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Gesellschaftsstruktur der USA


20.3.2014
Als Einwanderungsland sind die USA geprägt durch eine Vielzahl kultureller Einflüsse und eine multiethnische, segmentierte Gesellschaft. Religion spielt im Alltag der US-amerikanischen Bevölkerung eine bedeutende Rolle, die USA gelten als religiösestes Land der westlichen Industriestaaten.

Die ethnische Zusammensetzung der US-Bevölkerung ist sehr vielfältig. Kantine der Wicklow-Grundschule in Sanford, FloridaDie ethnische Zusammensetzung der US-Bevölkerung ist sehr vielfältig. Kantine der Wicklow-Grundschule in Sanford, Florida (© picture alliance / landov / George Skene)

Bevölkerungsentwicklung



Zuwanderung in die USAZuwanderung in die USA (© Bergmoser + Höller Verlag AG, Zahlenbild 853 513; Quelle: Office of Immigration Statistics)
Ende 2013 lebten in den 50 Einzelstaaten der USA ca. 317 Millionen Menschen. Die Einwohnerzahl hat sich seit 1941 mehr als verdoppelt und wird nach demografischen Berechnungen im Jahre 2050 knapp 440 Millionen betragen.
2010 waren etwa 37 Millionen US-Amerikaner im Ausland geboren, das entspricht ca. 13 Prozent der Gesamtbevölkerung. Seit der Zensuserhebung von 1990 ist der Anteil der Zugewanderten an der Gesamtbevölkerung um mehr als 50 Prozent gestiegen. Über 40 Prozent aller im Ausland geborenen US-Staatsbürgerinnen und -bürger sind seit 1990 in die Vereinigten Staaten eingewandert. Innerhalb dieser Gruppe stammen wiederum über 41 Prozent aus Lateinamerika und etwa 37 Prozent aus Asien.

Auch die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung hat sich im Laufe der Jahrzehnte verändert. Im Zensus von 1950 hatte der Anteil der Afroamerikaner noch bei ca. zehn Prozent gelegen, 2010 wurde ihr Anteil auf ca. 39 Millionen und damit etwa 12,2 Prozent der Gesamtbevölkerung geschätzt.
Der weiße Bevölkerungsanteil wird nach demografischen Vorausberechnungen schrumpfen, von ca. 63 Prozent im Jahr 2012 auf 43 Prozent im Jahr 2060. Im gleichen Zeitraum wird die schwarze Bevölkerung von 13 auf 15 Prozent und die asiatische von 5,1 auf ca. 8,2 Prozent anwachsen. Den größten Zuwachs wird es bei der hispanoamerikanischen Bevölkerung geben: 2012 betrug ihr Anteil 17 Prozent, was ca. 50 Millionen Menschen entspricht. 2060 werden sie voraussichtlich 31 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen.

Ethnische GruppenEthnische Gruppen (© Grafik 31 – Thema: Martin Luther King, „He Had a Dream“, in: DIE ZEIT Nr. 35 vom 22. August 2013)
Wie in den meisten Industrienationen nimmt die Geburtenrate (Lebendgeborene pro Frau) auch in den USA kontinuierlich ab. Allerdings liegt sie mit 2,1 (Stand 2010) weitaus höher als in Deutschland mit 1,39 (Stand 2010). Nach dem "Baby-Boom" zwischen 1940 und 1960 mit durchschnittlich 24 Geburten auf 1 000 Einwohner ist die Geburtenziffer beständig gesunken und erreichte 2010 einen Stand von ca. 13 Geburten pro 1 000 Einwohner. Dies wird weitreichende Konsequenzen für die Altersstruktur und die Sozialversicherung der Bevölkerung haben, zumal die durchschnittliche Lebenserwartung US-amerikanischer Bürgerinnen und Bürger weiter steigt: 1960 betrug sie für Männer 66,6 und für Frauen 73,1 Jahre, 2010 dagegen 76,2 respektive 80,7 Jahre. Der Anteil der über 65-Jährigen hat sich seit 1940 fast verdoppelt. Im Jahr 2010 betrug er 13,6 Prozent der Gesamtbevölkerung und wird in den nächsten Jahrzehnten noch erheblich ansteigen. Allerdings werden, wie immer in der Geschichte der USA, neue Immigranten die Altersstruktur günstig beeinflussen.