Ausdruck von Stolz und Hoffnung: Eine Wandmalerei im libyschen Tripolis, aufgenommen am 16. März 2012, zeigt Läufer mit den Flaggen Libyens, Ägyptens und Tunesiens. Sie bringen die „Flamme der Freiheit“ auf ausgestreckte Arme zu, die nach der Beschriftung Syrien und den Jemen versinnbildlichen.
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Zwischen Kolonialismus und Nationenbildung


13.12.2016
Nach dem Ersten Weltkrieg teilen die Siegermächte den Nahen Osten unter sich auf. Nur nach und nach erlangen die arabischen Staaten ihre Unabhängigkeit, ein gemeinsames arabisches Nationalgefühl entsteht, kann aber die Einzelstaaten nicht überwinden. Erst der gemeinsame Feind, der neue Staat Israel, schweißt die arabischen Länder zusammen.

Gleichwertigkeit sieht anders aus. Eine Postkarte von 1905 karikiert das Missverhältnis
zwischen der Selbstwahrnehmung europäischer Touristen in Ägypten und
ihrer Sicht auf die einheimische BevölkerungGleichwertigkeit sieht anders aus. Eine Postkarte von 1905 karikiert das Missverhältnis zwischen der Selbstwahrnehmung europäischer Touristen in Ägypten und ihrer Sicht auf die einheimische Bevölkerung (© SSPL / Getty Images)
Zu Anfang des 20. Jahrhunderts waren die meisten Einwohner des Nahen Ostens und Nordafrikas Untertanen des osmanischen Sultans, der als Kalif für viele von ihnen gleichzeitig religiöses Oberhaupt war. Zwar entstand in dieser Zeit eine embryonale arabische Nationalbewegung, aber letztlich eher als Antwort auf den erstarkenden türkischen Nationalismus und ohne zentrale Führung. Arabischer Nationalismus äußerte sich anfänglich weniger in politischen Forderungen als in dem Bestreben, das arabische kulturelle, speziell das literarische Erbe wieder zu beleben. "Nahda" (dt.: Erwachen) war das Schlüsselwort dafür. Bis zum Ersten Weltkrieg forderten die frühen arabischen Nationalisten eher Gleichberechtigung bzw. eine Anerkennung ihrer Kultur – etwa durch die Zulassung des Arabischen als Amtssprache – als staatliche Souveränität für arabischsprachige Regionen.

Dies änderte sich erst, als der Erste Weltkrieg auf den Nahen Osten übergriff. Die grundlegende Konfrontation zwischen der Entente (Großbritannien, Frankreich, Russland) und den Mittelmächten (Deutschland, Österreich-Ungarn, Osmanisches Reich) politisierte die Bewegung, denn ihren Emanzipationsbestrebungen bot sich jetzt die reale Möglichkeit der Unterstützung durch Großbritannien und Frankreich. Für die Entente wiederum wurden arabische Nationalinteressen aber erst in dem Moment interessant, als der Sultan in seiner Eigenschaft als osmanischer Kalif im November 1914 zum Dschihad gegen die ungläubigen Feinde, also die Entente, aufrief. London sah sich nun nach einer arabischen muslimischen Persönlichkeit um, die hinreichend renommiert war, um dem osmanischen Aufruf zum Dschihad die Gefolgschaft zu entziehen. Es war der Scherif Hussein von Mekka, aus der Prophetenfamilie der Bani Haschim (Haschimiten), der den britischen Vorschlag, das Kalifat wieder "in arabische Hände" zu legen, bereitwillig aufnahm. Er wollte nicht nur arabischer Kalif, sondern auch Führer eines zukünftigen arabischen Einheitsstaates werden.

Quellentext

Brief Henry McMahons an den Sherifen Hussein von Mekka (1915)

Am 24. Oktober 1915 schrieb der britische Hochkommissar in Kairo, Sir Henry McMahon, an den Scherifen Hussein von Mekka:
Die beiden Distrikte von Mersina und Alexandretta sowie Teile Syriens, die westlich der Distrikte von Damaskus, Homs, Hama und Aleppo liegen, kann man nicht als rein arabisch bezeichnen. Daher sollten sie von den geforderten Staatsgrenzen ausgeschlossen werden. […] Abgesehen von den genannten Änderungsvorschlägen ist Großbritannien bereit, die Unabhängigkeit der Araber in allen vom Scherifen von Mekka geforderten Gebieten anzuerkennen und zu unterstützen.
Ich bin davon überzeugt, daß diese Erklärung Sie zweifellos von der Sympathie überzeugt, die Großbritannien ihren arabischen Freunden entgegenbringt. Sie wird eine feste und dauerhafte Allianz begründen, deren sofortiges Ergebnis die Vertreibung der Türken aus arabischen Ländern und die Befreiung der arabischen Völker vom türkischen Joch sein wird, das so lange auf ihnen lastete.

Zitiert nach: Friedrich Schreiber / Michael Wolfssohn, Nahost. Geschichte und Struktur des Konflikts, Opladen, 4. Auflage 1996, S. 22


Deshalb nahm er 1915 einen lebhaften Briefwechsel mit dem Hochkommissar des britischen Protektorats Ägypten, Henry McMahon, auf. Dieser schickte seinerseits Abgesandte, allen voran Thomas Edward Lawrence ("Lawrence von Arabien"), um die Araber unter Führung des Scherifen zum offenen Aufstand gegen die Osmanen zu bewegen. Im Juni 1916 brach der "Aufstand in der Wüste" tatsächlich aus und störte die Nachschub- und Verbindungslinien der Osmanen auf der arabischen Halbinsel empfindlich.

Das Sykes-Picot-Abkommen (1916)Das Sykes-Picot-Abkommen (1916) (© picture-alliance, dpa-Grafik 24 066; Quelle: bpb / Passia)
Als Gegenleistung für die militärische Unterstützung sicherte die britische Regierung zu, nach dem Sieg über das Osmanische Reich einen unabhängigen arabischen Staat zu gewähren. Nach der Kapitulation der Osmanen am 30. Oktober 1918 hatten die aufständischen Araber also allen Grund, von der Einlösung der britischen Versprechungen auszugehen. Sie konnten nicht wissen, dass London schon längst mit Paris anderslautende Abmachungen getroffen hatte. Am 16. Mai 1916 waren die britischen und französischen Diplomaten Mark Sykes und Georges Picot übereingekommen, die arabischen Provinzen des Osmanischen Reiches in Form von "Einflusszonen" untereinander aufzuteilen (Sykes-Picot-Abkommen). Ein gutes Jahr später, am 2. November 1917, hatte der britische Außenminister Arthur James Balfour zudem im Namen seiner Regierung erklärt, die Errichtung einer "jüdischen Heimstätte" in Palästina zu unterstützen (Balfour-Deklaration). Damit waren schon vor der osmanischen Niederlage weitreichende Entscheidungen gefallen.

Quellentext

Die Balfour-Deklaration (1917)

Ministerium des Äußeren, 2. November 1917
Mein lieber Lord Rothschild!
Zu meiner großen Genugtuung übermittle ich Ihnen namens S. M. Regierung die folgende Sympathie-Erklärung mit den jüdisch-zionistischen Bestrebungen, die vom Kabinett geprüft und gebilligt worden ist:
Seiner Majestät Regierung betrachtet die Schaffung einer nationalen Heimstätte in Palästina für das jüdische Volk mit Wohlwollen und wird die größten Anstrengungen machen, um die Erreichung dieses Ziels zu erleichtern, wobei klar verstanden wird, daß nichts getan werden soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte bestehender nichtjüdischer Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und die politische Stellung der Juden in irgendeinem anderen Lande beeinträchtigen könnte.
Ich bitte Sie, diese Erklärung zur Kenntnis der zionistischen Föderation zu bringen.
gez.: James Balfour

Zitiert nach: Ernst Marcus, Palästina – ein werdender Staat, Frankfurter Abhandlungen zum modernen Völkerrecht, Heft 16, Leipzig 1929, S. 261


Aus gutem Grund hielten Frankreich und insbesondere Großbritannien die Abkommen geheim, denn sie bedeuteten nichts weniger als den Bruch aller Zusagen gegenüber den Arabern, allen voran Hussein von Mekka. Bis zum Kriegsende war London somit an der Aufrechterhaltung der Fiktion von der britisch-arabischen Waffenbrüderschaft interessiert. Noch im Januar 1918 verfasste die britische Regierung, gemeinsam mit der französischen, eine Deklaration über die "Befreiungsmission", die den "von den Türken unterdrückten Völkern" die Souveränität nach dem "Sieg über den gemeinsamen Feind" verhieß.

Die Deklaration kam möglicherweise auch unter Druck von dritter Stelle zustande: Im gleichen Monat hatte US-Präsident Woodrow Wilson einen 14-Punkte-Plan verkündet, der allen Völkern der Erde das Recht auf Selbstbestimmung zusprach. Ein Plan, der in London und Paris als Fehdehandschuh eines weiteren Mitbewerbers um die Neuordnung der Region mit ihren vermuteten reichen Erdölschätzen interpretiert wurde.
Letztlich sorgte die Oktoberrevolution in Russland 1917 dafür, dass die britisch-französischen Geheimpläne aufgedeckt wurden. In ihrem Bestreben, die "verbrecherischen" Pläne des gestürzten Zaren und seiner "imperialistischen Helfershelfer" zu enthüllen, öffneten die Bolschewiken die geheimen Staatsarchive. Im Januar 1918 kam so auch eine Kopie des Sykes-Picot-Abkommens ans Tageslicht; die Fiktion der "Befreiungsmission" war nicht länger aufrechtzuerhalten.

Arabische Staatsbildung im Schatten des Verrats



Nachrichten verbreiteten sich bekanntlich vor einem Jahrhundert ungleich langsamer als in der Gegenwart. Als Faisal, der Sohn des Scherifen Hussein, Anfang Oktober 1918 an der Spitze der mit der britischen Orientarmee unter General Allenby verbündeten arabischen Truppen in Damaskus einmarschierte, waren ihm über das Sykes-Picot-Abkommen allenfalls Gerüchte zu Ohren gekommen. Deshalb schickte er sich umgehend an, die syrische Metropole zur Hauptstadt des nun zu errichtenden arabischen Reiches zu machen. Am 5. Oktober 1918 ernannte er einen "Direktorenrat", quasi eine provisorische Regierung.

Gemäß der Bestimmungen des Sykes-Picot-Abkommens, die Syrien Frankreich zugesprochen hatten, begann am 22. Oktober 1918 der britische Rückzug aus Syrien. Es folgte der Einzug französischer Truppen, der am 1. November 1919 abgeschlossen war. Nun konnten Faisal und die arabische Nationalbewegung nicht länger die Augen vor der Tatsache verschließen, dass die britischen Verbündeten offensichtlich nicht gedachten, den während des Krieges geschlossenen Vertrag einzuhalten. Vielmehr deutete sich an, dass die osmanische Herrschaft durch eine neue, europäisch-westliche ersetzt werden sollte. Nicht nur in Syrien, sondern auch in anderen arabischen Regionen von Irak im Osten über Ägypten im Zentrum bis Marokko im Westen erhob sich daraufhin die Bevölkerung gegen diese Ausweitung und Vertiefung der kolonialen Unterdrückung. Britische und französische Truppen konnten die heftigen Aufstände in ihren jeweiligen Einflussgebieten zwar blutig niederschlagen, aber der Westen hatte das in ihn gesetzte Vertrauen endgültig verspielt.

Unter dem Eindruck der revolutionären Nachkriegsunruhen in Europa und im Nahen Osten, Lenins Machtübernahme in Russland sowie der Offerten von US-Präsident Wilson an antikoloniale Bewegungen veränderten London und Paris die Form ihrer Kolonialherrschaft. Am 20. April 1920 ließen sie sich in San Remo vom Völkerbund, den sie dominierten, "Mandate" über die begehrten Gebiete erteilen. Ihre Fremdherrschaft bemäntelten sie mit dem Vorwand, die fraglichen Länder auf die Unabhängigkeit "vorzubereiten". In leichter Abänderung des Sykes-Picot-Abkommens wurde Syrien nun in Palästina, Libanon und "Rest-Syrien" aufgeteilt. Die beiden letztgenannten Regionen fielen unter französisches, Palästina – ebenso wie der östliche Nachbar Irak – unter britisches Mandat. In diesem Gefüge war für Faisal kein Platz mehr. Am 28.Juli 1920 unterlag er südlich von Damaskus französischen Truppen und floh ins italienische Exil.

Seine ehemaligen britischen Verbündeten fanden jedoch bald eine neue Verwendung für ihn, als sie ihn am 21. August 1921 zum König des Irak ernannten. Fast gleichzeitig bestätigten sie auch die Herrschaft seines Bruders Abdullah über Transjordanien. Ihr Vater, Scherif Hussein, musste hingegen 1924 vor Ibn Saud, dem Begründer des modernen Saudi-Arabien, kapitulieren. Letztlich war die Inthronisierung Faisals symptomatisch für die europäische Kolonialstrategie. Das Mandatssystem gewährte dem Hochkommissar im jeweiligen Mandatsgebiet in der Regel nahezu uneingeschränkte Vollmachten. Wurde der Widerstand der Einheimischen aber zu groß und standen hinreichend verlässliche Bündnispartner im Mandat zur Verfügung, wählten Großbritannien und Frankreich in der Folgezeit einen indirekteren Weg der Herrschaftssicherung, indem sie Marionettenregime einrichteten. So erreichten Staaten wie Ägypten oder Irak die formale Unabhängigkeit schon vor dem Zweiten Weltkrieg, die faktische aber – wie die meisten anderen auch – erst sehr viel später.

Islamismus oder Nationalismus



Während sich der arabische Nationalismus – mit wenigen Ausnahmen wie etwa dem algerischen Widerstand gegen die Annexionsbestrebungen Frankreichs im 19. Jahrhundert – zunächst nicht gegen europäische, sondern eher gegen osmanische Bevormundung wandte, riefen die Einflussnahmen westlicher Mächte im Nahen Osten bei zeitgenössischen islamischen Denkern weitaus heftigere Reaktionen hervor. Das Osmanische Reich hatte ihnen viele Jahrhunderte als sichere Bastion für die Überlegenheit ihres Glaubens gegolten. Nun mussten sie feststellen, dass es im 19. Jahrhundert gegenüber dem Westen wirtschaftlich, technisch, militärisch und wissenschaftlich offensichtlich ins Hintertreffen geraten war.

Zahlreiche Gelehrte erklärten diese Entwicklung mit der Abkehr der Gläubigen von den Wurzeln des Islam und der Übernahme islamfremder Elemente aus anderen Ideologien und Systemen. Die Schlussfolgerung, die Lösung des Problems liege in der Rückkehr zu den Grundlagen des Islam, war im Grunde nicht neu. Entsprechende Mahnungen hatte es in allen Jahrhunderten gegeben. Organisierte Dichte gewannen sie im ausgehenden 18. Jahrhundert mit dem Wahhabismus und im beginnenden 19. Jahrhundert mit der Bruderschaft, die der aus Algerien stammenden Pilger Mohammed as-Senussi 1837 in Mekka gegründet hatte und die seitdem den Islam in Libyen prägt. Beide Bewegungen forderten eine Rückkehr zur Praktizierung des Islam wie in Zeiten des Propheten und der ersten vier Kalifen und gehören so zu den Vorläufern des heutigen Salafismus.

Gelehrte wie Jamal ad-Din al-Afghani (1838/39–1897) und Mohammed Abduh (1849–1905) bauten auf diesen Vorstellungen auf. Statt einer ständigen unkritischen Wiederholung und Nachahmung des Gewohnten plädierten sie allerdings für eine vernunftgesteuerte Neuinterpretation der heiligen Texte. So teilten sie lediglich die Fokussierung auf die idealisierte Frühzeit des Islam mit heutigen Salafisten, die auf der wortwörtlichen Umsetzung der überlieferten Quellen beharren.

An der Schnittstelle des Reformislam und des ultrakonservativen Salafismus wirkte Raschid Rida (1865–1935). Durch seine direkten Erfahrungen mit dem westlichen Kolonialismus kam er zu dem Schluss, dass nur ein islamisches politisches System die Probleme der Muslime lösen könne. Mit dieser These ebnete er den Weg zum "politischen Islam" oder Islamismus. Inspiriert von Rida gewannen immer mehr islamische Aktivisten die Überzeugung, dass die Errichtung einer "gerechten islamischen Ordnung" keine ferne Vision, sondern ein politischer Auftrag für das Hier und Jetzt sei. So war der ägyptische Grundschullehrer Hassan al-Banna davon überzeugt, dass der Islam die Lösung aller, theologischer wie irdischer Fragen beinhalte, als er 1928 in Ägypten die Muslimbruderschaft, die erste und bis in die Gegenwart wichtigste islamistische Organisation, gründete. Auch al-Banna wurde dabei von den täglichen Erfahrungen mit dem britischen Kolonialismus in seinem Wohnort Ismailiya beeinflusst.

Trotz der starken antiwestlichen und antikolonialistischen Ausrichtung des Islamismus war es allerdings der arabische Nationalismus, der in den kommenden Jahrzehnten den ideologischen Rahmen des antikolonialen Kampfes stellen sollte. Das ergab sich hauptsächlich aus der Tatsache, dass die Kolonialmächte in der arabischen "Erbmasse" des Osmanischen Reiches – in der Regel außerordentlich willkürliche – Grenzen neuer Territorialstaaten gezogen hatten. Diese Grenzen bewirkten, dass Unabhängigkeit zunächst immer nur für das konkrete Mandat, Protektorat oder anderweitig abhängige Gebiet erzielt werden konnte. Obwohl die panarabische Vision eines gemeinsamen souveränen arabischen Staates weiterbestand, entwickelten sich aus dieser Konstellation der ägyptische, der syrische und der algerische Nationalismus. Gleichzeitig erstarkten lokale Eliten, die in Kollaboration mit den Kolonialmächten eigene Machtpositionen aufbauten, die sie nicht mehr zugunsten des Panarabismus aufgeben wollten.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich zwischen den Weltkriegen zwei neue, doch grundlegende Veränderungen in der arabischen Welt ergaben: Erstens avancierte der Westen in Gestalt seiner prominenten Kolonialmächte zum Hauptgegner. Zweitens fand der Kampf der arabischen Nationalbewegung – ungeachtet aller gegenteiligen Beteuerungen – nicht mehr in einem gesamt-, d. h. panarabischen Kontext statt, sondern im Rahmen der von eben jenen Kolonialmächten gezogenen nationalstaatlichen Grenzen.