Ausdruck von Stolz und Hoffnung: Eine Wandmalerei im libyschen Tripolis, aufgenommen am 16. März 2012, zeigt Läufer mit den Flaggen Libyens, Ägyptens und Tunesiens. Sie bringen die „Flamme der Freiheit“ auf ausgestreckte Arme zu, die nach der Beschriftung Syrien und den Jemen versinnbildlichen.

Naher Osten

Der Arabische Frühling, das Aufbegehren gegen langjährige, autoritäre und repressive Machtstrukturen, hat im Nahen Osten seit 2011 heftige Konflikte ausgelöst. Hauptleidtragende sind die Menschen in der Region, die Kämpfe um eine neue Machtverteilung haben aber auch internationale Auswirkungen. Ein Blick auf Ursachen und Hintergründe hilft zum Verständnis der aktuellen Krisensituation.

   

Informationen zur politischen Bildung Nr. 331/2016

Editorial

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Annäherung an Europas Nachbarregion: Die Wasserstraße von Gibraltar ist mit nur 14 Kilometern Distanz an ihrer schmalsten Stelle die kürzeste Verbindung nach Afrika.
Blick vom Atlantik auf die marokkanische Stadt Tanger 2015

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Außensicht und Selbstverständnis einer Region in der Krise

Der Arabische Frühling 2011 weckte unter den mehrheitlich jungen Bevölkerungen des Nahen Ostens große Hoffnungen auf Veränderung. Ein vom Westen und der Europäischen Union erhoffter Demokratisierungseffekt blieb jedoch aus, stattdessen kam es zu gegenläufigen Umstürzen, die mit verstärkter Repression einhergingen. Heute präsentiert sich die Region zerrissen – und auch die EU sucht ihre Rolle. Weiter...

Jerusalem ist eine heilige Stätte für die drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam. Der Tempelberg in der Altstadt mit der Klagemauer, der
 al-Aqsa-Moschee und dem Felsendom ist unter Juden und Muslimen politisch umstritten.

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Kulturen und Religionen

Der Nahe Osten ist geprägt von kultureller und religiöser Vielfalt. Der Islam, die Mehrheitsreligion, bestimmt in unterschiedlicher Weise den Alltag, aber auch gesellschaftliche und politische Verhältnisse. Besondere Aufmerksamkeit erwecken heute Islamisten als politische Akteure. Weiter...

Gleichwertigkeit sieht anders aus. Eine Postkarte von 1905 karikiert das Missverhältnis
zwischen der Selbstwahrnehmung europäischer Touristen in Ägypten und
ihrer Sicht auf die einheimische Bevölkerung

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Zwischen Kolonialismus und Nationenbildung

Nach dem Ersten Weltkrieg teilen die Siegermächte den Nahen Osten unter sich auf. Nur nach und nach erlangen die arabischen Staaten ihre Unabhängigkeit, ein gemeinsames arabisches Nationalgefühl entsteht, kann aber die Einzelstaaten nicht überwinden. Erst der gemeinsame Feind, der neue Staat Israel, schweißt die arabischen Länder zusammen. Weiter...

Panzerfahrt durch Bagdad nach dem Militärputsch im Irak am 14. Juli 1958. Am Fahrzeug Porträts der Leitfiguren: Brigadegeneral Abdel Karim Kassem, nun Premierminister
des Irak (li.) und Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser (re.).

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Die Epoche der Autokraten

Nachdem die arabischen Staaten ihre tatsächliche – nicht mehr lediglich formale – Unabhängigkeit von den europäischen Kolonialmächten erlangt hatten, dominierten im Nahen Osten langlebige Autokratien von großer Stabilität. Doch die Protestbewegungen des Arabischen Frühlings stellten ihre Legitimität grundlegend in Frage. Weiter...

In der Kolonialzeit bis in das 20. Jahrhundert hinein sind der Nahe Osten und Nordafrika vornehmlich durch den Export von landwirtschaftlichen Rohstoffen in das Weltwirtschaftssystem
eingebunden. Ägypten exportiert unter anderem Zuckerrohr. Auf einem Markt in Ägypten bieten Bauern 1929 ihre Zuckerrohrernte an.

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Entwicklung und Struktur der Wirtschaft

Die Wirtschaftsstruktur der Länder des Nahen Ostens unterscheidet sich in vielen Bereichen von der Ökonomie europäischer Staaten. Neben historischen Besonderheiten bei der Staats- und Gesellschaftsentwicklung, unterschiedlichen Entwicklungspfaden nach dem Zweiten Weltkrieg und der Rolle des Tourismus spielen dabei die Einnahmen aus dem Export von Erdöl eine wichtige Rolle. Weiter...

Junge Libanesen bei einem Tanz in den Straßen von Beirut anlässlich eines Musikfestes am 21. Juni 2016. Die Länder des Nahen Ostens und Nordafrikas haben einen hohen
Anteil junger Menschen. Sie brauchen Ausbildung, Arbeit und ein Auskommen, um selbstständig zu werden und eine Familie gründen zu können.

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Gesellschaftliche Herausforderungen

Die sozioökonomische Entwicklung im Nahen Osten hat Auswirkungen auf nahezu alle Lebensbereiche. Von besonderer Bedeutung für die Region sind die Themen demografische Entwicklung, Bildungsmisere, Jugendarbeitslosigkeit, Stadt-Land-Gegensatz, Wasserversorgung und Umweltpolitik sowie die Rolle der Frau. Weiter...

Motorisierte israelische Einheiten während des Sechstagekrieges (Dritter Nahostkrieg) 1967: Bis heute beeinflusst der Ausgang dieser militärischen Auseinandersetzung die
geopolitischen Machtverhältnisse in der Region.

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Regionales System und Machtbalance

Das regionalpolitische System des Nahen Ostens hat seit 1945 mehrere grundlegende Transformationen erfahren. Vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis zum Arabischen Frühling lassen sich vier Phasen unterscheiden. Heute ist die regionale Ordnung durch eine komplexe Multipolarität gekennzeichnet. Weiter...

Ausdruck von Stolz und Hoffnung: Eine Wandmalerei im libyschen Tripolis, aufgenommen am 16. März 2012, zeigt Läufer mit den Flaggen Libyens, Ägyptens und Tunesiens. Sie bringen die „Flamme der Freiheit“ auf ausgestreckte Arme zu, die nach der Beschriftung Syrien und den Jemen versinnbildlichen.

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Der Arabische Frühling und seine Folgen

Fünf Jahre nach Ausbruch des Arabischen Frühlings ist die Bilanz ernüchternd: Die Hoffnungen auf eine politische Zeitenwende sind vorerst gescheitert, stattdessen prägen Repression, Bürgerkriege und Dschihadismus viele Länder des Nahen Ostens. Dennoch markieren die Proteste eine historische Zäsur, die Perspektiven für die Zukunft eröffnet. Weiter...

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Literaturhinweise und Internetadressen

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Impressum

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