Das zerstörte Nürnberg

Baustein 5: Präsentation der Ergebnisse

5.1.2005
Die Veröffentlichung der Arbeitsergebnisse durch eine Ausstellung oder einen Pressebericht bietet den Jugendlichen die wichtige Gelegenheit zur Selbstdarstellung nach außen und die Chance eines willkommenen Feedbacks, z.B. bei anderen Jugendlichen, Lehrpersonen, Eltern, Politikerinnen und Politikern und den Medien vor Ort.

Die traditionelle Kreuztracht-Prozession nach Kriegsende 1945 im zerstörten Coesfeld/Westfalen.Die traditionelle Kreuztracht-Prozession nach Kriegsende 1945 im zerstörten Coesfeld/Westfalen. (© Bistumsarchiv Münster, Bildersammlung; aus: Ruth Goebel/Markus Köster: 1945 - Fotografien aus Westfalen, Münster 2005)
Die Veröffentlichung der Arbeitsergebnisse - sei es im Rahmen einer Ausstellung oder durch einen Pressebericht - bietet den Schülerinnen und Schülern die wichtige Gelegenheit zur Selbstdarstellung nach außenund die Chance eines willkommenen Feedbacks, z.B. bei anderen Jugendlichen, Lehrpersonen, Eltern, Politikerinnen und Politikern und den Medien vor Ort, wodurch sie erfahren können, dass sie sich im Unterricht mit Gegenständen und Fragen beschäftigen, die auch außerhalb des Klassenzimmers auf reges Interesse stoßen.

Angesichts des starken Gegenwartsbezugs des Unterrichtsprojekts und des daraus resultierenden öffentlichen Interesses erscheint es äußerst sinnvoll, die wichtigsten Ergebnisse der schülereigenen Erhebung und die daraus folgenden Aktionen (z.B. mit der Partnerschule) in einer schulinternen Ausstellung zu dokumentieren.

Wie erfährt die heimische Bevölkerung vom Ergebnis unserer Befragung?



Für die Information der örtlichen Bevölkerung über die Ergebnisse der eigenen Befragung ergeben sich vielfältige Möglichkeiten. Nach der bereits in der Lokalpresse erfolgten Ankündigung des Projekts bietet es sich jetzt natürlich an, der interessierten Öffentlichkeit die Ergebnisse in einer selbst verfassten Pressemitteilung zu präsentieren. Dass die Schülerinnen und Schüler hierzu sehr motiviert sein werden, muss wohl nicht mehr eigens betont werden.

Darüber hinaus haben wir sehr gute Erfahrungen mit der direkten Kontaktaufnahme zur heimischen Presse gemacht, die in der Regel großes Interesse an den – insbesondere im kommunalen Bereich für politischen Gesprächsstoff sorgenden – Umfrageergebnissen zeigt.

Als ideengebende Vorlage haben wir eine beispielhafte Dokumentation einer Befragung, die unter Berliner Bürgerinnen und Bürger im Frühjahr 2005 anlässlich der Erinnerung an die Befreiung von Auschwitz durchgeführt wurde (M 05.01); außerdem kann hier eine methodische Information zur Erstellung eines Zeitungsartikels abgerufen werden (Methode "Zeitungsartikel erstellen"). Hier empfiehlt es sich dann durchaus, mit den Lernenden nach vorheriger Terminabsprache die örtlichen Zeitungsredaktionen einzuladen oder aufzusuchen, um den Redakteuren die wichtigsten Befunde zu erläutern.

Der daraufhin erscheinende Presseartikel besitzt im zugrunde liegenden pädagogischen Konzept der "Öffnung von Schule" nicht nur eine wichtige Rückmeldefunktion für die Schülerinnen und Schüler, sondern wird auch als besonderes Produkt eines modernen handlungsorientierten Geschichtsunterrichts das Interesse der Jugendlichen am Thema insgesamt historisch-politischen Fragestellungen nachhaltig verstärken. Des weiteren gibt es in bestimmten Regionen zudem die Gelegenheit, die Öffentlichkeit durch den Lokalfunk (Bürgerradio oder Bürgerfernsehen) über die Ergebnisse zu informieren – auch die Hinweise zur Erstellung eines Radiobeitrages haben wir zur Verfügung gestellt (Methode "Radiobeitrag erstellen").

Wie können wir die Ergebnisse unserer Befragung in unserer Schule präsentieren?



Angesichts des starken Gegenwartsbezugs des Unterrichtsprojekts und des (daraus resultierenden) öffentlichen Interesses erscheint es äußerst sinnvoll, die wichtigsten Ergebnisse der schülereigenen Erhebung in einer schulinternen Ausstellung zu dokumentieren. Dabei sind gleichfalls einige knappe Hinweise über Inhalt und Verlauf der Unterrichtsreihe angebracht.

Zu diesem Zweck haben die Schülerinnen und Schüler die Aufgaben, eine kurze Einführung in die Fragestellung und Zielsetzung der Unterrichtsreihe zu verfassen, einzelne Unterrichtsgegenstände und Ergebnisse zu beschreiben sowie erläuternde Kommentare zu den ausgewerteten Kreuztabellen zu formulieren und illustrierende Materialien zusammenzustellen.

Tipp: Eine weitere Möglichkeit, die Ergebnisse der Befragung zu präsentieren, bietet das Zusatzprogramm GrafShow. Damit können Lehrende und Schülerinnen und Schüler aussagekräftige Tabellen und Grafiken zu einer optisch ansprechenden Grafikshow auf dem Computer zusammenstellen, die sowohl zur Illustration eines Vortrags als auch für die Präsentation auf einem Terminal eingesetzt werden kann.

Wenn noch genügend Zeit verbleibt, kann für die inhaltliche und organisatorische Vorbereitung der Ausstellung ebenso wie für die Endredaktion der Pressemitteilung eine eigene Unterrichtsstunde angesetzt werden. Zur Not wären die notwendigen Aufgaben in außerschulischer Arbeit zu erledigen. Der Aufwand dürfte sich jedoch zweifellos lohnen. Die Veröffentlichung ihrer Arbeitsergebnisse - sei es durch einen Pressebericht oder im Rahmen einer Ausstellung - bietet den Schülerinnen und Schülern eine gute Gelegenheit, das Erlernte und Erarbeitete selbstbewusst vorzustellen, sich und die Arbeitsgruppen nach außen darzustellen und Rückmeldungen von Lehrern, Eltern, Journalisten und Politikern zu erhalten, wodurch sie erfahren können, dass sie sich im Unterricht mit Gegenständen und Fragen beschäftigen, die auch außerhalb des Klassenzimmers auf reges Interesse stoßen. Dies ist zudem Anlass für eine Reflexion dessen, was im Unterricht erreicht wurde, und bereitet die Schülerinnen und Schüler auf die Abschlusseinheit der gesamten Unterrichtsreihe vor.



 

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