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Israel

Auch 70 Jahre nach seiner Gründung als jüdischer und demokratischer Staat ist Israel in der Nahostregion umstritten. Der Konflikt mit den arabischen Nachbarn hat Politik, Wirtschaft und Gesellschaft des Landes genauso geprägt wie die Erinnerung an die Schoah und die Einwanderung aus verschiedensten Kulturkreisen. Die Darstellung zeigt, wie ein facettenreiches Land seinen Herausforderungen begegnet.

Informationen zur politischen Bildung Nr. 336/2018

Editorial

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2018 begeht Israel den 70. Jahrestag seiner Staatsgründung. Dies wird gefeiert, wie hier, zum 65. Jahrestag 2013 auf den Straßen Jerusalems, gibt aber auch Anlass zum
Rückblick auf sieben Jahrzehnte wechselvoller Geschichte.

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Annäherung an ein facettenreiches Land

Auch sieben Jahrzehnte nach der Staatsgründung bleiben grundlegende Fragen der politischen, territorialen und kulturellen Struktur Israels offen und werden nicht zuletzt auch in der israelischen Gesellschaft intensiv diskutiert. Der Zusammenhalt angesichts einer als vorwiegend feindlich wahrgenommenen Außenwelt eint eine Gemeinschaft, die innergesellschaftlich durchaus heterogen ist.

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Das Land mit der eigenen Hände Arbeit aufzubauen, war ein erklärtes Ziel der zionistischen Einwanderer. Rückkehr von der Landarbeit in Shave Zion, 1938

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Eine Bewegung schafft sich ihren Staat: der Zionismus

Der Zionismus als politische Bewegung nimmt seinen Ausgang im Europa des späten 19. Jahrhunderts. Die Zunahme judenfeindlicher Ausschreitungen führt zur verstärkten Auswanderung nach Palästina. Befördert durch die machtpolitischen Interessen Großbritanniens gelingt die Bildung eines eigenen jüdischen Staatswesens.

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Gegen die zunehmende jüdische Einwanderung und die britische Mandatsherrschaft erhob sich die arabische Bevölkerung im Aufstand von 1933 bis 1936. Unruhen am Jaffa- Tor in Jerusalem im Oktober 1933

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Die Beziehungen zwischen Israelis und Palästinensern

Der jüdische Zuzug nach Palästina und die Entstehung des Staates Israel stoßen auf den Widerstand der arabischen Einwohner Palästinas. Es entsteht ein Konflikt, der in den Folgejahrzehnten in mehrere kriegerische Auseinandersetzungen eskaliert und bis heute fortbesteht.

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Ungeachtet seiner europäischen Wurzeln ist Israel in vielfacher Hinsicht Teil der Nahostregion. Einkauf auf dem Mahane Jehuda Markt in Jerusalem 2017

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Israel und seine Beziehungen zu den Nachbarstaaten

Während Israel speziell in kultureller Hinsicht längst ein Teil der Nahost-Region geworden ist, bleibt es von den regionalen Allianzsystemen der arabischen Nachbarstaaten ausgeschlossen. Verhärtete Positionen auf beiden Seiten stehen einer nachhaltigen Friedenslösung entgegen.

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Die Knesset, das israelische Parlament, ist sowohl die verfassung- wie die gesetzgebende Gewalt des Staates. In ihr sind 120 Abgeordnete vertreten. Sitzung der Knesset in Jerusalem 2017

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Politisches System und Parteien

Im politischen System Israels herrscht Gewaltenteilung. Eine unabhängige Justiz kann auch gegenüber dem Parlament als verfassungs- und gesetzgebender Gewalt demokratischen und universalistischen Prinzipien Geltung verschaffen. Die Interessenvielfalt der Bevölkerung, gespiegelt in der Vielzahl der Parteien, hat zur Folge, dass sich die Regierungen in der Regel auf breite Koalitionsbündnisse stützen müssen.

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Der religiöse Status quo reguliert die Präsenz der Religion im öffentlichen Raum. So müssen zum Beispiel Küchen in staatlichen Einrichtungen koscher geführt sein. Ein Inspekteur kontrolliert 2016 ein Cateringunternehmen.

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Jüdisch und demokratisch? Religion und Staat in Israel

Zwei wichtige Grundgesetze definieren Israel als sowohl jüdisches wie demokratisches Staatswesen. Die Fragen, wie sich diese beiden Prinzipien miteinander vertragen, in welchem Ausmaß religiöse Richtlinien im öffentlichen Raum bestimmend sein sollten und wie sich die Zugehörigkeit zum Judentum definiert, werden in einem breiten Spektrum von ultraorthodoxen über nationalreligiöse bis hin zu säkularen Gesellschaftsgruppen lebhaft diskutiert.

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Passanten bevölkern die moderne Innenstadt Jerusalems im Mai 2017

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Schmelztiegel oder Mosaik? Israelische Gesellschaft

Menschen, die aus den verschiedensten Weltregionen nach Israel einwandern und auf die einheimische Bevölkerung Palästinas stoßen, machen Integration in das Gemeinwesen zugleich zur Herausforderung und zu einem vordringlichen staatlichen Anliegen. Eine wichtige Kollektiverfahrung ist dabei für Männer wie für Frauen der Dienst in der Armee.

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In der Halle der Namen in der Gedenkstätte Yad Vashem erinnern Fotos an jüdischen Frauen, Männer und Kinder, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden.

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Der Umgang mit der Schoah

Der Völkermord an sechs Millionen europäischen Juden ist Teil des nationalen Narrativs und von tragender ideologischer Bedeutung. Das Gedenken daran, der Wille, nie wieder Opfer zu sein, und der Umgang mit den Überlebenden der Schoah prägen die Gesellschaft und finden die unterschiedlichsten Ausdrucksformen.

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Die vielfältigen Kulturen Israels spiegeln sich auch in der Musik wider: Shlomo Artzi 2015 bei einem Konzert in Tel Aviv; Sarit Hadad während eines Konzerts in Jerusalem.

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Medien und Kultur

Das Hebräische, jahrhundertelang dem religiösen Ritus vorbehalten, hat sich nicht nur im modernen Alltag und in den landeseigenen Medien etabliert. Auch in Literatur und Musik ist die Sprache von hoher Ausdrucksfähigkeit. Israelische Kunstschaffende (Schriftsteller und Musiker) haben sich ein internationales Publikum geschaffen.

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Tel Aviv ist das Wirtschaftszentrum Israels. Blick über die Stadt.

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Wirtschaftliche Grundzüge und Entwicklungen

Innerhalb von 70 Jahren hat sich Israel vom Erzeuger hauptsächlich landwirtschaftlicher Produkte zum HightechLand entwickelt. Viele hochgebildete Zuwanderer und deren Nachfrage bildeten einen wichtigen Motor für diese Transformation. Probleme bereiten die wachsende Ungleichheit in der Bevölkerung und der weiterhin ungelöste Nahostkonflikt.

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Israels Legitimation wird von zahlreichen Akteuren der Region in Frage gestellt. Hinzu kommen geopolitische Streitpunkte, wie etwa Irans Einfluss in der unmittelbaren Nachbarschaft Israels sowie das iranische Nuklearprogramm und die Sorge, dass dies gegen Israel gerichtet werden könnte. Hierauf nimmt auch Premierminister Benjamin Netanjahu bei einer Rede vor der 67. UN-Generalversammlung im September 2012 Bezug.

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Die internationalen Beziehungen Israels

Die politische Distanz zu den arabischen Nachbarstaaten veranlasst Israel, sich im weiteren Umfeld politischen Rückhalt und wirtschaftliche Kooperationspartner zu suchen. Während es supranationaler Zusammenarbeit eher distanziert begegnet, unterhält es enge bilaterale Beziehungen zu den USA und zur EU. Aber auch mit Staaten Afrikas und Asiens werden Kontakte geknüpft.

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Ausblick

Alle Gesellschaften wandeln sich – für Israel gilt dies in besonderem Maße. Die Schwierigkeiten sind groß und die Hindernisse zahlreich, und doch liegt die vielleicht größte Stärke des Landes gerade darin, dieses Schicksal selbstbewusst anzunehmen und optimistisch in die Zukunft zu blicken.

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Zeittafel

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Literaturhinweise und Internetadressen

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Impressum

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