Deutschland 1945-1949

Deutschland 1945-1949

Im Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg mit der deutschen Kapitulation. Die Alliierten hatten das NS-Regime besiegt und gingen nun daran, ihre Besatzungsherrschaft in Deutschland zu errichten. Die Konzepte dafür hatten sie bereits in den letzten Kriegsmonaten entwickelt. Das Heft stellt den Aufbau der Militärverwaltungen in den vier Besatzungszonen dar, schildert die Situation der Not leidenden Bevölkerung im zerstörten Nachkriegsdeutschland und beschreibt die Anfänge der politischen und wirtschaftlichen Neugestaltung.

Weiter wird in diesem Heft aufgezeigt, mit welchen Schritten die Alliierten die Hauptverantwortlichen für die NS-Verbrechen bestraften und wie sie durch Entnazifizierung und Erziehungsmaßnahmen versuchten, eine demokratische Ordnung zu etablieren. Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges stellt es die unterschiedlichen politischen Weichenstellungen in den Zonen dar, die schließlich zur Gründung zweier deutscher Staaten führten.

   
Christine Hesse

Informationen zur politischen Bildung (Heft 259)

Editorial

Aus der Distanz von sechzig Jahren wirkt die unmittelbare Nachkriegszeit seltsam unwirklich. Jahrzehnte, in denen Deutschland die längste Friedensperiode seiner Geschichte, relative Sicherheit, demokratische Verhältnisse und wachsenden Wohlstand erlebte, legen einen Weichzeichner über die Anfänge. Weiter...

Nach Abschluss der Konferenz von Jalta im Februar 1945 lassen sich die alliierten Staatschefs Winston Churchill (Großbritannien), Franklin D. Roosevelt (USA) und Josef Stalin (UdSSR) fotografieren.

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Kriegsziele der Alliierten

Im Sommer 1945 kamen die Regierungschefs der drei Großmächte, USA, Sowjetunion und Großbritannien, zu ihrer letzten Kriegskonferenz zusammen, um im so genannten "Potsdamer Abkommen" festzulegen, wie Deutschland in Zukunft zu behandeln sei. Weiter...

Schwarz-Weiß-Foto: Hunderte deutscher Zivilisten stehen am 6. März 1945 unter der Aufsicht einer Panzerdivision der 1. US-Armee in der Gegend von Mannheim Schlange für eine Ration Brot und Speck.

Informationen zur politischen Bildung (Heft 259)

Errichtung der Besatzungsherrschaft

Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht im Mai 1945 richteten die vier alliierten Staaten Besatzungszonen ein. Sie übernahmen die oberste Regierungsgewalt in Deutschland. Weiter...

Schwarz-Weiß-Foto (undatiert!): Brandenburger Tor im zerstörten Berlin nach der deutschen Kapitulation 1945. Davor: Zerstörte Fahrzeuge und nicht näher identifizierbare Personen.

Informationen zur politischen Bildung (Heft 259)

Infrastruktur und Gesellschaft im zerstörten Deutschland

Das Leben im Nachkriegsdeutschland war durch Versorgungsengpässe und die starke Zerstörung in den Städten gekennzeichnet. Flüchtlinge aus den abgetrennten Ostgebieten und aus Ost-Mitteleuropa strömten in das geteilte Deutschland und mussten integriert werden. Weiter...

20 der 24 Hauptangeklagten während der Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen mit Angabe des jeweiligen Strafmaßes.

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Bestrafung der Schuldigen

Die Verantwortlichen für die nationalsozialistische Herrschaft wurden vor einem internationalen Gerichtshof im Namen der Vereinten Nationen zur Rechenschaft gezogen. Die Hauptkriegsverbrecherprozesse in Nürnberg fanden weltweit große Aufmerksamkeit. Weiter...

Schwarz-Weiß-Foto: Die deutsche Filmemacherin Leni Riefenstahl (Mitte) sitzt am 21. April 1952 mit ihrem Anwalt Dr. Alfred von Seefeld (rechts) vor der Berliner Spruchkammer. Vor einer vom Westberliner Senat gebildeten Spruchkammer, die nach dem Gesetz über den Abschluß der Entnazifizierung die lezten Sühneverfahren durchzuführen hat, begann an diesem Tag die Verhandlung gegen die 44-jährige Filmemacherin. Von 1948 bis 1952 wurde Leni Riefenstahl in vier Spruchkammerverfahren entnazifiziert und als „Mitläufer“ des Naziregimes eingestuft.

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Demokratisierung durch Entnazifizierung und Erziehung

Die Alliierten hielten die Herstellung eines demokratischen Systems übereinstimmend für ein grundlegendes Kriegsziel und einen wichtigen Besatzungszweck gegenüber Deutschland. Hierzu sollten die Entnazifizierung und die "Umerziehung" dienen. Weiter...

James F. Byrnes war amerikanischer Außenminister von 1945-1947 unter Präsident Harry S. Truman.

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Ost-West-Konflikt und deutsche Teilung

Die Vorstellungen über die Zukunft Deutschlands gingen in den vier Besatzungszonen weit auseinander. Als Vorläuferin des Weststaats schlossen sich schließlich die amerikanische und britische Zone zur "Bizone" zusammen. Weiter...

US-Amerikaner William Averell Harriman, links, US-Sondergesandte für den Marshallplan, steht neben dem Oberbürgermeister von Berlin, Ernst Reuter.

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Wirtschaftsentwicklung von 1945 bis 1949

Nach der Demontage der deutschen Industrie in den ersten Nachkriegsjahren kam es ab 1948 durch den so genannten Marshall-Plan zu einem umfassenden Hilfsprogramm für Europa. Im gleichen Jahr wurde mit der Währungsreform die D-Mark eingeführt. Weiter...

Schwarz-Weiß-Foto (undatiert!): Mehrere Berliner Kinder sitzen 1948 auf dem Zaun des Berliner Flughafens Tempelhof, während ein so genannter 'Rosinenbomber' der US-Luftstreitkräfte über ihnen zur Landung ansetzt.

Informationen zur politischen Bildung (Heft 259)

Berlin - auf dem Weg zur geteilten Stadt

Berlin wurde nach dem Krieg von den Siegermächten in vier Sektoren geteilt. Um die seit Anfang 1948 auftretenden Störungen auf den Verbindungswegen nach Berlin zu umgehen, beschlossen die Amerikaner, Berlin aus der Luft zu versorgen. Weiter...

Unser Archivbild zeigt den Präsidenten des Parlamentarischen Rates, Dr.  Konrad Adenauer, bei der Unterzeichnung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 genau um 17 Uhr in Bonn. Es trat allerdings erst am 24. Mai 1949, 00:00 Uhr in Kraft. Man nannte sie "die Väter der Verfassung": Gut drei Jahre nach der Kapitulation von Hitler-Deutschland traten 61 Männer und vier Frauen am 1. September 1948 in Bonn zusammen, um eine demokratische Verfassung für einen westlichen Teilstaat auszuarbeiten. Sie taten dies auf Geheiß der drei Besatzungsmächte, die ihnen zugleich Leitlinien mit auf den Weg gaben. Neun Monate und viele hitzige Sitzungen später legte der Parlamentarische Rat am 8. Mai 1949 sein Ergebnis vor: das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.

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Zwei Staatsgründungen auf deutschem Boden

Am 8. Mai 1949 stimmt der Parlamentarische Rat über das Grundgesetz für den neuen westdeutschen Bundesstaat ab. Einige Monate später tritt in der SBZ die Verfassung der DDR in Kraft. Weiter...

Standardbild Links

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Literaturhinweise

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