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Partizipation vor Ort

22.4.2013

Info 02.01 Lösung zu M 02.03 und M 02.04

1. Erkläre in eigenen Worten, was ein Recht ist.
Ein Recht kann jemandem in seinem Tun behilflich sein oder aber ihn einschränken. Hierzu muss man zwischen persönlichem und allgemeinem Recht unterscheiden. Meinungsfreiheit ist beispielsweise ein Recht, von dem ich Gebrauch machen darf, aber nur so lange, wie ich andere Menschen dabei nicht beeinträchtige oder sie beleidige. Ein Recht regelt also (per Gesetz), was ich tun darf und was nicht, um das Allgemeinwohl zu schützen.

2. Erläutere, warum die UN-Kinderrechtskonvention beschlossen wurde.
Um das Jahr 1600 wurden Kinder als kleine Erwachsene betrachtet. Daher waren sie ihrer Kleidung und Aufgaben nach von Erwachsenen nicht grundsätzlich verschieden. Heute sind sich viele Länder darüber im Klaren, dass Kindern ihre eigenen, besonderen Rechte anerkannt werden müssen. Sie brauchen mehr Schutz und Förderung in ihrer Entwicklung als andere und sollen ein Recht auf Bildung, körperliche Unversehrtheit und ausreichende Versorgung mit Nahrung haben. Die Vereinten Nationen kamen dieser Forderung 1989 nach und beschlossen gemeinsam die UN-Kinderrechtskonvention.

3. Beschreibe, welche Auswirkungen die Konvention hatte und bis heute hat.
Fast weltweit ist die Kinderrechtskonvention gültig. Die Staaten, die sich ihr verpflichtet haben, müssen Auskunft darüber geben, inwiefern sie diese in ihrem Land umsetzen konnten bzw. noch dabei sind. Teilweise nahmen einige Länder, wie zum Beispiel Brasilien, diese Kinderrechte sogar in ihre Verfassung auf. Leider ist jedes Land aber auch mit ganz spezifischen Voraussetzungen ausgestattet, sodass trotz aller Bemühungen nicht alle Rechte in jedem Land gleich gut umzusetzen sind. Zudem gibt es keine übergeordnete Instanz, die bei Verstößen seitens der Staaten einschreiten könnte, sondern allein den Einsatz vieler Kommissionen, Organisationen und Personen, die sich für die Einhaltung engagieren.