Vorreiter: Ministerpräsident David Ben Gurion und Bundeskanzler Konrad Adenauer – hier 1966 im Speisesaal des Kibbuz Sde Boker – setzten sich auch gegen Widerstände in Politik und Gesellschaft in ihren Ländern für die deutsch-israelischen Beziehungen ein.

Deutsch-Israelische Beziehungen

Israel und die Bundesrepublik Deutschland sind durch enge politische, wirtschaftliche, kulturelle und zivilgesellschaftliche Kontakte verbunden. An diesem Netzwerk wurde bereits vor dem 12. Mai 1965 geknüpft; an diesem Tag fand der Notenaustausch zwischen beiden Staaten zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen statt. Die ersten Schritte auf diesem Weg waren schon in den 1950er-Jahren erfolgt, nur kurze Zeit nach dem Ende des vom nationalsozialistischen Deutschland begangenen Völkermordes an den europäischen Juden.

Die Vergangenheit ist nicht vergessen – dies zeigen die Erfahrungen der vergangenen 50 Jahre. Dennoch oder gerade deswegen hat sich das Verhältnis zwischen Deutschen und Israelis als gut und belastbar erwiesen. Das Wissen um die Vergangenheit, aber auch gemeinsame Werte und Interessen verleihen den Beziehungen zwischen beiden Staaten einen einzigartigen Charakter.

   
Deutschlands Verantwortung: Bundeskanzlerin Angela Merkel betont in ihrer Rede am 18. März 2008 vor der Knesseth die enge Verbundenheit mit Israel.

Informationen zur politischen Bildung aktuell Nr. 27/2015

50 Jahre diplomatische Beziehungen

Am 12. Mai 1965 tauschten Vertreter der Bundesrepublik Deutschland und des Staates Israel Briefe zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern aus. Seitdem hat sich das gegenseitige Verhältnis – trotz Höhen und Tiefen – sehr positiv entwickelt. Weiter...

Historische Verpflichtung: Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin erinnert an die sechs Millionen Juden, die der NS-Herrschaft zum Opfer fielen.

Informationen zur politischen Bildung aktuell Nr. 27/2015

Last der Vergangenheit

Das Verhältnis Israels und zu Deutschland ist durch die deutsch-jüdische Vergangenheit belastet, den nationalsozialistischen Völkermord an den europäischen Juden und gefährdet zeitweilig die Balance der Beziehungen. Noch heute leben in Israel fast 100 000 Überlebende der Schoah. Weiter...

Informationen zur politischen Bildung aktuell Nr. 27/2015

Wege zur diplomatischen Anerkennung

Das Luxemburger Abkommen 1952, in dem die Bundesrepublik erstmals eine Verpflichtung gegenüber Israel und dem jüdischen Volk anerkannte, war in beiden Gesellschaften heftig umstritten. In den folgenden 13 Jahren gab es eine Reihe von Stolpersteinen, die die Aufnahme diplomatischer Beziehungen verhinderten. Weiter...

Aufbauhilfe: Zu den Lieferungen des Luxemburger Abkommens gehörten auch deutsche Schnelltriebwagen von Siemens. Plakat der israelischen Bahn

Informationen zur politischen Bildung aktuell Nr. 27/2015

Wirtschaftskontakte im Aufwind

Bereits vor der Aufnahme der offiziellen Beziehungen knüpften Unternehmen beider Seiten enge Kontakte, dabei profitierten sie vom sogenannten Wiedergutmachungsabkommen. Nach 1965 verstetigten sich die Wirtschaftsbeziehungen, Deutschland ist heute Israels drittwichtigster Handelspartner. Weiter...

Breite Unterstützung: In München demonstrieren während des Sechstagekrieges 1967 Tausende für den Staat Israel.

Informationen zur politischen Bildung aktuell Nr. 27/2015

Beziehungen in der Bewährung

In den vergangenen 50 Jahren haben sich die Kontakte in vielfältiger Weise und auf allen Gesellschaftsebenen entwickelt. Die politischen Beziehungen verliefen nicht immer reibungslos, ein strittiges Thema war der Nahostkonflikt. Weiter...

Unterzeichnung des "Horizon-2020-Assoziierungsabkommens" im Juni 2014. Israel nimmt als einziges nichteuropäisches Land an diesem EU-Forschungsprogramm teil.

Informationen zur politischen Bildung aktuell Nr. 27/2015

Europa und das deutsch-israelische Verhältnis

Wirtschaftlich sind die Beziehungen zur der Europäischen Union sehr eng, Israel ist durch ein Assoziierungsabkommen mit der EU verbunden. Politisch allerdings ist das Verhältnis angespannt, Streitpunkte sind u.a. die israelische Besatzungs- und Siedlungspolitik. Weiter...

Trotz einiger Differenzen stehen die besonderen Beziehungen zwischen den beiden Ländern nicht in Frage. Bundespräsident Joachim Gauck 2012 mit dem damaligen Staatspräsidenten Shimon Peres in der Halle der Erinnerung in Jad Vashem.

Informationen zur politischen Bildung aktuell Nr. 27/2015

Wie viel Vergangenheit braucht die Gegenwart?

Der Wunsch, sich der historischen Last der Vergangenheit zu entledigen, trübt das deutsch-israelische Verhältnis bisweilen bis in die Gegenwart. Nicht zuletzt das Wirken von Bundespräsidenten steht dem entgegen. Weiter...

Informationen zur politischen Bildung aktuell Nr. 27/2015

Normale oder asymmetrische Beziehungen?

Die deutsch-israelischen Beziehungen unterliegen seit Jahrzehnten Schwankungen. Während in der Bundesrepublik die Meinung gegenüber Israel kritischer wird, ist das Deutschlandbild in Israel positiver geworden. Weiter...

Streitpunkt Nahostkonflikt: Demonstranten mit palästinensischer Flagge treffen auf Unterstützer Israels, Berlin 2014

Informationen zur politischen Bildung aktuell Nr. 27/2015

Zukunftsperspektiven

Gemeinsame Werte und Interessen haben das Verhältnis zwischen Israelis und Deutschen in den vergangenen 50 Jahren bestimmt und bleiben eine Aufgabe für die Zukunft. Weiter...

Standardbild Links

Informationen zur politischen Bildung aktuell Nr. 27/2015

Literaturhinweise und Internetadressen

Weiter...

Standardbild Links

Informationen zur politischen Bildung aktuell Nr. 27/2015

Impressum

Weiter...