Tschechien

Tschechien

Seit dem 1. Mai 2004 ist Tschechien Mitglied der Europäischen Union - eine weitere Etappe in seiner wechselvollen Geschichte. Das Heft beschreibt die Entwicklung von der Monarchie, zum sozialistischen Staat bis zu einer nach demokratischen und marktwirtschaftlichen Prinzipien orientierten tschechischen Republik. Ein umfassender Überblick über den historischen, politischen und wirtschaftlichen Wandel des Landes im 20. Jahrhundert.

Christine Hesse

Informationen zur politischen Bildung (Heft 276)

Zu diesem Heft

Tschechien hat im Laufe der neunziger Jahre die Transformation von einem zentral gelenkten sozialistischen Staat hin zu einer an demokratischen und marktwirtschaftlichen Prinzipien orientierten Republik erfolgreich vollzogen und steht vor dem Beitritt zur Europäischen Union, der für 2004 vorgesehen ist. Weiter...

Blick aus der Altstadt auf den Weihnachtsmarkt in Prag.

Informationen zur politischen Bildung (Heft 276)

Annäherung an ein Land im Wandel

Tschechien ist eins der kleineren Länder Europas mit traditionsreicher, lebendiger Kultur. Wirtschaftlich ist es eng mit dem Welthandel und speziell mit den europäischen Nachbarstaaten verbunden. Doch sind die wechselseitigen Beziehungen nicht ohne politisches Konfliktpotenzial, das vielfach historische Wurzeln hat. Weiter...

Österreich-Ungarn mit der Grenze zu Tschechien, ungefähr um 1998.

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Entwicklung bis zum Ende der Monarchie

Tschechische Geschichte war immer eng verflochten mit der europäischen Geschichte: Ab dem 10. Jahrhundert setzt sich das Christentum durch, deutsche Siedler kommen ins Land, die Region wird abhängig vom Heiligen Römischen Reich und Teil des Habsburger Vielvölkerstaates. Mit dem Erstarken des Nationalbewusstseins im 19. Jahrhundert wachsen allerdings die Spannungen vor allem zwischen der deutschen und der tschechischen Bevölkerung. Weiter...

Den so genannten "Prager Fenstersturz" gab es in der tschechischen Geschichte gleich dreimal - 1419,1618,1947. Hier ist der zweite abgebildet.

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Republik unter Druck

1948 wird die Tschechoslowakei Teil des sowjetischen Machtbereichs. Im Gegensatz zu anderen Ostblockstaaten wird der Übergang zum Kommunismus hier von einer größeren Bevölkerungsschicht getragen und ist stärker demokratisch fundiert. Diese Ausrichtung prägt auch den "Prager Frühling". 1968 wird er von den Warschauer-Pakt-Staaten gewaltsam beendet und die Tschechoslowakei zur Linientreue gezwungen. Weiter...

21. August 1986, Jahrestag der Prager Invasion: Sowjetische Panzer beendeten 1968 gewaltsam den "Prager Frühling".

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Mitglied im kommunistischen Lager

In der Nachkriegs-Tschechoslowakei vollzog sich die Machtkonsolidierung der Kommunisten relativ spät, im Februar 1948. Die Umwandlung zur Diktatur erfolgte - nach einer Formulierung des englischen Historikers Josef Rothschild - in einem relativ "sanften Übergang". Weiter...

Der Schriftsteller und Politiker Vaclav Havel im Jahr 1990 - nachdem er die "Charta 77" mit initiiert hatte und wesentlich am Demokratisierungsprozess Tschechiens beteilgt war, wurde er 1989 Staatspräsident der Tschechoslowakei und von 1993 bis 2003 Präsident der Tschechischen Republik.

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Politisches System nach 1989

Im Zuge der "samtenen Revolution" 1989 beginnt die Loslösung aus dem kommunistischen Machtbereich. Die staatliche Gemeinschaft mit der Slowakei löst sich auf, und 1993 entsteht mit der Tschechischen Republik eine parlamentarische Demokratie, in der sich eine neue Medienlandschaft herausbildet. Weiter...

Prag, Hauptbahnhof: Ehe sich der historische Zug in Bewegung setzen kann, wird der Kohleofen gefüttert.

Informationen zur politischen Bildung

Wirtschaft in der Transformation

Der Übergang von der sozialistischen, zentral gelenkten Planwirtschaft zu einem marktwirtschaftlichen System stellt Tschechien vor große Herausforderungen. Umorientierung des Außenhandels, Liberalisierung und Privatisierung führen vorübergehend zu einer "Anpassungsrezession" und zum Anstieg der Arbeitslosigkeit. Seit 2000 befindet ich das Land jedoch auf einem wirtschaftlichen Konsolidierungskurs. Weiter...

Die Karlsbrücke in Prag - Mittelpunkt der Stadt und Attraktion für Touristen.

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Gesellschaft im Umbruch

Der Systemwandel bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Gesellschaft, sie nähert sich westlichen Erscheinungsformen an. Dazu gehören individuellere Lebensorientierungen, eine größere soziale Unsicherheit und eine wachsende Schere zwischen Arm und Reich. Staatliche Reformen im Bildungs- und Gesundheitsbereich sollen die Sozialsysteme an die gestiegenen Anforderungen anpassen. Weiter...

Gipfeltreffen in Prag 2009 - rechts neben US-Präsident Barack Obama (Mitte): der ehemalige Ministerpräsident Mirek Topolánek und der amtierende Präsident Tschechiens, Václav Klaus (ganz rechts vorne).

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Ziele und Ergebnisse tschechischer Außenpolitik

Bittere historische Erfahrungen machen die Sicherung der staatlichen Souveränität zum vordringlichen Anliegen der tschechischen Politik. Misstrauen gegenüber den Nachbarstaaten erschwert gelegentlich die Zusammenarbeit, und der EU-Beitritt wird in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Dennoch wird die Eingliederung in die demokratischen Staatengemeinschaft unbeirrt verfolgt. Weiter...

Der ehemalige tschechische Ministerpräsident Mirek Topolánek und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel 2009.

Informationen zur politischen Bildung (Heft 276)

Beziehungen zu Deutschland

Nachdem der Ost-West-Konflikt über Jahrzehnte eine Zusammenarbeit mit der DDR und eine strikte Abgrenzung zur westdeutschen Bundesrepublik zur Folge hatte, haben sich die tschechisch-deutschen Beziehungen seit der deutschen Einheit schrittweise verbessert. Doch die NS-Gewaltherrschaft und die Vertreibung der deutschen Bevölkerung bedeuten bis heute eine schwere Hypothek. Weiter...

Standardbild Links

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Literaturhinweise und Internetadressen

Sie wollen noch mehr wissen zum Thema Tschechien? Hier finden Sie weiterführende Literaturhinweise und Internetadressen. Weiter...