort leider eher zurückentwickelt. Abdel-Samad: Das gilt nicht nur für die letzten Jahrhunderte. Sobald die Scharia herrscht, ist es vorbei mit Toleranz und Pluralität. Kaddor: Stopp! Es gibt gar nicht die eine Scharia, sondern sehr unterschiedliche Verständnisse und Umsetzungen. Abdel-Samad: Das mag stimmen, aber es schält sich doch eine gemeinsame Idee heraus. Egal, ob es sich um Schiiten oder Sunniten handelt, ob wir nach Iran oder Saudi-Arabien schauen, ob wir Boko Haram, Hamas, Hisbollah, die Schabab-Miliz oder Isis fragen: Überall bedeutet die Scharia, dass die Bevölkerung im Namen Gottes bevormundet wird und dass körperliche Strafen und ein auf den Mann zugeschnittenes Familienrecht eingeführt werden. Kaddor: Natürlich gibt es diese Auswüchse, und diese zu bekämpfen, ist ein Anliegen aller gesellschaftlichen Akteure. Wir tun uns aber keinen Gefallen, wenn wir die islamophobe Karte spielen und jede Fehlentwicklung dem Islam anlasten. Leider unterscheidest auch du nicht zwischen Islam und Islamismus." Weiter...


Telepolis (06.10.2014)

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42969/1.html

"Die bösen Guten?"
Michael Klarmann berichtet über eine neue "sehr geschickte Strategie" deutscher Hooligan-Gruppen, die - angeblich um Deutschland zu retten - mobil gegen Salafisten machen. "Zwar betonen die 'Gewalttäter Sport', dass sie sich auch weiterhin mit Hooligan-Gruppen anderer Clubs prügeln wollen, doch im Kampf gegen Radikalislamisten trete man künftig gemeinsam auf. Vergessen machen will man so wohl auch, dass Ausschreitungen im Umfeld von Fußballspielen der Allgemeinheit, die man doch vor den Salafisten schützen will, zugleich einen Schaden und zuweilen auch immense Kosten bereiten." Weiter...


Zenith (10.10.2014)

http://www.zenithonline.de/deutsch/politik/a/artikel/scheich-alis
-lehren-004240/

"Scheich Alis Lehren"
Prof. Dr. Udo Steinbach über die Lehren des islamischen Theologen Scheich Ali Abd al-Raziq aus denen sich folgern liesse, wie es dazu gekommen sei, dass der "Islamische Staat" dem Islam missbrauche und beschmutze und warum Tunesien als Vorbild für eine gute Staatsform islamischer Staaten gereichen könne. "Die islamistische Ideologie hat zu diffuser terroristischer Gewalt geführt, aber nicht zu Wandel. Dieser kam schließlich von anderen: den Bürger und Bürgerinnen, namentlich den jungen Menschen, selbst. In den Auf- und Umbrüchen der arabischen Gesellschaften war von religiösen Eiferern wenig zu sehen. Erst im Nachhinein versuchen sie – auf je unterschiedliche Weise – den Prozess des Wandels für sich zu reklamieren. Eine zukunftsfähige Antwort darauf kam aus Tunesien: Zwar erklärt Paragraph eins der im Januar verabschiedeten Verfassung den Islam zur Staatsreligion; Paragraph sechs aber bestätigt den Schutz des Staates für die Freiheit des Glaubens und Gewissens." Weiter...


Spiegel Online (27.10.2014)

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/hooligans-gegen-salafis
ten-ausschreitungen-in-koeln-a-999382.html

"Hooligan-Randale: Rechtsextrem, betrunken und brandgefährlich"
Christoph Ruf und Rafael Buschmann berichten über den Aufmarsch von Hooligans und Rechtsextremen in Köln, die unter dem Deckmantel des Kampfes gegen radikale Salafisten in Köln randaliert haben. "Mehr als die Veranstalter gehofft, mehr als die Polizei für möglich gehalten hatte. Es waren nur wenige Frauen dabei, nur wenige Menschen aus dem bürgerlichen Lager. Die meisten Besucher waren weiß, kahlrasiert, breitschultrig und trugen sichtbare Tätowierungen. Viele von ihnen kennen sich seit Jahren, sie entstammen der gewaltaffinen Fußballszene. Es sind Hooligans, die seit geraumer Zeit gemeinsam gegen Salafisten vorgehen. Dabei bekommen sie eine breite Unterstützung aus dem Neoazi-Milieu." Weiter...


Die Welt (25.10.2014)

http://www.welt.de/sport/fussball/article133640268/Bizarre-Allian
z-radikaler-Fussballfans-gegen-Salafisten.html

"Bizarre Allianz radikaler Fussballfans gegen Salafisten"
Christoph Cöln berichtet über den Zusammenschluss eigentlich tief verfeindeter Hooligangruppen, mit dem Ziel gemeinsam den Kampf gegen die Salafisten in Deutschland aufzunehmen. "Bislang bestand die Gruppe aus einem versprengten Haufen lose organisierter Alt-Hooligans, die sich vornehmlich am Wochenende zur Massenschlägerei auf der grünen Wiese verabredeten. Die Feindschaften verliefen strikt zwischen den Vereinen, da prügelten Dortmunder auf Schalker, Braunschweiger auf Hannoveraner und Frankfurter auf Lauterer ein. Doch die alten Gräben sind vorerst zugeschüttet. 'In den Farben getrennt, in der Sache vereint', lautet nun das Motto der Hooligan-Szene. Und die 'Sache', das ist der Salafismus. Plötzlich schließen sich die eigentlich tief zerstrittenen Fanlager gegen ein neues Feindbild zusammen" Weiter...


Frankfurter Allgemeine Zeitung (25.10.2014)

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/radikale-islamisten-zah
l-der-ausgereisten-salafisten-in-wirklichkeit-bei-1800-13229426.h
tml

"In Wirklichkeit sind 1800 Salafisten ausgereist"
Nicht 450, wie bisher angenommen, sondern bis zu 1.800 Salafisten seien aus Deutschland mit dem Ziel der Mitgliedschaft in der Terrormiliz "Islamischer Staat" ausgereist, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. "Bisher wurde von den Behörden nur von einer hohen Dunkelziffer gesprochen, weil man in vielen Fällen die Ausreise nach Syrien oder in den Nordirak nicht zweifelsfrei nachweisen konnte. Zudem wurden auch die Angaben zu den Bundesländern nicht im Einzelnen offengelegt. So seien allein in Nordrhein-Westfalen nach der offiziellen Statistik bis zu 200 Personen ausgereist. Jede Woche erführen Polizei und Verfassungsschutz in Bund und Ländern von zahlreichen Personen, die mit dem Ziel Syrien ausgereist sind und von deren Absichten die Behörden zuvor keine Ahnung hatten, heißt es in den Sicherheitskreisen." Weiter...


Deutsche Welle (27.10.2014)

http://www.dw.de/kommentar-gekommen-um-zu-pr%C3%BCgeln/a-18023176

"Gekommen, um zu prügeln!"
Volker Wagener befürchtet, dass die Krawalle der Hooligans in Köln nicht das Letzte sein werden, was aus dieser Richtung zu hören sein wird. "Sie wollen die Republik vor den Islamisten retten: deutsche Hooligans. Ausgerechnet die, die sich normalerweise untereinander prügeln, haben nun einen gemeinsamen Feind. Da kommt was auf uns zu(...)" Weiter...


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