Dossierbild Informationen zur politischen Bildung: Polen
1 | 2 Pfeil rechts

Bildung, Wissenschaft und Hochschulen


2.8.2011
Das horizontal gegliederte Schulsystem legt großen Wert auf eine breite Grundbildung. Vor allem im Hochschulbereich ist die Bildungslandschaft derzeit stark von privaten Einrichtungen geprägt.

Schulkinder aus Turek, Polen, beten im Februar 2005 für die Gesundheit des kranken Papstes Johannes Paul II. Das in Polen geborene Kirchenoberhaupt starb kurze Zeit später.Schulkinder aus Turek, Polen, beten im Februar 2005 für die Gesundheit des kranken Papstes Johannes Paul II. Das in Polen geborene Kirchenoberhaupt starb kurze Zeit später. (© picture-alliance/AP)

Einleitung



Der politische Umbruch des Jahres 1989 löste im polnischen Bildungs- und Hochschulbereich einen tiefgreifenden Wandel aus, welcher mit den neuen politischen, sozialen und insbesondere marktwirtschaftlichen Erfordernissen einherging. Dieser Wandel zeichnete sich durch institutionelle und konzeptionelle, anfangs teilweise unkoordinierte oder auch widersprüchliche Reformelemente aus. Sie brachten nicht nur die Loslösung vom sozialistischen Erbe mit sich, sondern schrieben vor allem neue bildungspolitische Ziele und Prinzipien sowie neue ideelle Vorgaben für das sich modernisierende Bildungswesen fest. Als zentrale Aufgabe des Bildungswesens gilt seitdem die Vorbereitung künftiger Generationen auf Demokratie und Pluralismus in einer freien Gesellschaft. Zehn Jahre später, im Januar 1999, mündeten die vielfältigen Maßnahmen in einer grundlegenden systemischen Reform, die hauptsächlich mit der bevorstehenden EU-Integration (1. Mai 2004) und mit der territorialen Reform der zentralstaatlichen Verwaltung begründet wurde.

Alle nachfolgenden bildungspolitischen Neuerungen setzten konsequent an der 1999 begonnenen strukturellen Bildungsreform an. Diese löste z. B. im Pflichtschulbereich die noch aus der sozialistischen Ära stammende, für alle obligatorische achtjährige Grundschule ab. Seitdem hat sich die Dynamik dieser Prozesse jedoch weiter beschleunigt, und viele der Reformansätze im Bildungs-, Hochschul- und Wissenschaftssektor folgen inzwischen nicht nur den Linien europäischer Bildungspolitik, sondern sind auch – ähnlich den deutschen Entwicklungen – als Lösungsversuche für den verschärften internationalen Wettbewerb zu werten. Dieser inzwischen über zwei Jahrzehnte währende Veränderungsprozess kann deshalb treffend auch mit dem Begriff der "rollenden Bildungsreform" beschrieben werden.

Gliederung des Schulwesens



Das polnische BildungssystemDas polnische Bildungssystem
Das polnische Bildungswesen weist im Unterschied zu Deutschland einen horizontalen Aufbau auf. Die Basis bildet auf der sogenannten Primarstufe die sechsjährige Grundschule. Darauf baut die untere Sekundarstufe mit dem dreijährigen Gymnasium auf, und schließlich setzen unterschiedliche weiterführende Schulen der oberen Sekundarstufe die horizontale Gliederung fort. Die staatlichen Schulen in Polen sind unentgeltlich. Allerdings müssen Eltern für die Lehrbücher ihrer Kinder in der Regel selbst aufkommen. Das Schuljahr beginnt landesweit am 1. September und endet in der zweiten Junihälfte. Die Schulnoten in Polen umfassen eine sechsstufige Skala, die von sechs – die Bestnote (ausgezeichnet) – bis zu eins – ungenügend – reicht und sich genau umgekehrt zur deutschen Notenskala verhält. Traditionsgemäß werden in polnischen Schulen, ähnlich den "Kopfnoten" einiger deutscher Bundesländer, Noten für das Betragen des Schülers vergeben. Die Finanzierung und Organisation des gesamten Bildungssystems obliegt der zentralen Kompetenz des polnischen Bildungsministeriums (Ministerstwo Edukacji Narodowej, MEN). Im Jahr 2008 betrugen die öffentlichen Bildungsausgaben 3,9 Prozent des BIP, das ist im internationalen Vergleich immer noch relativ wenig (Deutschland: 6,2 Prozent).

Vorschulerziehung

Die vorschulische Erziehung und ihre Einrichtungen wie Kindergärten oder Vorschulabteilungen in den Grundschulen sind, anders als in Deutschland, fester Bestandteil des polnischen Bildungswesens. Es gibt sowohl staatliche als auch nicht-staatliche (konfessionelle, private u.a.) vorschulische Einrichtungen, wobei – ebenfalls im Unterschied zu Deutschland – die Mehrzahl in staatlicher Trägerschaft liegt. Die Vorschulerziehung sichert neben der Betreuung auch die Vorbereitung auf das schulische Lernen und soll damit Bildungsbenachteiligungen, die durch soziale bzw. familiale Defizite bedingt sind, ausgleichen und zugleich auch helfen, spezifische Begabungen möglichst früh zu erkennen. Der Besuch einer Vorschuleinrichtung ist im Umfang von fünf Stunden täglich kostenlos. Ein darüber hinausreichendes Angebot ebenso wie die Mahlzeiten sind dagegen kostenpflichtig. Die Elementarbildung umfasst Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Der Kindergartenbesuch ist, abgesehen vom Vorschuljahr, freiwillig. Die Schulpflicht beginnt seit dem Schuljahr 2009 für polnische Kinder, die Zustimmung der Eltern vorausgesetzt, mit sechs Jahren. Ab dem Schuljahr 2012 müssen alle Kinder mit sechs Jahren zur Schule gehen. Gleichzeitig hat jeder Fünfjährige das Recht auf einen Kindergartenplatz. Auf eine Erzieherin oder einen Erzieher im Kindergarten kommen in der Regel 23 Kinder, in den Vorschulabteilungen der Grundschulen hingegen 16 Kinder.

Pflichtschulbildung

in Polen die Pflichtschulbildung auf der Primarstufe mit einer sechsjährigen Grundschule (szka podstawowa). In den Klassen eins bis drei wird integrierter Fachunterricht (Klassenlehrerprinzip) und in den Klassen vier bis sechs Blockunterricht (Naturwissenschaft, Sprache, Sozialkunde, Technik – Fachlehrerprinzip) angeboten. In der fünften Klasse setzt der Unterricht in der ersten Fremdsprache in der Regel mit Englisch ein. Die sechsjährige Grundschule schließt mit einer verpflichtenden, jedoch nicht-selektiven Prüfung ab, einem sogenannten 60-minütigen Grundschultest nach der Klasse sechs. Der Test soll Auskunft über die individuelle Entwicklung eines jeden Schülers geben (Diagnoseinstrument für Lehrer, Eltern und Schüler). Unabhängig von dem erzielten Prüfungsergebnis – die polnische Primarstufe kennt das Sitzenbleiben nicht – besuchen die Schülerinnen und Schüler auf der unteren Sekundarstufe für drei Jahre ein allgemein bildendes Gymnasium (gimnazjum).

Im Gegensatz zum deutschen ist das polnische Gymnasium keine zum Abitur führende Schule mit unterer und oberer Sekundarstufe, sondern nur eine Schule der Sekundarstufe I, die einen Teil der Schulpflicht abdeckt. Das relativ dichte Netz der Gymnasien soll einen leichten Zugang zur Bildung für alle Schichten sicherstellen und eine hochwertige Grundbildung vermitteln. Die polnische Gymnasialbildung wird mit einer standardisierten zweitägigen Prüfung (egzamin gimnazjalny) nach der Klasse neun abgeschlossen. Die Prüfungsaufgaben werden von einer externen Regionalen Prüfungskommission und nicht von den Lehrern der Schule gestellt. Diese verpflichtende Prüfung setzt sich aus einem humanistischen (erster Prüfungstag) und einem mathematisch-naturwissenschaftlichen (zweiter Prüfungstag), jeweils 120 Minuten umfassenden Testteil zusammen. Im Wesentlichen werden Fähigkeitsüberprüfungen (Lesen, Interpretation, Produktion und Reproduktion, in punktueller Anlehnung an PISA) und innerfachlich orientierte Wissensaufgaben (Physik, Chemie, Mathe) vorgenommen. Damit reagierte die polnische Bildungspolitik auf die teilweise schlechte Platzierung in den internationalen Leistungsvergleichsstudien. Die zuletzt erzielten Ergebnisse polnischer 15-jähriger Schüler (PISA 2009) bestätigen die Reformmaßnahmen: Gegenüber PISA 2000 haben sich die polnischen Schüler im Lesen um 21 Punkte, in Mathematik und Naturwissenschaften um jeweils 25 Punkte verbessert. Mit dem teilweisen Wegfall der Eingangsprüfung beim Übergang zu den weiterführenden Schulen stieg die Bedeutung dieser externen Gymnasialprüfung in Richtung einer Selektionsfunktion.

Der gesamte Pflichtschulbereich, d. h. die Grundschulen und die Gymnasien, befindet sich in der Trägerschaft der Gemeinde. Eine Ausnahme bildet dabei das nicht-staatliche Schulwesen, das sich in unterschiedlicher Trägerschaft befinden kann (privat, gesellschaftlich, konfessionell u. a.), das jedoch quantitativ eine eher marginale Erscheinung ist. Beide Schulformen, die Grundschule und das Gymnasium, machen die neunjährige Schulpflicht aus. Auf einen Lehrer kommen hier in der Regel 13 bis 17 Schüler. Das polnische Pflichtschulwesen ist seit einigen Jahren von einem allmählichen Geburtenrückgang betroffen, der sowohl in der Grundschule als auch im Gymnasium sinkende Schüler- und Absolventenzahlen zur Folge hat. Dies führte vor allem zur Schließung von Grundschulen in dünn besiedelten ländlichen und in manchen städtischen Gebieten (ähnlich den neuen deutschen Bundesländern), hatte bisher jedoch noch keine Auswirkungen auf das Schulnetz der Gymnasien.

Schulvielfalt

Bis 1990 bestand im polnischen Bildungssystem ein Monopol des Staates. Seit dem politischen Umbruch ist das Schulwesen mit Blick auf die Pluralität der Trägerschaften und die Vielfalt der pädagogischen Konzepte viel bunter geworden. Zugleich entspricht es mit seinem differenzierten Schulangebot den unterschiedlichen Bedürfnissen heterogener gesellschaftlicher Gruppen. Vereine, Stiftungen, Gesellschaften, Verbände und Privatpersonen, aber auch konfessionelle Organisationen können Schulträgerinnen sein. Der Anteil letzterer macht fast die Hälfte aller nicht-staatlichen Schulen aus, das gilt insbesondere für die allgemein bildenden Gymnasien und Lyzeen (der Schultyp Lyzeum ist mit der deutschen gymnasialen Oberstufe zu vergleichen).

Die Zahl nicht-staatlicher Schulen, vornehmlich der Grundschulen und der Gymnasien, sowie die ihrer Schüler wächst seit 1990 zwar langsam, aber stetig. Inzwischen machen 6,3 Prozent aller Grundschulen mit 2,6 Prozent aller Schüler und 9,7 Prozent aller Gymnasien mit 3,6 Prozent aller Schüler den privaten Bildungssektor aus. Dies ließe sich, gemessen an kontinentaleuropäischen Maßstäben (im Durchschnitt 10 bis 20 Prozent aller Schulen und etwa fünf bis acht Prozent aller Schüler), als ein Normalisierungsprozess (mit Ausnahme von den Niederlanden und Skandinavien) bezeichnen.

So konnten alternative, freie Schulen oder Schulen mit reformpädagogischem Profil wie Montessori oder Freinet entstehen, die von basisdemokratischen Bildungsinitiativen getragen wurden und vor allem die Kind- und Schülerorientierung zum Credo ihrer Arbeit machen. Diese Schulen sind in der Regel kleiner, besser ausgestattet und verfügen über gut ausgebildetes, junges Personal. Die nicht-staatlichen Schulen dürfen keinen Gewinn erwirtschaften. Die laufenden Kosten werden bis zu 100 Prozent aus dem Staatshaushalt bestritten. Dies entspricht weitgehend der europäischen Norm der Gleichbehandlung, ähnlich wie in Frankreich oder in den Niederlanden. Eltern entrichten zwar Beiträge für unterschiedliche, auch zusätzliche Leistungen, aber kein Schulgeld im Sinne von Schulgebühren. Den Schulen geht es weniger um wirtschaftliche Interessen als um die Vermittlung von Werten und Einstellungen, die im Falle der Konfessionsschulen dem christlichen Menschenbild verpflichtet sind. Die nicht-staatlichen Schulen verstehen sich vor allem als eine zivilgesellschaftliche Bewegung "von unten". Die Klientel nicht-staatlicher Schulen stammt zumeist aus wohlhabenden Mittelschichten großstädtischer Regionen wie Warschau oder anderen urbanen Zentren.

Eine neue Anerkennungspolitik gegenüber den Minoritäten im Lande und eine weitgehend freizügige Gründungspraxis erleichterten nach 1992 die Einrichtung von Minderheitenschulen. Seitdem nahmen sie einen schnellen Aufschwung. Ihr Ausbau wurde zuletzt durch das Gesetz über die nationalen und ethnischen Minderheiten aus dem Jahr 2005 begünstigt, das das Recht auf muttersprachlichen Unterricht in nationalen, ethnischen und regionalen Minderheitensprachen auf allen Stufen des Bildungssystems, vom Kindergarten bis zum Abitur, garantiert. Die auffälligste Entwicklung nahmen von Anfang an die Schulen der größten Minderheit in Polen, nämlich die der Deutschen. Sie machen mehr als 40 Prozent aller Minderheitenschulen im Pflichtschulbereich (sechsjährige Grundschulen und Gymnasien) aus; etwa 70 Prozent aller Minderheitenschüler gehören zur deutschen Minderheit. Es gibt aber auch Schulen für die ukrainische, weißrussische, tschechische, litauische und jüdische Minderheit sowie andere. Während der Pflichtschulbereich über ein ausgebautes Netz von Minderheitenschulen verfügt und sich einer regen Nachfrage erfreut, ist das Interesse an muttersprachlichen Angeboten im weiterführenden Bildungsbereich eher gering. Dennoch haben die autochthonen Minderheiten in Polen an kultureller Bedeutung gewonnen, und das Schulwesen leistet einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung ihrer Identität und zum neuen Selbstbewusstsein dieser Gruppen.

Zu den weiteren auffälligen Neuerungen gehört auch der Einzug des Computers in die polnischen Schulen. Die Ausstattung mit Computern hat sich seit der Reform 1999 auf allen Stufen des Bildungswesens enorm verbessert. Das gilt auch für den Zugang zum Internet. Auf der Ebene der Grundschule erreichte der Grad der Computerisierung 95,7 Prozent (2009/10). Auch die Gymnasien sowie die postgymnasialen (weiterführenden) Schultypen haben aufgeholt und ihr Angebot an neueren Informationstechnologien erweitert. Beinahe unverändert abgeschlagen bleiben lediglich profilierte Lyzeen und Berufsgrundschulen. An den allgemein bildenden Lyzeen sieht die Situation entspannter aus. Im Schuljahr 2009/10 besaßen 78,1 Prozent aller Lyzeen dieses Typs eine Computerausstattung. Über 90 Prozent aller Computer an allgemein bildenden Lyzeen haben einen Internetanschluss. Im internationalen Vergleich steht Polen dabei aber immer noch im unteren Feld. Im OECD-Ranking zu neuen Informations- und Kommunikationstechnologien belegte Polen im Untersuchungsjahr 2006 von 28 Ländern Platz 22 vor Portugal und nach Estland, Deutschland rangierte auf Platz 18.

Weiterführende Schulen

Auf der oberen Sekundarstufe des polnischen Schulwesens finden sich allgemein bildende, berufliche und doppelt qualifizierende Schulen mit unterschiedlicher Dauer. Davon führen nur drei Schultypen zum Abitur, so dass polnische Schüler im Regelfall das Abitur nach zwölf Schuljahren abgelegt haben. Der Zugang erfolgt nur noch bei der berufsbildenden Schule über eine Aufnahmeprüfung. Alle weiterführenden Schulen werden von den 1999 neu eingeführten Landkreisen getragen. Diese an das dreijährige Gymnasium anschließende obere Sekundarstufe (auch Sekundarstufe II genannt) differenziert sich seit dem Schuljahr 2002/03 in vier Schultypen:
  • Das allgemein bildende Lyzeum (liceum ogólnoksztalcalce) führt nach drei Jahren zum Abitur und bildet den klassischen Zugang zum Hochschulwesen (95 Prozent der Abiturienten im Schuljahr 2007/08).
  • Das profilierte Lyzeum (liceum profilowane), das als ein völlig neuer Schultyp in 15 Profilen (z. B. Mechatronik, Informatik, Umwelttechnik, Verwaltung und Ökonomie) ebenfalls nach drei Jahren zum Abitur führt, stieß seit seiner Einführung auf eher verhaltenes Interesse. Dies hängt u. a. damit zusammen, dass dieser Schultyp lediglich eine breite Berufsfeldorientierung und keine konkrete Berufsausbildung vermittelt. Nur knapp fünf Prozent aller Gymnasiasten wechseln zu diesem Schultyp. Nur 76,9 Prozent aller Absolventen erhielten im Schuljahr 2008/09 das Abiturzeugnis, alle übrigen verließen das Lyzeum mit einem Abgangszeugnis.
  • Das Technikum (technikum) ist ein doppelt qualifizierender Bildungstyp, der parallel zur Technikerqualifikation (z. B. im Landschaftsbau oder Gesundheitswesen) nach vier Schuljahren auch das Abitur verleiht. Das Technikum erfreut sich in Polen seit Jahrzehnten, d. h. schon in der sozialistischen Ära, einer breiten gesellschaftlichen Anerkennung, vor allem seitens der Eltern und der Wirtschaft. Diese schlägt sich in einer relativ stabilen Beschulungsquote von 30 Prozent nieder.
  • Die Berufsgrundschule (zasadnicza szka zawodowa) vermittelt in zwei bis drei Jahren eine Facharbeiterausbildung in Ausbildungsberufen wie Landwirt, Bergmann, Bauarbeiter, Maschinenbauer oder Metallarbeiter. Sie berechtigt mit ihrem Abschluss zum Übergang auf die 2004/05 neu eingeführten, zwei- bzw. dreijährigen ergänzenden Ausbildungsformen (der o. g. Schultypen). Die polnische Berufsgrundschule unterscheidet sich deutlich vom deutschen beruflichen zweigliedrigen (dualen) Ausbildungssystem. Die Ausbildung ist vollzeitschulisch organisiert und ein Bestandteil des Sekundarschulsystems, also nicht betriebsgestützt. Es gibt nur wenige berufspraktische Elemente.
Neu ist, dass alle weiterführenden Schulen mit zentralen Abschlussprüfungen, dem Zentralabitur, enden. Damit einher ging auch die Abschaffung der Aufnahmeprüfungen an den Hochschulen. Am Ende der Sekundarstufe II stehen also einerseits das Zen-tralabitur (egzamin maturalny) und andererseits die externe Berufsprüfung (egzamin zawodowy). Im Vergleich zu früher erfüllt das Abitur nun zusätzlich eine Allokations- bzw. Selektionsfunktion: Mit dem neuen Zentralabitur erfolgt die Zuweisung der Studienplätze hauptsächlich nach der im Abitur erreichten Punktzahl.




 

Publikationen zum Thema

Kleine Geschichte Polens

Kleine Geschichte Polens

Mehr wissen über unser Nachbarland Polen: Das Buch bietet einen knappen Überblick über Geschichte...

Deutschland und Polen

Deutschland und Polen

Auch 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bedürfen die deutsch-polnischen Beziehungen der...

WeiterZurück

Zum Shop

Dossier

Polen

Polen, der unbekannte Nachbar: Wie sieht das Leben von Jan Kowalski, dem polnischen Otto Normalverbraucher, aus? Wem gehören die Medien in Polen? Und welche Folgen hat die Finanz- und Wirtschaftskrise für das Land? Fragen, auf die diese Nachbarschaftskunde Antworten gibt. Weiter... 

Dossier

Polen-Analysen

Die Polen-Analysen widmen dem größten östlichen Nachbarn Deutschlands regelmäßig einen Themenschwerpunkt. Dabei beleuchten sie aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen in Polen. Weiter... 

Teaser Quiz: Polen

Quiz Polen

Wie heißt das Polnische Parlament? Was ist die Generation JP2? Und in welcher Stadt steht der Kultur- und Wissenschaftspalast? Testen Sie Ihr Wissen! Weiter...