Dürre im Südwesten Chinas

30.6.2007

Chronik "Umwelt, Klima und Mensch"

Chronik "Umwelt, Klima und Mensch" zum GrafStat-Projekt "Umweltbewusstsein und Klimaschutz" zeigt die Entwicklung des Weltklimas unter Berücksichtigung des menschlichen Einflusses.

bis zum Jahr 0 unserer Zeitrechnung

8 bis 6 Mio. Jahre v. Chr.
Ein Klimawandel löst die Evolution des Menschen aus. Als das gesamte Erdklima sich abkühlt, spalten sich die Hominiden von den Menschenaffen ab und erobern neuen Lebensraum.

2 Mio. v. Chr.
Durch den Klimawandel entstehen auch im südlichen Eurasien Savannenlandschaften. In Kaltphasen sinkt der Meeresspiegel.

Vor rund 18 000 Jahren
Höhepunkt der letzten Eiszeit (Würm/Weichseleiszeit) Die Temperaturen liegen acht bis zehn Grad unter den heutigen Werten. Das Inlandeis hat seine größte Ausdehnung: Breite Teile Europas, Asiens und Nordamerikas liegen unter einer Eisschicht von mehreren Tausend Metern Dicke. Die Gletscher Skandinaviens reichen südlich bis Berlin, die Alpengletscher erreichen München. Durch das im Eis gebundene Wasser fällt der Meeresspiegel um rund 120 Meter. (Ausführliche Informationen finden Sie hier.)

8000 bis 4000 v. Chr.
Klimaoptimum: die wärmsten Jahre der Nacheiszeit (Holozän). Die Temperatur liegt etwa ein bis zwei Grad höher als heute und das Klima ist erheblich feuchter. Das Abschmelzen des Inlandeises führt zu einem Anstieg des Meeresspiegels. In der Sahara wachsen Oliven, Zypressen und Lorbeer, der Wasserspiegel des Tschadsees am Südrand der Sahara liegt 40 Meter höher als heute. Die Induskultur erreicht in dieser Zeit ihren Höhepunkt. In Mitteleuropa herrscht Wärme liebender Eichenwald vor. (Ausführliche Informationen finden Sie hier.)

Etwa 2500 v. Chr.
Sintflut: Als Sintflut wird im 1. Buch Mose der Bibel eine große weltumspannende Flut bezeichnet, mit der Gott die Menschen für ihr sündiges Leben bestraft haben soll. Gemäß dem biblischen Bericht im Alten Testament soll die Sintflut 40 Tage und 40 Nächte gedauert haben. Der Zeitpunkt der Sintflut wurde vom irischen Theologen James Ussher im 17. Jahrhundert berechnet. Einer These der amerikanischen Wissenschaftler William Ryan und Walter Pitman zufolge ist die überlieferte Geschichte der "Sintflut" in der Bibel eine Folge des Anstiegs des Meeresspiegels nach der letzten Eiszeit und die dadurch ausgelöste Überschwemmung der Schwarzmeer-Region durch Wasser aus dem Mittelmeer. Ähnliche Berichte gibt es auch aus anderen Teilen der Welt bzw. in anderen Kulturen und Religionen, z.B. im Chinesischen Altertum, in Indien oder im Judentum. (Ausführliche Informationen finden Sie hier.)

2100 bis 600 v. Chr.
Entstehung und Überlieferung des Gilgamesch-Epos. Der König Gilgamesch und sein Freund, der Held Enkidu, dürften um 2650 v. Chr. als historische Gestalten gelebt haben. Eine Interpretation des Epos ist der frühzeitliche Hinweis auf die katastrophalen Folgen der Zerstörung des Waldes.
Gilgamesch-Epos: babylonisches Heldenepos über Gilgamesch, den König von Uruk. Es gilt als die erste Dichtung, welche das Lösen von den Göttern, zugleich aber auch die Angst vor der Vergänglichkeit des Lebens zeigt. Seit der Mensch sich seiner selbst bewusst ist und damit die "Unschuld" der Natur hinter sich lässt, beginnen die existentiellen Ängste. Gilgamesch gilt daher auch als das erste existentialistische Werk der Menschheit.

Quellen und weitere Links:
Scinexx – Das Wissensmagazin: Eine kurze Geschichte des Klimas... http://www.scinexx.de/index.php?cmd=focus_detail2&f_id=35&rang=7