Weimarer Republik

Weimarer Republik

Zwar wird die keineswegs unvermeidliche Machtübertragung auf Hitler und die Nationalsozialisten im Januar 1933 der Hintergrund aller Untersuchungen der Weimarer Zeit bleiben, doch muss die Republik nicht nur als Übergang, sondern auch als Epoche von eigenem Gewicht gesehen und gewürdigt werden: Der Erste Weltkrieg und die Revolution von 1918 bedeuteten eine tiefe Zäsur für die deutsche Geschichte und das Selbstverständnis der Zeitgenossen.

In Politik und Industrie brachte die Weimarer Republik einen Modernisierungs- und Veränderungsschub. Kunst und Kultur erreichten unter den neuen demokratischen Freiheiten in den Zwanzigerjahren einen kaum erwarteten kreativen Höhepunkt, der als "klassische Moderne" in die deutsche Geistesgeschichte eingegangen ist.

PDF-Icon Heft als PDF-Datei herunterladen

Cornelius Strobel

Informationen zur politischen Bildung Nr. 261/2011

Editorial

Als Philipp Scheidemann am frühen Nachmittag des 9. November 1918 von einem Balkon des Reichstages die Republik ausrief, ahnte er wohl noch nicht, welchem Ausmaß an Gefährdung sie in den folgenden Jahren ausgesetzt sein würde. Den Bedrohungen konnte die Weimarer Republik letztendlich nicht standhalten. Weiter...

Philipp Scheidemann rief am 9. November 1918 vom Fenster des Reichstagsgebäudes die Republik aus.

Informationen zur politischen Bildung Nr. 261/2011

Vom Kaiserreich zur Republik 1918/19

Die Niederlage Deutschlands im Ersten Weltkrieg war zugleich das Ende des Kaiserreiches: Wilhelm II. dankte ab, in den Wirren der darauffolgenden Revolution wird die Republik ausgerufen. Zunächst steht die Frage nach dem zukünftigen System – parlamentarische Demokratie oder Rätesystem – zur Diskussion. Im August 1919 tritt die Weimarer Verfassung in Kraft. Weiter...

Private Aufnahme vom 15. Mai 1919 mit handschriftlichem Vermerk: Vor dem Reichstagsgebäude finden Demonstrationen gegen den Versailler Freidensvertrag statt. Nach ausdrücklicher Aufforderung unterzeichnete am 28. Juni 1919 die deutsche Delegation den Vertrag.

Informationen zur politischen Bildung Nr. 261/2011

Kampf um die Republik 1919-1923

Die parlamentarische Demokratie und die Weimarer Verfassung bringen die Nachkriegsgesellschaft nicht endgültig zur Ruhe. Besonders die harten Bedingungen des Friedensvertrags von Versailles führen zu Aufständen rechter und linker Kräfte. Höhepunkte der krisenhaften Entwicklung sind die Ruhrbesetzung, der mit passivem Widerstand begegnet wird, und die Währungszerrüttung, auf die eine Währungsreform folgt. Weiter...

Undatiertes Schwarz-Weiß-Foto: Der deutsche Reichspräsident (1919-1925) Friedrich Ebert, Mitte, mit dem Oberbürgermeister von Köln (1917-1933 und einige Monate 1945) Konrad Adenauer, rechts, und weiteren Personen auf offener Straße in den 1920er Jahren.

Informationen zur politischen Bildung Nr. 261/2011

Zwischen Festigung und Gefährdung 1924-1929

Außenpolitische Erfolge und ein – wenngleich unsicherer – wirtschaftlicher Aufschwung bescheren der Weimarer Republik eine vorübergehende Konsolidierungsphase. Sozialpolitische Maßnahmen werden verstärkt, es begann eine Zeit der kulturellen Blüte. Die innenpolitische Lage ist durch den überraschenden Tod des Reichspräsidenten Ebert und die Wahl Hindenburgs zu seinem Nachfolger bestimmt. Weiter...

Schwarz-Weiß-Foto: Der neue Reichskanzler Adolf Hitler verliest am 30. Januar 1933, dem Tag der Machtübernahme ("Machtergreifung") durch die Nationalsozialisten, in der Garnisonskirche von Potsdam die Reichstagsbotschaft. Ihm gegenüber sitzt Reichspräsident Paul von Hindenburg in der Generalfeldmarschalls-Uniform des Kaiserreichs.

Informationen zur politischen Bildung Nr. 261/2011

Zerstörung der Demokratie 1930-1933

Der Börsencrash läutet das Ende der Weimarer Republik ein. 1928 noch eine Splitterpartei, wandelt sich die NSDAP unter der Führung Adolf Hitlers zur Massenbewegung, die 1933 die Macht in Deutschland übernimmt und fortan jede demokratische Grundlage vernichtet. Weiter...

Standardbild Links

Informationen zur politischen Bildung Nr. 261/2011

Literaturhinweise und Internetadressen

Sie wollen noch mehr wissen zum Thema Weimarer Republik? Hier finden Sie weiterführende Literatur und Internetadressen. Weiter...

 

Publikation zum Thema

1918/19

1918/19

1918/19 waren Jahre des Umbruchs. Aber der Übergang von der Monarchie zur Republik prägte sich nicht nachhaltig im kollektiven Gedächtnis der Deutschen ein. Der Weimarer Republik fehlten entschlossene Demokraten – und Vertrauen in die Demokratie. Weiter...

Zum Shop

Dossier: Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Der Untergang der Weimarer Republik

Die Weimarer Republik war der erste praktische Versuch in der deutschen Geschichte, eine demokratische Staatsform zu installieren. Ihre Geschichte ist gekennzeichnet vom Wechsel zwischen Konsolidierung und Krisen – bis hin zur Auflösung. Weiter... 

zum Fragebogen >

Ihre Meinung ist uns wichtig


Vielen Dank für Ihren Besuch von bpb.de!

Wir wollen unseren Internetauftritt verbessern - und zwar mit Ihrer Hilfe. Dazu laden wir Sie herzlich zu einer kurzen Befragung ein. Sie dauert etwa 10-12 Minuten. Die Befragung führt das unabhängige Marktforschungsinstitut SKOPOS für uns durch.

Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Teilnahme. Ihre Meinung ist uns sehr wichtig!

Ihre Bundeszentrale für politische Bildung

Information zum Datenschutz und zur Datensicherheit


Als unabhängiges Marktforschungsinstitut führt SKOPOS Institut für Markt- und Kommunikationsforschung GmbH & Co. KG im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung diese Befragung durch.

Zur Durchführung der Befragung erhebt SKOPOS Ihre IP-Adresse. Diese wird umgehend anonymisiert und getrennt von den Befragungsdaten verarbeitet, deshalb ist eine Identifizierung von Personen nicht möglich. Weitere personenbeziehbare oder personenbezogene Daten werden nicht erhoben.

Die Befragung entspricht den gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz und den Richtlinien des Berufsverbandes Deutscher Markt- und Sozialforscher e.V. sowie der Europäischen Gesellschaft für Meinungs- und Marketingforschung. Es erfolgt keine Weitergabe an Dritte.

Weitere Informationen und Kontaktdaten finden Sie hier.