Tschechien

Literaturhinweise und Internetadressen

8.11.2002
  • Bock, Ivo/Pauer, Jan/Miháliková, Silvia: Tschechische Republik zwischen Traditionsbruch und Kontinuität, Bremen 1995, 140 S.

    Der Band enthält Aufsätze zur kulturellen Entwicklung und den wichtigsten Tendenzen in der politischen Kultur Tschechiens und der Slowakei seit 1989.

  • Brandes, Detlef: Der Weg zur Vertreibung 1938–1945: Pläne und Entscheidungen zum "Transfer" der Deutschen aus der Tschechoslowakei und aus Polen, München 2001, 503 S.

    Der Autor beschreibt, warum und wie es zur Vertreibung der Deutschen aus Ostmitteleuropa kam. Auf der Basis eines breiten Quellenstudiums analysiert er die Pläne zur Zwangsaussiedlung der Deutschen und Ungarn.

  • Franzen, K. Erich: Die Vertriebenen. Hitlers letzte Opfer, Berlin/München 2001, 280 S.

    Die Publikation verbindet die historisch fundierte Darstellung der traumatischen Ereignisse der Vertreibung mit Zeitzeugnissen und Bildmaterial.

  • Hoensch, Jörg K./Lemberg, Hans (Hg.): Begegnung und Konflikt. Schlaglichter auf das Verhältnis von Tschechen, Slowaken und Deutschen 1815–1989, Bonn 2001, 325 S.

    In diese Auswahl aus vier Konferenzen der Deutsch-Tschechischen und Deutsch-Slowakischen Historikerkommission wurden die Beiträge von 19 Historikern aus den drei Ländern zu zentralen Streitfragen der gemeinsamen Geschichte aufgenommen.

  • Hoensch, Jörg K.: Geschichte Böhmens. Von der slawischen Landnahme bis zur Gegenwart, 3., aktualisierte und ergänzte Auflage, München 1997, 588 S.

    Grundlegendes Standardwerk zur älteren tschechischen Geschichte vor 1918.

  • Koschmal, Walter/Nekula, Marek/Rogall, Joachim (Hg.): Deutsche und Tschechen. Geschichte – Kultur – Politik, München 2001, 727 S.

    Deutsche und tschechische Wissenschaftler, Publizisten und Politiker beleuchten historische und kulturelle Aspekte der deutsch-tschechischen Beziehungen.

  • Kren, Jan: Die Konfliktgemeinschaft. Tschechen und Deutsche 1780–1918, 2. Aufl., München 1999, 404 S.

    Dieses wichtige Werk eines tschechischen Historikers thematisiert das deutsch-tschechische Verhältnis in einem weit über die böhmischen Länder hinausreichenden mitteleuropäischen Rahmen.

  • Lemberg, Hans/Heumos, Peter (Hg.): Das Jahr 1919 in der Tschechoslowakei und Ostmitteleuropa, München 1993, 261 S.

    Der Tagungsband untersucht, welche Alternativen es in der historischen Situation nach dem ersten Weltkrieg in Ostmitteleuropa und vor allem auf dem Gebiet der Tschechoslowakei gegeben hätte.

  • Pauer, Jan: Prag 1968. Der Einmarsch des Warschauer Paktes. Hintergründe – Planung – Durchführung, Bremen 1995, 420 S.

    Die Studie zeichnet die Entwicklung des Reformsozialismus in der Tschechoslowakei nach und dokumentiert den Entscheidungsprozess, der zum Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes und zur Niederschlagung des "Prager Frühlings" im August 1968 führte.

  • Pithart, Peter, Príhoda, Petr (Hg.): Die abgeschobene Geschichte: ein politisch-historisches Lesebuch, München 1999, 412 S.

    "Abschub" wurde sprachpolitisch die Vertreibung in der Tschechoslowakei genannt. Die Publikation stellt erstmals einen repräsentativen Querschnitt der Meinungsbildung im Nachbarland vor.

  • Seibt, Ferdinand: Deutschland und die Tschechen: Geschichte einer Nachbarschaft in der Mitte Europas, 3. Aufl., München 1997, 515 S.

    Das Standardwerk zur tschechischen Geschichte zeigt die langen historischen Linien der Beziehungen zwischen Deutschen und Tschechen.

  • Slapnicka, Helmut: Die Vertreibung der Deutschen aus der Sicht der innerstaatlichen Rechtsordnung, in: Bohemia 42 (2001), S. 11–26.

    Der Autor skizziert und diskutiert die juristischen Grundlagen der Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei nach Ende des Zweiten Weltkriegs.

  • Tänzler, Dirk (Hg.): Der Tschechische Weg. Transformation einer Industriegesellschaft (1918–1998), Frankfurt/New York 1999, 244 S.

    Die Wirtschaftstransformation Tschechiens seit 1918 sowie der Zusammenhang von wirtschaftlichem und sozialem Wandel sind Thema der Publikation.

  • Wagnerová, Alena: 1945 waren sie Kinder. Flucht und Vertreibung im Leben einer Generation, Köln 1990, 155 S.

    Die Publizistin Alena Wagnerová führte für dieses Buch Gespräche mit Sudetendeutschen der zweiten Generation.

  • Wo ist meine Heimat ... Spuren tschechisch-deutscher Gemeinsamkeiten im 19. und 20. Jahrhundert, Brücke/Most Stiftung Dresden/Prag 1999.

    Reich bebildert wird die gemeinsame Geschichte, oft anhand individueller Lebenswege, dargestellt.

  • Zimmermann, Volker: Die Sudetendeutschen im NS-Staat: Politik und Stimmung der Bevölkerung im Reichsgau Sudetenland (1938–1945), Essen 1999, 516 S.

    Der Autor beleuchtet akribisch und anschaulich die Zeit des "Protektorats".

    Internetadressen

  • http.//www.collegium-carolinum.de/

    Tschechische Dokumente in Deutsch bietet die Homepage des Collegium Carolinums. Unter dem Stichwort "Novinky" Hinweise auf seriöse Publikationen und Internetadressen zu den Benepi-Dekreten.

  • http://www.dt-ds-Historikerkommission.de

    Homepage deutsch-tschechische und deutsch-slowakische Historikerkommission.

  • www.dtsg.de

    Website der Deutsch-Tschechisch-Slowakischen Gesellschaft e.V. für Deutschland.

  • http://www.fes.de/organisation/europe/tschech.html
  • http://www.kas.de/publikationen/2001/laenderberichte

    Die Websites der Friedrich-Ebert- und der Konrad-Adenauer-Stiftung bieten Übersichtsdarstellungen zur politischen Lage oder Berichte zu aktuellen Einzelaspekten der Entwicklung Tschechiens.

  • www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/geschichte/kgdoe/index.html

    Für tiefer an der Geschichte des Landes Interessierte ist die "Linkseite für Osteuropahistoriker" eine Fundgrube.

  • www.radio.cz/deutsch

    Radio Prag in Deutsch, innen- und außenpolitische Nachrichten und Kommentare, aktuell und im Archiv für drei Jahre.

  • www.tandem-org.de

    Tandem – Koordinierungszentrum deutsch- tschechischer Jugendaustausch – bietet im Auftrag des deutschen und tschechischen Jugendministeriums Information, Beratung und Kontakte für Schulen sowie Jugendgruppen und fördert Begegnungen.

  • http://www.tschechien-portal.info

    Seit Sommer 2002 bündelt ein deutsch-tschechisches Internetportal zahlreiche Informationen zum Nachbarland Tschechien und zur bilateralen Zusammenarbeit. Besonderer Wert wird auf Mitwirkung und Diskussion gelegt.