Titelbild Bevölkerungsentwicklung

23.12.2011 | Von:
Herwig Birg

Zur aktuellen Lage der Weltbevölkerung

Auswirkungen der Aids-Epidemie

Maria Fatima Melo, eine brasilianische Krankenschwester des staatlichen Health Care Systems, verarztet AIDS-Patienten in ihrem Haus in Rio de Janeiro, Brasilien.Maria Fatima Melo, eine brasilianische Krankenschwester des staatlichen Health Care Systems, verarztet AIDS-Patienten in ihrem Haus in Rio de Janeiro, Brasilien. (© AP)
Zu den von der Aids-Epidemie stark betroffenen Gebieten der Erde zählten im Zeitraum 2005-2010 62 Länder, darunter 40 in Afrika, fünf in Asien, elf in Lateinamerika und der Karibik, vier in Europa sowie eins in Ozeanien und die USA. Für die meisten Länder wird mit einer kontinuierlichen Ausbreitung der Epidemie bis 2050 und zunehmenden Auswirkungen gerechnet. Die Bevölkerungsabteilung der Vereinten Nationen berücksichtigt die Auswirkungen auf die Bevölkerungsentwicklung, indem sie für die am stärksten betroffenen Länder zwei Varianten der Bevölkerungsprojektion mit und ohne Aids berechnet. Ergebnis: Ohne Aids würde die Weltbevölkerungszahl von 2000 bis 2050 von 6,1 auf 9,4 Milliarden zunehmen, mit Aids wächst sie nach der mittleren Vorausberechnungsvariante auf rund 9,1 Milliarden.

Die Differenz zwischen der Bevölkerungszahl beider Varianten beträgt im Jahr 2050 480 Millionen, davon entfällt der weitaus größte Teil (320 Millionen) auf Afrika. Ohne Aids würde die Bevölkerungszahl Afrikas von 2000 bis 2050 von 796 auf 2123 Millionen zunehmen, mit Aids beträgt die Zahl 1803 Millionen. In Asien stiege die Bevölkerungszahl ohne Aids von 2000 bis 2050 von 3680 auf 5359 Millionen, mit Aids auf 5222. Für Lateinamerika und die Karibik ist die Reduktion wesentlich geringer, das gleiche gilt für die USA und Russland.


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