Schnelltriebwagen auf einer Versuchsstrecke im 19. Jahrhundert

Das 19. Jahrhundert

Der Übergang zur Industriegesellschaft, die Bildung von Nationalstaaten und auch die Beschleunigung von Mobilität und Kommunikation waren richtungsweisende Prozesse des 19. Jahrhunderts. Gerade in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts sorgen aggressiver Nationalismus und imperialistische Politik für internationale Spannungen, die schließlich im Weltkrieg münden. Auf den Ebenen „Deutschland“ – „Europa“ und „die Welt“ werden in diesem Heft die entscheidenden Entwicklungsprozesse eines dynamischen Jahrhunderts geschildert.

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Jutta Klaeren

Informationen zur politischen Bildung Nr. 315/2012

Editorial

Im 19. Jahrhundert beginnen viele Entwicklungen, deren Ergebnisse bis in die Gegenwart wirken – politisch, wirtschaftlich und sozial. So werden in vielen Staaten Europas Verfassungen erkämpft und erarbeitet, die die Beziehungen zwischen staatlicher Macht und Staatsvolk auf eine rechtliche Grundlage stellen. Es gründen sich Parteien, deren gewählte Vertreter die Exekutive kontrollieren, und das Wahlrecht wird auf immer größere (männliche) Gruppen der Bevölkerung ausgeweitet. Weiter...

Die Reichskrone des Heiligen Römischen Reiches, niedergelegt von Kaiser Franz II. am 6. August 1806. Damit war das seit dem frühen Hochmittelalter bestehende Reich erloschen.

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1800 bis 1850

1815 endet in Europa eine Epoche permanenter Kriege. Nun soll die Rückkehr zur fürstlichen Territorialherrschaft inneren und äußeren Frieden gewährleisten. Doch die zunehmende Politisierung breiter Bevölkerungskreise, Bevölkerungswachstum und Massenarmut sorgen für revolutionäre Unruhe und Druck zu Reformen. Die Europäer dringen immer mehr in ferne Weltregionen vor. Dort verschieben sich die Gewichte: Während die westliche Hemisphäre erstarkt, gerät Asien unter den zunehmenden Einfluss der Europäer. Weiter...

1826 nimmt Nicéphore Nièpce aus dem Fenster seines Arbeitszimmers in Le Gras die vermutlich erste lichtbeständige Fotografie der Welt auf.

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1850 bis 1880

Seit der Jahrhundertmitte dominieren der Nationalismus und der Fortschrittsgedanke die europäische Ideenwelt. Mit der nationalen Einigung unter den preußischen Hohenzollern wird Deutschland eine autoritäre Militärmonarchie und gleichzeitig zur weltweit drittgrößten Industrienation. Auch europaweit wachsen materielle Sicherheit, Wohlstand und Rechtsstaatlichkeit. Technische Neuerungen wie die Dampfschifffahrt und die Telegrafie sowie länderübergreifende Vereinheitlichungen und Institutionen wie der Freihandel und der Goldstandard lassen die Welt zusammenrücken. Weiter...

Auswanderer aus Österreich-Ungarn bei der Abreise in Triest auf einem Schiff der Austro-Americana

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1880 bis 1914

Zur Jahrhundertwende steigt in Europa der Wohlstand. Der weltweite Warenhandel erreicht seinen Höhepunkt, ebenso die interkontinentale Migration. Von beiden profitieren vor allem die USA, die zur größten Wirtschaftsmacht aufsteigen. Imperialismus, Sendungsbewusstsein und Rassismus sorgen für die Ausweitung des Kolonialismus, an dem sich nun auch die neue Großmacht Japan beteiligt. Auf internationaler Ebene fördert der Nationalismus staatliche Egoismen und wechselseitiges Misstrauen. Deutschland treibt er in die außenpolitische Isolation. Weiter...

Mitteleuropa 1789

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Karten

Hier finden Sie Karten zu Deutschland, Europa und der Welt im 19. Jahrhundert. Weiter...

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Literaturhinweise

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Impressum

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